Der 1983 in Senden gegründete Friedenskreis war in den 1980er und 1990er Jahren sehr aktiv und erfolgreich. Die gut dokumentierte Berichterstattung in beiden Zeitungen war umfassend. Ende der 1990er Jahre wurde es ruhiger, Frieden schien gesichert. Mit dem Ukrainekrieg und der Ankündigung der „Zeitenwende“ hat sich die Einstellung zur Rüstung in Deutschland und Europa leider grundlegend geändert. Die Friedensbewegung in Deutschland muss sich neu orientieren. Dabei ist gerade aktuell die Frage wichtig, wie man Frieden in Europa und weltweit erreichen kann. Die Angst vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung wächst. Die gewaltige Hochrüstung führt zur Kürzung sozialer Leistungen, die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden. Notwendige Bemühungen um eine Abbremsung des Klimawandels sind faktisch nutzlos, weil Krieg und Zerstörung zur Verschwendung von Ressourcen und zu einem ungeheuren CO2-Ausstoß führen, so die Meinung der Friedensaktivisten. Menschen, die sich für Alternativen zur gegenwärtigen Rüstungs- und Klimapolitik einsetzen, haben den Sendener Friedenskreis reaktiviert und laden zu der ersten Sitzung nach der Neugründung am Dienstag, den 18. August, ab 18 Uhr in die ev. Friedenskirche ein. Friedensbewegte und ausdrücklich auch junge Menschen aus Senden und Umgebung sind herzlich eingeladen.
Foto: Anfang der 1980er Jahre rüttelten sog. „Schweigekreise“ die Menschen in Senden auf. Sehr kontroverse Auffassungen prallten aufeinander. „Frieden schaffen mit weniger Waffen“ – mehr als zwei Jahrzehnte hat es in Europa funktioniert. Ob Hochrüstung nun den Frieden sichern kann, darüber soll diskutiert werden.
