Archiv des Autors: Bernd Lieneweg

Zwei Jahre „Sendener Leihrad“ – eine kleine Bilanz

Eine kleine Bilanz: Im Herbst 2019 wurde die Idee des „Sendener Leihrads“ erstmals umgesetzt. Die benötigten Fahrräder wurden gespendet oder waren abgelaufene Fundstücke aus dem Fundbüro. Die „Sendener Farben“ wurden von einem großen Lackhersteller gestiftet. Die Räder wurden auseinander genommen, von einem Maler umgespritzt, wieder zusammengebaut, repariert und ergänzt. Die Gemeinde stiftete Schlösser für Einkaufswagen-Chips, montierte die Gegenstücke an den Fahrradständern am Bahnhof in Bösensell und am Par&Ride-Parkplatz an der Autobahn. Sie stellte dort Schilder auf, auch die Räder bekamen alle entsprechende Schilder mit den Hinweisen auf die Zweckbestimmung. Das Projekt wurde in den Bussen vom RVM auf den Monitoren beworben. Sehr schnell wurden die Räder in Gebrauch genommen, kehrten aber nur selten an die beiden Bestimmungsorte zurück. Wir fanden sie erheblich demoliert, z.T. an den unmöglichsten Stellen, wieder, in Gräben, eins sogar in einem Teich. Sie wurden eingesammelt, kamen wieder in die Werkstatt der Flüchtlingshilfe und wurden erneut von den Ehrenamtlichen instandgesetzt. Von den insgesamt 22 Fahrrädern blieb nach zwei Jahren weniger als die Hälfte übrig, sie waren nicht mehr zu finden oder die Rahmen dermaßen mit Gewalt verbogen, dass sie nur noch zum Schrott gegeben werden konnten. In einer letzten Aktion wurden jetzt die restlichen Räder noch einmal in einen verkehrstüchtigen Zustand versetzt und werden z.T. mit Trackern versehen, um zu sehen, wo sie bleiben. Teilweise landeten sie sogar wieder im Fundbüro und kamen von dort ein zweites Mal in die Werkstatt der Projektgruppe. Ein Rad wurde sogar aufwendig im blauen Teil umgespritzt, silber und gelb. Aber wenn man es umdreht und defekte Teile abschraubt, kommt das „Sendener Blau“ wieder überall deutlich zum Vorschein. Wir haben echt gestaunt!

Sauber umgespritzt. Ein gebrauchtes Rad zu kaufen, wäre einfacher gewesen.

 

Protokoll der Videokonferenz vom 17. November 2021, ergänzt durch interessante Links aus dem Chat


Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 17.11.21

1. Zoom

– die Verlängerung des Zoom-Vertrages wird beschlossen

2. Lehrhecke

– da es für die Sträucher besser ist, noch vor dem Winter gesetzt zu werden, wird als möglicher Pflanztermin der 11.12.21 anvisiert => Bestätigung vom Schloss einholen

– ca. 100 Pflanzen, ausgewählt unter ökologischen Gesichtspunkten v. Dr. Kröger v. NABU, werden von Bernd aus der Baumschule geholt

– Einladung der Öffentlichkeit, der Kindergärten und weiterer Helfer

3. Bäume

– von der Baumschule Sennekamp liegt ein Kostenvoranschlag für die Pflanzung v. 15 Bäumen Nähe Kappenberger Damm (Farwicksheide) vor

– da dieser das Budget der Spendenaktion „Neue Bäume für Senden“ überschreitet, einigen wir uns darauf,  die Bäume davon zu bezahlen, wenn die Gemeinde den Rest der Kosten (Pflanzung, Pflege) übernimmt (evtl. kann dieser Posten durch Mithilfe bei der Pflanzaktion noch verringert werden)

– Termin mit der Baumschule absprechen

4. Leihräder

– Niklas Esser von der Gemeinde hat zwei GPS-Tracker für die Leihräder besorgt (Tel. 707)

– 19.11.21 ab 16 Uhr Treffen in der Werkstatt der Flüchtlingshilfe, um die restlichen Fahrräder verkehrstüchtig zu machen und zwei mit den Trackern auszurüsten

– evtl. als Alternative das Angebot von tretty.de anfragen

5. Adventsmarkt

– aufgrund der sich wieder verschärfenden Coronalage verzichten wir auf die Teilnahme am Adventsmarkt

6. Personelles

– Karina legt eine Agendapause ein, Bernd übernimmt die Protokollführung, Sven die Agendaleitung – keine Gegenstimmen oder -vorschläge

 

Neue Termine:

Agenda gesamt: 08.12.21 um 18.30 Uhr als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Fahrrad-Reparatur: 19.11.21 ab 16 Uhr in der Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe
Wirtschaft mit Kultur: 16.01.22 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

gez. MilKa

Ergänzung zum Protokoll: interessante Ideen und Links von Jürgen Kruse aus dem Agenda-Chat  am 17.11.2021

Von Jürgen Kruse an alle: 07:22 PM

An Umweltministerin NRW

Sehr geehrte Frau Ministerin Heinen-Esser,

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte stoppen Sie die weitere Zerstörung des bis vor wenigen Jahren noch intakten Waldes bei Legden-Asbeck! Auch in 2021 gehen nun offenbar die Abholzungen und Auflichtungen (wieder für den Export?) weiter.

So viele gesunde, große Bäume sind im Waldstück an der K 29 für das Fällen markiert, dass auch diese Waldpartie für die Klimaschutzfunktionen des Waldes ausfallen wird. Siehe angehängtes Foto und die Berichte zu diesem Wald auf:

https://waldreport.de/waldschadensmeldung/holzernte-schaeden/alle-groesseren-buchen-werden-ausgeraeumt-schirmschlag?fbclid=IwAR0IbFhqAPhBZGhEgg4KxynqahOg9Y0PlpKq0puB_h8_vLgQb5u3l1qCFYA

und:

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de/2020/02/02/trotz-waldsterben-der-ausverkauf-der-w%C3%A4lder-geht-weiter-teil-3-nrw/

Bitte stoppen Sie den Einschlag der restlichen großen alten Bäume hier in Legden und im Münsterland, wenn Sie ernsthaft an der Rettung der Wälder .interessiert

Vorschläge für Klimaschutz-Kommunen:

„Nur noch Null-Energie-Häuser in Gemeinschaftswohnprojekten mit e-Car-Sharing und guten ÖPNV-Anbindungen. Nur noch emissionsarme und ungiftige Produktionsbetriebe (bzw. Produkte). Begrünungsprojekte (nur noch Straßen mit Schattenbäumen! und ökologisch wertvollen Hecken) innerorts und im Umland viele Kilometer mit neuen Biotopverbundlinien (bes. mit ausreichend breiten Hecken). Humusaufbau-Konzepte für eine ökologisch orientierte Landwirtschaft, drastischer Abbau der sogenannten „Nutztierhaltung“ bzw. Massentierhaltung, Abkehr von Monokulturen, von Pestiziden und Kunstdünger, Aufbau einer regional vermarktenden zunehmend auf pflanzliche Lebensmittel ausgerichteten Landwirtschaft. Sofort Verpflegung mit gesunden und regionalen Bio-Lebensmitteln für alle Gemeinschaftsverpflegungen/Kantinen besonders für Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Altenheime usw.., auch Orientierung der Gastronomie auf ökologisch erzeugte Lebensmittel und Bio-Getränke. Überall vegetarisch/vegane Gerichte..

Von Jürgen Kruse an alle: 07:26 PM

Beispiel Region Nordkreis Borken: Im Sinne des Klimaschutzes und im Interesse der kommenden Generationen wäre es doch sinnvoll, Fördermittel zu bündeln, die Träger der Bildungs- und Sozialeinrichtungen und Kantinen rasch zu einem Umstellungsprogramm einzuladen für ihre Kantinen und zum Wohl der Menschen in ihren Einrichtungen. Die „Corona“-Zwangspause hat gezeigt, dass im Sinne von Artenschutz- und Klimaschutz sehr viel möglich und notwendig ist. Leicht könnten jetzt entsprechende Projekte gestartet werden.

Der Vorschlag vom Juli 2020 noch einmal (modifiziert): „Nach (der Corona-Pause) wird in allen Schulen nur noch mit gesunder Vollwertkost und mit Bio-Lebensmitteln gearbeitet. Vorbereitungen könnten sofort beginnen. Rasch könnten mit den Krankenhäusern Programme zur Umstellung auf (heimische) Bio-Lebensmittel (und auf vegetarische und vegane Gerichte) gestartet werden. Das hätte auch enorme Impulse für eine ökologische Landwirtschaft und eine mögliche Regionalvermarktung!….“

Das wäre auch ein Klimaschutz-Programm! Dazu werden Schulgärten aktiviert und umwelt-pädagogische Programme der Schulen angeregt……Siehe:

https://adhocracy.plus/leader-ahl/mapideas/2021-06372/

Von Jürgen Kruse an alle: 07:28 PM

wir bemühen uns um Erhalt der Biodiversität und Artenschutz und haben dazu eine bundesweite Petition gestartet.

Wir bitten darum, diese Petition allen Partnern und auf den Veranstaltungen bekannt zu machen. Siehe:

Petition – Mehr Artenvielfalt im öffentlichen Grün:

https://www.petition-mehr-artenvielfalt-im-oeffentlichen-gruen.de/

Von Jürgen Kruse an alle: 07:54 PM

Wir brauchen eine Bodenrechtsreform!: Siehe dazu diesen TV-Beitrag:

Unterwegs nach Utopia

Die einen wollen Städte schaffen, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat: Futuristisch und möglichst nachhaltig. Andere fordern radikale Umkehr, wollen Neubauten und Abrisse möglichst verhindern. Architektur- und Stadtplanung stehen vor der größten Herausforderung, die es je gab: sie müssen nicht weniger als die Welt retten. ….

https://www.3sat.de/kultur/kulturdoku/unterwegs-nach-utopia-100.html

https://regionalwert-muensterland.de/

https://www.hamburger-edition.de/buecher-e-books/artikel-detail/green-new-deal/d/2539/

https://www.suhrkamp.de/buch/katharina-pistor-der-code-des-kapitals-t-9783518587607

https://mediashop.at/buecher/die-extreme-mitte/

nachhaltige Gesellschaft

https://rotpunktverlag.ch/buecher/das-marchen-vom-grunen-wachstum

Zur Postwachstumsgesellschaft siehe:

http://www.postwachstumsoekonomie.de/

-und zur Gemeinwohlwirtschaft:
https://web.ecogood.org/de/ (und. https://christian-felber.at/buecher/ ).

 

Außerplanmäßiger Termin der November-Sitzung am 17. November 2021 um 18 Uhr

  Zur November-Sitzung der Agenda21Senden erst am Mittwoch, den 17.11.2021, ab 18.00 Uhr wird eingeladen, außerplanmäßig also erst am 3. Mittwoch im Monat und bereits ab 18 Uhr, da 19.30 Uhr bereits der Vortrag von Joachim F. Gogoll zur Gemeinwohl-Ökonomie beginnt. Das Treffen findet online statt unter https://t1p.de/agenda21senden. Auf der Tagesordnung steht am Anfang eine personelle Umstrukturierung, um die Arbeit anders zu verteilen und jüngere Leute stärker einzubinden. Die Zusammenarbeit mit den überall im Kreis neu entstandenen und gut vernetzten Parents4Future-Gruppen sollte zur Effizienz-Steigerung überdacht werden. Für Senden stehen noch einmal die Pflanzaktionen neuer Bäume und Sträucher und diverse Aktivitäten zur Mobilität zur Diskussion. Auch über die Form der Wiederaufnahme des Sendener Wirtschaftsseminars und die Beteiligung am Adventsmarkt wird zu sprechen sein.

So am Dienstag in der Zeitung:

Agenda-Gruppe bespricht Aktionen

SENDEN Die Agenda 21-Gruppe Senden lädt zur Novembersitzung ein. Diese findet dieses Mal erst am dritten Mittwoch des Monats, also am 17. November, statt. Die Sitzung beginnt bereits um 18 Uhr, da um 19.30 Uhr der Vortrag von Joachim F. Gogoll zur Gemeinwohl-Ökonomie beginnt. Das Treffen wird online abgehalten unter https://t1p.de/agenda21senden. Auf der Tagesordnung steht am Anfang eine personelle Umstrukturierung, um die Arbeit anders zu verteilen und jüngere Leute stärker einzubinden, so die Pressemitteilung. Die Zusammenarbeit mit den überall im Kreis neu entstandenen und vernetzten Parents4Future-Gruppen sollte zur Effizienz-Steigerung überdacht werden. Für Senden stehen noch einmal die Pflanzaktionen neuer Bäume und Sträucher und diverse Aktivitäten zur Mobilität zur Diskussion. Auch über die Form der Wiederaufnahme des Sendener Wirtschaftsseminars und die Beteiligung am Adventsmarkt wird zu sprechen sein.

Protokoll vom 13. Oktober 2021 (Videokonferenz)

  Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 13.10.21

1. Adventsmarkt
* der Gewerbeverein plant einen Adventsmarkt am 04.+ 05.12.21 zwischen Kirche und altem Zollhaus
* bis zur Novembersitzung überlegen wir uns, ob die Agenda teilnehmen will und mit welchen Inhalten
* Wolfgang erfragt Anmeldeschluss, Auf-und Abbau der Stände, …

2. Leihräder
* acht Räder können repariert werden; Wolfgang fragt am 15.10.21 in der Werkstatt nach

3. Wirtschaft-mit-Kultur
* die Reihe wird erst ab November fortgesetzt

4. Raumnutzung
* im Bürgerhaus „Altes Zollhaus“ können Räume für einen geringen Betrag gemietet werden; wir überdenken die Nutzung im nächsten Jahr für eventuelle Präsenzveranstaltungen

Neue Termine:

Agenda gesamt: 10.11.21 um 18.30 Uhr als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Wirtschaft mit Kultur: 17.11.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

gez. MilKa (Sitzungsleitung Sven)

Waldführung im „Bürgerwald am Venner Moor“

WN – Ganz schnell war der Bericht von Andreas im Blättchen:

„Neue Bäume für Sendens Wald“

Holz dient dem Klimaschutz

Oberforsträtin Simone Eckermann und Revierförster Daniel Hook erläuterten die Beziehungen zwischen Wald und Klimawandel (-akrü-)

Oberforsträtin Simone Eckermann und Revierförster Daniel Hook erläuterten die Beziehungen zwischen Wald und Klimawandel (-akrü-)

WN:akrü SENDEN –  Im Januar 2020 pflanzten zahlreiche Sendener im Rahmen der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ zusammen mit dem Regionalforstamt Münsterland rund 1500 junge Stileichen auf einer vormals mit Fichten bewachsenen Fläche am Venner Moor. Im Rahmen der Klimaschutzwoche erläuterten Oberforsträtin Simone Eckermann und Revierförster Daniel Hook am Samstag vor Ort, welche Probleme der Wald hat und welche Bedeutung ihm im Klimawandel zukommt.

Öffentlichkeit aufmerksam machen

„Zwei Flächen konnten bisher wieder aufgeforstet und eine Hecke am Schloss gepflanzt werden. Aber es ist noch Geld für weitere Projekte übrig“, erläuterte Bernd Lieneweg von der Initiative „Neue Bäume für Senden“ zum Einstieg. „Wir haben eine gute Kooperation mit dem Regionalforstamt, auch wenn einige das kritisch sehen“, bemerkte er im Hinblick auf Facebook-Diskussionen. „Der Effekt hier liegt nicht in der Aufforstung. Der Wald wäre auch von allein wiedergekommen. Der Effekt liegt in der Öffentlichkeitswirkung durch die gemeinsame Aktion“, betonte Eckermann.

Rund 5000 Hektar Landeswald betreut der Landesbetrieb Wald und Holz in NRW. Regionalförster Hook zeichnet für 1500 davon verantwortlich. In Sachen Klimawandel ist der Wald einerseits sehr betroffen von Trockenheit, Hitze und Käferbefall. Auf der anderen Seite ist er als CO2 -Speicher auch Teil der Lösung des Problems. „Man darf die Holznutzung nicht gegen den Naturschutz aufwiegen“, sagte die Forstbeamtin. So trage auch wirtschaftlich und vor allem langfristig genutztes Holz zum Klimaschutz bei, zum Beispiel, indem es schädlichere Baustoffe ersetze. „200 Fichten, von denen die Hälfte nachhaltig als Bauholz verwendet werden, speichern in 50 Jahren etwa 100 Tonnen Kohlendioxid, erläuterte Eckermann.

Totholz dient dem Naturschutz

Bei der Pflanzaktion im vergangenen Jahr wurden sogenannte „Trupps“ von 20 bis 25 Stieleichen gepflanzt, die ähnlich wie Traubeneichen besser mit den zu erwartenden Klimabedingungen zurecht kommen. Ohne eine Aufforstung setzen sich in der Regel eher Fichten und Buchen durch, die den zukünftigen Temperaturen und Trockenheiten deutlich schlechter standhalten können. Um den Naturschutzaspekt weiter zu erhöhen, wird auch in bewirtschafteten Wäldern ein bestimmter Anteil an Alt- und Totholz belassen. Zunächst bauen sich Spechte ihre Höhlen darin, später dienen sie Fledermäusen oder Käfern und anderen Insekten als Heimat.

Soweit akrü, WN.

Mein Kommentar:

Nicht ganz genau. Vorgesehen war kein Naturwald in natürlicher Sukzession. Der Effekt liegt auch nicht in der zusätzlichen Aufforstung, die Wiederaufforstung einer zerstöten Fichtenwaldfläche mit Stieleichen in Trupppflanzung war hier schon bewusst geplant. Neue Flächen für zusätzliche Wälder stehen in NRW kaum noch zur Verfügung.

Zitat Forstwirtschaft in Deutschland: „Aber die Schutz- und Erholungsfunktion haben in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland stark an Bedeutung gewonnen. Heute ist Multifunktionalität gefragt – der harmonische Dreiklang der ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen des Waldes.“

Der landeseigene Betrieb „Wald und Holz“ kann diese drei Funktionen mit der Holzwirtschaft nicht finanzieren und selbst diese allein ist durch die Klimaveränderungen bereits in die roten Zahlen geraten. Die gepflanzten kaukasischen Stieleichen sind ein Versuch der Anpassung an den Klimawandel. Wie dieser Versuch ausgeht, ist nicht vorherzusagen. Der finanzielle Beitrag der Sendener Initiative war berechnet an den Kosten für die 1500 gepflanzten Eichen. Frau Eckermann vom Forstamt Münster hat überhaupt nichts dagegen, dass sich die Sendener Spender mit diesem Waldstück als „Sendener Bürgerwald“ besonders identifizieren. Das Sponsorenschild wurde vom Forstamt aufgestellt, und sie selbst ist bereit, in drei Jahren die Sendener wieder zu einer Begehung der Fläche einzuladen. Sie hatte große Freude daran, dass die Gruppe ihren spannenden Ausführungen fast eineinhalb Stunden konzentriert zugehört hat. Keine Frage blieb unbeantwortet, doch was aus den Wäldern in Deutschland werden wird, darauf weiß nicht einmal die Forschungsabteilung der Forstbetriebe eine Antwort.

Senden4Future, Agenda21Senden und Attac-COE kämpfen mit Freude gemeinsam.

     

Wir müssen was tun, und das sofort!

Was steht bei Fridays4Future auf der Agenda?

*Klimastreik am 24. September entweder in Dülmen oder in Senden auf Fußgängerüberwegen oder an der Autobahnauffahrt. Bettina oder Wiebke fragen.

* Wahlstände immer donnerstags und freitags von 10 bis 12 auf der Sendener Herrenstraße bis zum 25. September

Attacies, F4F, A21S – ist doch ganz egal!

Auch Jan-Peter von der SPD Senden unterstützt unsere Ziele. Eigentlich hoffen alle in unserem „Dunstkreis“ auf einen Neuanfang nach der Wahl in den Farben Rot-Grün-Rot. Mal abwarten, was die Wähler entscheiden.

 

Protokoll vom 15. September 2021 (Online-Konferenz)


  Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 15.09.21

1. Marktstand mit Wahlbausteinen

– Bernd, Wiebke und Joachim treffen sich am 16., 18., 23. und wenn möglich am 25.09.21 auf dem Markt in Senden und bauen dort eine „Baustelle“ mit Wahlbausteinen auf
– Ziel ist es, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen über die dringendsten Themen, die nach der Bundestagswahl bearbeitet werden müssen

2. Klimastreiktag

– für den 24.09.21 haben FFF wieder für einen globalen Klimastreiktag aufgerufen
– Mitglieder der Agenda beteiligen sich daran; Orte und Zeiten werden noch abgesprochen

3. Waldführung

– Bernd hat alle Sponsoren, Wiebke alle Kitas von Senden zur Waldführung am 18.09.21 eingeladen
– Sven holt die Wildwürstchen am Freitag bei Bernd ab
– Sven und Karina sind ab 9 Uhr vor Ort zum Aufbau und zur Betreuung

4. Leihräder

– es werden immer wieder kaputte Räder gefunden – nach der Bundestagswahl ziehen wir eine Bilanz
– evtl. planen wir eine „Ausstellung“ der defekten Räder, um das Problem der breiten Öffentlichkeit bekanntzumachen
– Wiebke fragt in der Hauptschule nach einer möglichen Fahrradreparatur-AG

5. Bäume/ Hecken

– nach der Bundestagswahl soll das Heckenschild am Schloss aufgehängt werden
– für eine Lehrhecke, ebenfalls am Schloss, fragt Bernd im Biologischen Zentrum nach entsprechenden Fotos/ Bildern; evtl. kann sie im Frühjahr gepflanzt werden
– nach dem Stand der geplanten Baumpflanzung an der Farwicksheide (Nähe Kappenberger Damm) holen wir Infos bei Herrn Oberhaus ein
– für die Bepflanzung der vorgeschlagenen Fläche in Bösensell gibt es vonseiten des Kreises Coesfeld keine Genehmigung

6. WmK

– die neue WmK-Reihe startet im Oktober
– Karina schickt Joachim einen Abgleich geplanter und bereits besprochener Themen

Neue Termine:

Agenda gesamt: 13.10.21 um 18.30 Uhr als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Wirtschaft mit Kultur: 20.10.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden
und wenn möglich, vor Ort

gez. MilKa

Baustelle Klima – zur Wahl vor dem Sendener Wochenmarkt

Baustelle Klima: der dicke Hammer von Wiebke symbolisiert, dass wir einen starken Klimakanzler brauchen.

Zwölf Wahlprüfsteine mit Fragen an die Parteien waren an unserer Baustelle aufgebaut. Die Wahl wird zur Klimawahl. Wer hat die besten Antworten und die überzeugendsten Kandidaten? Es geht um die Zukunft der Kinder und Enkel. Die Politik muss sich sofort ändern, um die Pariser Klimaziele nicht zu verfehlen. Die letzte Regierung hat für die Bewältigung der Klimakrise zu wenig getan. Wem trauen wir die Schadensbegrenzung am ehesten zu? Ist Rot-Grün-Rot eine Option für eine nachhaltige Politik, die auch unseren Enkeln noch ein lebenswertes Leben ermöglicht? Reicht das Vertrauen von Schwarz-Gelb in die Wirtschaft zur Lösung der Probleme? Oder braucht die Wirtschaft substanzielle Vorgaben durch die Politik? Die Verunsicherung war noch nie so groß. Dass wir eine Transformation brauchen, bezweifelt kaum noch jemand. Die Wahl wird zur Schicksalswahl!

Unsere Fragen:

Unsere Wahlprüfsteine für die Baustelle Klima
…für unser Überleben müssen wir hier umbauen und zwar schnell.

Materialien: Tapeziertisch, Bauhelme, Werkzeuge (Mauererkelle, Zollstock, Hammer etc.), Warnwesten, Rückenwind-Plakate (Sven), Tapete

10 Kisten (Weinkisten) für die Mauer:
• Vorderseite: „CO2 Abgabe“ und QR Code von Quarks und Co vom 09.09.2021, Rückseite: Kosten oder Gewinn?
• Vorderseite: „Autos fahren zukünftig mit…“ Rückseite: Batterie, Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe?, QR Code Podcast Quaschning, Bild mit Energiereichweiten verschiedener Antriebsarten (von Sven)
• Vorderseite: Von Senden nach Münster? Von Senden nach München? Rückseite: Bahn/Auto/Fliegen, ÖPNV/Fahrrad/Auto?
• Vorderseite: Regenerative Energien – wieviel Strom brauchen wir? QR Codes (Andy), Übersicht PV alleine reicht nicht Rückseite: PV, Windenergie, Kernenergie?
• Bist du bereit dich zu verändern? Rückseite: aber wie? Verbote oder Anreize?
• Ich kann mir Öko nicht leisten, Rückseite: Rückvergütung vs. Armut, Finanztransaktionssteuer, Reichensteuer
• Vorderseite: Tempolimit? Rückseite: 100, 80, 30, freie Fahrt für freie Bürger (QR Code mit Statistiken: CO2 Ersparnis bei Temporeduzierung)
• Unsere Landwirtschaft (Austoß von Klimagasen in der Landwirtschaft); Rückseite: Regional kaufen?! Fleischreduzierte Ernährung? Weniger Fleisch!
• (Bild mit Kindern): Vorderseite: Und was ist mit uns? Rückseite: Schaffen wir das?

Ergänzende Prüfsteine von Attac-COE:
Vorderseite Rente
hinten: Arbeiten bis 70 – Nur noch 40% vom letzten Nettolohn oder soll die Rente zum Leben reichen?

Vorderseite Hartz4
hinten: Hartz4 Armut für alle, sollen die alle zum arbeiten gezwungen werden?
Kinderarmut ist doch kein Thema

Vorderseite Rüstung
hinten: wir brauchen die Arbeitsplätze – wenn wir nicht exportieren, dann machen das andere – ohne Rüstung gibt es keinen Frieden

Waldfest bei Sendens neuen Bäumen im Venner Moor

Nun ist es schon fast zwei Jahre her, dass Sendener Familien, Einzelpersonen und Gruppen am Venner Moor einen neuen Wald gepflanzt haben. Ein neuer Wald von Bürgern für Bürger in Kooperation mit dem Forstamt in Münster. Für 1500 kleine Stieleichen hat das Forstamt Geld bekommen, Geld, das Sponsoren in größeren Beträgen und Menschen in Senden in Sammeldosen für neue Bäume in ihrem Ort gespendet hatten. Die Bürgerinitiative hat damals daraus zusammen mit den Leuten vom Forstamt eine Pflanzaktion gemacht, an der sich viele mit großer Freude beteiligt haben. Es kamen Familien mit kleinen und größeren Kindern, es kamen Menschen, die einfach mal vor Ort aktiv etwas fürs Klima tun wollten, es kamen Pfadfinder und Messdiener mit ihren Spaten, die Jugendfeuerwehr rückte gar mit einem Mannschaftswagen an. Der neue Wald ist ein Versuch, von dem keiner weiß, wie er angesichts der Klimakatastrophe ausgehen wird. Vor knapp zwei Jahren schon hatten die Försterinnen und Förster versprochen, den engagierten Hobbypflanzern später zu zeigen, was aus dem Gemeinschaftswald geworden ist. Durch Corona hat es etwas länger gedauert, aber jetzt endlich laden die damaligen Veranstalter wieder an den Ort des Geschehens ein. Wieder gibt es eine Aktion, ein kleines Dankeschön-Fest, bei dem die Sponsorentafel eingeweiht wird und wo sich alle Interessierten den Waldzustand anschauen können. Ab 11 Uhr gibt es von den Sendener Narren, die damals schon als fleißige Bienchen dabei waren, Kaffee und Kuchen und herzhafte Bratwürstchen aus der Region und natürlich auch kalte Getränke gegen den Durst. Im Rahmen der Klimaschutzwoche kommen dann ab 15 Uhr die Försterin Simone Eckermann und der Revierförster Daniel Hook dazu und bieten Führungen an, in denen sie die Pflanzfläche begehen und dann in den Moorwald weiter gehen, um etwas zu erzählen über die Bedeutung von Wäldern und Naturschutzgebieten in Zeiten der Klimakrise. Es ist wichtig, dass jeder einsieht, dass in der bevorstehenden Zeit Bäume und Wälder eine nachhaltige Bedeutung für unsere Gesellschaft haben. Sie sorgen für jeden von uns für gute Luft, spenden Sauerstoff und binden CO2, sind also echte Klimaschützer. Sie gehören nicht dem Forstamt, sondern allen Menschen. Die Förster hegen und pflegen sie im Auftrag der Gesellschaft. Das wollen wir von der Agenda21Senden und von Senden4Future Eltern, Kindern und Enkeln vermitteln. Deswegen sind besonders herzlich auch alle Kinder eingeladen.

Hier ein Bild der Pflanzaktion im Bereich Hiegenbusch/L 844.  Foto: Harhues Kinder sind mit Feuereifer dabei. Warum der Wald gerade so wichtig für sie ist, muss man ihnen erzählen. Kinder verstehen das.