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Harvard Professor James Anderson: Wir haben 5 Jahre, um uns vor dem Klimawandel zu schützen!

Harvard Professor James Anderson: 5. Januar 2018 aus dem Englischen von Joachim F. Gogoll

Wir haben 5 Jahre, um uns vor dem Klimawandel zu schützen!


Anderson: „Menschen nehmen irrtümlich an, dass wir den derzeitigen Klimawandel allein durch eine Reduzierung des CO2 Ausstoßes unterbrechen können, um wieder unser altes Klima zurückzugewinnen.“

Der Level von CO2 in der Atmosphäre heute ist in den vergangenen 12 Millionen Jahren niemals so hoch gewesen, sagte der Harvard Wissenschaftler in Chicago und diese Verschmutzung verändert das Klima schnell zurück auf den Status während der Epoche des Eozän, mehr als 33 Millionen Jahre zuvor, während der es an den Polen keine Eiskappen gab.
„Wir haben besonders gute Informationen, wie es damals war, weil wir Untersuchungsergebnisse haben, die Millionen von Jahren zurückgehen, als die Erde an den Polen keine Eiskappen hatte. Es gab damals fast keine Temperaturunterschiede zwischen dem Äquator und den Polen“ führte Anderson aus, Harvard Professor für die Chemie unserer Atmosphäre im Vergleich zu anderen Planeten. Diese Wissenschaft hat sehr genau erforscht, wie CO2 das Ozon zerstört.“
Die Meere waren damals 10 Celsius wärmer als heutzutage. Damals hatte die daraus resultierende Temperatur eine große Menge an Wasserdampf in der Atmosphäre zur Folge. Solche klimatischen Bedingungen führten dazu, dass die Meere für die Stürme der damaligen Zeit extrem zerstörerische Auswirkungen, da der Wasserdampf wie eine Art Treibstoff für die Atmosphere waren. Die Wassertemperatur als Motor für besonders heftige Stürme und Orkane.
Die Menschen glauben leider, dass man die steigende Temperaturen im Wasser wieder zurückführen kann in die Zeit, als die Ozeane noch kälter waren. So jedenfalls hatte die Universität von Chicago in einer Untersuchung festgestellt.
Das ist unmöglich, selbst wenn wir eine Art der Rückführung unserer Emissionen dadurch versuchten zu erreichen, die ähnlich den Zerstörungen der Industrien während des zweiten Weltkrieges. Auch wenn wir den Schadstoffeintag in die Atmosphere auf einem solch niedrigen Stand einfrieren würden. Die Verringerung der CO2 Emissionen jetzt und mögliche technische Erfolge, mit den man das Abschmelzen der Polkappen stoppen oder verringern könnte, müssten innerhalb der nächsten 5 Jahre erreicht werden. Die Chance, dass es erreicht werden könnte, nach 2022 das permanente Eis an den Kappen zu erhalten, tendiert gegen null, da bereits in den letzten 35 Jahren ca. 75% des Eises a den Polkappen verschwunden ist.
Frage: können wir 70 bis 80% des Eises wiedergewinnen? Die Antwort ist klar nein.
Die Antwort ist deshalb so klar, weil die Forschung der letzten Zeit klare Ergebnisse zur Erderwärmung gegeben hat.
Unter diesen Forschungsergebnissen ist das Verhalten von Methan besonders evident. Die Erderwärmung und das damit verbundene Auftauen der Permafrostgebiete führt neben der Wassererwärmung der Meere zu einer signifikanten Erhöhung des Entweichens von Methan in die Atmosphäre. Diese wird die Erwärmung verschärfen. Das Schmelzen des Eises an den Polkappen wird den Meeresspiegel der Ozeane bis zu sieben Meter ansteigen lassen.
(Methan ist 25 mal so klimaschädlich wie CO2 – Joachim F. Gogoll)
Die Menschen kommen offensichtlich mit den nicht mehr rückführbaren Temperaturen nicht zurecht. Anderson hatte mit anderen Wissenschaftlern die Veränderungen der Küstenverläufe ab einem Meeresanstieg von drei Metern auf einer Karte gezeigt.
Er sagte, dass diese Karte und mit den dann völlig neu verlaufenden Küstenlinien und die daraus folgenden moralischen Fragen über die Folgen, einen nachts nicht mehr schlafen ließen.
Professor James Anderson ist bestens bekannt, seit er über die schädlichen Auswirkungen des FCKW (Fluorkohlenwasserstoffe) auf die Ozonschicht der Erde geforscht habe. Für diese Forschung hatte er 2016 einen Preis in Chicago bekommen.
Anderson ist der Meinung, dass die Wissenschaft der Physik die Verantwortung für die Prävention der globalen Erwärmung haben sollte, sowie die Medizin die Verantwortung für die Bekämpfung von Krebs hat.
An Universitäten sei die Bündelung verschiedener Wissenschaften am besten zu erreichen. Er machte deutlich welche Verantwortung die Wissenschaft von heute gegen die Ursachen der Erderwärmung und ihre Folgen durch Information habe und somit die Klimawandelleugner dringend in ihre Schranken gewiesen werden müssten..
„Ich kann nicht verstehen, wie diese Menschen mit ihren Kindern sich zu Tisch setzen können, sind sie doch so dumm.“

Bis 2030 brauchen wir aktive Lösungen für die Klimakrise. Danach greift das Klima-Chaos um sich, die Wirtschaft wird nicht mehr in der Lage sein, Schäden zu reparieren.

Formal hat die Sitzung der Agenda21Senden beschlossen, sich in Agenda2030 umzubenennen, da nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aktives Handeln zur Bekämpfung des Klimanotstands nur noch etwa 10 Jahre möglich sein wird. Danach werden immer mehr Kipppunkte überschritten, das Klima verselbständigt sich unkontrollierbar zum Klimachaos. Die Ereignisse werden nicht mehr vorhersehbar sein, da die Komplexität der Rückkopplungseffekte so groß wird, dass keine Rechenmodelle mehr möglich sein werden.

Weder Zeit noch Geld werden ausreichen, die Schäden zu reparieren, ein großer Teil der Menschheit wird die chaotische Phase nicht überleben. In unserer Präambel war die Agenda 2030 schon sehr gut definiert:

Nach der Agenda21 kommt jetzt die Agenda 2030

Am 25. September 2015 wurde auf dem UN-Gipfel in New York die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Sie hat die Form eines Weltzukunftsvertrags und soll helfen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Sie soll Frieden fördern und sie soll dazu beitragen, dass alle Menschen in Freiheit und einer intakten Umwelt leben können. Die Agenda 2030 ist getragen vom Geist einer neuen globalen Partnerschaft – eine Einteilung in „Geber“ und „Nehmer“ oder in „erste“, „zweite“ und „dritte Welt“ wird abgelöst vom Gedanken der gemeinsamen Verantwortung für Menschen und Planeten.

Die 17 Entwicklungsziele der Agenda verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung – zum ersten Mal werden Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit in einer Agenda zusammengeführt.

Die Zielvorgaben richten sich an alle Staaten der Weltgemeinschaft. Sie sind gleichermaßen aufgefordert, sich für die Agenda 2030 einzusetzen und aktiv daran zu arbeiten, dass die Situation der Menschen und der Umwelt sich bis 2030 in vielen wichtigen Bereichen verbessert. Die aktuelle Flüchtlingskrise führt uns eindrücklich vor Augen wie wichtig es ist, den Menschen überall ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Die Agenda 2030 soll:

Armut und Hunger beenden und Ungleichheiten bekämpfen

Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und ein gutes und gesundes Leben für alle sichern

Wohlstand für alle fördern und Lebensweisen weltweit nachhaltig gestalten

Ökologische Grenzen der Erde respektieren: Klimawandel bekämpfen, natürliche Lebensgrundlagen bewahren und nachhaltig nutzen

Menschenrechte schützen – Frieden, gute Regierungsführung und Zugang zur Justiz gewährleisten

Eine globale Partnerschaft aufbauen

Die 17 Ziele der Agenda 2030 finden Sie hier.

Da darf man gespannt sein.

Spenden – aber nicht nur für Bäume

Senden –  Die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ sammelte Spenden. Allerdings für Flächen, die ohnehin aufgeforstet worden wären. Was mit dem Geld passierte, ergaben WN-Nachfragen. Von Dietrich Harhues

Samstag, 08.02.2020, 06:45 Uhr

Gelungenes Event und Umweltbildung: die Pflanzaktion in der Dorfbauerschaft. Foto: hha

„Schulterschluss gegen den Klimawandel“, so lautete die WN-Schlagzeile am 27. Januar. Doch sie hallte mit einem Missklang nach. Denn um die Pflanzaktionen der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ kreist eine Debatte, die vor allem im Internet geführt wurde. Die Kritik lautete: Es wird für zwei Flächen Geld gesammelt …

Bitte weiterlesen in den WN, wenn ihr euch für die Fragen und die Antworten interessiert. Lest auch den Kommentar und die Westfalenseite.
https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Senden/4124231-Pflanzaktion-wirft-Fragen-auf-Spenden-aber-nicht-nur-fuer-Baeume

Kommentar in den WN.

„WN Westfalen: Spenden für Bäume gesammelt Aufforstung stand ohnehin an

-Von Dietrich Harhues- Senden – Für Bäume spenden, die ohnehin gepflanzt würden? Diesen Eindruck hinterließen zwei Aktionen, für die die Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“, getrommelt, gesammelt und gebuddelt hat. Das Öko-Bündnis unter Federführung von Angehörigen der lokalen Agenda-21-Gruppe und unter Beteiligung von „Fridays for Future“ Senden hatte auf einer Fläche des gemeindlichen Waldes und auf einer Parzelle des Staatsforstes (dort allein 1500 Stieleichen) Setzlinge gepflanzt.
Beide Areale wären ohnehin von der Kommune beziehungsweise dem Landesbetrieb Wald und Holz aufgeforstet worden – und zwar ebenfalls zeitnah, bestätigen Sendens Bürgermeister Sebastian Täger und Adalbert Koch, stellvertretender Leiter des Regionalforstamtes Münsterland, auf Anfrage.
Wozu wurden nun also die gut 6000 Euro verwendet, die unter anderem im Advent auf Märkten sowie von Firmen und Banken akquiriert worden waren? Seitens der Gemeinde stellt Täger klar, dass hochwertigere Baumarten (etwa Esskastanien und Ulmen) gepflanzt worden seien. Spendengeld sei nicht direkt an die Gemeinde geflossen, trotzdem sei durch die Übernahme von Kosten für die Pflanzen durch die Bürgerinitiative ein „finanzieller Spielraum“ entstanden, durch den nun auf Einzelflächen Bäume gepflanzt werden sollen.
Beim Landesbetrieb decke die Spende (rund 4000 Euro) in erster Linie (Personal)-Kosten für die großangelegte Pflanzaktion im Januar unter Beteiligung vieler Familien und Vereine sowie für die künftige Betreuung von Besuchergruppen auf dem Areal im Staatsforst nahe dem Venner Moor.
Die Baum-Initiative beteuert, im Verlauf der Kampagne darauf hingewiesen zu haben, dass die Flächen ohnehin aufgeforstet werden. Doch sei dieser Umstand der Initiative nicht gleich zu Anfang klar gewesen, andere Flächen hätten auch nicht zur Verfügung gestanden.“

Die Initiative bezahlt den vereinbarten Betrag für 1500 Stieleichen. Und bekam diese mitsamt einer gemeinschaftlich (sehr gut) organisierten, allenthalben gelobten Pflanzaktion. Sendener Bürger durften „ihre Bäume“ mitpflanzen, den Rest erledigten die Mitarbeiter vom Forstamt. Wer sieht darin ein Problem? Die Bäume mussten jetzt gepflanzt werden. Und das ist gut so.

Pflanzaktion gelungen – alle waren zufrieden

Es war ein fröhlicher Tag bei schönem Wetter, die Stimmung war durchweg gut. Es wurde schnell gearbeitet, schon bald waren 1000 Stieleichen in der Erde, so dass nach der Mittagspause noch 500 Bäume aus dem Depot geholt werden mussten.

In den WN könnt Ihr den Bericht von Hannah Harhues nachlesen:

Gemeinsame Baumpflanzaktion

Schulterschluss gegen Klimawandel

Senden – Ein Bündnis unter dem Dach der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ hat am Sonntag am Venner Moor 1500 Stieleichen gepflanzt. Ein Schulterschluss gegen den Klimawandel. Aber der Standort der Aktion wirft Fragen auf.

Von Hannah Harhues, Sonntag, 26.01.2020

Teamarbeit: Vertreter von ganz unterschiedlichen Organisationen legten sich bei der Baumpflanzaktion aktiv ins Zeug. Foto: hha

Der Kampf gegen die Klimakatastrophe kann nur gemeinsam gewonnen werden, betont die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“. Mit einer groß angelegten Pflanzaktion stellten sich darum am Sonntag Sendener Gruppen und Bürger dem Waldsterben, das auch vor ihrer Haustür nicht Halt macht, entgegen: Rund 1500 junge Stieleichen pflanzten die Agenda21-Gruppe, Fridays for Future , die Jugendfeuerwehr Senden, die Messdiener St. Laurentius, die KG Sendener Narren, das Regionalforstamt Münsterland und zahlreiche Privatleute am Venner Moor.Sendener Narren, das Regionalforstamt Münsterland und zahlreiche Privatleute am Venner Moor.Wichtigste ist, dass wir Sendener hier etwas für Senden tun“, betonte Karina Mildner von der Agenda21-Gruppe Senden. Die Schirmherrschaft über das Projekt übernahm Fridays for Future Senden – „denn unsere gepflanzten Bäume nutzen ja den jungen Leuten am meisten“, erläuterte Bernd Lieneweg von Agenda21 Senden.

Den kompletten Bericht findet Ihr hier.

Die bei Facebook aufgekomenen Fragen wurden bei der Begrüßung durch Bernd Lieneweg berücksichtigt:

Ein paar Worte zum Ziel unserer Pflanzaktion: Die Sendener Bevölkerung soll wissen, dass unser Gemeindewald und der Staatsforst in Senden Wälder für das Gemeinwohl sind. Gemeindeverwaltung und Forstamt sind als Institutionen verpflichtet, für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Bäume sind lebensnotwendig zur Luftreinhaltung, zur Sauerstoffproduktion, als CO2-Speicher und zur Erholung von Menschen. Sie sind Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. Laubmischwälder fördern die Biodiversität.

Das neuerliche Waldsterben hat inzwischen Ausmaße angenommen, dass die Wiederbewaldung der abgestorbenen Flächen ein gesellschaftliches Problem darstellt und immer mehr darstellen wird. Die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ hat sich Mitte des letzten Jahres gegründet, um zur Lösung dieses Problems beizutragen. Dass Bürgerinitiativen und Vereine sich gesellschaftlich engagieren, ist in anderen Bereichen bereits normal, man denke z.B. an den Bürgerbusverein, die Tafel, an verschiedene Projekte des Heimatvereins, an den Schlossverein und und und, nicht zuletzt an die freiwillige Feuerwehr. Das Ehrenamt wird als eine sinnvolle Ergänzung der öffentlichen Fürsorge angesehen. Alle Gruppen leisten wertvolle Arbeit, das Engagement der beteiligten Menschen ist immer freiwillig, sowohl der Einsatz von Zeit als auch der von Geld.

Nun sind ganz offensichtlich Bäume in Not, und Bürger wollen helfen, nicht mehr und nicht weniger, auch mit gespendetem Geld. Jeder und jede von uns kann und sollte etwas für den Umwelt- und Klimaschutz tun. Unsere Umweltministerin in NRW (Ursula Heinen Esser) erhebt unsere Wälder zu „Kathedralen des Umweltschutzes“. Nur mit einem intakten Wald werden wir unsere Klimaziele erreichen können, sagt sie völlig zu Recht. Auch Frau Merkel hat in Davos klar gemacht, dass der Klimaschutz zur Überlebensfrage werden könnte. Die „Ungeduld der Jugend“ müsse positiv und konstruktiv aufgenommen werden. Die Jugend habe einen ganz anderen Lebenshorizont. Wir haben bewusst die jungen Leute von Fridays for Future in Senden gefragt, ob sie die Schirmherrschaft der Initiative übernehmen. Es geht mit der Baumaktion um ihre Ziele, und nur die jungen Leute werden später einmal sehen, ob es sinnvoll war, was wir hier heute vorhaben.

Viel Glück für die Zukunft! Vielen Dank allen, die gespendet haben, und allen, die heute hier mithelfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem angekündigten moonlight shopping wurde last minute shopping – Eichen statt Fichten am Venner Moor

Dank ausgeliehenem Einkaufswagen mit Heizung und heißem Tee sowie leckeren Schokoladen-Plätzchen von Karina konnte man es ein paar Stunden aushalten. Viele nette Gespräche wurden geführt, Flyer verteilt, Spenden eingesammelt und Bäumchen verschenkt..

Am 21.12. war unsere Bauminitiative noch einmal aktiv. Von mittags bis abends haben Kaiken und Louisa von FFF sowie Joachim, Sven und Bernd  von der Agenda-Gruppe Spenden für „Neue Bäume für Sendens Wald“ gesammelt und die kleinen Fichten aus dem Venner Moor verschenkt. Sie sollen dort weichen, weil nach dem Fichtensterben in 2019 neue Fichten dort keine Zukunft haben. Wenn man die winzigen Flugfichten jedoch im Garten groß zieht und bei trockenem Wetter mit Wasser versorgt, können sie überleben.

Im Januar sollen Stiel- oder Traubeneichen gepflanzt werden. Die Försterin Simone Eckermann vom Forstamt Münsterland schreibt dazu:

„Wir werden die Eichen truppweise Pflanzen. Dies bedeutet, dass nicht die ganze Fläche zu gepflanzt wird, sondern immer nur 21 Eichen truppweise. Es werden Zwischenfelder frei von Eichen bleiben. In diesen Zwischenfeldern erwarten wir weitere Baumarten, die sich von Natur aus ansamen sollen. Dies wird auf einer ehemaligen Fichtenfläche auf jeden Fall auch Fichte sein (die wir dann aktiv zurück drängen müssen), aber auch Birke, Buche, Hainbuche, Kiefer, Vogelbeere, Faulbaum, ggf. Bergahorn, Lärche, Erle, Aspe. Eine gewisse Gefahr besteht, dass die Brombeere sich zu schnell ausbreitet und eine natürliche Verjüngung der o.g. Baumarten behindert. In diesem Fall müssten wir ggf. auch aktiv Brombeere entfernen.“

Am 26. Januar 2020 sollen dann die Eichen gepflanzt werden, wenn es keinen Frost gibt. Ein Familienfest soll das werden, mit Wildwürstchen und heißen Getränken. Arbeitswillige sollten eine Spaten mitbringen, es gibt viel zu tun.

Nebenan bot der Grüß-Nikolaus unseren Flyer an, und der andere machte Weihnachtsmusik.

 

Protokoll zur Sitzung am 11. Dezember 2019

    Protokoll der Agenda-Sonder-Sitzung  am 11.12.19

zum Thema „Auf dem Weg in eine nachhaltige Landwirtschaft“

  1. Vortrag von Landwirt Ralf Große Scharmann* global liegt der Anteil der Landwirtschaft an den Treibhausgas-Emissionen (gemessen in CO2-Äquivalenten) bei 25%, hervorgerufen z.B. durch Landumnutzung, Tierhaltung, Düngerherstellung u.a.* als Weg zur weiteren erfolgreichen Ernährung der Weltbevölkerung wird eine nachhaltige Intensivierung angestrebt = Steigerung der Landnutzungseffizienz bei gleichzeitigem Erhalt der Bodengesundheit* höhere Erträge erreicht man hauptsächlich durch Züchtung, Düngung und Pflanzenschutz

    * zur Reduzierung der Traubhausgasemissionen bei der Düngerherstellung bietet sich der Einsatz von Katalysatoren an; bei Vorhandensein von ausreichend regenerativen Energien ließe sich Dünger auch mittels Wasserstoff statt Erdöl herstellen

    2. Vortrag von Landwirt Franz-Josef Lintel-Höping

* Möglichkeiten einer nachhaltigen Bodenbearbeitung:
– weniger Bodenbearbeitung
– längere Fruchtfolgen
– mulchen
– Zwischensaaten und somit z.B. auch Pflanzendecke im Winter (keine Schwarzbrache)
– Aussaat neuerer Züchtungen

* er bringt aber auch seinen Unmut über den Agendaartikel zum Baumsterben zum Ausdruck und bittet zukünftig um mehr gegenseitige Gesprächsbereitschaft

3. Diskussion

* in der nachfolgenden lebhaften Diskussion wurde u.a. betont, dass die Landwirtschaft durch Humusaufbau (= Speicherung von CO2) einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann
Neue Termine:

 

Agenda gesamt:            08.01.20 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
Wirtschaft mit Kultur 15.01.20    um 19.30 Uhr in der Friedenskapelle Senden

 

Klimaschützer zeigen Politik rote Karte – Sendener dabei

Rund 450 Teilnehmer bei Demonstrationszug durch die Innenstadt

AZ, Coesfeld. Es geht um ein ernstes Thema – aber die Stimmung im Demonstrationszug, der sich um kurz nach 14 Uhr vom Bahnhof aus in Bewegung setzt, ist fröhlich. Rund 450 Menschen aller Altersstufen sind dabei. Sie tanzen, singen und lachen bei mehreren Stopps. So macht der von der Polizei begleitete Zug zweimal mitten auf großen Straßenkreuzungen halt – am Gerichtsring bei der Kreishandwerkerschaft und an der Holtwicker Straße bei der Bürgerhalle. „Hejo, macht die Straße frei, mit dem Rad bin ich sofort dabei“, singen sie „Vorsängerin“ Eliza Diekmann, einer der Organisatoren der Coesfelder „Parents for Future“, nach. Die Autofahrer, die mehrere Minuten lang nicht weiterkommen, bleiben gelassen. „Find ich gut, dass die das machen“, sagt ein älterer Herr, der interessiert die Scheibe herunterkurbelt. „Unsere Generation hat da wirklich einen Scherbenhaufen angerichtet.“

Von Detlef Scherle, Samstag, 30.11.2019

Rund 450 Teilnehmer bei Demonstrationszug durch die Innenstadt: Klimaschützer zeigen Politik rote Karte
Mit fantasievoll gestalteten Plakaten beteiligen sich auch ganze Familien an dem Demonstrationszug. Foto: az

Schon zum Auftakt am Bahnhof gehen die Teilnehmer zum ersten Mal in die Hocke (zum Hinsetzen ist es definitiv zu kalt), um rote Karten in die Höhe zu halten. Die sind an die Politik adressiert, wie mehrere Redner unmissverständlich deutlich machen. Der Dülmener Tim Schreiber, der gerade zum dritten Mal Vater geworden ist, rechnet vor, dass die CO2-Dichte in der Atmosphäre bei seiner eigenen Geburt noch bei 338 ppm lag, bei seinem jüngsten Spross nun bei 410. „Wir fordern entschlossenes Handeln“, ruft er, kritisiert das „Klimapaketchen der Bundesregierung“ als „lächerlich“ und verspricht den Politikern, „dass sie später einmal daran gemessen werden, was sie getan haben“. Der 17-jährige Pascal Sträter aus Dülmen bezeichnet die Antwort der Großen Koalition auf die Klima-Frage sogar als „Schlag ins Gesicht und eine Beleidigung für jeden von uns.“ Die 16-jährige Alketa Rafshi aus Dülmen analysiert, dass „solange die Gier über die Vernunft regiert“ wohl nichts passiert: „Eure Gier ist so groß, dass sogar die Kinder mehr Vernunft haben und ihre Bildung vernachlässigen, um dem Problem in die Augen sehen zu können“, hält sie der Gesellschaft den Spiegel vor.

Eliza Diekmann erzählt, dass man lange überlegt habe, ob man Schweigeminuten fürs Klima abhält – dann habe man sich aber anders entschieden. „Coesfeld hat schon zu lange geschwiegen, ab heute sind wir laut“, ruft sie den Teilnehmern zu, die laut applaudieren, Pfeifen und Trommeln ertönen lassen.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, rufen die Demonstranten, während sie durch die Stadt bis zum Marktplatz ziehen.

Den ganzen Artikel in der AZ lest hier.

Noch ein paar schöne Fotos aus der AZ:

Demonstration parents for future Coesfeld – FFF Senden in action

Sie führten den Demonstrationszug an, flankiert von freundlichen Polizisten.

Noch einmal die jungen Leute aus Senden im Demostrationszug. R. beklagt das Insektensterben: RIP, Requiescat in Pace; K. zeigt der Politik die rote Klimakarte.

Und irgendwo bei der Abschlusskundgebung stehen auch eine Mutter und ein Großvater fF aus Senden.

 

 

WN: Pflanzaktion im Gemeindewald am Hiegenbusch Kita-Sprösslinge lassen es sprießen

Baumpflanzaktion Hiegenbusch mit Agenda, Kitas, Gemeinde, Förster. Foto: di, WN

Senden – Dem Bürgermeister brach vor lauter Eifer der Spaten ab: Nicht nur der Rathaus-Chef, sondern auch viele Kita-Kinder sowie Vertreter von Agenda-Gruppe und Sponsoren nahmen an der Pflanzaktion teil, die die Brachfläche an der L 844 wieder bestücken soll. Mit Baumarten, die dem Klimawandel besser trotzen. …

Eine rund einen Hektar große Brache im Bereich Hiegenbusch/Erlengrund/L 844 wird gerade aufgeforstet. Damit trägt die Initiative der Agenda 21-Gruppe Senden schnell Früchte.

Kompletter Bericht von Dietrich Harhues, Montag, 25.11.2019

Pflanzaktion am Hiegenbusch, L 844, SebastianTäger mit Förster Martin Klostermann-Schräder. Foto: di, WN

Baumpflanzaktion   Foto: di, WN

kleiner Münsterländer Fiete  Foto: di, WN

 

Szenische Lesung in Senden und Nottuln „Vorwärts in den Tod“

Die Friedenskirche ist hergerichtet, Gäste fehlen.

KRIEG? Ohne uns!  Militärstreik und Desertion im 1. Weltkrieg

Senden, Nottuln (WN) – „Von Mut und Tapferkeit und dergleichen sah ich überhaupt nichts.“ Es sind klare Worte, mit denen Landwirt Dominik Richert seine Erlebnisse im I. Weltkrieg beschreibt. Diese und weitere Berichte kamen nun in einer szenischen Lesung zu Gehör.

Von Ulla Wolanewitz, Dienstag, 26.11.2019

Die Rezitatoren Rudi Friedrich (l. Trompete) und Gitarrist Talib Richard.Die Rezitatoren Rudi Friedrich (l. Trompete) und Gitarrist Talib Richard.                        Foto: Ulla Wolanewitz

Eine szenische Lesung ist kein Konzert, kein Kabarett, eben „keine leichte Kost“, wie es Robert Hülsbusch von der Friedensinitiative (FI) Nottuln am Montagabend formulierte. Erst recht nicht, wenn der Titel „Krieg? Ohne uns!“ verrät, dass es sich dabei nicht um Unterhaltung zur Entspannung handelt, sondern die Auseinandersetzung mit einem brisanten Thema im Rahmen der „Novembertage“ gefragt ist.

Die Zahl der Gäste, die ins Forum gekommen waren, war mit etwa 30 Personen in Nottuln überschaubar, obwohl die Themen „Militärstreik und Desertion“ auch heute noch brandaktuell sind.  In die Sendener Friedenskirche kamen am Samstag nur sieben Leute aus den eigenen Reihen. 

Rudi Friedrich und Talib Richard gaben an diesem Abend vier Deserteuren, die in ihren Tagebuchaufzeichnungen den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit von Krieg dokumentiert hatten, eine Stimme. Tatsächlich galt Kriegsdienstverweigerung 1914 noch als unbekannt. Zum Ende des I. Weltkrieges gab es jedoch massenhafte Desertionen und auch Militärstreiks gegen die Fortführung des Krieges.

Zum WN-Artikel

Rudi und Talib spielen für uns Agenda-Aktive.