Archiv der Kategorie: Allgemein

Handbuch Klimaschutz – verständlich zusammengefasst (1. Vortrag am 31. März)

im Keller seines Hauses betreibt Rainer Moellenkamp ein Blockheizkraftwerk. Foto: Corona Büning, WN

Heinz Böer ist der Vorsitzende der Friedensinitiative Nottuln. Foto: FI

Zwei kompetente Klimaschützer aus Nottuln, Heinz Böer und Dr. Rainer Möllenkamp, haben das „Handbuch Klimaschutz“ vom oekom-Verlag, München 2020, durch gearbeitet und für alle verständlich zusammngefasst. Die Inhalte sind gleichermaßen interessant und hilfreich für Leute, die schon lange im Thema sind und für solche, die erst einsteigen wollen. In dem Buch ist der aktuelle Stand der Klimaforschung umfassend dargestellt. Alle wesentlichen Studien zum Klimawandel und zu den nötigen Maßnahmen zur Eindämmung (1,5° Ziel – Paris) wurden  berücksichtigt. Das Handbuch ist frei von jeglicher ideologischer Ausrichtung, es werden jeweils Alternativen und Probleme aufgezeigt, alle Quellen sind vollständig dokumentiert.

Wegen des großen Umfangs hat die Agenda21Senden zwei Online-Vorträge geplant (Zugang: https://t1p.de/agenda21senden ). Im 1. Vortragsteil am Mittwoch, den 31. März, ab 19 Uhr werden Ziele und Voraussetzungen der Klimapolitik, Wege der Transformation und Lebensstiländerungen u.a. bei der Hausheizung vorgestellt. Eine Woche später geht es im 2. Vortragsteil um die Rahmenbedingungen für eine Energiewende, dazu wird separat noch einmal eingeladen.

Zwei Vorträge – zwei Termine! Zugang: https://t1p.de/agenda21senden

WN vom 30.3.2021

Toleranz bedeutet Frieden im Alltag – warum tut sich die Kirche so schwer?

Beeindruckt hat mich vor langer Zeit der Ausspruch des kath. Theologie-Professors Otmar Fuchs:

Man kann die Ansagen von Rom liebenswürdig vergleichgültigen.

Man kann also durchaus seinem eigenen Verstand oder seinem eigenen Herzen folgen, wenn man den Konflikt mit der Unfehlbarkeit aushalten will. Immer mehr Leute kehren der Kirche den Rücken, weil sie sie nicht mehr aushalten oder weil sie ihnen gleichgültig geworden ist, ohne liebenswert zu sein. Fehltritte und Bigotterie im Bereich der Kirche tun ihr Übriges.

Wohltuend sind mir daher Priester, die ihrem eigenen Gewissen folgen und das tun, was sie zum Wohle von Menschen für richtig halten.

Frieden ist, alle Menschen gleich wert zu schätzen!

Daher teile ich hier diesen Beitrag aus den WN vom 26. März.

St. Laurentius zeigt Flagge: Homosexuelle Paare segnen

„Alle Menschen gleich wertschätzen“

Mit der Regenbogen-Fahne bezieht die Kirchengemeinde St. Laurentius eine Gegenposition zu einer Stellungnahme des Vatikan: „Bei uns werden alle Menschen gleich wertgeschätzt, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“, sagt Pfarrer Klemens Schneider (Siegmar Syffus) Von Siegmar Syffus

SENDEN. Die Kirchengemeinde St. Laurentius bekennt Farbe und zeigt zugleich Flagge. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Seit Donnerstag (25. März) ist eine große Regenbogenfahne an der Mauer des Sendener Gotteshauses aufgespannt.

„Das Symbol des Regenbogens, der in Vielfalt erstrahlt, steht für die Vielfalt menschlicher Lebensformen. Es gilt die Lebenswirklichkeit der Menschen anzuerkennen, auch der von Lesben, Schwulen, bisexuellen und transsexuellen Menschen. Die Fahne zeigt: Sie gehören dazu“, erklärt Pfarrer Klemens Schneider, welches Zeichen gesetzt werden soll. Die Durchführung der Aktion sei im Seelsorgeteam „sehr ausführlich“ erörtert und gemeinsam entschieden worden. Die Fahne sei zwar nur an der zentralen Kirche der Pfarrei angebracht worden. Die Aussage gelte jedoch für alle vier Teilgemeinden – für Senden, Bösensell, Ottmarsbocholt und Venne.

Anstoß für die Initiative gab eine Stellungnahme der vatikanischen Glaubenskongregation vom 15. März, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen. „Gott könne Sünde nicht segnen“, hieß es darin. „In unserer Kirchengemeinde werden auch gleichgeschlechtliche Paar gesegnet. Das gilt schon seit Jahren. Mit der Fahne wollen wir unserer Haltung Ausdruck verleihen, dass wir alle Menschen gleich wertschätzen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“, bezieht Klemens Schneider eine klare Gegenposition. So sei schon die Segensfeier zum Valentinstag ganz offen gestaltet worden – für alle Paare, die in einer Beziehung leben.

Dasselbe gelte für die von Pastoralreferentin Ulla Büssing-Markert initiierten und organisierten Reihe „Ein Jahr für uns“, die 2019 durchgeführt wurde. Alle Paare, egal ob hetero- oder homosexuell, konnten bei den angebotenen Veranstaltungen ihre Beziehung auf wertschätzende Art in den Blick nehmen und festigen.

„Ein Regenbogen entsteht meist nach einem kräftigen Regen und einem Gewitter, wenn danach die Sonne rauskommt“, hofft der Geistliche, dass die theologische Meinungsverschiedenheit im Sinne der Menschen geklärt werden kann. „In Nicht-Corona-Zeiten segnen wir Autos, Fahrräder, Tier und ich weiß nicht was“, führt der Gemeindepfarrer an. „Und was ist mit Menschen, die sich lieben? „Manchmal frage ich mich im stillen Kämmerlein“, gesteht Klemens Schneider mit ernster Miene: „Woher weiß Rom, was Gottes Wille ist?“

Handbuch Klimaschutz – wie erreichen wir das 1,5°-Ziel? (Achtung! Zwei Vorträge!)

Zwei Vorträge – zwei Termine! Zwei Referenten aus Nottuln, die voll im Thema stehen.

Klimaschutz I: Ziele, Voraussetzungen, Wege

Im ‚Handbuch Klimaschutz‘ (oekom Verlag, München 2020) ist der aktuelle Stand der Klimaforschung umfassend dargestellt. Alle wesentlichen Studien zum Klimawandel und den nötigen Maßnahmen zur Eindämmung (1,5° Ziel – Paris) wurden  berücksichtigt und zusammengefasst. Insgesamt geht man bei der Darstellung von einem Mittelweg bei der Geschwindigkeit des Wandels wie auch bei der Bekämpfung aus.

Das Handbuch ist frei von jeglicher ideologischer Ausrichtung, es werden jeweils Alternativen und Probleme aufgezeigt, alle Quellen sind vollständig dokumentiert. Es ist gedacht  als Qualifizierungsgrundlage für Menschen, die zu einem bundesweiten Bürgerrat zum Thema Klimaschutz ausgewählt werden.

Im 1. Vortragsteil werden die Ziele und Voraussetzungen der Klimapolitik, Wege der Transformation und Lebensstiländerungen u.a. bei der Hausheizung vorgestellt

Plakatgestaltung: MilKa

Klimaschutz II: Rahmenbedingungen, Energieflussdiagramm

Im 2. Vortragsteil geht es um Rahmenbedingungen für eine Energiewende: Importe, Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft, Planungsrecht, Finanzierung, Treibhausgaspreise. Als Überblick wird das Energieflussdiagramm für eine energieneutrale BRD vorgestellt.

 

Globaler Klima-Streik – Aktionstag in Senden

Dazu gibt es in Senden den lokalen Aktionstag der Agenda21Senden zusammen mit Senden for Future. Das Deutschlandweite Motto heißt „Keine leeren Versprechuingen mehr“, in Senden soll der Schwerpunkt auf Windkraft und PV liegen. Die Demo in Senden wird eine Stellvertreter-Demo, eine sog. Stuhldemo. Jeder kann am Brunnen im Dorf einen Stuhl aufstellen und seine Forderung durch ein Pappschild auf dem Stuhl ausdrücken. Dazu gibt es eine Mahnwache und einen Infostand, an dem auch Attac-COE beteiligt ist. Als Hingucker dient ein großes Holzpferd, das auch bei Kindern sehr beliebt ist. Für Kinder stehen Malkreide und Bastelsätze zum Bau eines Windrädchens bereit. Mit mehreren Plakaten geht auch die neue Bürgerinitiative „Rückenwind“ an den Start.

In Lüdinghausen, Dülmen und Coesfeld gibt es ebenfalls lokale Aktionen, in Lüdinghausen eine Mahnwache auf dem Wochenmarkt.

WN-Bericht vom 11.März.

Infoblatt von Attac-COE zur CO2-Steuer

Leserbrief in den WN vom 15.3.2021

Zossi ist der Liebling der Kinder. Für alle ein Blickfang, dem man sich nicht entziehen kann.

CO2-freier Sraßenverkehr bis 2030? Eine gute Frage in unserem Wirtschaftsseminar

Grafik: MilKa

Eigentlich brauchen wir Null CO2 weltweit sofort, denn es ist bereits 5 nach 12, Schäden können wir nur noch minimieren, denn die Klimakrise hat längst begonnen. Was die Politik bisher verschlafen hat, lässt sich nicht mehr korrigieren. Es geht also um Schadensbegrenzung, den Mut zukünftiger Politiker und um Machbarkeit in dem System, in dem wir nun einmal leben.

Gesteckte Ziele sind nur noch politische Willkür, aber sie sollten dennoch möglichst viel Sinn machen. Fragen wir uns also, ob das Ziel, den Straßenverkehr in Deutschland bis 2030 CO2-frei zu bekommen realistisch und bezahlbar ist, denn soziale Verwerfungen will keiner! Joachim Gogoll, unser Wirtschafts-Experte, hat recherchiert und gerechnet und möchte das Ergebnis seiner Nachforschungen vorstellen und diskutieren.

Sendener Rückenwind – eine neue Initiative in Senden

Auf der Online Sitzung gestern wurde die Initiative „Rückenwind“ für Senden gegründet. Die erste Aktion der Gruppe wird eine Plakatierung in den drei Ortsteilen sein, um der massiven Werbung von „Gegenwind“ etwas entgegen zu setzen.

Ausbauziele Windenergie bis 2030

„Das zum Jahresende 2020 verabschiedete EEG 2021 sieht bis 2030 für die Windenergie an Land ein Ausbauziel von 71 Gigawatt vor [71.000 MW]. Gemeinsam mit dem im Windenergie-auf-See-Gesetz [WindSeeG] gesetzten Ziel von zusätzlichen 20 Gigawatt Offshore- Wind soll sich der Anlagenbestand in Deutschland somit auf 91 Gigawatt im Jahr 2030 erhöhen.
Um dieses wenig ambitionierte Ziel zu erreichen, wäre eine Steigerung von nur 45% in den nächsten 10 Jahren erforderlich, doch selbst dieser Zubau [2.829 MW p.a.] gestaltet sich unter den geltenden Rahmenbedingungen schwierig.
Das BMWi ist trotzdem mit sich zufrieden: “Mit dem aktuellen Erneuerbaren Energien Gesetz“ habe man „ein klares Zukunftssignal für mehr Klimaschutz und mehr Erneuerbare Energie“ gesetzt.“

Windenergie in Deutschland

Diese Politik muss also dringend abgewählt werden, wenn das vereinbarte Klimaziel erreicht werden soll.

Mehrheit der Bürger für Ausbau der Erneuerbaren

„Über 90 Prozent der Bevölkerung erachten den Ausbau der erneuerbaren Energien wie Sonnen- oder Windenergie als wichtig oder sehr wichtig, damit die Energiewende gelingt. So das Ergebnis der neuesten Umweltbewusstseinsstudie, für die im Jahr 2018 gut 2000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ dazu befragt wurden (BMU/UBA, 2019).

Eine eigene Auswertung der Umfragedaten zeigt zudem, dass sich mit lediglich einem Achtel der Befragten nur eine kleine Minderheit überhaupt von Windrädern in ihrer Umgebung geplagt fühlt. Insgesamt stimmten dem sogar nur 4 Prozent voll und ganz zu. In vier von fünf Fällen stören Windenergieanlagen in ihrer Umgebung nicht wirklich. Jede zweite Befragte fühlt sich sogar von Windrädern überhaupt nicht belästigt. Es zeigen sich auch nur minimale Unterschiede zwischen Befragten in ländlichen (< 20.000 EinwohnerInnen) und urbanen Regionen (s. Abbildung). Insgesamt vier Fünftel aller Befragten geht die Energiewende (eher) zu langsam voran – auch unter jenen, die sich von Windrädern gestört fühlen. Weiterhin haben sich nur 5 Prozent der Befragten bereits aktiv gegen den Ausbau von Windenergieanlagen oder Überland-Stromleitungen engagiert.“

https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/andreas-fischer-roland-kube-breite-mehrheit-fuer-windkraft-454384.html

Da die kleine Minderheit in Senden sehr engagiert und effektiv gegen die Windkaft in Senden arbeitet, möchte „Sendener Rückenwind“ darauf reagieren und für mehr Windkraft in Senden werben.

Es ist auch möglich, dass bei großem Engagement von Sendener Bürger_innen sich eine Initiative für ein oder mehrere Bürgerwindräder entwickelt. Denn in nicht mehr allzu ferner Zeit wird es ausgewiesene Flächen für Windkraft auch in den Sendener Ortsteilen geben, und dann kann natürlich auch eine Bürgergenossenschaft sich als Investor bewerben. In Lüdinghausen ist das bereits Realität, und in Ottmarsbocholt gibt es eine solche Gruppe bereits seit über 10 Jahren.

Presse- und Radio-Info für die Stellvertreter-Demo am Klimastreiktag, 19. März 2021

Senden. In ganz Deutschland gibt es am 19. März dezentrale Aktionen zum Klimawandel. Es ist der Tag des globalen Klimastreiks. Auch in Senden wurde eine Demonstration angemeldet, natürlich Corona-konform. Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen von FFF sind notwendig, um die Erderhitzung zu stoppen. Dieser Meinung schließt sich die Agenda21Senden an und organisiert zusammen mit Senden for Future (Senden4F) den Aktionstag.
Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Politik zu entschiedenen Antworten auf globale Krisen in der Lage ist. Doch die Klimakrise wartet nicht darauf, bis wir die Pandemie überwunden haben. Dieses Jahr ist Bundestagswahl, deswegen fordern die For-Future-Gruppen (FF) in Deutschland jetzt entschiedenes Handeln statt leerer Versprechen. Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei! Die nächsten vier Jahre sind entscheidend, um das Schlimmste noch abzuwenden. Schon heute ist die Klimakrise für viele Menschen weltweit und besonders im globalen Süden lebensbedrohlich. Doch bisher hat keine Partei ein Programm, mit dem wir das 1,5-Grad-Limit einhalten. Deswegen machen die FF-Gruppen diese Wahl zur Klimawahl. Die Forderungen: Kohleausstieg bis spätestens 2030. Naturverträglicher Ausbau der Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030. Investitionen in Alternativen zu fossilem Gas. Attraktiver Nahverkehr mit verbesserter Radwege-Infrastruktur. Sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs bis 2030. Sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft. Gute Löhne und Schaffung eines solidarischen Sozialstaates, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar werden. Schaffung von Klimagerechtigkeit im Globalen Süden.
In Senden wird es wegen der Corona-Pandemie eine sog. Stellvertreter-Demo geben mit selbstgebastelten Plakaten/Schildern, die auf Gartenstühlen befestigt werden. Jede und jeder ist eingeladen, von 10 bis 18 Uhr im Ortskern auf dem Platz am Brunnen seinen/ihren Stuhl mit der eigenen Botschaft aufzustellen oder vorher bei einem Mitglied der Gruppe abzugeben. Begleitet wird die Demo der Stühle von einer Mahnwache. Besucher müssen die Abstandsregeln einhalten. An Feinheiten (Reden, Videos, Flyer) wird noch gefeilt. Als Hingucker wird das Demo-erprobte Holzpferd mit einer neu gestalteten Pferdedecke ausgestattet. www.agenda21senden.de

Sitzung der Agenda-Gruppe im März 2021

  Senden. Die reguläre Sitzung der Gruppe Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 10.3. wieder online als Zoom meeting statt. Das für alle offene Treffen erreicht man unter https://t1p.de/agenda21senden ab 18.30 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen der weltweite Klimastreiktag am 19. März und seine Organisation in Senden als Corona-konforme Stellvertreter-Demo sowie die Projekte „Sendener Leihrad“ und „Neue Bäume für Senden“. Neu gegründet wurde die Initiative „Rückenwind in Senden“, die sich der Förderung von Windkraft und PV widmen wird. Auch dazu sind Aktionen in der Planung, um den Windkraft-Befürwortern eine Stimme zu geben. www.agenda21senden.de

Klimastreiktag am 19. März 2021

In ganz Deutschland gibt es am 19. März dezentrale Aktionen. Es ist der Tag des globalen Klimastreiks. Auch die angemeldete Demonstration in Senden ist natürlich Corona-konform. Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen von FFF sind notwendig, um die Erderhitzung zu stoppen. Dieser Meinung schließt sich die Gruppe Senden for Future an und organisiert zusammen mit der Agenda21Senden den Aktionstag. In Senden wollen wir den Schwerpunkt auf Wind- und Sonnenenergie legen.

FFF Deutschland:

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Politik zu entschiedenen Antworten auf globale Krisen in der Lage ist. Doch die Klimakrise wartet nicht darauf, bis wir die Pandemie überwunden haben. Dieses Jahr ist Bundestagswahl, deswegen fordern wir jetzt entschiedenes Handeln statt leerer Versprechen. Die nächsten vier Jahre sind entscheidend, um das Schlimmste noch abzuwenden. Schon heute ist die Klimakrise für so viele Menschen weltweit und besonders im Globalen Süden lebensbedrohlich. Doch bisher hat keine Partei ein Programm, mit dem wir das 1,5-Grad-Limit einhalten. Deswegen machen wir diese Wahl zur Klimawahl.

Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss:

  • spätestens 2030 aus der Kohle aussteigen und darf Braunkohletagebaue nicht weiter vergrößern. Wir lassen nicht zu, dass Menschen heute noch für Kohle ihr Zuhause verlieren.
  • die Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 naturverträglich ausbauen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.
  • in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und Fahrrad-Infrastruktur investieren, alle Autobahn-Projekte stoppen und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegen. Unser Vorschlag ist ein Ende bis spätestens 2030.
  • jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleiten und in klimaneutrale Industrien investieren, statt mit Corona-Staatshilfen und Steuervergünstigungen klimaschädliche Industrien zu subventionieren.
  • für gute Löhne sorgen und einen solidarischen Sozialstaat schaffen, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind.
  • für Klimagerechtigkeit im Globalen Süden einstehen und die deutsche Klimafinanzierung bis 2025 verdoppeln.

Die nächsten Wochen und Monate sind entscheidend. Jetzt werden die Weichen für den Wahlkampf gestellt: Kandidat*innen werden nominiert, Wahlprogramme geschrieben. Deshalb muss klar sein: Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei! Gemeinsam stellen wir uns hinter Fridays for Future und ihren weltweiten Aktionstag. 

In Senden wird es wegen Corona eine sog. Stellvertreter-Demo geben mit selbstgebastelten Plakaten/Schildern, die auf Gartenstühlen befestigt werden. Von 10 bis 18 Uhr im Ortskern auf dem Platz am Brunnen ist jede und jeder eingeladen, seinen/ihren Stuhl mit Botschaft(en) vorbeizubringen. Von 10 bis 18 Uhr wird es dabei eine Mahnwache geben. Besucher müssen die Abstandsregeln einhalten. An Feinheiten (Reden, Videos, Flyer) wird noch gefeilt. Als Hingucker wird das Demo-erprobte Holzpferd mit einer neu gestalteten Pferdedecke ausgestattet. Wer Anregungen für flotte Sprüche zum Umwelt- und Klimaschutz sucht, kann sich hier ein Beispiel nehmen:

Die Erde hat Fieber

Wir wollen nur überleben

Lebenswerte Zukunft

Dass keiner uns die Zukunft klaut

Lehrer für Zukunft

Psychologists for Future

Eltern für ihre Kinder

Macht eure Hausaufgaben

Kinder sind Klimakiller

Weniger ist mehr

All you need is less

Barmherzigkeit statt Raffgier

Ich will leben. Aufgeben heißt untergehen

Runter mit dem CO2

No Plastic

Kohlestopp jetzt

Go vegan

Für Frieden und Umweltschutz

Klimawandel

Erst Fieber, dann Tod

Es müssen Taten folgen

Weniger Fleisch

There is no Planet B

Es ist kurz nach 12

Game over

Make the world cool again

CO2-Steuer ist Abfallgebühr

ÖPNV ist Klimaschutz

Radfahren ist Klimaschutz

Zukunftklauer abwählen!

Nur indem man das Unerreichbare anstrebt, gelingt das Erreichbare.

Nur mit dem Unmöglichen als Ziel gelingt das Mögliche.

PV gehört auf jedes Dach!

Senden braucht (Rücken-) Wind!!!

Mit Wind und Sonne in Senden die Klimakrise abwenden.

Abgasfrei am Café vorbei!

Batterien sind recyclebar, Kraftstoffe nicht.

Demonstration parents for future Coesfeld 2019 – FFF Senden ist auch dabei.

Hecken – die bessere Alternative zu Alleen

Je länger man sich mit öffentlichem Grün beschäftigt, umso mehr kommt man zu der Erkenntnis, dass wir wieder viel mehr Hecken im Münsterland brauchen. Was den ökologischen Wert angeht, sind sie kaum zu übertreffen und bereichern die Landschaft wie kein zweiter Biotop.

Ob an Feldrändern, am Rande von Parkanlagen oder sogar im eigenen Hausgarten sind sie eine optimale Grenzbepflanzung.

Karina fasst die Bedeutung in einer Grafik zusammen. Ein solches Schild sollte an keiner neu gepflanzten Hecke fehlen.

gez. MilKa