Klimastreiktag am 19. März 2021

In ganz Deutschland gibt es am 19. März dezentrale Aktionen. Es ist der Tag des globalen Klimastreiks. Auch die angemeldete Demonstration in Senden ist natürlich Corona-konform. Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen von FFF sind notwendig, um die Erderhitzung zu stoppen. Dieser Meinung schließt sich die Gruppe Senden for Future an und organisiert zusammen mit der Agenda21Senden den Aktionstag. In Senden wollen wir den Schwerpunkt auf Wind- und Sonnenenergie legen.

FFF Deutschland:

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Politik zu entschiedenen Antworten auf globale Krisen in der Lage ist. Doch die Klimakrise wartet nicht darauf, bis wir die Pandemie überwunden haben. Dieses Jahr ist Bundestagswahl, deswegen fordern wir jetzt entschiedenes Handeln statt leerer Versprechen. Die nächsten vier Jahre sind entscheidend, um das Schlimmste noch abzuwenden. Schon heute ist die Klimakrise für so viele Menschen weltweit und besonders im Globalen Süden lebensbedrohlich. Doch bisher hat keine Partei ein Programm, mit dem wir das 1,5-Grad-Limit einhalten. Deswegen machen wir diese Wahl zur Klimawahl.

Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss:

  • spätestens 2030 aus der Kohle aussteigen und darf Braunkohletagebaue nicht weiter vergrößern. Wir lassen nicht zu, dass Menschen heute noch für Kohle ihr Zuhause verlieren.
  • die Erneuerbaren auf mindestens 80 Prozent Anteil am Bruttostromverbrauch bis 2030 naturverträglich ausbauen und in Alternativen zu fossilem Gas, wie zum Beispiel grünen Wasserstoff, investieren.
  • in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und Fahrrad-Infrastruktur investieren, alle Autobahn-Projekte stoppen und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegen. Unser Vorschlag ist ein Ende bis spätestens 2030.
  • jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleiten und in klimaneutrale Industrien investieren, statt mit Corona-Staatshilfen und Steuervergünstigungen klimaschädliche Industrien zu subventionieren.
  • für gute Löhne sorgen und einen solidarischen Sozialstaat schaffen, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind.
  • für Klimagerechtigkeit im Globalen Süden einstehen und die deutsche Klimafinanzierung bis 2025 verdoppeln.

Die nächsten Wochen und Monate sind entscheidend. Jetzt werden die Weichen für den Wahlkampf gestellt: Kandidat*innen werden nominiert, Wahlprogramme geschrieben. Deshalb muss klar sein: Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei! Gemeinsam stellen wir uns hinter Fridays for Future und ihren weltweiten Aktionstag. 

In Senden wird es wegen Corona eine sog. Stellvertreter-Demo geben mit selbstgebastelten Plakaten/Schildern, die auf Gartenstühlen befestigt werden. Von 10 bis 18 Uhr im Ortskern auf dem Platz am Brunnen ist jede und jeder eingeladen, seinen/ihren Stuhl mit Botschaft(en) vorbeizubringen. Von 10 bis 18 Uhr wird es dabei eine Mahnwache geben. Besucher müssen die Abstandsregeln einhalten. An Feinheiten (Reden, Videos, Flyer) wird noch gefeilt. Als Hingucker wird das Demo-erprobte Holzpferd mit einer neu gestalteten Pferdedecke ausgestattet. Wer Anregungen für flotte Sprüche zum Umwelt- und Klimaschutz sucht, kann sich hier ein Beispiel nehmen:

Die Erde hat Fieber

Wir wollen nur überleben

Lebenswerte Zukunft

Dass keiner uns die Zukunft klaut

Lehrer für Zukunft

Psychologists for Future

Eltern für ihre Kinder

Macht eure Hausaufgaben

Kinder sind Klimakiller

Weniger ist mehr

All you need is less

Barmherzigkeit statt Raffgier

Ich will leben. Aufgeben heißt untergehen

Runter mit dem CO2

No Plastic

Kohlestopp jetzt

Go vegan

Für Frieden und Umweltschutz

Klimawandel

Erst Fieber, dann Tod

Es müssen Taten folgen

Weniger Fleisch

There is no Planet B

Es ist kurz nach 12

Game over

Make the world cool again

CO2-Steuer ist Abfallgebühr

ÖPNV ist Klimaschutz

Radfahren ist Klimaschutz

Zukunftklauer abwählen!

Nur indem man das Unerreichbare anstrebt, gelingt das Erreichbare.

Nur mit dem Unmöglichen als Ziel gelingt das Mögliche.

PV gehört auf jedes Dach!

Senden braucht (Rücken-) Wind!!!

Mit Wind und Sonne in Senden die Klimakrise abwenden.

Abgasfrei am Café vorbei!

Batterien sind recyclebar, Kraftstoffe nicht.

Demonstration parents for future Coesfeld 2019 – FFF Senden ist auch dabei.

Für die Abmilderung der Klimakatastrophe ist die CO2-Steuer dringend geboten (Flyer Attac-COE)

Vernünftige Vorgaben der Politik sind notwendig und werden akzeptiert, wenn sie gut begründet und klar formuliert sind. Vorrangige Aufgabe bei entstehenden Kosten ist die soziale Abfederung durch die Politik. Effizienz und Gerechtigkeit sollten immer Ziele der Gesetzgebung sein.

CO2 Flyer quer 3 spaltig

Hecken – die bessere Alternative zu Alleen

Je länger man sich mit öffentlichem Grün beschäftigt, umso mehr kommt man zu der Erkenntnis, dass wir wieder viel mehr Hecken im Münsterland brauchen. Was den ökologischen Wert angeht, sind sie kaum zu übertreffen und bereichern die Landschaft wie kein zweiter Biotop.

Ob an Feldrändern, am Rande von Parkanlagen oder sogar im eigenen Hausgarten sind sie eine optimale Grenzbepflanzung.

Karina fasst die Bedeutung in einer Grafik zusammen. Ein solches Schild sollte an keiner neu gepflanzten Hecke fehlen.

gez. MilKa

Wirtschaft mit Kultur – Vorschau auf Themen für die Vorträge in 2021

Vortragsthemen 2021 für das kleine Wirtschaftsseminar von Joachim F. Gogoll – Ökonom (Betriebs- und Volkswirt)

Weitere Wunschthemen können jederzeit vorgeschlagen werden.

1) MMT – Modern Monetary Theory Teil 1

Design: MilKa

2) MMT – Modern Monetary Theory Teil2 (gestrichen)
3) Warum die Erhöhung der CO2 Steuer mehr als sinnvoll und notwendig ist und wie man
die Folgen sozialverträglich gestalten kann und muss? Design: MilKa

4) Wieso ist ein Verbot von KfZ-Verbrennungsmotoren mit fossilen Energieträgern bis 2030
möglich und notwendig?

Geplant für den 3. Mittwoch im März

5) Warum sollte der ÖPNV gezielt durch Investitionen im Milliardenbereich aufgepeppt
werden und wie kann man ihn gegen den Individualverkehr akzeptabler aufstellen und
gestalten?
6) Wie kann man den Unternehmen bei der Umstellung auf ressourcenschonende Produktion
helfen und welche Art von Anreizen könnte man schaffen, um dieses Ziel zu erreichen?
7) Warum ein Verbot der Produktion von kurzlebigen Gebrauchsgütern und Förderung von
langlebigen Gütern erforderlich ist. Warum die Umstellung auch funktioniert?
Eine Erhöhung von zurzeit 3 Jahren Betriebsdauer hin zu 7 Jahren. Außerdem Verbot von
Produkten, die nicht oder nur schwer repariert werden können.
8) Was ist der Unterschied zwischen einer Finanztransaktionssteuer und einer
Börsenumsatzsteuer? Warum wir sie dringend brauchen? Warum schädigt sie weder Anleger
noch Unternehmen? Inwieweit ist sie sinnvoll, um das weltweit herumgeisternde Kapital zu
bändigen und zu vermindern?
9) Warum wir keine Angst vor einer Recyclingquote von 95% bis zum Jahre 2050 haben
müssen? Wieso es möglich ist, weitgehend ohne Plastikmüll zu leben?
10) Kann die Ökonomie auf eine dem Gemeinwohl verpflichtete Ökonomie umgestellt
werden? Verdirbt Eigentum den Charakter? Gemeinwohl und Eigentum, geht das
zusammen? Wieviel Eigentum macht eigentlich glücklich? Ist vererbbares Grundeigentum
gerecht?
11) Was ist eine neoliberale Ökonomie? Viele reden davon schlagwortartig, aber kaum
jemand außerhalb der Welt der Ökonomen kennt sie genau.
12) Das bedingungslose Grundeinkommen – was ist das überhaupt genau?
13) Die Zukunft der Arbeit – was erwartet uns alle und die näöchsten Generationen?
14) Wie muss eine Ökonomie funktionieren, damit die Kluft zwischen Arm und Reich nicht
weiter wächst?
15) Was bedeutet die Schuldenlast für die heutige und die nächsten Generationen? Können
die Schulden überhaupt jemals zurückgezahlt werden?
16) Warum ist die Einführung einer Devisentransaktionssteuer so wichtig für das
Gemeinwohl der Staaten weltweit? Was ist eine Börsenumsatzsteuer und warum ist auch sie
dringend notwendig?
17) Was ist Geld und wie entsteht es?
18) Wie muss das Gesundheitssystem für die Zukunft auf eine richtige finanzielle Basis
umgestellt werden und wie müssen die Gehälter der im Gesundheitswesen arbeitenden
Schwestern und Pfleger ausgestattet und gesichert werden?
19) Wie muss unser Gesundheitswesen umgestellt werden, damit eine bessere finanzielle
Ausstattung erreicht wird?
20) Warum muss der Mindestlohn dringend erhöht werden, damit die Armutsgefährdung
durch zu niedrige Löhne abgewehrt werden kann.
21) Warum müssen prekäre Arbeitsverhältnisse dringend reformiert werden und wie sollte
das geschehen?
22) Wie kann und muss die Altersarmut beseitigt werden? Warum brauchen wir eine
Mindestrente?

Wirtschaftsseminar zur CO2-Steuer- online mit J.F. Gogoll

Am Mittwoch, den 17.2.21, um 19.30 Uhr hält der Ökonom Joachim F. Gogoll im Rahmen der Vortragsreihe “Wirtschaft mit Kultur – Ist die jetzige Wirtschaftspolitik alternativlos?“ einen Vortrag zum Thema „Erhöhung der CO2-Steuer?“ im Internet. Es geht um die zentrale Frage: Was bringt eine CO2-Steuer überhaupt? Für die meisten Menschen, vor allen Dingen für die Autofahrer, scheint das Ganze ein Reizthema zu sein. Was soll diese neue Steuer bringen? Bringt sie überhaupt etwas oder bremst sie nur die schon jetzt durch Corona angeschlagene Wirtschaft? Ist sie sinnvoll, um das Klima zu retten? Ist die Fortbewegung mit Auto, Bahn und Flugzeug zukünftig nur noch eine Angelegenheit für Wohlhabende oder bleibt sie auch für andere möglich? Wie könnte man die Mehrkosten für die Menschen sinnvoll sozial abfedern? Zahlen und Fakten sollen helfen, einige erstaunliche und überraschende Ergebnisse deutlich zu machen. Anschließend ist genügend Zeit, den Referenten zu befragen und miteinander zu diskutieren. Wie schon im Januar findet der Vortrag  als Videokonferenz im Internet statt. Jeder, der ein Tablet, ein Smartphone oder einen Computer (mit Kamera und Mikrofon) zur Verfügung hat, kann teilnehmen. Die Teilnahme ist frei. Einfach nur https://t1p.de/agenda21senden eingeben und auf Einlass warten.

J.F. Gogoll, auch im Ruhestand kein bisschen leise. Als Käptn Ahab kennt er keine Scheus und sagt, was er denkt.

Protokoll der ViKo vom 10. Februar 2021


  Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 10.02.21

1. Leihräder

– nur noch zwei bis drei Räder an den beiden Stellplätzen; alle übrigen unterwegs, nicht auffindbar oder kaputt (darunter auch eindeutig mutwillig zerstörte)
– Frage: soll das Projekt fortgesetzt werden und wenn ja, wie?
– Räder einfacher und stabiler
– Schlösser überflüssig und zu teuer
– für die Instandsetzung werden weitere Mitstreiter benötigt: Flüchtlingshilfe (evtl. auch über Abrechnung der investierten Zeit? – Petra fragt nach), Kolping Bösensell (Andreas fragt bei der nächsten Vorstandssitzung), …
– sollten zusätzliche Standorte geschaffen werden, z.B: Bösensell Ortskern?
– vorläufig müssen die Werkstattarbeiten witterungsbedingt vertagt werden (bis Ende März/ Anfang April)

2. Windkraft

– Wolfgang präsentiert erstes Plakat, welches bis auf wenige Änderungswünsche bestätigt wird; Wolfgang schickt es als Muster in die Runde
– wir erfragen bei potentiellen Interessenten die bevorzugten Größen, Wolfgang die entsprechenden Preise
– prinzipiell sollen sie möglichst kreisweit und zeitgleich aufgehängt werden und monatlich mit dem Motiv wechseln; wenn mgl., erstmals zum globalen Klimastreik am 19.03.21
– evtl. sollen zusätzlich (detailiertere) A5-Flyer erstellt werden

3. Senden4Future-Gruppe

– bisher eine gemeinsame Agenda- und S4F-Signal-Gruppe
– eine separate S4F-Gruppe, die niederschwellig kurzfristige Kleinaktionen, v.a. für Familien anbieten will, kann erst nach Corona in Angriff genommen werden

4. Globaler Klimastreiktag 19.03.21

– Agenda beteiligt sich mit einer Plakataktion (damit nicht zu viele Leute vor Ort sein müssen, werden die Plakate auf Stühle gestellt; evtl. kann auch das Holzpferd aufgestellt werden); zusätzlich soll mit Flyern auf das kreisweite Klimaforum am 25.03.21 aufmerksam gemacht werden
– Bernd beantragt die Genehmigung beim Ordnungsamt (richtig: Demos werden angemeldet, auch bei der Kreispolizeibehörde, ist beides geschehen, Bernd)
– von 10 -18 Uhr am Laurentiusbrunnen
– über die Zeit verteilt sollten immer zwei Leute vor Ort sein (Liste erstellen)
– über Zeitung , soziale Medien, Schulen und Kitas wird auch die Bevölkerung zur Teilnahme eingeladen

5. Neue Bäume für Senden

– das Anpflanzen einer Hecke in der Nähe des Kappenberger Damms wurde vom Wasser- und Bodenverband abgelehnt; stattdessen kann die bestehende Baumreihe vervollständigt werden (mit 20-25 Bäumen)
– Andreas Mersmann fragt beim Kreis Coesfeld, ob und wie die Fläche in Bösensell bepflanzt werden darf
– an der gepflanzten Hecke am Schloss wird ein Schild zur Nützlichkeit von Hecken aufgestellt, welches Karina gestaltet

6. Wald

– wir überlegen, einen Vortrag „Naturwald vs. Wirtschaftswald“ zu organisieren u/o eine entsprechende Aktion direkt im Wald
– frühestens ab Juni
– aufgrund von Corona besser einen(zeitunabhängigen) Naturlehrpfad erstellen?

7. Mehrgenerationenhaus

– aufgrund seiner überaus positiven Erfahrungen in einem Mehrgenerationenhaus schlägt Theo einen Vortrag inklusive einer Bedarfserhebung für ein solches Wohnprojekt in Senden vor
– evtl. zusammen mit den Grünen
– auch erst nach Corona


Neue Termine:

Agenda gesamt: 10.03.21 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
sofern es die Situation zulässt, sonst als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Wirtschaft mit Kultur: 17.02.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

Globaler Klimastreiktag 19.03.21, 10-18 Uhr am Laurentiusbrunnen

 

Das Mehrgenerationenhaus – verdichtete Wohnform mit Mehrwert

Modell des Mehrgenerationenhauses in Mecklenbeck von Theo Stenkanp

Theo Stenkamp konnte in Senden seinen Traum nicht verwirklichen, im Alter mit seiner Frau in einem Mehrgenerationenhaus zu leben. In Mecklenbeck ging sein Traum in Erfüllung und hat seine Erwartungen erfüllt. Begeistert möchte er seine positiven Erfahrungen an seine alte Wahlheimatgemeinde weitergeben, um diese zukunftsfähige Wohnform schmackhaft zu machen. Er schreibt uns daher:
Ich melde mich, um eine weitere Aktion vorzuschlagen.
Wir alle wollen was tun, um unser Umfeld zu erhalten und (wenn möglich) zu verbessern. Dazu gehört auch, mit landschaftlicher Fläche sorgsamer umzugehen und weniger zu zubetonieren. Einen wesentlichen Anteil hat daran der Straßen und Wohnungsbau.
Die Frage ist: Wie kann man die Bevölkerung und die politischen Gremien davon überzeugen, dass hier ein Umdenken erforderlich ist. Überzeugen kann man durch gelungene praktische Beispiele, wie unser Wohnprojekt „MaWoMe“ (Mehr als Wohnen Mecklenbeck e.V.)
In den vergangenen Wochen habe ich ein Modell von unserem Wohnprojekt erstellt. Es war eine schöne Aufgabe und ein Zeitvertreib in der Corona-Krise mit all den bekannten  Einschränkungen. Es war wie Arbeitengehen, nur schöner, weil es im Hauskeller war und außerdem ein wunderschönes Hobby ist.
Dass Modell im Maßstab 1:100 ist nicht perfekt. Aber es gibt doch recht gut den Istzustand und die m. E. gute Architektur und Aufteilung der Wohnungseinheiten wieder.
Meine Intention, das Modell zu bauen, lag in erster Linie darin begründet, diese Art des Wohnens und diese Art der Wohnbebauung möglichst vielen Menschen näher zu bringen. Ich möchte dafür werben, dass Städte und Gemeinden für diese Bebauungsart mehr Grundstücke zur Verfügung stellen. Dazu müssen wir die Bevölkerung überzeugen, dann wird sich auch
die Politik verändern.
Wir können es uns nicht länger mehr leisten, ungezügelt immer mehr gutes Ackerland in Bauland umzuwandeln und zu zu betonieren. Wir müssen im Wohnungsbau vermehrt zu einer höheren Verdichtung kommen. Hier bei uns sind dreißig Wohneinheiten (plus eine für
Gemeinschaftsräume) auf 2400m² Grundfläche. Beim Einfamilienhausbau wären es etwa nur vier bis fünf.
Es ist aus meiner Sicht auch eine gute Alternative zum Ein- und Zweifamilien-Hausbau mit durchschnittlich 400-600m². Mit Beispielen wie unserem Projekt kann man evtl. auch absolute
Einfamilienhausbau-Befürworter und Skeptiker von Mehrfamilien und Mehrgenerationen-Hausbau überzeugen.
An einem Modell lässt sich gut zeigen und erklären, welche Vorteile so ein Projekt bietet. In einer dreidimensionalen Darstellung bekommt man gleich eine bessere Vorstellung und Übersicht. Auch die Freiflächen muss man mit den Einfamilienhäuser-Grundstücken mal vergleichen. Auch hier sind die Vorteile klar zu erkennen.
Und gerade jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie hat sich unsere Wohngemeinschaft besonders bewährt. Die Kontakte, Hilfen, Betreuung von Kindern, der kleine Plausch und vieles mehr verhindern Depressionen und Vereinsamung. Es bedeutet mit- und voneinander lernen.
Aktivitäten in Zeiten von Corona – geht das überhaupt?!? Dank vieler kreativer Köpfe im Projekt konnten unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen viele kleine gemeinschaftliche Aktivitäten trotzdem stattfinden:
– Ein Sonntagspaziergang in ausgelosten Zwei-Personen-Gruppen.
– Reibeplätzchen-to-go,
– Plätzchen-to-go,
– Kuchen-to-go,
– Glühwein-to-go
Hierbei tun sich zwei Haushalte in der Gemeinschaftsküche zusammen und bereiten die Köstlichkeiten unter Einhaltung der Hygienevorgaben zu. Die Bewohnerinnen und Bewohner dürfen sich die Speisen dann to-go auf ihrem eigenen Geschirr abholen. Es funktionierte hervorragend und bisher hat sich (toi, toi, toi) auch noch keiner mit dem Corona-Virus infiziert.
Mein Fazit ist: Wer hier wohnt hat quasi ein Sorglospaket zur Mietwohnung hinzu bekommen.
Ich könnte mir vorstellen, dass die Agenda- Gruppe einen größeren Vortrag organisiert, der speziell dieses Thema Mehrgenerationen-Hausbau zum Thema hat (evtl. gemeinsam mit den Grünen?) Auch im Hinblick auf das neue Baugebiet Huxburg und … (wohl noch nicht öffentlich) in Bösensell. Es müsste ein Redner gefunden werden, der einen dynamischen Vortrag
halten kann – auch mit Hinweisen auf die damit verbundenen ökonomischen, Quartiers- und Städtebaulichen Verbesserungen. So einen Abend sollte man mit zwei, evtl. drei Rednern vorbereiten.
1. Ein Architekt, der die Möglichkeiten der Architektur erklärt und
darstellt. Der erklärt, dass Mehrfamilien- und Mehrgenerationsprojekte auch eine hervorragende Alternative zum Einfamilienhaus sind. Im Besonderen, wenn man älter wird.
Die Architektur und Einrichtungen spielen eine ganz bedeutende Rolle. Anstatt Reihen- Mietblocks, hin zu einer modernen, dem Gemeinschaftssinn fördernden Architektur. Gemeinschaftsräume, Fitness- und Bastelkeller, sehen und gesehen werden, sind wesentliche Attribute in unserem Projekt. Ein freundlicher Gruß von Balkon oder Terrasse am Morgen, oder die Frage nach dem Befinden sind in einem U- oder V- förmig angelegten Wohnquartier leichter möglich, als in einem Reihen- Mietblock und auch als in einer Wohnsiedlung mit nur Einfamilienhäusern.
2. Ein Stadtplaner der auch die ökologischen und ökonomischen Vorteile erklärt. Energiekosteneinsparung, E-Mobilität, Straßenverkehr und ÖPNV, u. v. m. Auch mit verweisen auf andere Städte, wo solche Projekte bereits mit Erfolg realisiert wurden.
Bilder davon, die man in einem PowerPoint Segment zeigen kann. Und drittens: Eine schriftliche Meinungsumfrage der Zuhörer mit vorbereiteten Fragen, um ein Meinungsbild zu erstellen. Den Fragebogen könnte man danach auch noch außerhalb- öffentlich weiter führen.
Um einen Prozess anzustoßen braucht es nur wenige.
Den Druck etwas zu verändern, der muss jedoch von einer größeren Anzahl aus der Bevölkerung kommen.
gez. Theo Stenkamp

Einladung zur Februarsitzung als Zoom meeting am 10.2. ab 18.30 Uhr

enden4F

Die Februarsitzung der Agenda21Senden findet noch einmal online als Zoom meeting statt. Sie beginnnt, am Mitttwoch, den 10. Februar, 18.30 Uhr. Den Zugang bekommt man wieder unter https://t1p.de/agenda21senden. Die Sitzung ist wie immer öffentlich, auch wer sich für eine Beteiligung bei „Senden for Future“ interessiert, ist eingeladen. Senden4F gibt es bisher als gemeinsame Signal-Gruppe zusammen mit der Agenda-Gruppe, auch dabei ist jede und jeder willkommen, ob jung oder älter, ob mit oder ohne Kinder. Ein wichtiger Aspekt ist hier im Moment die Zukunft der Windkraft in Senden. Wie bei den im Kreis schon besteheneden Gruppen in Coesfeld und Dülmen kann man sich Aktionen zum Umwelt-und Klimaschutz anschließen oder selbst welche initiieren. Eine Vernetzung der Kreisgruppen  wurde bereits eingerichtet. Über weitergehende Kooperationsmöglichkeiten wird zu sprechen sein. Auf der Agenda stehen außerdem die Vorbereitung der Aktionen zum globalen Klimatag am 19. März unter Corona-Bedingungen mit dem Schwerpunkt Sonnen- und Windenergie und die Vorbereitungen der Arbeitsgruppe „Rückenwind“. Weitere Themen sind die Fortführung des Projekts Sendener Leihrad und die geplanten Pflanzaktionen der Initiative „Neue Bäume für Senden“. Weitere Themen können spontan eingebracht werden.

Rückenwind für Windkraft in Senden

 

Foto: 20180909-WA0002

Als Gegengewicht zur in Senden lautstarken Gegenwind-Bewegung wird in Senden über eine Bürgerinitiative „Rückenwind“ nachgedacht.

In den WN vom 3. Februar 2021  konnte man lesen :

„Die Windkraftbranche in Nordrhein-Westfalen befürchtet wegen der geplanten 1000-Meter-Regel für den Mindestabstand von Windrädern zur Wohnbebauung einen erneuten Einbruch beim Bau neuer Windräder. «Damit wird faktisch der Windenergieausbau zum Erliegen kommen», heißt es in einem Brief von Betreibern und Planern von Windkraftanlagen an Ministerpräsident Armin Laschet ( CDU ).

Die Landesregierung wolle den 1000-Meter-Abstand zu «jeder Kleinstsiedlung im Außenbereich» vorschreiben. Damit lasse sich in vielen Teilen des Landes kaum eine Fläche finden, auf der Windenergieanlagen noch zweifelsfrei errichtet werden könnten, heißt es in dem Brief. Kein anderes Bundesland wolle die Öffnungsklausel für Windabstände so restriktiv umsetzen wie Nordrhein-Westfalen.“

Artikel in den WN

Diese Entwicklung ist der Agenda21Senden ein Dorn im Auge, zumal es noch kein einziges Windrad auf Sendener Boden gibt. Es wurde daher beschlossen, dieses Thema 2021 zu einem Schwerpunkt der Aktionen zu machen.