Die zweite Montags-Mahnwache fand am 5. Oktober am Sendener Laurentiusbrunnen statt.
Ankündigung am 5.10. in den WN:

Berichterstattung in den WN:
Die zweite Montags-Mahnwache fand am 5. Oktober am Sendener Laurentiusbrunnen statt.
Ankündigung am 5.10. in den WN:

Berichterstattung in den WN:
Die erste Mahnwache fand am Montag, den 2. September am Laurentiusbrunnen statt.

Die erste Mahnwache fand zusammen mit einer Unterschriftenaktion statt.

Evelyn schrieb dazu einen Bericht für die Medien:
„In Erinnerung an die Montagsdemonstrationen veranstaltete der Friedenskreis Senden am 7.9.2026 am St.- Laurentius – Brunnen seine erste Mahnwache, weitere sollen im Monatsrhythmus folgen. Damit soll angeregt werden darüber nachzudenken, wohin die derzeitige deutsche und europäische Politik bezüglich des Ukrainekrieges führen kann.
Die Mitglieder des Friedenskreises befürchten, dass mit deutschem Geld, deutscher Technik und Rhetorik tatsächlich „der Krieg nach Russland getragen wird“ und warnen vor einer weiteren Eskalation. Sie sind der Ansicht, dass auch von Berlin endlich realitätstaugliche politische Initiativen zur Beendigung des Krieges ausgehen müssen. Eine weitere Einschränkung von Sozialleistungen sowie eine Wiedereinführung der Wehrpflicht für einen sinnlosen Krieg können nicht hingenommen werden.
Zu schnell wird derzeit bei allen Ereignissen gesagt: „Der Russe war es“ und dabei wird völlig vergessen, dass auch Russland einen Nato-Angriff fürchten könnte. Vor dem geschichtlichen Hintergrund, dass Russland mehrfach von Europa aus angegriffen wurde, zwei Mal von Deutschland, und im 2. Weltkrieg 26 Millionen Russen den Tod fanden, und der Reden in Deutschland mit Worten wie: „Krieg nach Russland tragen“, und „kriegstüchtig werden“ ist das nicht anders zu erwarten.
Der Westfälische Friede wäre nicht zustande gekommen, wenn nicht die Interessen aller Seiten berücksichtigt worden wären. Die Mitglieder des Friedenkreises mahnen, dass die Eskalation nicht weiter befeuert werden darf, da ein Krieg mit einer Nuklearmacht nicht gewonnen werden kann – Deutschland muss friedensfähig werden.“
Mit den üblichen Änerungen stand es dann in den WN:

Von Juli bis September 2026 hat die Agendagruppe Sommerpause gemacht. Der Termin im Oktober steht bevor. Die Sprecher haben beschlossen, die Gruppe ruhen zu lassen, bis es wieder ein aktuelles Thema gibt, das auf größeres Interesse stößt.
Momentan halten sie die Aktivität des wieder aktivierten Friedenskreises für wichtiger, der sich entschlossen hat, bis auf weiteres Mahnwachen gegen Krieg in Senden zu veranstalten
Der 1983 in Senden gegründete Friedenskreis war in den 1980er und 1990er Jahren sehr aktiv und erfolgreich. Die gut dokumentierte Berichterstattung in beiden Zeitungen war umfassend. Ende der 1990er Jahre wurde es ruhiger, Frieden schien gesichert. Mit dem Ukrainekrieg und der Ankündigung der „Zeitenwende“ hat sich die Einstellung zur Rüstung in Deutschland und Europa leider grundlegend geändert. Die Friedensbewegung in Deutschland muss sich neu orientieren. Dabei ist gerade aktuell die Frage wichtig, wie man Frieden in Europa und weltweit erreichen kann. Die Angst vor einem Krieg mit deutscher Beteiligung wächst. Die gewaltige Hochrüstung führt zur Kürzung sozialer Leistungen, die Wehrpflicht soll wieder eingeführt werden. Notwendige Bemühungen um eine Abbremsung des Klimawandels sind faktisch nutzlos, weil Krieg und Zerstörung zur Verschwendung von Ressourcen und zu einem ungeheuren CO2-Ausstoß führen, so die Meinung der Friedensaktivisten. Menschen, die sich für Alternativen zur gegenwärtigen Rüstungs- und Klimapolitik einsetzen, haben den Sendener Friedenskreis reaktiviert und laden zu der ersten Sitzung nach der Neugründung am Dienstag, den 18. August, ab 18 Uhr in die ev. Friedenskirche ein. Friedensbewegte und ausdrücklich auch junge Menschen aus Senden und Umgebung sind herzlich eingeladen.
Foto: Anfang der 1980er Jahre rüttelten sog. „Schweigekreise“ die Menschen in Senden auf. Sehr kontroverse Auffassungen prallten aufeinander. „Frieden schaffen mit weniger Waffen“ – mehr als zwei Jahrzehnte hat es in Europa funktioniert. Ob Hochrüstung nun den Frieden sichern kann, darüber soll diskutiert werden.
Ein sommerliches HALLO an alle!
Am Do., 13.08./19h wollen wir uns zu einem lockeren Austausch im Journal treffen! Alle, die sich mit uns verbunden fühlen und unsere Arbeit auch zukünftig unterstützen wollen, sind herzlich eingeladen! Wir freuen uns auf euch, eure Ideen, Gedanken, Beiträge aller Art! Bis dahin euch allen einen schönen Sommer – BI Demokratie und Vielfalt, Bernd, Christel, Doris, Matthias und Robert und eigentlich noch viele andere …
Senden. Der 20. Juli ist in Deutschland der offizielle Gedenktag für den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Der Friedenskreis Senden veranstaltet am 20. Juli ab 20 Uhr im Alten Zollhaus eine Lesung des Textes von Matthias Brandt „Nein sagen“. Es liest Werner Bußmann, der in Senden und der Region durch sein starkes soziales Engagement bei der Hilfsorganisation Roter Keil oder in der Jugendarbeit bekannt ist. Zudem ist er aktives Mitglied in einer Theatergruppe und Lesepate in einem Sendener Kindergarten.
„Nein sagen“ von Schauspieler und Autor Matthias Brandt basiert auf einer vielbeachteten Rede, die er am 20. Juli 2025 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee hielt. Darin erinnert er an die Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus – zu denen auch seine eigenen Eltern, Rut und Willy Brandt, gehörten. Das sehr persönliche Buch ist ein flammendes Plädoyer für Zivilcourage, Demokratie und die Notwendigkeit, dem heutigen Rechtsextremismus klar und unmissverständlich entgegenzutreten. Es geht ihm vor allem darum, im Alltag Haltung zu zeigen, nicht wegzusehen und „Nein“ zu sagen, bevor demokratische Grundwerte weiter unter Druck geraten.
Eigentlich wollte er sich aus der Politik heraushalten. Doch als der Schauspieler Matthias Brandt im vergangenen Jahr eingeladen wurde, eine Rede zum Hitler-Attentat am 20. Juli 1944 zu halten, sagte er zu. Nun ist daraus ein beeindruckendes Buch entstanden. Und die darin verarbeitete Rede kann nachgelesen werden.
EinladungSENDEN. Die planmäßige Sitzung der Agenda-21-Gruppe Senden im Juni findet am Donnerstag (11. Juni) ab 18.30 Uhr im Restaurant „Zeus“ am Kirchplatz statt. „Themen sind Rückblick und Ausblick. Aktuelles wird unter Verschiedenes auf die Tagesordnung genommen“. Die Sitzung ist wie immer öffentlich.
Einer der Tagesordungspunkte wird noch einmal das Sendener Leihrad sein.

Getrocknet in der Sonne.
Der Friedenskreis Senden versteht sich ab seiner Gründung 1983
als Bestandteil der bundesweiten Friedensbewegung. 
https://agenda21senden.de/wp-content/uploads/2017/08/Friedenskreis-Senden-Infoblatt.pdf
43 Jahre nach der Gründung des Friedenskreises ist die Arbeit einer Friedensinitiative auch in Senden wieder dringend erforderlich.
Viel GRÜNE und ehemalige Friedensbewegte haben sich von der Friedensbewegung verabschiedet. Sie fordern für sich ein Recht auf Verteidigung des Staates, da die Welt von „Schurken“ beherrscht wird, die auf Verträge keine Rücksicht nehmen und denen das völkerrechtswidrige Verhalten einschließlich Völkermord egal ist. Androhen von verteidigender Gewalt sei das einzige, was sie von einem Angriff abhalten könne. Dazu sei es gut, wenn auch Drohnen bei uns verfügbar seien, auch wenn man damit bei der Verteidigung Kollateralschäden verursache. Was sagt ihr zu diesem Recht auf Verteidigung? Ich sehe da ein Dilemma. gez. Bernd
Evelyn schlägt vor: Vielleicht sollten wir – diejenigen, die am Wochenende am Stand der Agenda21Senden waren und diejenigen, die an einer Friedensarbeit interessiert sind, uns mal zusammensetzen und uns über die Erfahrungen am Stand austauschen. Kurzes Feedback von mir: die Idee mit den Fragen und dem Ankreuzen als „niederschwelliges“ Gesprächsangebot war gut, die Fragen könnten durch ein Statement „Zusammenhang Rüstungsausgaben und wirtschaftlicher Niedergang“ ergänzt werden, bei den verteilten Punkten spiegelt sich die Polarisation der Menschen wieder. Über einen persönlichen Austausch würde ich mich freuen.
Es geht vor allem um die Fragen: wieviel Spielraum für Zukunftsinvestitionen bleibt noch? 2% Rüstungsausgaben bedeutet nicht: 2% vom Bundeshaushalt… sondern vom BIP….das verstehen viele nicht. Und: wieviel % vom Bundeshaushalt werden für Rüstung und Schuldzinsen ausgegeben…. Für Investition in Schulen etc. bleibt bald nichts mehr übrig. Die Frage mit Wirtschaft ohne Wachstum ist für mich eine andere Baustelle.
Könnten wir nicht ein Treffen außerhalb der Agenda machen? Ich glaube man sollte den Friedenskreis unabhängig von der Agenda machen.“
Wir versuchen das mit einem ersten Treffen im Juli. Bitte: Kommunikation nur noch über die Signalgruppe „Friedenskreis Senden“. Vorgeschlagen sind die Dienstage 7. und 14. Juli 2026
Von der CIR (Christliche Initiative Romero) waren wir am 2.6. zu einem Film eingeladen.
In den 1960er Jahren breiteten sich in ganz Lateinamerika revolutionäre Bewegungen gegen Diktatoren und Regierungen aus. Die Befreiungstheologie, eine Richtung der christlichen Theologie, inspirierte Millionen von Christ*innen dazu, sich den Revolutionen anzuschließen. Die Dokumentation „The Gospel of Revolution„ begleitet einen belgischen Pastor, der in der Gegenbewegung in Nicaragua kämpft, nimmt die Zuschauenden mit auf eine Reise in revolutionäre Bewegungen in El Salvador, Brasilien, Nicaragua und Mexiko. Ein Film über Kraft und Konflikt durch und mit dem eigenen Glauben.
„Die Romero Initiative (CIR) zeigte den Film „The Gospel of Revolution“ am Dienstag, 2. Juni, um 19:30 Uhr zusammen mit dem Institut für Theologie und Politik, Pan y Arte und Pax Christi
Sprüche, die gerade jetzt wieder volle Gültigkeit bekommen. Aus der Agenda-Arbeit heraus wurde der Friedenskreis Senden – sehr aktiv in den 1980ern – neu gedacht und inzwischen als eigenständige Gruppe neu gegründet. Es gab auch schon einige Aktivitäten, nämlich zwei Vorträge vom ITP, dem Institur für Theologie und Politik, desweiteren über einen Film engeren Kontakt zu CIR, der Christlichen Initiative Romero.

Benedikt Kern (*1988), kath. Theologe, studierte Kath. Theologie in Münster und Lyon. Jetzt Mitarbeiter am Institut für Theologie und Politik, Münster
Leben statt nur überleben
Krieg und Aufrüstung, Klimaveränderung, Abschottung der Grenzen … Wir leben in einer katastrophischen Zeit, in der eine Perspektive eines guten Lebens für die Menschheit immer unrealistischer erscheint. Einem Katastrophismus zu verfallen kann aus einer christlichen Perspektive aber keine Lösung sein. Wie können wir an einer Hoffnung festhalten, die nicht auf ein Jenseits vertröstet oder nur naiv ist, sondern daran festhält, dass ein biblischer Auszug aus der Sklaverei möglich ist? Was würde es bedeuten zu leben, statt nur zu überleben?
„Lieber Benedikt, der Gedanke an das Leben statt zu überleben lässt mich nicht mehr los. Mein und unser aller Leben war eigentlich ein permanenter Überlebenskampf, wirkliches Leben muss irgendwie radikal anders sein, ohne bisher zu wissen wie. Wachstum bedeutet immer Kampf und Ausbeutung immer auf Kosten anderer. Apokalypse im positiven Sinn wäre dann so etwas wie eine radikale Befreiung. Ich weiß überhaupt nicht wie, aber auf jeden Fall nicht weiter so. Ohne radikale Nächstenliebe wird es nicht funktionieren. Leben auf Kosten anderer ist auf jeden Fall nur Überleben. Einen Weg zum Ziel ahne ich noch nicht.“ gez. Bernd
Jan Henrik Röttgers
„Ich bin 35 Jahre alt – also einer von sehr wenigen jungen Priestern im Bistum Münster – und die Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit in der Nachfolge des Messias liegt mir sehr am Herzen.“
Hier meine Quintessenz und eine Reaktion, die mich zu einem Dilemma gebracht hat, über das ich reden möchte. Ich würde vorschlagen, dass wir uns zur planmäßigen Agendasitzung am 9. Juni treffen mit dem einzigen Tagesordnungspunkt: Wiederbelebung einer Friedensinitiative in Senden zum Austausch und zum Planen weiterer Aktionen.
Drohnen und andere digitalisierte Waffensysteme arbeiten mit Algorithmen. Kriegführung mit Algorithmen kann nicht zwischen Soldaten und Zivilisten unterscheiden. Sie ist schnell und umso effektiver, je höher man die Kollateralschäden einstellt. Das nennt man dann den totalen Krieg. Gerecht ist er dann prinzipiell nicht, also völkerrechtswidrig, das Töten wird zum Morden an den Zivilisten. Menschen müssen das wissen, Christen können sich dafür nicht entscheiden.
gez. Bernd Lieneweg