Elektromobilität entwickelt sich – Elektroautos bei den Sendener Maifesten

Beim Maifest 2010 stellte die Gruppe lokale Agenda 21 in Senden zum ersten Mal ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug vor. Lukas Nacke hatte es aus Düsseldorf geholt: einen Mega eCity von Drive Carsharing. Alte Beziehungen zum Autohaus Rüschkamp machten das kostenlose Ausleihen möglich.

2010: Rüschkamp und drive carsharing stellen in Senden einen Mega eCity vor.

Beim Maifest 2011 informierte die Agendagruppe über Klimaschutz. „Frischer Wind für regenerative Energie“ textete die WN damals.  Bei dem Auto handelte es sich um einen Peugeot iOn von Drive Carsharing, der uns vom Autohaus Rüschkamp zur Verfügung gestellt wurde. Joan Hendrik Rüschkamp engagiert sich seit mehr als 25 Jahren in Sachen Elektromobilität und ist Mitglied der ISOR und bei ruhrmobil-e. Der Peugeot – baugleich mit Mitsubishi iMieV und Citroen C Zero – war das erste in Großserie von namhaften Automobilkonzern hergestellte Elektroauto.

2011: Autohaus Rüschkamp stellt den ersten Peugeot iOn vor.

Beim Maifest 2012 legten wir den Schwerpunkt auf sicheres Radfahren in Senden. Gefährliche Stellen für Fußgänger und Radfahrer wurden ermittelt und der Gemeinde gemeldet. Beim Maifest konnten weitere kritische Stellen gemeldet werden. Die Gemeinde hat die Vorschläge geprüft und begonnen, die Gefahrenzonen zu verändern.

Halten und Laden: Die SolarChallenge Münsterland rastet in Senden. Elektroautos waren damals noch relativ klein. Smarts wurden von kleinen Firmen elektrifiziert, Hotzeblitze bekamen moderne Batterietechnik, die ersten Großerienfahrzeuge setzten sich langsam durch, aber auch die dreirädrigen CityELs waren noch verbreitet.

Der AK Mobilität der Agenda21Senden hatte auch noch im Mai anlässlich der Solarchallenge Münsterland  die Teilnehmer der Elektroauto-Rallye zu Gast. Sie präsentierten ihre Fahrzeuge am Brunnen. Die Gemeinde öffnete ihre Stromstelle, die Fahrer labten sich im Brunnencafé und in der Eisdiele. Fazit: Ladestationen müssen da eingerichtet werden, wo die Fahrer die vorhandene Infrastruktur nutzen können.

Die Zeit läuft – gemeinsamer Kinobesuch

An alle Stadtradler: Um mit gemeinsamer Freude ein paar Kilometer für unsere Gemeinde zu erstrampeln, haben einige von uns beschlossen, zum Al Gore Film am Sonntag nach Dülmen zu radeln. Um 11 Uhr wird da gezeigt: „Immer noch eine unbequeme Wahrheit – unsere Zeit läuft!“
Wir wollen um 9 Uhr an der Droste-zu-Senden-Straße, Kindertagesstätte an der Drachenwiese, starten, alle Stadt- und Klimaradler sind herzlich eingeladen mitzufahren. Der Film im Cinema in Dülmen geht auf die Initiative unserer Klimaschutzmanager im Kreis zurück.

Geld – ein Luftschloss des Vertrauens

Es gibt zwar eine begrenzte Einlagensicherung, die den kleinen Sparer absichert, ansonsten stehen hinter dem Geld, das uns der Staat zur Verfügung stellt, keine realen Werte.

Wir können mit Bargeld oder Buchgeld (Überweisungen etc.) nur solange etwas kaufen, wie alle dem Staat vertrauen und das System funktioniert. Die Stimmen mehren sich aber, dass das System auch zusammenbrechen kann, wenn irgendwelche Blasen (Spekulation, Immobilien usw.) so platzen, dass das Vertrauen nachhaltig gestört ist. Der Ruf nach Alternativen im Wirtschaftssystem wird  lauter, die Medien halten sich jedoch zurück, darüber zu berichten.

Eine beschränkte Möglichkeit als Alternative für den normalen Verbraucher kann das Streben nach größtmöglicher Autarkie sein. Sein Geld sollte man so anlegen, dass man mit seinen Investitionen möglichst unabhängig leben kann. Nahrungsmittel und  Energie sind Beispiele, wo man ansetzen kann. Ein Umdenken und Umlenken sollte politisch eingefordert werden.

Joachim f. Gogoll, alternativer Ökonom, ist zufrieden, die Diskussion in Senden war offen und, anregend. Es kamen Ideen zur Sprache, wie ein Normalbürger mit einer Verhaltensänderung anfangen kann, wenn die Politik versagt.

Eine rege Diskussion schloss sich an den kurzweiligen Vortrag des Volks- und Betriebswirtes Joachim F. Gogoll über Geld bei „Wirtschaft mit Kultur“ am 16. Mai 2018 an.

Eine kurze Zusammenfassung wird es hier geben.

WN: Ehemaliger Abgeordneter Winfried Nachtwei berichtet über Afghanistan – Abzug bedeutet Bürgerkrieg. Winfried Nachtwei nach Senden eingeladen

Foto: WN (winfried nachtwei afghanistan vortrag: ökumenischer arbeitskreis + arbeitsstelle gerechtigkeit und frieden Lüdinghausen, silke niemyer Pfarrerin)

Lüdinghausen – Über die Lage in Afghanistan referierte am Dienstagabend im Pfarrsaal St. Felizitas der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei vor rund 80 Zuhörern. Die anschließende Diskussion verlief teils sehr emotional.

Von Peter Werth

Donnerstag, 17.05.2018, 08:05 Uhr

Er gehört wohl zu den wenigen deutschen Politikern, die wissen, wovon sie reden, wenn es um Afghanistan geht. Winfried Nachtwei, von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter für die Grünen und sicherheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion, beschäftigt sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Parlament mit dem vom Krieg zerrütteten Land, das er in den vergangenen Jahren regelmäßig besucht hat.

Hier den Artikel in den WN lesen.

Eine Delegation der Initiative Friedenskreis der Agenda-Gruppe besuchte die Veranstaltung und vereinbarte mit Winfried Nachtwei einen Besuch in Senden. Bei seinem Vortrag hier soll die zivile Friedenssicherung im Vordergrund stehen. Der Termin wird nach den Sommerferien vereinbart.

Wirtschaft mit Kultur – Seminar zum Thema „Geld – was ist das eigentlich?“

Plakat von MilKa

Unser kleines Wirtschaftsseminar widmet sich dem Thema Geld. Jeder redet darüber – aber was ist das eigentlich? Unser Ökonom Joachim F.Gogoll aus Nottuln, jetzt im Ruhestand auch Mitglied bei der Agenda21Senden, hat sich über Hintergründe, Ernsthaftes und Kurioses zum Geld Gedanken gemacht und möchte diese in Senden bei KuKiS (ehem. Friedenskapelle) vortragen und als Volks- und Betriebswirt Fragen dazu beantworten.

Protokoll der Agenda-Sitzung vom 9. Mai 2018

Protokoll der Agenda-Sitzung  am 09.05.18

1. Rückblick Maifest

– Folgende Punkte sollten bei der Planung des nächsten Maifestes diskutiert werden:
* bei den E-Autos muß deutlich herausgestellt werden, dass es sich um einen reinen Beratungs- und keinesfalls um einen Verkaufsstand handelt
* Pfannkuchenstand evtl. erweitern (Brennnesselsuppe, vegane Burger,…)
* Getränke anbieten (regionale Säfte, Maibowle,…)
* Banner im Zelt oder sonst auffälliger anbringen (Agendastand deutlicher kennzeichnen)
* für Flyer u.Ä. Theos Stand nutzen
* für windfeste Befestigung gerüstet sein: Schnur/Leine, Klammern, Sicherheitsnadeln, Kreide,…
* evtl. Kasperletheater einstudieren/aufführen („Kasperle kauft ein E-Auto“; Bettina + Sven?)

  1. Elektromobilität – Lademöglichkeiten für Bewohner in Mietwohnungen sollen in einem Zeitungsartikel herausgestellt bzw. in einen bereits geplanten Artikel eingebunden werden.

– Um den Bedarf an Ladesäulen besser einschätzen zu können, wollen wir eine Liste potentieller Interessenten an E-Autos in Senden erstellen.

3. Glyphosat

– Für den geplanten Vortrag von Herrn Lintel-Höping konnte bisher kein Koreferent gefunden werden. Deshalb planen wir nun einen Agenda-internen Abend (mit wenigen zusätzlichen Interessenten) am 04.07.18 um 19.30Uhr in den Räumen der Kukis (Bernd fragt nach, ob der Raum auch wirklich frei ist). Der Referent läßt der Agenda zuvor den Datenstick zukommen, um ihn mit Laptop und Beamer abgleichen zu können.

4. Feinstaub

– Bernd hat eine neue Kategorie „Feinstaub“ auf unserer Agendaseite eingerichtet. Dort werden verschiedene weiterführende Links sowie monatlich Werners Messwerte hinterlegt.
– Erstrebenswert wäre eine größere Messdichte im kompletten Kreis Coesfeld, da bisher fehlende Werte einfach interpoliert werden. Deshalb planen wir eine Informationsveranstaltung mit den Klimaschutzmanagern der verschiedenen Gemeinden unter Absprache mit Petra Volmerg. Dort sollte eine mobile Box der Agenda vorgeführt sowie bei Bedarf der gebrauchsfertige Bau der Boxen durch die Agenda (Werner) angeboten werden. Werner erstellt ein entsprechendes Konzept.

5. Frieden

– Die Termine, an denen der Rathaussaal für einen Vortrag von W. Nachtwei frei ist, sind an den Referenten übermittelt.
– Am 15.05.18 spricht er bei einer Veranstaltung in Lüdinghausen, zu der wir Fahrgemeinschaften anbieten. Außerdem nehmen wir dort persönlich Kontakt zu ihm auf.

  1. Wohnungsbau– Zusammenfassung von Theo zum geplanten Projekt in Bösensell: Grundstückseigentümer ist verunsichert und meldet sich trotz mehrfacher Nachfrage nicht. Kurzfristig sind keine weiteren Entwicklungen absehbar, vielleicht aber längerfristig.
    – Im Wohngebiet Espelbusch, dessen Vermarktung und Erschließung voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen, ist kein Mehrgenerationenprojekt vorgesehen. Eine Konzentration auf das Gebiet Huxburg ist eine mögliche Konsequenz.
    – Wir sollten einen Plan erstellen, welche Elemente eine ökologisch sinnvolle, nachhaltige, lebenswerte und zukunftsträchtige Wohnsiedlung beinhalten müßte.
    – Außerdem wollen wir Herrn Hantmann von der DGS zu einem Vortrag über die Möglichkeiten der Nutzung von Solarenergie speziell bei Neubauten einladen.7. Preußenstadion

    – Die Agenda steht dem möglichen Bau eines Stadions in Bösensell vor allem aus ökologischen, aber auch finanziellen, sozialen und anderen Gründen sehr kritisch gegenüber. Deshalb unterstützt sie die bereits bestehende Gruppe gegen den Neubau in Bösensell. Erste Aktionen könnten sein: Teilnahme an der nächsten Ratssitzung (17.05.18 um 18Uhr), Verfassen von Leserbriefen, Gestaltung eines Aufklebers,…

    8. Stadtradeln

    – Karina ruft nochmals alle Agenda-Mitglieder dazu auf, sich beim diesjährigen Stadtradeln zu engagieren.

gez. MilKa

Neue Termine:

Agenda gesamt:            13.06.18 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
Wirtschaft mit Kultur16.05.18 um 19.30 Uhr in der Friedenskapelle Senden

 

Stadtradeln01. – 21.05.18
Vortrag Winfried Nachtwei15.05.18 um 19 Uhr Pfarrheim St. Felizitas LH
Film „Immer noch eine unbequeme Wahrheit“
v. Al Gore
15.05.18  Cinema Dülmen
Ratssitzung17.05.18 um 18 Uhr Rathaus Senden

 

Afghanistan – ein Land ohne Hoffnung. Sendener Friedenskreis bietet Mitfahrgelegenheiten nach Lüdinghausen an.

Zum Thema Afghanistan referiert am Mittwoch (15. Mai) der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei im Pfarrheim St. Felizitas. Eingeladen haben ihn (kl. Foto v.l.) Michael Kertelge für die Kirchengemeinde St. Felizitas, Pfarrerin Silke Niemeyer für die Evangelische Kirchengemeinde und Konrad Kleyboldt, Sprecher der Arbeitsstelle Gerechtigkeit und Frieden. Foto: pep/wer (WN)

Am Dienstag, den 15. Mai, referiert ab 19 Uhr der ehemalige Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei zum Thema Afghanistan in Lüdinghausen (s. Bericht in den WN am 9.5).  Durch seine Arbeit im Verteidigungsausschuss und durch verschiedene Reisen wurde Nachtwei zum Afghanistan-Experten. Zu dem Vortrag über “das eigentlich faszinierende Land – heute eins ohne Hoffnung” im Pfarrheim St. Felicitas bietet der Friedenskreis Senden Mitfahrgelegenheiten an. An der Mitfahrt Interessierte aus Senden sollten 18.20 Uhr am Busbahnhof sein.

Artikel in den WN

Werner Pfeil misst Feinstaub in Senden

WN, Di., 08.05.2018

Feinstaubmessung am Wohnhaus – Wissen, wie frisch die Luft wirklich ist

Die von den Geoinformatikern der Uni Münster entwickelte „Sensebox“ misst nicht nur Feinstaub, ihre Installation und Handhabung ist auch für Laien nachvollziehbar, betont Werner Pfeil.

Senden – Wie frisch ist die Luft wirklich? Diese Frage kann Werner Pfeil beantworten. Denn an seinem Haus hat er eine Messanlage installiert, die unter anderem die Feinstaubbelastung registriert. Als ein Faktor für hohe Werte kommt vor allem der Verkehr von Autos und Brummis in Betracht. Von Dietrich Harhues mehr…

Nächste Sitzung der Agenda-Gruppe am 9. Mai 2018

    Liebe Agenda-Mitstreitende,

nach dem gelungenen Maifest-Auftritt – allen Mitwirkenden danke ich noch einmal herzlich – naht schon unser nächstes Treffen am 9. Mai ab 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude.
Wir müssen sicher eine Nachlese machen, besprechen, was man besser oder anders machen kann. Auch über die Themen Frieden, Feinstaub, Glyphosat, Wohnungsbau, regenerative Energien wird wieder zu reden sein.
Die Tagesordnung kann von jedem spontan noch nach Bedarf erweitert werden.

Beste Grüße,
Bernd