WN: Sendener Agenda-Gruppe über neue Baugebiete

Planung nicht fit für die Zukunft

Senden – Bei Baugebieten wie der Huxburg und der Erweiterung des Wienkamps sollten die Herausforderungen durch Lärm, Klimaschutz und zukunftsfähige Mobilität bereits in der Planung stärker berücksichtigt werden. Darauf pocht die Sendener Agenda-Gruppe.

Von Sigmar Syffus, WN, Donnerstag, 03.01.2019

Bei der Erweiterung des Wienkamps (Foto) und der Huxburg sollten bereits planerisch andere Schwerpunkte gesetzt werden, mahnt die Sendener Agenda-Gruppe an.
Bei der Erweiterung des Wienkamps (Foto) und der Huxburg sollten bereits planerisch andere Schwerpunkte gesetzt werden, mahnt die Sendener Agenda-Gruppe an. Foto: Dirk Frerichmann

 

Wohnbaugrundstücke sind allerorten knapp, und für das neue Baugebiet „Huxburg“, das in den nächsten Jahren nördlich des Kralkamps entstehen soll, befinden sich schon über 1000 Häuslebauer in spe auf der Warteliste. Auch in Fortsetzung des Wienkamps soll ein neues Wohngebiet entstehen. Angesichts der laufenden Planungen befürchtet die Agenda-Gruppe Senden, dass aus ihrer Sicht manche Aspekte dabei nicht oder nur unzureichend berücksichtigt werden – insbesondere der Klimaschutz- und Lärmschutz sowie abgasfreie Mobilität. Die Agenda-Gruppe sammelt diesbezüglich Vorschläge aus der Bevölkerung, die zu einem Bürgerantrag gebündelt bei der Gemeinde Senden eingereicht werden sollen.

Nach Auffassung der Agenda-Gruppe ist die Bauleitplanung „Huxburg“ und „Wienkamp“ nicht zukunftsfähig. „Neue Wohnbauflächen in Senden brauchen neue Ideen Angesichts der vielfältigen gravierenden Probleme unserer Zeit“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Es müsse mehr bezahlbarer Wohnraum für Rentner und Normalverdiener und vor allem Familien mit Kindern geschaffen werden. Ferner seien die Auswirkungen des Klimawandels, der Bodenversiegelung sowie des Artensterbens stärker zu berücksichtigen. Alternative Wohnformen, zum Beispiel genossenschaftlicher Wohnraum wie der „Grüne Weiler“ in Roxel, Mehrgenerationenhäuser wie in Mecklenbeck, regenerative Wohn- und Gartenanlagen für Alt und Jung wie in der Klimakommune Saerbeck seien auch für Senden wünschenswert.

Der Einsatz „alternativer Energien“ und „regenerativer Grünkraft für Leib und Seele“, also Gestaltungen, die den belebenden Austausch zwischen den Generationen beim Gärtnern fördern, spielen in einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine zunehmend gewichtige Rolle, hebt die Agenda-Gruppe in ihrer Stellungnahme hervor. Von der gesamten zu bebauenden Wohnfläche von circa 16 Hektar seien im Baugebiet „Huxburg“ nur fünf Prozent Grünflächen und nur etwa zehn Prozent für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Das werde dem Bedarf in keiner Weise gerecht.

Anders als im Buskamp und Walskamp sei in „Huxburg“ bisher keine Klimaschutzsiedlung vorgesehen. Darüber hinaus macht sich die Sendener Agenda-Gruppe dafür stark, dass Bauherren im Sinne der Ökologie und des Artenschutzes klare Vorgaben bei der Gestaltung ihrer Grünflächen gemacht werden. Diese sollten naturnah, standortgerecht und insektenfreundlich sein.

Bei der Planung neuer Baugebiete werde der Fokus stark auf die Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs gelegt. Im Sinne einer „umweltfreundlichen Mobilität“, so die Agenda-Gruppe, seien die Schwerpunkte jedoch anders zu setzen. Es müssten gute und schnelle direkte Verbindungen für Radfahrer in den Ortskern und zu den Bahnhöfen Mecklenbeck, Albachten und Bösensell geschaffen werden. Auch die Frage, ob ein elektrisch betriebener Kleinbus für regelmäßige Fahrten in den Ortskern und zum Bahnhof Bösensell eingesetzt werden kann, sollte geklärt werden. Ebenso weitere Fragen wie: „Werden öffentliche Ladesäulen für E-Autos geplant?“ „Gibt es eine Park- und Ladeanlage mit PV-Bedachung als Stellfläche für Elektroautos im Carsharing? „Wird mit Rücksicht auf die Gesundheit an ausreichenden Lärmschutz gedacht?“

Lärm sei Stressfaktor Nummer eins und führt zu Folgeerkrankungen. „Wir haben mit 2700 Toten pro Jahr bereits annähernd so viele Lärmtote in Deutschland zu beklagen wie Verkehrstote“, heißt es in der Mitteilung der Agenda-Gruppe. Sie unterstreicht: Die Europäische Union habe bereits eine Umgebungslärmverordnung erlassen und fordere die Länder auf, Lärmaktionspläne aufzustellen.

 

Soziale Verteidigung – was fordert der BSV?

Soziale statt militärischer Verteidigung ist in vielen Fällen das geeignetere Mittel zur Lösung von Konflikten. 34  staatlichen Strukturen und zivilgesellschaftlichen Initiativen aussehen? Diese und viele weitere Fragen beschäftigten die Teilnehmer*innen des Kongresses.

Hier in der pdf-Datei weiterlesen:  IMG_20190101_0012

Fortsetzung auf Seite 2: IMG_20190101_0011

Auch Betreuer der Lokalen Agenda 21 war er am Anfang seiner Dienstzeit – Sebastian Täger seit 25 Jahren im Rathaus.

WN: Silberjubiläum: Bürgermeister Sebastian Täger blickt auf 25 Jahre im Sendener Rathaus zurück 

Senden – Im WN-Gespräch blickt Sebastian Täger auf 25 Jahre Dienst im Sendener Rathaus sowie die erste Hälfte seiner Amtszeit als Bürgermeister zurück.

Samstag, 22.12.2018, von Siegmar Syffus, WN

Bewerbungsfoto von Sebastian Täger. Kinder, wie die Zeit vergeht: Ende 1992 bewarb sich Sebastian Täger mit einem Passfoto bei der Gemeinde Senden für eine Ausbildung – als Inspektorenanwärter.  Gut fünf Jahre später betreute er von Seiten der Gemeinde die von BM Alfred Holz initiierte Agenda-Gruppe. Foto: Täger 

1993 trat Sebastian Täger seinen Dienst bei der Gemeinde Senden an. Damals als „Stift“ – als auszubildender Inspektorenanwärter. Seit 2015 ist er Bürgermeister und Chef im Rathaus, hat rund die Hälfte seiner Amtszeit absolviert. Anlässlich des 25-jährigen Dienstjubiläums fragte WN-Redakteur Siegmar Syffus nach, wie er berufliche Herausforderungen, Mitarbeiterführung, Familie und Hobbys unter einen Hut bekommt.

Lest den ganzen Bericht direkt in den WN.

WN: Gemeinde Senden zeichnet engagierten Einsatz für Flora und Fauna aus – Umweltschutz auf Beinen und Pfoten

Senden – Die Gemeinde Senden hat den Umweltpreis an fünf Einzelpersonen und Gruppen vergeben. Mit einem Sonderpreis wurde die Weimaraner-Hündin Cheila ausgezeichnet.

Von Hannah Harhues, WN, Dienstag, 18.12.2018 

Für ihren Einsatz wurde Anne Schulze Everding (vorne) mit dem ersten Platz des Umweltpreises belohnt. Ihre Weimaraner-Hündin Cheila erhielt als „Helferin auf vier Pfoten“ einen Sonderpreis. Foto: hha

Auf leisen Pfoten schleicht Cheila durch das Gebüsch, ihr hellgraues Fell verschmilzt mit den Schatten, ihre Beute hat sie fest im Blick, und gegen ihre gebleckten Lefzen hat niemand eine Chance: Die Weimaraner-Hündin erledigt in ihrem Stammrevier in der Venne alles, was ihr zwischen die Pfoten kommt – vor allem Müll. Denn als vierbeinige „Umweltpolizistin“ holt sie statt Stöckchen in der Natur zurückgelassenen Abfall und säubert so mit Frauchen Anne Schulze Everding die Wälder Sendens.Geehrt wurde die Spürnase darum am Montagabend mit einem Sonderpreis im Rahmen des Sendener Umweltpreises. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Gemeinde außergewöhnliches und vorbildhaftes Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. „Wir wollen besondere Vorbilder ehren, von denen man sich das ein oder andere abgucken kann“, lobte Bürgermeister Sebastian Täger den Einsatz der Umweltschützer.

Ihr Engagement fängt für viele der insgesamt fünf Preisträger schon direkt vor der Haustür an: Den heimischen Garten hegt und pflegt Cheilas Frauchen Anne Schulze Everding mit Liebe und Einsatz – und ganz ohne Chemie und Düngemittel. Dafür aber mit Unterstützung von vier fleißigen Schafen, die als natürliche Landschaftspfleger helfen, das 7,6 Quadratkilometer große Grundstück in Schuss zu halten. So finden Kleintiere und Insekten in einer Wildblumen- und Streuobstwiese und heimischen Sträuchern ein sicheres Zuhause. Belohnt wurde die leidenschaftliche Gärtnerin für diesen Beitrag zu Bewahrung der Artenvielfalt mit dem ersten Platz des Umweltpreises.

Ein Refugium für heimische Arten errichtete auch Karina Mildner in ihrem Garten im Herzen Sendens und verwandelte diesen nach und nach von einem reinen Ziergarten in ein naturnahes Paradies für heimische Arten. „Der hohe Grad an Engagement der Gartenbesitzerin ist hervorzuheben. Es handelt sich um einen nachahmenswerten Einzelbeitrag“, resümierte die Jury, bestehend aus Rolf Wiederkehr, Vorsitzender des Umweltausschusses, Agnes Wiesker, Werner Welslau und Eugen Kölker von den drei Heimatvereinen in der Gemeinde sowie Sendens Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg. Ihren Treppchenplatz teilte sich Karina Mildner bei der Verleihung des Umweltpreises mit Anne Schulze Everding.

Auch jugendliches Engagement wurde bei der Preisverleihung im DRK-Heim ganz groß geschrieben: Für ihre Unterstützung der Vogelwelt durch das Bauen von Nistkästen aus Holzresten wurde der „Schülergruppe Schloss der Edith-Stein-Schule“ der dritte Preis verliehen. Abgeräumt hat auch die Geschwister-Scholl-Schule, die seit 25 Jahren mit der Fahrradtour „Bike Up“ beweist, dass Klassenfahrten auch fast CO-neutral Spaß bringen. Dafür wurde die Sendener Realschule mit einem Sonderpreis belohnt.

Den Gedanken der Nachhaltigkeit lebt außerdem die Sendener Familie Schmidt, die seit vielen Jahren im Ortskern mit Nistkästen einen Zufluchtsort für Schwalben bietet und dafür mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. hha, WN

Die Agenda21Senden gratuliert Karina zu ihrem Preis und ist stolz, dass die Agenda-Gruppe so ein tatkräftiges Mitglied in ihren Reihen hat. Lokale Agenda bedeutet: vor Ort etwas anpacken und umsetzen. Karina tut das! 

Protokoll der Sitzung vom 12. Dezember 2018

  Protokoll der Agenda-Sitzung  am 12.12.18

1. Mayors for Peace

– Basierend auf dem Entwurf von Bernd regt die Agenda21Senden mittels Antrag an den Rat den Beitritt unseres Bürgermeisters zu den Mayors for Peace an.

2. Bauleitplanung „Huxburg“

– Ein weiterer Antrag an den Rat der Gemeinde Senden betrifft die Bauleitplanung des Wohngebietes „Huxburg“ (der von Wolfgang erstellte Entwurf wird überarbeitet und erweitert). Die Planung sollte von Anfang an partizipativer erfolgen (Bsp. Saerbeck). Um dieses und andere Wohngebiete zukunftsfähig zu gestalten, sind u.A. folgende Punkte zu berücksichtigen:

* dichtere Bebauung, einschließlich  Mehrgenerationenhäuser und sozialem Wohnungsbau
* Bevorzugung regenerativer Energien
* ökologische Grünflächen- und Gartengestaltung
* verkehrsberuhigtes Zentrum
* Verringerung der Lärmbelastung

3. Zusammenschluß der FI des Münsterlandes

– Für den 24.01.19 ist ein Treffen mit dem Ziel des Zusammenschlusses aller Friedensinitiativen des Münsterlandes geplant. Die Agenda wird sich vorläufig noch nicht aktiv einbringen, da die Arbeit über mehrere Orte hinweg erfahrungsgemäß zu kompliziert ist. Sie steht aber einer möglichen Online-Vernetzung positiv gegenüber.
– Unabhängig davon lädt die Agenda21Senden am 06.03.19 den Autor und Friedensaktivisten Jürgen Grässlin zu einem Vortrag nach Senden ein.

4. GiveBox

– Der ökomenische Jugendtreff Senden plant die Aufstellung einer GiveBox in Senden. Die Agenda unterstützt diese Idee und beteiligt sich an der Planung.

Neue Termine:

Agenda gesamt:            09.01.19 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
Wirtschaft mit Kultur16.01.19 um 19.30 Uhr in der Friedenskapelle Senden

 

Elektromobilitätsstammtisch30.01.19 um 19 Uhr „Große Teichsmühle“ Hausdülmen

 

Bauleitplanung mit mehr Bürgerbeteiligung

Pressemitteilung

Sendener Erweiterungsgebiete: Wienkamp (Dreieck hinten rechts am Kanal), Huxburg (ganz hinten links)                    Foto: Dirk Frerichmann, Senden

Bauleitplanung „Huxburg“ und „Wienkamp“ nicht zukunftsfähig – neue Wohnbauflächen in Senden brauchen neue Ideen

Angesichts der vielfältigen gravierenden Probleme unserer Zeit, die wir auch in Senden haben, wie:

– großer Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Rentner und Normalverdiener und vor allem Familien mit Kindern

– die immer stärkeren  Auswirkungen des Klimawandels

– die fortschreitende Bodenversiegelung und Flächenzersiedlung

– das massive Arten- und Insektensterben

– der immer noch zunehmende fossile Individualverkehr mit all seine Nebenwirkungen

müssen wir  feststellen, dass sie  bei den bisherigen Planungen nur sehr mangelhaft berücksichtigt wurden.

Andere Gemeinden weisen Bauprojekte auf, die in Senden offenbar unbekannt oder politisch nicht gewollt sind:

Alternative Wohnformen, z.B. genossenschaftlicher Wohnraum wie in Roxel https://www.gruener-weiler.de/ , Mehrgenerationenhäuser wie in Mecklenbeck, regenerative Wohn- und Gartenanlagen für Alt und Jung wie in der Klimakommune Saerbeck.

Der Einsatz „alternativer Energien“ und „regenerativer Grünkraft für Leib und Seele“, also Gestaltungen, die den belebenden Austausch“ zwischen den Generationen beim Gärtnern fördern, spielen in einer nachhaltigen Stadtentwicklung eine zunehmend gewichtige Rolle. Dazu werden von vorn herein andere Stadtentwicklungen benötigt, um diejenigen, welche in dem entwickelten Raum später leben werden, bereits von Anfang an in den Entwicklungsprozess einzubinden.

Das Institut für partizipative Stadtentwicklung (IPG) trifft diesbezüglich beispielsweise den Nerv des Zeitgeistes https://www.partizipativ-gestalten.de/beratung-von-bau-und-wohngemeinschaften/   und hat z. B. auch die Gemeinde Saerbeck dahin begleitet, wo sie jetzt steht – über 100% regenerativ.

Von der gesamten zu bebauenden Wohnfläche von ca. 16 ha sind im Baugebiet Huxburg nur 5% für Grünflächen und nur 10% für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Das wird dem Bedarf in keiner Weise gerecht und trägt zur weiteren Bodenversiegelung bei. Im Wienkamp sind nach dem neuen Bebauungsplan nur noch zwei Mehrfamilienhäuser vorgesehen.

In ehemaligen Baugebieten wie Busskamp und Waslkamp hat man kleine Bereiche als Klimaschutzsiedlung ausgewiesen, in der Huxburg ist das bisher nicht vorgesehen. Auch wenn die zur Zeit geltenden Bauvorschriften verschärft worden sind, haben die Vorgaben bei den geförderten Klimaschutzsiedlungen noch eine signifikant höhere Klimaschutzwirkung, da auch die Nutzung von erneuerbaren Energien vorgeschrieben wird. Hier sollte man auch zusätzlich in Betracht ziehen, dass Klimaschutzmaßnamen  bei Mehrfamilienhausbebauung sich wirklich gut rechnen lassen. Verantwortliches, zukunftsfähiges  Bauen würde heute bedeuten, das ganze Baugebiet zur Klimaschutzsiedlung zu machen.

Größere Bereiche des Baugebiets waren bisher Flächen einer Baumschule. Da auch die Gemeinde Senden in Zukunft mehr tun muss, um die nach wie vor steigenden Klimagase wieder einzufangen, werden wir tausende von Bäumen pflanzen müssen. Da stellt sich doch die Frage, ob für eine Ersatzfläche der Baumschule gesorgt worden ist.

Die moderne Gartengestaltung zeichnet sich heute durch viel Steine und Kies aus. Für die Ökologie und den Artenschutz ist das aber völlig kontraproduktiv. Hier sollten den Bauherren klare Vorgaben gemacht werden. Und auch die Gestaltung der Grünanlagen sollte naturnah, standortgerecht und insektenfreundlich durchgeführt  werden.

Bei allen Neubaugebieten ist immer eine der wichtigsten Fragen, wie die Straßenanbindung ist und ob es genug Stellplätze und Parkplätze gibt. Angesichts der Notwendigkeit einer umweltfreundlichen Mobilität müssten hier die Schwerpunkte mal anders gesetzt werden:

– wie schaffen wir gute und schnelle direkte Verbindungen für Radfahrer in den Ortskern und zu den  Bahnhöfen Mecklenbeck, Albachten und Bösensell?

– kann ein elektrisch betriebener Kleinbus regelmäßig in den Ortskern und zum Bahnhof Bösensell  fahren?

– werden öffentliche Ladesäulen für E-Autos geplant?

– gibt es eine Park- und Ladeanlage mit PV Bedachung als Stellfläche für Elektroautos im Carsharing?

– wird mit Rücksicht auf die Gesundheit an ausreichenden Lärmschutz gedacht? Lärm ist Stressor Nr. 1 und führt nachweislich zu Folgeerkrankungen wie Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen sowie Angststörungen und Depressionen.

Dies alles sollten die Verwaltung und auch die politischen Gremien bei ihrer Planung Huxburg und Wienkamp berücksichtigen. Die Agenda21Senden als Bürgerinitiative bittet Bürgerinnen und Bürger, denen eine Einflussnahme in diesem Sinne am Herzen liegt, um Stellungnahmen und weitere Anregungen in ihrem blog (als Antwort auf den Beitrag):

https://agenda21senden.de/2018/12/14/bauleitplanung-mit-buergerbeteiligung/

Nach einer gewissen Diskussionsphase soll dann Anfang des nächsten Jahres eine offizielle Anregung (Bürgerantrag) beim Rat der Gemeinde Senden eingereicht werden.

Langfassung

Lärm ist Stressor Nr. 1, führt zu Stress und Stressfolgeerkrankungen. Lärm geht auch bei „Gewöhnung“ ins Blut (die Werte für die Stresshormone Adrenalin und Cortisol steigen dauerhaft an) und führt z. B. zu Herz-, Kreislauf-, sowie Stoffwechselerkrankungen, Angststörungen und Depressionen. Wir haben mit 2700 Toten pro Jahr bereits annähernd so viele Lärmtote in Deutschland zu beklagen wie Verkehrstote. Die Zahlen und Auswirkungen sind höchst alarmierend. Die Europäische Union hat daher mit Recht eine Umgebungslärmverordnung erlassen und fordert die Länder auf, Lärmaktionspläne aufzustellen. Auch wenn sich Deutschland diesbezüglich in einem Rechtsverletzungsverfahren befindet, tut es dringend Not, darauf an allen Orten zu reagieren – gerade auch in Orten, in denen eine Bundesstraße den Ort teilt (wie in Senden die B 235) und der Gartenlärm durch schwere benzingetriebene Rasenmäher, Heckenscheren, Motorsägen, Laubbläser, etc. enorm ansteigt.