Protokoll der Sitzung vom 11. August 2021 (Gartentreff und online)


Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 11.08.21

1. Wahlpicknick

* Wahlfragen der Agenda werden von Bettina überarbeitet und evtl. ergänzt
* Joachm liefert Fragen zu Steuern, Frieden und Soziales nach
* möglichst nicht mehr als 2′ für jede Antwort
* evtl. vor jedem Thema eine passende Quizfrage, dazu jeweils fünf A, B, C-Schilder laminieren
* Werbung über soziale Medien und Plakat
* zum Grillen bestellen Bernd 100 Wild- und Bettina 100 vegane Würstchen
* falls es regnen sollte, stellen wir diverse Pavillons auf

2. Leihrad

* Wolfgang und Sven treffen sich am 12.08.21 um 11.30Uhr an der Fahrradwerkstatt und verteilen von dort die fertiggestellten Räder; anschließend um 13 Uhr Pressetermin an der Grundschule Bösensell

3. Waldführung

* Führung durch die Anpflanzung am Venner Moor während der Klimaschutzwoche bei Bedarf auf zwei Runden aufteilen
* Werbung durch Petra und zeitnahen Zeitungsartikel
* Bernd lädt zusätzlich alle Sponsoren und Helfer per E-Mail ein
* Karnevalsverein übernimmt wieder das Grillen von Wildwürstchen und den Verkauf von Getränken
* Sven bringt das Sponsorenschild in die Werkstatt des Forstamtes, wo ein entsprechendes Gestell gebaut wird

4. Hecken

* für die Hecken- bzw. Baumpflanzung an der Farwicksheide muss ein neuer Termin im Herbst gefunden werden
* das Heckenschild am Schloss soll im Herbst angebracht werden
* auch eine ca. 50m lange Lehrhecke am Schloss sollte noch im Herbst gepflanzt werden
* Andreas fragt nach Bildern/ Fotos der zu verwendenden Pflanzen

5. Rückenwindaufkleber

* Wolfgang bestellt 500 runde Aufkleber (zum Preis von ca. 250€)

6. Klimastreiktag

* für den globalen Klimastreiktag am 24.09.21 planen wir eine Ampeldemo in Senden mit selbstgestalteten Plakaten

Neue Termine:

Agenda gesamt: 08.09.21 um 18.30 Uhr als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Vorbereitung des Wahlpicknicks: 18.08.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

Wahlpicknick: 27.08.21 um 18 Uhr auf der Wiese an der evangelischen Kirche
Wirtschaft mit Kultur: 20.10.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden
und wenn möglich, vor Ort

 

Treffen der Agenda-Gruppe im August 2021

Das planmäßige Treffen der Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 11. August, ab 18.30 Uhr auch online unter https://t1p.de/agenda21senden statt. Auf der Tagesoerdnung stehen die Neuorganisation des Leihrad-Projekts, die Vorbereitung des Wahlpicknicks auf der Steverwiese und die Organisation der Waldführung am Venner Moor am Waldstück der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“. Auch über die Hecken am Sendener Schloss und die Bäume in der Farwicks Heide wird zu sprechen sein.

Dritter Anlauf des Leihrad-Projekts mit geänderten Regeln

Das ergänzte Info—–schild

Das Sendener Leihradprojekt läuft jetzt seit gut einem Jahr. Zu Anfang wurden je vier Fahrräder am Busbahnhof an der Autobahnauffahrt und am Bösenseller Bahnhof aufgestellt, um den Weg vom Bus zur Bahn zu erleichtern. Die Fahrräder sind gut angenommen worden, d.h. , sie wurden alle bewegt, aber leider nicht nur so wie geplant, viele wurden demoliert, einige sind verschwunden. Insbesondere das Anketten hat sich nicht bewährt, nicht jeder hat einen Einkaufswagen-Chip zur Entnahme benutzt, manche haben die Räder brutal aus der Halterung gerissen. Regelmäßig wurden defekte Räder eingesammelt, von fleißigen Helfern der Agenda-Gruppe, der Werkstatt der Flüchtlingshilfe und von Kolping Bösensell wieder fahrtüchtig gemacht. Da etliche Räder auch an anderen Stellen abgestellt wurden, haben die Initiatoren jetzt die Benutzungsregeln geändert: die Räder werden nicht mehr angekettet und können jetzt auch an jeder markierten Bushaltestelle in Bösensell (Grundschule) und Senden (Mönkingheide und Siebenstücken) abgestellt werden. Sie sollten aber spätestens nach 24 Stunden wieder der Allgemeinheit zur Verfügung stehen, bevorzugt an den beiden eigentlichen Haltepunkten am Bahnhof und am P&R-Autobahnparkplatz. Wer regelmäßig ein Fahrrad braucht, kann die Gruppe deswegen ansprechen. Die blau-weißen Räder sind Eigentum der Gemeinde Senden, sie gehören somit allen, die Bedarf für das Zurücklegen einer Strecke haben. Danach sollen sie wieder frei von jedem genutzt werden können. Alle Sendener, in erster Linie alle Bürgerinnen und Bürger aus Bösensell sollten daher ein Auge auf die Leihräder haben und Unregelmäßigkeiten der Gemeindeverwaltung (Tel. 02597 6990) melden. Die ehrenamtlichen Helfer werden von dort benachrichtigt und tun dann ihr Bestes. Fahrradspenden an die Sendener Flüchtlingshilfe sind jederzeit willkommen (info@fluechtlingshilfe-senden.de).

Freiwillige Fahrradbastler werden immer gesucht, bevorzugt auch in Bösensell. Die betreuenden Gruppen würden sich freuen, wenn die Anfangsprobleme durch die neue Nutzungsordung gelöst würden. Ab Donnerstag sind wieder frisch reparierte Räder am Start.  www.agenda21senden.de

 

Sendener Givebox – die lange Geschichte eines Geschenkeschranks

Gartenhaus Blockhaus Modus 177 x 171 cm

Die zweite Idee war ein Gerätehaus von Hornbach. Foto: Hornbach

 

… schließlich wird es ein schöner Schrank aus gutem Stahl. Ein Prachtstück! Bild: Könnt Ihr Euch sicher denken 😉

Gut Ding braucht Weile – ohne langen Atem geht in Senden nichts durch den Rat. Ich kann das immer gar nicht fassen und bewundere die, die das aushalten.

Bettina ist eine von denen, ich finde das bewundernswert. In einer Zeitleiste hat sie das Unglaubliche festgehalten:

Zeitleiste Givebox

 

Oktober 2018 Erste Sendener YouCom  >  Entstehung der Idee
   
Dezember 2018 Vorstellung der Idee im Zukunftsforum >“Kümmerer“ werden geworben.

Arbeitsgruppe wird gebildet

   
März 2019 Konzept ist erstellt (Felix Lindau ÖJT/ Projektleiter InSe/ Arbeit mit Geflüchteten Jugendlichen)

Arbeitsgruppe hat sich vorher mehrfach getroffen

   
Juni 2019 Vorstellung des Konzeptes im Gemeindeentwicklungsausschuss.

Einstimmige Zustimmung,

ABER: Alternative Standorte sollen geprüft werden

   
Juli 2020 Wiederaufnahme der Arbeit des Arbeitskreises.

Prüfungen und Begehungen alternativer Standorte haben ergeben, dass der ursprüngliche Standort der optimalste ist.

Austausch mit Givebox- Aktiven anderer Standorte.

Das Konzept wird überarbeitet.

   
Januar 2021 Das überarbeitete Konzept wird im Bau- Und Planungsausschuss vorgestellt.

 

„Die Givebox soll am Katholischen Pfarrheim in Senden aufgestellt werden. Nach einem Jahr soll evaluiert werden, ob der Standort angenommen wurde. Falls nein, soll ein Standort im Bereich Dallinghoff / gegenüber Brox geprüft werden. Abstimmungsergebnis: einstimmig“

 

Die Umsetzung kann beginnen.

   
Juli 2021 Die Arbeitsgruppe hat sich Corona-bedingt eingeschränkt getroffen.

Themen, wie zum Beispiel „Barrierefreiheit“, „Betreuung und Pflege der Givebox“, „Organisation des Aufbaus“ werden erörtert und umgesetzt.

Das Projekt soll auf ein breites Fundament an Unterstützern gestellt werden.

Weitere Aktive sind herzlich willkommen.

   
09. August 2021

17 – 18 Uhr

Nächstes Treffen des Arbeitskreises, im KuBuZ (Kindertreff im ev. Gemeindezentrum).

Der barrierefreie Zugang ist gewährleistet.

Herzliche Einladung zum Mitmachen!

Das erste Windrad in Senden lässt noch viel länger auf sich warten. Und noch länger gab es die absolute Mehrheit der Mehrheitsfraktion. Es lebt sich gut in Senden – ohne Frage!

Power Point Präsentation für BPA 2021(1)

 

 

Protokoll der Sitzung vom 14. Juli 2021


Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 14.07.21

1. Windkraft

* Wolfgang bittet seine Tochter, passend zu den Rückenwindplakaten einen Aufkleber in DIN A6 zu gestalten und informiert sich über Preise für ca. 100 Stück

* der Stoff für die Bauernlitfasssäulen kostet 25€/m2. Wir fragen noch einmal bei den örtlichen Landwirten nach entsprechendem Interesse. Evtl. ließe sich auch nur eine bedrucken, die dann „wandert“.  Joachim bestellt sie bei Bedarf.

* Die übrigen Pappplakate könnten evtl. als Grünen-Wahlplakate vor der Bundestagswahl aufgehängt werden. Wolfgang und Rolf fragen in ihrer Wahlkampfgruppe nach.

* Da die Vorranggebiete für Windkraftanlagen in Senden jetzt beschlossen sind, wollen wir Landwirte einladen, um den Status bei ihnen zu sondieren; Bernd spricht Rafael Kamlage und Marc Füstmann an.

2. Leihräder

* Wieder viele bewusst zerstörte Räder; dieser Vandalismus ist uns unverständlich!
* Die fertig lackierten Räder werden noch einmal überprüft; dazu treffen sich Bernd, Wolfgang, Thomas, Rolf und Werner (weitere Helfer sind willkommen) am Mittwoch, 21.07.21 um 14 Uhr in der Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe.
* Zukünftig sollen die Leihräder an allen örtlichen Bushaltestellen abgestellt werden; als Hinweis darauf hängen wir jeweils eines der kleinen Schilder dort auf.

3. Bäume und Hecken

* Bernd macht einen Termin mit Dr. Waldmann für das Anbringen des Heckenschildes am Schloss aus. Dazu wird dann auch die Zeitung eingeladen.
* Das Schild im Venner Moor wird während der Klimaschutzwoche in Verbindung mit einer Führung angebracht.
* Eine weitere, überwiegend kinder- und familiengerechte Führung könnte in dieser Zeit (16.-26.09.21) an der Neuanpflanzung im Hiegenbusch angeboten werden.

4. Wahlpicknick mit Wahlprüfsteinen

* Das Wahlpicknick soll am Freitag, 27.08.21 ab 18 Uhr stattfinden.
* Bernd schreibt die Bundestagskandidaten an. (Zugesagt haben bereits Johannes Waldmann, SPD, und René Arning, FDP)
* Die Bürger werden aufgerufen, Essen, Decken usw. mitzubringen, wir fragen aber auch beim Karnevalsverein nach, ob sie für zusätzliche Verköstigung (Grillgut, Getränke) sorgen wollen.
* Außerdem fragen wir bei der evangelischen Kirche nach Equipment und der Wiese.
* Die Attac-Gruppe überarbeitet ihre Wahlprüfsteine.

5. KlimaPakt Kreis COE

* Der Klimapakt hat zur Einreichung von Projekten aufgerufen, für dessen Verwirklichung Klimaschutzgruppen finanzielle u/o organisatorische Hilfe benötigen. Wir denken an die geplante Lehrhecke am Schloss, machen uns aber bis zur nächsten Sitzung noch weitere Gedanken.

6. Klimaschutzwoche

* kreisweite Klimaschutzwoche v. 16-26.09.21
* In diese Zeit fällt auch der globale Klimastreiktag der FFF-Gruppen; wir überlegen uns eine Aktion (z.B. kreisweite Fahrradsternfahrt)
* Außerdem wollen wir wieder E-Autos zeigen, evtl. im Rahmen einer bereits geplanten Aktion (z.B. Eröffnungsvortrag)

7. WmK

* Der nächsten WmK-Abend findet wieder im Oktober statt, wenn möglich als Hybrid-Veranstaltung (vor Ort und online). Dazu sondieren wir, ob die Räume der Kukis oder im Rathausnebengebäude frei sind.
* Die Termine dazwischen nutzen wir für die Vorbereitung des Wahlpicknicks.

Neue Termine:

Agenda gesamt: 11.08.21 um 18.30 Uhr als Videokonferenz über

https://t1p.de/agenda21senden

Aufarbeitung der Leihräder: 21.07.21 ab 14 Uhr in der Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe
Vorbereitung des Wahlpicknicks: 21.07.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

Wirtschaft mit Kultur: 20.10.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden
und wenn möglich, vor Ort

gez. MilKa

Einladung zum planmäßigen Treffen im Juli 2021

  Die planmäßige Sitzung der Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 14. Juli, ab 18.30 Uhr noch einmal online statt unter https://t1p.de/agenda21senden. Auf der Tagesordnung stehen die Windkraft in Senden, die Umstrukturierung des Leihrad-Projektes, Baum- und Hecken-Aktionen sowie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl und das „Wahl-Picknick“.

WN: Erster Info-Abend zur Ausweisung von Windkraft-Zonen

Als Bürgermeister initiierte Alfred Holz vor 23 Jahren die Gründung einer Agenda-Gruppe in Senden (Anm. der Agenda21Senden).

WN am 1.7.21: Altbürgermeister führt Kritiker an

Bericht von Dietrich Harhues

Auftakt von drei Versammlungen: Info-Abend zum Thema Windkraft in der Bösenseller Sporthalle. Moderatorin Tomke Menger (kl. Bild, v.l.), Dr. Martin Schröder, Sebastian Täger, Klaus Stephan, Christoph Bolle und Thomas Fiebig bildeten das Podium. (di)

Auftakt von drei Versammlungen: Info-Abend zum Thema Windkraft in der Bösenseller Sporthalle. Moderatorin Tomke Menger (kl. Bild, v.l.), Dr. Martin Schröder, Sebastian Täger, Klaus Stephan, Christoph Bolle und Thomas Fiebig bildeten das Podium. (di) Von Dietrich Harhues

SENDEN. Der Fußball-Klassiker hatte das Nachsehen gegenüber den Windkraft-Informationen. Zumindest für rund zwei Dutzend Bürger (etwas weniger, als sich angemeldet hatten), die sich am Dienstagabend in der Sporthalle in Bösensell einfanden. Während sie dort die ungenutzten Chancen der DFB-Elf verpassten, wahrten sie die Möglichkeit, ihre Positionen zu Protokoll zu geben. Um im Bild zu bleiben: Die Begegnung zwischen Verwaltung und Fachleuten auf der einen sowie den Windkraft-Betroffenen oder -Interessierten auf der anderen Seite verlief insgesamt sportlich, ohne Fouls und gelbe Karten. Was nicht heißt, dass das Team der Bürger nicht manche Offensive startete, als nach ausführlicher Vortragsrunde die Fragen erlaubt waren.

Als Erster übernahm Alfred Holz die Rolle des „Stürmers“. Er schoss eine ganze Salve von Fragen auf das Podium ab, das Dr. Martin Schröder, Fachanwalt für Verwaltungsrecht in der Kanzlei Wolter – Hoppenberg, Thomas Fiebig vom Stadtplanungsbüro Drees und Huesmann sowie Bürgermeister Sebastian Täger, Beigeordneter Klaus Stephan und Christoph Bolle aus dem kommunalen Fachbereich Planen bildeten. Altbürgermeister Holz kritisierte die Taktik der aktuellen Verwaltungsspitze: Er halte es für „nicht fair“, dass am vorigen Donnerstag – wie berichtet – das Szenario der Vorrangzonen für den fortzuschreibenden Flächennutzungsplan und seine Offenlage politisch beschlossen worden seien und erst im Anschluss Bürgerversammlungen durchgeführt werden. „In über 30 Jahren, in denen ich bei der Gemeinde tätig gewesen bin, haben wir das noch nie gemacht“, prangerte der Altbürgermeister an. Sein Nachfolger schoss den Ball zurück: „Ganz so ist die Sache nicht.“ Täger betonte, dass das Verfahren nicht mehr am Anfang stehe und es jetzt gelte, aus den Versammlungen „Ideen mitzunehmen“. Info-Abende in den Jahren 2015 beziehungsweise 2018 hätten auch auf einer Vorauswahl von Potenzialflächen aufgebaut, entgegnete Bürgermeister Täger.

Bewohner des Außenbereichs pochen auf mehr Schutz

Bei der planerischen Herleitung machte Alfred Holz den Einwand geltend, dass Gebiete der Kategorie Naherholung/Tourismus ausgenommen würden, während sich die Bewohner im Außenbereich „mit 450 Metern Abstand begnügen müssen“. Bei einem Bestand von 700 Gebäuden im Außenbereich seien etwa 2100 Menschen von dieser Vorgabe betroffen, rechnete Holz vor. Vier Gebiete, unter anderem an Stever, Alter Fahrt und Davert, brächten es auf einige Hektar Fläche, die unter dem Vorzeichen des Gesamtziels, der Windkraft substanziell Raum zu geben, anders hätten verteilt werden können. Das aktuelle Baulandmobilisierungsgesetz räume gerade dem Außenbereich prinzipiell Entwicklungschancen ein, die den Eigentümern in Senden aber nicht zugebilligt würden, beanstandete der Altbürgermeister weiter. Der die Bösenseller Gärtnersiedlung dafür als konkretes Beispiel nannte.

Die bisherige politische Entscheidung, Flächen in Gebieten der Naherholung/Tourismus zu verschonen, hatte auch im weiteren Verlauf der Sitzung und zuvor für kritische Anmerkungen gesorgt.

»Dann haben wir ein Problem.«

Beigeordneter Klaus Stephan pocht darauf, dass der FNP vor Gericht Bestand haben muss

Zur Frage, wie die Diskrepanz zwischen der Vorgabe des Landesentwicklungsplans (LEP) mit 1500 Metern Abstand und der Anpassung des Baugesetzbuchs für NRW mit 1000 Metern einzuordnen sei, antwortete Dr. Schröder mit unterschiedlichen Adressaten der Regelungen. Die 1500 Meter seien ein politischer Kompromiss. Würde diese angewandt, stelle sich die Frage, ob die Gemeinde der Windkraft ausreichend Potenzial ausweist, gab der Jurist noch zu bedenken. Die 1500-Meter-Maßgabe sei auch nicht zwingend, sondern ein Grundsatz, der sich im Zuge der Gesamtabwägung als nicht durchschlagend erweisen könne, betonte Klaus Stephan, Beigeordneter und Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt.

Stephan erinnerte daran, dass der Gesetzgeber den Kommunen aufgebe, der Windkraft substanziell Raum einzuräumen. Sollte ein fehlerhaft zustande gekommener Flächennutzungsplan vor Gericht scheitern, so entfiele damit die Möglichkeit der Gemeinde, die Ansiedlung überhaupt noch zu steuern. „Dann haben wir ein Problem.“

Bericht zu den weiteren Windkraft-Info-Abenden folgt

Sendener Leihräder: die Flotte wächst

Ungeachtet der Tatsache, dass nicht jede_r in Senden richtig mit den Leihrädern umgeht, wächst ihre Zahl. Wem gehören sie eigentlich? Allen, die sie zweckbestimmt gebrauchen. Besitzer ist, wer drauf sitzt, steigt sie/er ab, gehören sie wieder allen. Deswegen sollten sie pfleglich behandelt werden und da abgestellt werden, wo sie der oder die Nächste gebrauchen kann. Ist etwas nicht in Ordnung, soll man die Gemeinde anrufen.

Noch einmal wurden acht Räder hergerichtet, sie wurden frisch in den Sendener Farben lackiert. Es folgt die technische Überprüfung durch die Werkstatt der Flüchtlingshilfe.

Initiative Rückenwind in Senden besucht Umweltausschuss

Wir konnten die massenhafte Anti-Werbung gegen Windkraft in Senden nicht mehr tatenlos ertragen und gründeten die Initiative Rückenwind. Es wurden Plakate in Auftrag gegeben und in allen drei Ortsteilen aufgehängt. Privatpersonen können sie erwerben und auf ihrem Grundstück aufhängen.

Am Eingang der Steverhalle zeigten wir sie vor der Sitzung des Umweltausschusses am 24.6., als die Windkraft in Senden thematisiert wurde. Auch als Zuschauer der Sitzung bauten wir sie vor uns auf. Endlich – nach mehr als acht Jahren – wird Windkraft auch in Senden möglich werden, so wenig wie möglich nach der derzeitigen Gesetzeslage in NRW und einem entsprechenden Gerichtsurteil.

WN dazu am 26.6.21

Einstimmiges Votum im Umweltausschuss

Rückenwind für die Windkraft

Senden. Abschluss einer Etappe auf einem Planungsmarathon: In einer Sondersitzung segnete die Kommunalpolitik das Flächenszenario für mögliche Windkraftanlagen ab. Nur eine Partei verweigerte die Zustimmung.

Von Dietrich Harhues,

Die Sondersitzung des Umweltausschusses zum Thema Windkraft verfolgten auch einige Zuschauer. Fo-to: di   (Lie, A21S: Ganz hinten im Vordergrund die Vertreter der Agenda21Senden mit den Plakaten)

Rückenwind für die Windkraft: Auf dem politischen Langstreckenlauf, Potenzialflächen für Windräder in Senden auszuweisen, wurde mit der Sondersitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität, eine Etappe abgeschlossen. Einstimmig beschlossen die Mandatsträger, auf der 21. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Senden mit dem von der Verwaltung mit Fachbüro erstellten Szenario voranzuschreiten. Alle Fraktionen stimmten für die üppige Vorlage, deren Anlagen es auf mehrere Hundert Seiten bringen. Außer der FDP. Sie äußerte Bedenken und enthielt sich der Stimme.

Erstaunlich kurz währte die politische Debatte. Die aber auch erst einsetzte, nachdem Jurist Thomas Tyczewski von der Kanzlei Wolter/Hoppenberg und Thomas Fiebig vom Stadtplanungsbüro Drees und Huesmann die bisherigen Stationen der Planung Revue passieren ließen und einordneten. Eine lange Geschichte, die am 2. Juli 2013 mit dem Aufstellungsbeschluss zur 21. Änderung des „sachlichen Teilflächennutzungsplans Windenergie“ im FNP begann. Schon damals, erinnerte Bürgermeister Sebastian Täger an eine Äußerung seines Amtsvorgängers Alfred Holz, wollte man bei diesem Thema weiter sein. Es fehlten aber „die eindeutigen Vorgaben an die Kommen“ zitierte Täger aus einem WN-Bericht. Die Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die Gemeinde bewegt, seien nun aber durch Rechtssprechung sowie durch Bundes- wie Landesgesetzgebung abgesteckt. Demnach sei nunmehr von einem pauschalen Mindestabstand von 1000 Metern zu geschlossenen Wohnbebauung auszugehen. Für einzelne Gebäude im Außenbereich werden 300 Meter als immissionsschutzrechtlicher Abstand plus Rotorlänge angesetzt, den die Gemeinde um einen „Vorsorgepuffer“ von weiteren 100 Meter vergrößert.

Dass die Suche nach Parzellen, auf denen sich Windkraftanlagen gen Himmel strecken dürfen, über ein Ausschlussverfahren abgelaufen ist, stellte Ausschussvorsitzender Marc Sandbaumhüter (CDU) am Anfang der Sitzung heraus.

Dass am Ende dieses Prozesses aber etwa zehn Prozent des zur Verfügung stehenden Gebietes als möglicher Ansiedlungsraum stehen muss, betonten Tyczewski und Fiebig mit Blick auf einschlägige Gerichtsurteile.

Suchraum durch Vorgaben verringert

Unterm Strich kommt bei der neu ermittelten Flächenkulisse ein Wert von 11,8 Prozent heraus, was 244 Hektar von insgesamt 2073 Hektar entspricht. Der Gesamt-Suchraum wurde durch den Ausschluss von Flächen für die wohnbauliche oder gewerbliche Entwicklung und durch das Tabu-Kriterium Wald (neben Naturschutz und FFH-Gebieten) verringert.

Weshalb Philipp Scholz für die Grünen bedauerte, dass sich in Senden auf dieser Grundlage künftig „wohl nicht all zu viele Windräder drehen werden“. Aber die Herleitung und die Abwägung der Bedenken und Anregungen seien „plausibel und nachvollziehbar“, weshalb die Grünen dem Szenario zustimmten.

Dass die Verwaltung samt Büros die Ausweisung schlüssig erarbeitet und die Einwendungen gut abgewogen hätten, würdigte auch Prof. Dr. Martin Lühder (CDU). Er sagte: „Ich bin stolz darauf, dass wir heute hier stehen.“ Das Szenario diene dazu, Windkraft zu ermöglichen, aber die „Bürger nicht über Gebühr zu strapazieren“, so Lühder. Der offen einräumte: „Natürlich gibt es Beeinträchtigungen durch Windräder.“

Bürgermeister Sebastian Täger, der auf die im Rat einstimmig verabschiedete Klimaresolution hinwies, pochte auf ein sorgfältiges Vorgehen (auch wenn es Zeit gekostet habe) und den Dialog mit den Bürgern. Denn: „Wir müssen damit rechnen, dass es Gegenwind gibt.“