
Senden. Im Dezember 1999 wurde die lokale Agenda21 in Senden gegründet. Man wollte an der Entwicklung Sendens mitarbeiten. Themen wie Umwelt und Landwirtschaft fand man damals wichtig, aber auch Soziales, Jugend, Bildung und Kultur waren Themen, bei denen man mitreden wollte. Ab 2003 wurde die Arbeit in einem Arbeitskreis konzentriert. Er sollte sich in den Prozess der Erstellung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes einbringen. Für diese neue Art der Bürgerbeteiligung war damals von Seiten der Gemeinde auch Sebastian Täger zuständig, Rat und Verwaltung unterstützten diesen Prozess. Seit 10 Jahren ist nun die Klimaschutzmanagerin Ansprechpartnerin der Gemeinde für die Agenda21Senden, Umwelt- und Klimaschutz sind vorrangig die Themen der Kooperation. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine muss sich die Gemeinde nicht mehr nur auf bedrohliche Klimaereignisse einstellen, sondern auch auf die Bedrohung durch Aggression. In Leserbriefen wird die öffentliche Beschäftigung mit dem Zivilschutz eingefordert. Zur Verteidigungsfähigkeit und Kriegstüchtigkeit gehört zwangsläufig auch der Zivilschutz. Damit ist auch in Senden die Diskussion über Krieg und Frieden entbrannt. Frieden ist Voraussetzung für effizienten Klimaschutz. Frieden ist Voraussetzung für ein Leben in Freiheit und Menschenwürde. Daher setzt die Agenda-Gruppe als ersten Punkt auf die Tagesordnung die Frage: Zivile oder militärische Friedenssicherung bzw. Abrüstungsdiplomatie oder Abschreckung durch Aufrüstung als Weg zum Frieden. Im zweiten Tagesordnungspunkt geht es dann um Zivilschutz in Senden konkret, also um den Schutz der Sendener Bevölkerung im Falle eines Krieges oder einer aktuellen Klimakatastrophe. Wie werden die Menschen informiert, wie müssen sie sich selbst vorbereiten, was tut die Gemeindeverwaltung? Wie ist die Versorgung gesichert, wie bereiten sich Handel und Landwirtschaft auf den Krisenfall vor? Wie bleibt die Kommunikation erhalten, wenn Computer und Handy ausfallen? Dritter Tagesordnungspunkt ist die Vorbereitung eines Wirtschaftsseminars zu folgenden Fragen: Wie abhängig ist Deutschland von den USA bei der Energieversorgung? Wie abhängig sind Deutschland und Europa von der Ukraine bei der Nahrungsmittelversorgung? Weitere Themen können vorgeschlagen werden. Die Sitzungen sind immer öffentlich, Gäste aus anderen Orten sind willkommen. Die regelmäßigen Treffen der Agenda-Gruppe finden aus terminlichen Gründen ab Januar 2026 immer an jedem zweiten Dienstag im Monat statt. Die Uhrzeit bleibt bei 18.30 Uhr, Ort bis auf weiteres die Gaststätte „Zeus“ am Kirchplatz. Erster Termin ist der 13. Januar.
Einladung in den WN
