Krieg, Frieden, Gerechtigkeit – was man in Senden auch diskutieren sollte.

Ohne Frieden ist alles nichts!

Frieden kommt nicht von allein, Frieden muss geschaffen sein!

Sprüche, die gerade jetzt wieder volle Gültigkeit bekommen. Aus der Agenda-Arbeit heraus wurde der Friedenskreis Senden – sehr aktiv in den 1980ern – neu gedacht und inzwischen als eigenständige Gruppe neu gegründet. Es gab auch schon einige Aktivitäten, nämlich zwei Vorträge vom ITP, dem Institur für Theologie und Politik, desweiteren über einen Film engeren Kontakt zu CIR, der Christlichen Initiative Romero.

Hier meine Quintessenz und eine Reaktion, die mich zu einem Dilemma gebracht hat, über das ich reden möchte. Ich würde vorschlagen, dass wir uns zur planmäßigen Agendasitzung am 9. Juni treffen mit dem einzigen Tagesordnungspunkt: Wiederbelebung einer Friedensinitiative in Senden zum Austausch und zum Planen weiterer Aktionen.
Drohnen und andere digitalisierte Waffensysteme arbeiten mit Algorithmen. Kriegführung mit Algorithmen kann nicht zwischen Soldaten und Zivilisten unterscheiden. Sie ist schnell und umso effektiver, je höher man die Kollateralschäden einstellt. Das nennt man dann den totalen Krieg. Gerecht ist er dann prinzipiell nicht, also völkerrechtswidrig, das Töten wird zum Morden an den Zivilisten. Menschen müssen das wissen, Christen können sich dafür nicht entscheiden.

Viel GRÜNE und ehemalige Friedensbewegte haben sich von der Friedensbewegung verabschiedet. Sie fordern für sich ein Recht auf Verteidigung des Staates, da die Welt von „Schurken“ beherrscht wird, die auf Verträge keine Rücksicht nehmen und denen das völkerrechtswidrige Verhalten einschließlich Völkermord egal ist. Androhen von verteidigender Gewalt sei das einzige, was sie von einem Angriff abhalten könne. Dazu sei es gut, wenn auch Drohnen bei uns verfügbar seien, auch wenn man damit bei der Verteidigung Kollateralschäden verursache. Was sagt ihr zu diesem Recht auf Verteidigung? Ich sehe da ein Dilemma.

Evelyn schlägt vor: Vielleicht sollten wir – diejenigen, die am Wochenende am Stand der Agenda21Senden waren und diejenigen, die an einer Friedensarbeit interessiert sind, uns mal zusammensetzen und uns über die Erfahrungen am Stand austauschen. Kurzes Feedback von mir: die Idee mit den Fragen und dem Ankreuzen als „niederschwelliges“ Gesprächsangebot war gut, die Fragen könnten durch ein Statement „Zusammenhang Rüstungsausgaben und wirtschaftlicher Niedergang“ ergänzt werden, bei den verteilten Punkten spiegelt sich die Polarisation der Menschen wieder. Über einen persönlichen Austausch würde ich mich freuen. Vielleicht können wir uns beim Vortrag am 21.5. über einen Termin abstimmen ( ich kann Montags nicht, weil da FI Treffen in Nottuln ist und vom 5.6.-13.6. bin ich im Urlaub, aber sonst bin ich terminlich flexibel.

Es geht vor allem um die Fragen: wieviel Spielraum für Zukunftsinvestitionen bleibt noch? 2% Rüstungsausgaben bedeutet nicht: 2% vom Bundeshaushalt… sondern vom BIP….das verstehen viele nicht. Und: wieviel % vom Bundeshaushalt werden für Rüstung und Schuldzinsen ausgegeben…. Für Investition in Schulen etc. bleibt bald nichts mehr übrig. Die Frage mit Wirtschaft ohne Wachstum ist für mich eine andere Baustelle.

Könnten wir nicht ein Treffen außerhalb der Agenda machen?  Ich glaube man sollte den Friedenskreis unabhängig von der Agenda machen.

Wir versuchen das mit einem ersten Treffen im Juli. Kommunikation nur noch über die Signalgruppe „Friedenskreis Senden“.

Von der CIR (Christliche Initiative Romero) waren wiram 2.6. zu einem Film eingeladen.

In den 1960er Jahren breiteten sich in ganz Lateinamerika revolutionäre Bewegungen gegen Diktatoren und Regierungen aus. Die Befreiungstheologie, eine Richtung der christlichen Theologie, inspirierte Millionen von Christ*innen dazu, sich den Revolutionen anzuschließen. Die Dokumentation „The Gospel of Revolution begleitet einen belgischen Pastor, der in der Gegenbewegung in Nicaragua kämpft, nimmt die Zuschauenden mit auf eine Reise in revolutionäre Bewegungen in El Salvador, Brasilien, Nicaragua und Mexiko. Ein Film über Kraft und Konflikt durch und mit dem eigenen Glauben.

„Die Romero Initiative (CIR) zeigte den Film „The Gospel of Revolution“ am Dienstag, 2. Juni, um 19:30 Uhr zusammen mit dem Institut für Theologie und Politik, Pan y Arte und Pax Christi

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