Ergebnisse der Besichtigungstour zu Gefahrenstellen für Radfahrer in Senden. Polizei: Besonders wichtig ist die Kommunikation – auch im Straßenverkehr!

Problemzone am Kriegerdenkmal: Radfahrer dürfen nicht die Fußgängerampel nutze n.

Problemzone am Kriegerdenkmal: Radfahrer dürfen nicht die Fußgängerampel nutze n.

Zusammen mit den beiden Ortspolizisten, Herrn Wehrland und Herrn Rüdiger, und Gästen aus den drei Ortsteilen machte die Sendener Agenda-Gruppe am Dienstag, den 3. November, eine kleine Radtour zu einigen für Radfahrer neuralgischen Punkten in Senden. Schon auf dem Weg vom Rathaus zur Kreuzung der B235/Wilhelm-Haferkamp-Straße fiel eine Barriere auf einem Weg am Anton-Aulke-Ring  auf, die für RadfahrerInnen mit Anhänger viel zu eng und auch noch überschneidend gebaut ist. Das sollte nach Aussage des ADFC-Mitglieds Clemens Rave schon längst nicht mehr sein.

Für Radfahrer sehr schwierig, mit Anhänger unmöglich: Umlaufsperre zur Wilh.-Haverkamp-Straße.

Für Radfahrer sehr schwierig, mit Anhänger unmöglich: Umlaufsperre zur Wilh.-Haverkamp-Straße.

An der Bundesstraße wurde angemerkt, dass die Standflächen vor den Ampeln dem morgendlichen Schülerverkehr nicht gewachsen sind, so dass hier oft bei Rot die Bundesstraße überquert wird. Wolfgang Dropmann von der Agenda21Senden regte an, die Geschwindigkeit für den Autoverkehr hier auf 50 km/h zu begrenzen. Die Polizisten wiesen darauf hin, dass dann, wenn sich alle an die Verkehrsregen hielten, diese Stelle eigentlich wenig unfallträchtig sei. Man war sich aber einig, dass man durch eine geeignete Verkehrsführung und entsprechende bauliche Maßnahmen das Einhalten der Regeln  den Passanten leichter machen sollte.

Hier an der Bundesstraße wird es den Schülern schwer gemacht, die Regeln einzuhalten. Die Standfläche vor der Ampel ist viel zu klein.

Hier an der Bundesstraße wird es den Schülern schwer gemacht, die Regeln einzuhalten. Die Standfläche vor der Ampel ist viel zu klein. Oft wird die Straße bei Rot überquert. Wir fordern hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h.

Auch der Schulweg von der Mönkingheide über die Brücke sei problematisch, weil vor allem Jugendliche im Schwung des Abwärtsrollens oft Verkehrsregeln missachteten. An der Kreuzung Münsterstraße am Kriegerdenkmal erklärten die Polizisten, dass Radfahrer hier die Grünphase des Autoverkehrs nutzen müssten, da die Fußgängerampel mit den „Ampelmännchen“ für Radfahrer nicht gilt. Letzter angefahrener Gefahrenpunkt war der Kreisverkehr bei der Einmündung Niesweg.

Vom Niesweg auf die Appelhülsener Straße zu gelangen, ist bei starkem Verkehrsaufkommen fast unmöglich.

Vom Niesweg auf die Appelhülsener Straße zu gelangen, ist bei starkem Verkehrsaufkommen fast unmöglich.

Von dort kommend sei es sehr schwierig, die Gartenstraße zu überqueren, um den Kreisverkehr in der richtigen Richtung zu erreichen. Radfahrer Richtung Bulderner Straße sollten den Radweg auf der linken Seite nutzen (ein Schild erlaubt dies), um dann erst vor Lidl die Bulderner Straße zu queren. Hier kam der Vorschlag von der Polizei, das Ende der Nutzung des linken Radwegs durch ein Schild deutlich zu kennzeichnen und Querungsstriche auf die Fahrbahn zu bringen. Aus Bösensell kam die Anregung, breite Radwege, die in beiden Richtungen genutzt werden, mit einem Mittelstreifen zu markieren. Zum Problem der Behinderung durch geparkte Anhänger und Wohnmobile merkten die Kommissare an. Dass das Abstellen im öffentlichen Raum nicht verboten sei, die Gemeinde könne aber bei langfristigen Behinderungen die Halter auffordern, woanders zu parken.

Die Polizei - Dein Freund und Helfer. Die Sendener Polzisten sind nicht nur hilfs- sondern auch stets gesprächsbereit.

Die Polizei – dein Freund und Helfer. Die Sendener Polzisten sind nicht nur hilfs- sondern auch stets gesprächsbereit.

Die Polizei wünscht sich übrigens neben dem Einhalten von Regeln eine bessere Kommunikation der Verkehrsteilnehmer miteinander. Blickkontakt sei dabei besonders wichtig. Auch klärende Gespräche der Betroffenen seien bei Behinderungen hilfreich und wünschenswert. Polizei und Ordnungsamt suchten den Kontakt zu den Bürgern, für Ortstermine an kritischen Stellen seien sie jederzeit ansprechbar und gingen Hinweisen nach. Die Agenda21Senden wird demnächst bei konkreten Anlässen zu Bürgergesprächsrunden einladen, um die Kultur der Konfliktlösung durch Reden miteinander wiederzubeleben.

2 Gedanken zu „Ergebnisse der Besichtigungstour zu Gefahrenstellen für Radfahrer in Senden. Polizei: Besonders wichtig ist die Kommunikation – auch im Straßenverkehr!

  1. Bernd Lieneweg Beitragsautor

    Stellungnahme der Gemeindeverwaltung:
    Bezüglich der Diagonalsperre an der Wilhelm-Haverkamp-Straße habe ich die Rückmeldung erhalten, dass eine neue Sperre bereits seit einiger Zeit beim Bauhof steht, aber aufgrund von Problemen mit den Anwohnern bisher noch nicht eingebaut worden ist. Mein Kollege hat mir zugesagt, sich der Thematik zeitnah nochmal anzunehmen.

    Freundliche Grüße
    Gemeinde Senden
    Der Bürgermeister
    Im Auftrag

    Holger Bothur

    Fachbereichsleiter
    Bürgerservice, Ordnung und Soziales
    Münsterstraße 30
    48308 Senden
    Tel.: 02597 699-108
    Fax: 02597 699-100
    E-Mail: h.bothur@senden-westfalen.de
    Internet: http://www.senden-westfalen.de

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  2. Bernd Lieneweg Beitragsautor

    Hallo Herr Lieneweg,

    uns sind diese Stellen nicht nur bekannt, sondern bei allen Stellen sind auch bereits Abhilfen (teilweise aber schon über einen längeren Zeitraum) in Planung. Die Diagonalsperre zur Wilhelm-Haverkamp-Straße wird durch eine neue Sperre ersetzt (rot-weiß), die bereits beim Bauhof liegt. Allerdings gibt es dort wohl noch Abstimmungsbedarf mit den Nachbarn. Mein Kollege hat zugesagt, sich darum nun auch zeitnah zu kümmern. Die Aufstellflächen an der Bundesstraße sind auch mehrfach politisch beraten worden. Hier ist die Gemeinde an den Straßenbaulastträger (Strassen.NRW) herangetreten, mit er Bitte die Flächen zu erweitern. Nach meinem letzten Kenntnisstand stehen die Chancen da auch nicht schlecht, dass eine Verbesserung erfolgt. Gleiches gilt für die Radfahrerführung über die Einmündung Wilhelm-Haverkamp-Straße. Der Kreisverkehr an der Bulderner Straße und damit einhergehend die Radfahrerführung im Umfeld, soll ebenfalls baulich erneuert werden (Straßenbaulastträger ist hier der Kreis Coesfeld). Dies wird vom Kreis allerdings schon seit einigen Jahren zugesagt. Wir haken dort auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit nach und hoffen, dass die Maßnahmen nunmehr auch in absehbarer Zeit umgesetzt werden.

    Sie sehen also, dass wir, bzw. die zuständigen Straßenbaulastträger, die kritischen Punkte kennen und einen Verbesserungsbedarf anerkannt haben, aber gerade bei Bauprojekten größerer Behörden die Dinge oft ihre Zeit brauchen. Wir bleiben da aber am Ball!

    Freundliche Grüße

    Gemeinde Senden

    Der Bürgermeister

    Im Auftrag

    Holger Bothur

    Fachbereichsleiter

    Bürgerservice, Ordnung und Soziales

    Münsterstraße 30

    48308 Senden

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