Bäumchen brauchen Wasser – jeder kann mithelfen

Erneute Trockenheit bringt Bäume schon wieder in Gefahr

Karina und Sven handelten vorbildlich, sie kümmerten sich um ihre öffentlichen Bäume. Foto: Sven, wer sonst?

Die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ hat mitgeholfen, Waldflächen im Hiegenbusch (an der L844) und am Venner Moor nach Schäden durch Wind, Trockenheit und Borkenkäfer wieder aufzuforsten. Wie das Forstamt mitteilte, sind durch die erneute Trockenheit die neuen Bäume auch 2020 schon wieder in Gefahr. Im privaten Garten gehört das Gießen bei Neuanpflanzungen schon jetzt wieder zum Tagesgeschäft, die Gemeinde Senden ist mit Wassertanks unterwegs, die Baumscheiben kürzlich gesetzter Bäume mit Wasser zu tränken. Nur bei Waldbäumen, so konnte man kürzlich lesen, ist die Versorgung der jungen Bäume mit Wasser nicht möglich, das würde das Forstamt nicht leisten können. Bei der Baumpflanzaktion am Venner Moor hatten Sendenerinnen und Sendener die Möglichkeit, ihren Waldbaum mit kleinen Baumscheiben zu personalisieren. Karina Mildner und Sven Hoffmann von der Agenda21Senden, die die Pflanzaktion im Januar mit organisiert hatten, waren dem Tipp eines der Forstmitarbeiter gefolgt und hatten die Koordinaten ihrer Bäumchen vor Ort festgehalten. So machten sie sich mit ihren Fahrrädern vor ein paar Tagen mit 40 l Wasser in Kanistern auf den Weg zur Pflanzstelle, fanden im „Dschungel“ von 1500 Bäumchen ihre zwei und stillten deren Durst. Die beiden Sendener hatten ihre Freude auf ihrer privaten Radtour und empfehlen die Maßnahme zur Nachahmung. Ob auch die Jugendfeuerwehr mit etwas Wasser nachhelfen kann, darüber sinnieren die Mitglieder der Agenda-Gruppe. Auch diskutieren sie, ob man in einer Zeit der Lockerung der Corona-Maßnahmen eine feucht-fröhliche Gieß-Party dort im Wald veranstalten kann. Ziemlich sicher ist, dass im Herbst eine Begehung mit Führung durch die Försterin Simone Eckermann stattfinden wird. Mit einem kleinen „Richtfest“ soll dann auch das angekündigte Schild mit den Sponsoren errichtet werden. Beim Ideenwettbewerb zu weiteren „Neuen Bäumen in Senden“ sind bisher zwei Vorschläge eingegangen, um weitere wird die Bevölkerung noch einmal aufgefordert, es winken kleine Geldpreise von der die Idee fördernden Sparkasse.

Ihr Schildchen hatten sie offenbar gut befestigt. Andere in der Nähe waren hinuntergefallen und wurden wieder aufgehängt. Foto Sven Hoffmann (Hoffi).

Ihre Bäumchen fanden sie mit Hilfe der im Januar gespeicherten Koordinaten, auch die beschriftete Baumscheibe hing noch am Baum. Foto: Sven, macht er doch gerne.

WN, 8.5.2020

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