Gemeinsam für Klimaschutz in Senden

Petra Volmerg setzt sich auf diversen Ebenen für gutes Klima in der Gemeinde Senden ein.Petra Volmerg setzt sich auf diversen Ebenen für gutes Klima in der Gemeinde Senden ein.

 

Senden – Innerhalb von nur 75 Tagen war der gemeindliche Fördertopf „Photovoltaik“ ausgeschöpft. Mit insgesamt 50 000 Euro unterstützt die Kommune den Bau von 52 Photovoltaikanlagen und 51 Stromspeicher auf privaten Hausdächern. Klimaschutzbeauftragte Petra Volmerg wünscht sich noch mehr Einsatz für „gutes Klima“ und hält Tipps parat.

 

Die Klimaschutzresolution sieht vor, dass bis Ende 2025 so viel Strom aus erneuerbaren Energie erzeugt wird, wie in der Gemeinde verbraucht wird. Aufgrund des Stillstands im Bereich Windenergie kommt dem Ausbau der Photovoltaik besondere Bedeutung zu.
Die Klimaschutzresolution sieht vor, dass bis Ende 2025 so viel Strom aus erneuerbaren Energie erzeugt wird, wie in der Gemeinde verbraucht wird. Aufgrund des Stillstands im Bereich Windenergie kommt dem Ausbau der Photovoltaik besondere Bedeutung zu.        Foto: Siegmar Syffus

Ausschuss berät über Aufstockung des Fonds

Ein positives Signal in diese Richtung ist aus Volmergs Sicht die starke Nachfrage nach der gemeindlichen Förderung für Photovoltaikanlagen: „Innerhalb von nur 75 Tagen war das gesamte Volumen von 50 000 Euro ausgeschöpft. Damit werden 52 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 537 Kilowattpeak und 51 Speicher mit einer Gesamtkapazität von 467 Kilowattstunden gefördert“, bericht die Klimaschutzbeauftragte. Auch wenn der Topf aktuell leer ist, können weiterhin Anträge bei der Gemeinde eingereicht werden. Denn der Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität wird voraussichtlich am 10.  Juni über eine mögliche Aufstockung des Fonds beraten.

Doch neben der Installation einer PV-Anlage auf dem eigenen Hausdach gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten, für den Klimaschutz aktiv zu werden. Zum Beispiel jetzt, zu Beginn der Vegetationsperiode, durch die ökologische Gestaltung von Gärten und Vorgärten, sagt Petra Volmerg. Denn Pflanzen verbessern das Mikroklima, indem sie Sonnenstrahlung und CO absorbieren, Schatten und Feuchtigkeit spenden. Und sie kommen ohne Gestaltungselemente aus Beton und Stein aus, deren Produktion und Transport Energie kostet und damit den CO-Ausstoß erhöht.

Ebenso lässt sich Klimaschutz im Rahmen einer vielleicht ohnehin fälligen Gebäudesanierung praktizieren. „Dafür gibt es richtig gute Fördermöglichkeiten des Bundes, beispielsweise für die Erneuerung von Fenstern, des Daches, der Fassade und der Heizungstechnik“, weiß die Fachfrau. Hierzu seien jetzt Veranstaltungen sowohl auf Kreis- als auch auf Gemeindeebene geplant. Erste Infos zu Fördermöglichkeiten gibt es bei Petra Volmerg, E-Mail: p.volmerg@senden-westfalen.de oder  0 25 97 / 69 93 18.

Ökologisch gestaltete Gärten für den Klimaschutz

Ein weiterer Bereich für „prima Klima“ im privaten wie im öffentlichen Bereich ist der Mobilitätssektor. Die Münsterland Netzgesellschaft plane dazu aktuell den Aufbau eines „einheitlichen Ladestationen-Netzwerks für E-Autos“ in den beteiligten Kommunen, zu denen auch Senden gehört, berichtet die Klimaschutzbeauftragte. Parallel dazu will die Gemeinde – wie berichtet – weitere Ladestationen für E-Bikes installieren. Nicht erst seit Corona boomt der Verkauf von Elektro-Leezen, die zunehmend sowohl im Freizeitbereich als auch für den Berufsverkehr genutzt werden.

Stadtradel-Aktion startet

Apropos Leeze und Klimaschutz: Am 1. Mai startet wieder die Stadtradel-Aktion. Als Einzelperson oder in einem Team kann jeder „strampelnder Weise“ etwas für seine Gesundheit tun und gleichzeitig CO einsparen, indem er sich statt ins Auto zu setzen auf den Sattel seines Drahtesels begibt. Anmeldungen laufen über die Internetseite www.stadtradeln.de/senden-westfalen. Dort besteht auch die Möglichkeit, einem vorhandenen Team beitreten oder ein neues Team zu gründen, sich zu registrieren oder den Account des vergangenen Jahres zu reaktivieren.

         Für das Stadtradeln begeistert wieder Petra Volmerg, unsere Klimaschutzmanagerin.                            Foto: Gemeinde Senden

Elektromobilität und Photovoltaik im Fokus

Petra Volmerg begleitet seit Jahren diverse Klimaschutz-Projekte der Gemeinde Senden. Dazu gehört beispielsweise die Umrüstung auf E-Mobilität. So werden die beiden Dienstfahrzeuge des Rathauses mittlerweile elektrisch angetrieben. Abgängige Bauhof-Nutzfahrzeuge werden – soweit möglich und wirtschaftlich – ebenfalls durch elektrisch bewegte Nachfolger ersetzt. Daneben wird der Bau von PV-Anlagen auf „öffentlichen Dächer“ vorangetrieben (zuletzt Steverhalle und Gymnasium). Auch die derzeit entstehende Trauerhalle auf dem Ottmarsbocholter Friedhof soll eine PV-Anlage erhalten. Denn in der vom Rat einstimmig verabschiedeten Klimaschutzresolution hat sich Senden zum Ziel gesetzt, bis Ende 2025 so viel Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, wie verbraucht wird.  sff

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