Archiv der Kategorie: AgendA21Senden – was ist das?

Geschichte und Ziele der Lokalen Agenda 21 in Senden

Einladung: Online meeting im Mai

Die reguläre Sitzung von Agenda21Senden und Senden4Future findet am Mittwoch, den 12. Mai, wieder online um 18.30 Uhr statt. Über https://t1p.de/agenda21senden gelangt man in den Warteraum des Zoom meetings und wird dann eingelassen. Themen werden sein: das neue Konzept für das Sendener Leihrad, weitere Aktionen der Initiative „Neue Bäume für Senden“ sowie Planung der Aktivitäten der Gruppe „Rückenwind“, die für mehr Windkraft im Münsterland werben möchte. Ferner soll dazu aufgerufen werden, dass Sendener Bürger_innen bei Trockenheit die Bäume der Gemeinde durch Gießen am Leben erhalten sollen. Bäume sorgen für ein gutes Ortsklima, nehmen CO2 auf und spenden Sauerstoff. Mit etwas Wasser kann ihnen jeder „danke“ sagen.

Bäume sorgen für gute Luft, aber nur, wenn sie nicht vertrocknen.

Gießen, wenn es nicht gießt. Sendens Bäume werden es uns danken.

Bäume sorgen für gute Luft, aber nur, wenn sie nicht vertrocknen. Sie spenden Schatten und kühlen durch Verdunstung. Sie nehmen CO2 auf und geben Sauerstoff ab. Wenn sie leben. Verbrennt man sie, geben sie das CO2 wieder ab, außerdem entstehen beim Verbrennen giftige Gase. Brennholz ist keine gute Idee. Bauholz wird bei uns schon knapp, die Preise steigen in einem bisher nicht gekannten Ausmaß.   Entwurf und Gestaltung: MilKa

Momentan gießt es ganz fürchterlich, überhaupt kein Maiwetter. Es stürmt dazu. Klimawandel und Erderwärmung stellt man sich anders vor. Das Wetter ist immer nur eine Momentaufnahme. Global und konkret auch bei uns wird es wärmer und trockener. Bäume leiden, der Garten muss ständig gegossen werden, der Grundwasserspiegel sinkt. Die Natur, wie wir sie kennen und lieben, wird sich anpassen, sie wird anders. Große Weizenfelder vertrocknen bereits jetzt im Osten von Deutschland, beregnen kann man sie nicht.

Die Bäume in Senden können derzeit noch mit etwas Wasser gerettet werden. Bauhof und Feuerwehr schaffen das aber nicht alleine. Zu einem Stückchen Gemeinwohl kann jeder etwas beitragen. Zum Beispiel kann man öffentliche Bäume auch mal gießen, so lange das Wässern nicht verboten wird.

Ökologisch wertvolle Lehrhecke gepflanzt -  Führungen möglich

Für heimische Vögel und Insekten (WN vom 3.5.2021)

Altenberge – Eine Lehrhecke wurde nun an der Sternwarte „Horus-Auge“ in Waltrup gepflanzt.

Donnerstag, 22.04.2021 (Pflanzaktion am 6. April 2021)
Die Hecke steht: Es wurden bereits knapp 20 unterschiedliche Arten gepflanzt und weitere werden folgen. Bei aufgeweichtem Lehmboden war das für die Naturfreunde keine leichte Arbeit. Vertreterinnen und Vertreter der beiden Gruppen freuen sich über das Gemeinschaftswerk (v.l.): Wiebke Visser, Karina Mildner, Dr. Detlev Kröger, Thomas Schlegel, Lutz Friedrich und Witold Wylezol.

Die Hecke steht: Es wurden bereits knapp 20 unterschiedliche Arten gepflanzt und weitere werden folgen. Bei aufgeweichtem Lehmboden war das für die Naturfreunde keine leichte Arbeit. Vertreterinnen und Vertreter der beiden Gruppen freuen sich über das Gemeinschaftswerk (v.l.): Wiebke Visser, Karina Mildner, Dr. Detlev Kröger, Thomas Schlegel, Lutz Friedrich und Witold Wylezol.  Foto: Kulturforum ARTE e.V.

Gemeinsame Sache bei der Pflanzung einer ökologisch wertvollen Hecke machten kürzlich die Bürgerinitiative „Agenda21Senden“ und die Sektion „Nachhaltiges Münsterland“ des Kulturforums Arte am Standort der vereinseigenen Sternwarte „Horus-Auge“ in Waltrup 3a.Ehrenamtlich hatte der Gärtner Christoph Kumbrink vorher das Gelände mit seinem Kleinbagger planiert. Nachdem die Sendener Gruppe in Senden keinen Standort für eine solche Natur-Hecke aus einheimischen Gehölzen gefunden hatte, konnte dafür der Verein Kulturforum Arte gewonnen werden.

Führungen

Am vereinseigenem astronomischen Observatorium „Horus-Auge“, das als Bildungseinrichtung für Kinder und Erwachsene dienen soll, ist eine Muster- und Lehrhecke angesiedelt worden, heißt es in einer Presseinformation des Kulturforums Arte. Dort sollen nicht nur Altenbergerinnen und Altenberger, sondern auch Bürgerinnen und Bürger aus dem ganzen Münsterland anschaulich erleben, wie schön eine natürliche Wildpflanzen-Hecke aussieht und welche zahlreichen Arten von Insekten und Vögeln dort auf Nahrungssuche erscheinen, wenn die diversen Pflanzen zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr ihre Blüten entwickeln.

Wildhecke

Zur Planung, Organisation und wissenschaftlichen Betreuung der Pflanzaktion wurde der Naturschützer Dr. Detlev Kröger gewonnen, der in Waltrup bereits ab Frühsommer Lehrveranstaltungen durchführen möchte, kündigt das Kulturforum Arte an.

Die Pflanzen, die privat von Mitgliedern der Agenda-Gruppe finanziert wurden, dürfen nicht der Natur entnommen werden. Die Naturschützer sind sicher, hier einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität von Flora und Fauna geleistet zu haben.

Damit eine Lehrhecke daraus wird, müssen noch Tafeln errichtet und die Pflanzen mit Schildern beschriftet werden. „Auch eine blühende Wildwiese fehlt noch“, so das Kulturforum Arte weiter. Daher ist das Kulturforum Arte auf weitere Spenden angewiesen. Unter dem Stichwort „Nachhaltiges Münsterland“ können diese auf das Konto DE71 4015 4530 0044 4999 52 bei der Sparkasse Westmünsterland eingezahlt werden. Spendenbescheinigungen können auf Wunsch ausgestellt werden.

Der Kulturmanager des Vereins und ausgewiesene Naturfreund und Hobby­astronom Witold Wylezol, und Detlev Kröger – ebenfalls Astronomiefan – planen bereits für die kommenden Monate ein gemeinsames Kulturprogramm auf dem Gelände der ehemaligen Grünwerkstätten in Waltrup 3a, bekannt unter anderem durch das dort ansässige Garten-Café.

Kleine Gruppenführungen für die Sternwarte und für die Lehrhecke können bereits jetzt unter Telefon 0173/7008587 vereinbart werden.

Projekt „Leihräder“ braucht ein anderes Konzept.

Immer wieder erkundigte sich Radio Kiepenkerl nach dem Fortgang der Aktion.

Am Nachmittag des 20. April wurden die Räder inspiziert und drei Fahrräder einigermaßen wieder hergerichtet.

Danach ging folgende Nachricht an die Redaktion.

Kein Rad war nicht Reparatur-bedüftig. Fast alle Schlösser wurden mit roher Gewalt verbogen. Bei einem der Rahmen gleich mit. Also Schrott. Vier Räder wurden heute bearbeitet und sind fast fertig. Erst wenn acht ganz fertig und getestet sind, werden sie wieder aufgestellt. Das für heute geplante Gespräch mit Kolping Bösensell wurde aus zeitlichen Gründen verschoben. Der weitergehende Plan, Räder auf der Dorfseite aufzustellen, muss noch mit der Gemeinde besprochen werden. Dann müssen aber zusätzliche Räder hergerichtet werden. Das wird sich bei der derzeitigen personellen Lage aber noch hinziehen. Es wird dringend Hilfe gebraucht.

Drei Fotos von den demolierten Schlössern wurden zur Gemeinde geschickt mit folgendem Begleitschreiben:

Guten Tag, Herr Bothur,

wir müssen das Projekt Leihräder neu bedenken. Die Schlösser haben sich nicht bewährt. Alle Schlösser wurden an den stabilen Halterungen mit brachialer Gewalt verdreht, bei einem Rad sogar mitsamt Rahmen. Die teuren Schlösser sind unbrauchbar, die vom Bauhof aufwendig gemachten Halterungen sind zerstört (Fotos). Wir würden gerne auf die kostenintensiven Schlösser ganz verzichten. Der Bedarf auf der Bösensell-Seite vom Bahnhof zeigte sich durch die Wiederfundorte der nicht angeketteten Räder. Wir würden gerne dort auch Räder anbieten. Mit den Reparaturen werden wir alleine nicht fertig. Es laufen Verhandlungen, Kolping Bösensell mit ins Boot zu holen. Eine Haltestelle für die Räder im Dorf wurde uns von Herrn Mersmann vorgeschlagen. Gut wäre es, wenn der Mechaniker der Flüchtlingshilfe von der Gemeinde offiziell auch für die Leihräder mit eingesetzt würde. Sein Job könnte in Zukunft aus zwei Töpfen finanziert werden. Die Kosten für den Bauhof und für die Schlösser würden ja entfallen, so dass sich hier ein finanzieller Spielraum ergibt. Zusätzliche Räder würden von der Flüchtlingshilfe erworben und von uns umgespritzt und mit den bekannten Schildern ausgerüstet. Da auch ein paar Räder in den Privatgebrauch übernommen wurden, sollte noch einmal in Bösensell darauf hingewiesen werden, dass bei der Flüchtlingshilfe jeder sehr günstig Fahrräder erwerben kann. Klauen von Allgemeingut ist eigentlich überflüssig, wäre aber besser zu verschmerzen als der bisherige Vandalismus. Gerne können wir in der nächsten ViKo mit Ihnen noch einmal darüber sprechen.

Viele Grüße
Bernd Lieneweg

 

 

Rückenwind statt Gegenwind

Die massive Antiwerbung gegen Windkraft in unerer Region erweckt den Eindruck, dass die Gegenwind-Bewegung groß ist. Umfragen zufolge ist das aber gar nicht der Fall. Wir haben beschlossen, dem unsere Bewegung „Rückenwind“ entgegen zu stellen. Die Plakate können nach den Regeln der Gemeindeordnung in Senden für kurze Zeit aufgehängt werden, auf Privatgelände jederzeit. Hier ein Beispiel:

Alle 5 Plakate hier zum download als pdf-Dateien:

Rückenwind_1 Rückenwind_2 Rückenwind_3 Rückenwind_4 Rückenwind_5

 

Technisches Problem beim Gogoll-Vortrag zur Ressourcen-schonenden Wirtschaft

Der Zugang zu unserem Zoom meeting room über den Kurzlink https://t1p.de/agenda21senden war kurz nach Beginn des Vortrags gestört (Server-Problem). Der Zugang gelang dann  nur noch über den Link :

https://us05web.zoom.us/j/6142868253?pwd=RldVTnZyVlBNK1NpYVAzeElrZUtYUT09

Wir bitten um Entschuldigung!

Der Vortrag wird im Mai wiederholt. Neuer Termin: 19. Mai 2021 ab 19.30 Uhr

Entwurf: MilKa

Wiederholung am 19. Mai zur selben Zeit!!!

Protokoll der ViKo im April 2021

Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 14.04.21

1. Leihräder

* Bernd besucht die Werkstatt der Flüchtlingshilfe und bespricht das weitere Vorgehen
* zusätzlich treffen sich Wolfgang, Thomas und evtl. Andreas am 20.04.21 ab 14 Uhr in der Werkstatt für Reparaturarbeiten
* mit der Gemeinde sollten weitere Standorte (v.a. in Bösensell) besprochen werden sowie die Frage nach den Schlössern (sind für Vandalismus zu teuer)

2. Rückblick Klimaaktionstag

* ca. 30 Stühle mit Plakaten bestückt
* sowohl inhaltlich als auch vom Ablauf und der Besucherfrequenz zufriedenstellend

3. Stadtradeln

* die Agenda beteiligt sich wieder mit einem eigenen Team beim diesjährigen Stadtradeln
* 01. – 21.05.21 unter https://www.stadtradeln.de/registrieren

4. Bäume und Hecken

* ca. 1000€ aus der Aktion „Neue Bäume für Senden“ sollen in das Projekt Nähe Kappenberger Damm fließen; der Rest dann in die Fläche in Bösensell u/o in eine naturnahe Hecke
* unabhängig davon hat sich die Gruppe an der Anlage einer privat finanzierten naturnahen Hecke in Altenberge beteiligt; zukünftig soll diese auch für Bildungsangebote zur Verfügung stehen

5. Aktion Rückenwind

* die Plakate sind fertig
* erlaubt ist das Aufhängen von 6 Stück in Senden und jeweils 3 Stück in Ottmarsbocholt und Bösensell für 2 Wochen sowie eine Wiederholung der Aktion nach drei Monaten
* die erste Plakatierung startet am 22.04.21 um 17 Uhr auf dem Aldi-Parkplatz; die zweite ist für August angedacht
* Joachim plant eine parallele Maßnahme in Nottuln

6. Wahlkampf

* die Frage wird aufgeworfen, ob die Agnda Aktionen in Bezug zur Bundestagswahl planen soll
* denkbar wäre, neben Infoständen und Flyern, eine Veranstaltung mit Vertretern der verschiedenen Parteien und einem entsprechenden Fragenkatalog
* dazu wären Kooperationen mit anderen Gruppen sinnvoll (Andreas fragt schon einmal bei Kolping Bösensell nach evtl. Interesse)

7. Veranstaltung zu Heizungssystemen

* um interessierten Bürgern die Umrüstung auf klimafreundlichere Heizsysteme zu erleichtern, wäre evtl. eine entsprechende Infoveranstaltung sinnvoll
* möglichst zusammen mit Gemeinde, Klimaschutzmanagerin, Gewerbeverein, örtlichen Handwerksbetrieben

 

 


N
eue Termine:

Agenda gesamt: 12.05.21 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
sofern es die Situation zulässt, sonst als Videokonferenz über
https://t1p.de/agenda21senden
Wirtschaft mit Kultur: 21.04.21 um 19.30 Uhr online über

https://t1p.de/agenda21senden

 

Wir brauchen eine andere Waldstrategie – Alternativen gibt es immer

„Planlos, respektlos, orientierungslos“
Deutsche Umweltstiftung kritisiert Wald-Strategie der Landwirtschaftsministerin 

Berlin (15.04.2021): Die Deutsche Umweltstiftung kritisiert den aktuellen Entwurf der „Nationalen Waldstrategie 2050“ mit deutlichen Worten. Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung ist entsetzt:

„Das aktuell kursierende Papier aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist Lichtjahre davon entfernt, den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Es bedient einseitig die Interessen der Großwaldbesitzer und Holzwirtschaft und drückt sich um die Schlüsselfrage herum: Den Wald als Ökosystem zu akzeptieren, dessen Klimaschützende Wirkung wir dringend benötigen. Jegliche ökonomische Nutzung hat sich diesem ökologischen Primat unterzuordnen.“

Auch Prof. Dr. Pierre L. Ibisch, Biologe, Professor für Nature Conservation und Direktor des Centre for Econics and Ecosystem Management an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung findet nichts Positives an den Plänen von Ministerin Julia Klöckner:

„Der Wald in Deutschland befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Die Klimakrise gefährdet seine langfristige Existenz. Vor diesem Hintergrund präsentiert das Bundeslandwirtschaftsministerium einen inakzeptablen Entwurf für eine Nationale Waldstrategie. Sie beruht weder auf einer angemessenen Diagnose, noch ist sie überhaupt eine Strategie. Eine kritische Betrachtung von Fehlern in der Vergangenheit fehlt. Im Stil einer Imagebroschüre mit Überschriften wie „Unser Wald wird mit Herz und Hand bewahrt“ verzichtet der Entwurf weitgehend auf überprüfbare Ziele und Indikatoren. Der bedrohte Wald verdient eine professionelle Strategie.“

Für die Deutsche Umweltstiftung ist dieser Entwurf auch angesichts der Eile, mit der er durchgepeitscht werden soll, nicht reparabel: „Das Papier ist planlos, der Prozess respektlos, die Ministerin orientierungslos. Das Vorhaben muss umgehend gestoppt werden,“ sagt Jörg Sommer, „es braucht stattdessen einen gemeinsamen partizipativen Prozess unter Einbeziehung auch der Umweltschutzorganisationen und der kritischen Wissenschaft, der mit einem seriösen nationalen Waldgutachten startet, wie die Deutsche Umweltstiftung und Wissenschaftler mehrfach vorgeschlagen haben.“