Mobilität zum ökologischen Nulltarif gibt es nicht

Dass Batterien bei der Elektromobilität der Knackpunkt sind, wussten wir schon lange. Gut, dass es nun einmal wissenschaftlich berechnet wurde, wie die CO2-Bilanz aussieht. Angepasste Mobilität fängt immer bei den Füßen an, vor dem Elektroauto kommt das Fahrrad, das Pedelec und der öffentliche Verkehr. Dass für den Individualverkehr kleinere Fahrzeuge mit kleineren Batterien die umweltfreundlichere Alternative sind, ist auch eine Binsenweisheit. Man darf sich beim Elektroauto nichts in die Tasche lügen.
Der große Vorteil einer vor Ort fast emissionsfreien Fortbewegung ohne Geräuschbelästigung sollte deutlich benannt werden und mit in die Waagschale gelegt werden. Dann muss man abwägen und entscheiden. Mobilität zum ökologischen Nulltarif gibt es nun einmal nicht!

Kommentar von Bernd Lieneweg zur schwedischen Studie einer CO2-Bilanz bei der Batterieherstellung (zitiert aus shz.de):

„Das Klimaschutz-Argument ist auch bei E-Autos unangebracht.“  Foto: imago/Felix Jason

STOCKHOLM | Der Anschein, mit dem Elektroauto eine klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen gefunden zu haben, bröckelt. Denn schon die Produktion der für die Autos lebenswichtigen Lithium-Ionen-Batterien geht mit enormen Emissionen einher. Das besagt eine neue schwedische Studie, die die bisherigen Untersuchungen in einer Metastudie analysiert und zusammengefasst hat, so die Fach-Zeitschrift „Ingeniøren“.

Die neue Untersuchung zeigt, dass bei der Produktion pro Kilowattstunde (kWh) Lagerungskapazität der Autobatterien rund 150 bis 200 Kilogramm Kohlendioxid-Äquivalente entstehen. Bei zwei in Dänemark handelsüblichen Elektroautos, Nissan Leaf und Tesla Model S mit jeweils 30 kWh und 100 kWh Batterien, sind das 5,3 beziehungsweise 17,5 Tonnen CO2. Das sind unvorstellbare Summen, weshalb die Studie einen Vergleich zieht. Ein Hin- und Rückflug von Stockholm nach New York leitet, nach dem Berechnungsmodell der UN-Organisation ICAO (International Civil Aviation Organisation), ungefähr 600 Kilogramm CO2 in die Atmosphäre. Ein anderer Vergleich: Der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß des Klimagases CO2 beträgt in Deutschland pro Kopf knapp zehn Tonnen.

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