Archiv der Kategorie: Mobilität

Das Projekt „Sendener Leihrad“ macht Fortschritte

Diese Phasen sind vorbei:

  • Aussuchen der Räder
  • Auseinanderbauen
  • Blech für Werbeflächen suchen

    Vom Dach der Steverhalle an die Leihräder. Wenn das nicht nachhaltig ist.

  • Farbe von Sponsor BRiLLUX besorgen
  • Spritzen der Rahmen

    Mit der Grundierung wirken die Rahmen wie Gespenster.

Unser Fachmann Sven hat sie dann in den Sendener Farben gespritzt.

  • Zusammenbauen der Räder – läuft zur Zeit, ist viel Arbeit, Helfer werden gesucht.

    Das Zuordnen der Teile war eigentlich gut organisiert, Petra hatte den Durchblick.

    Thomas und Frank haben sich an diesem Arbeitsplatz die Hände schmutzig gemacht.

    Frank war offensichtlich der Fleißigste. Das wichtigste Werkzeug hat er immer in der Tasche.

 

Die Keimzelle der Biobatterie – ohne Lithium und Kobalt

Die Energieversorgung der Zukunft hat ein Speicherproblem. Um überschüssigen Strom von Windkraft- und Solaranlagen für Zeiten aufzuheben, in denen es zu wenig davon gibt, sind leistungsfähige Batterien und Kondensatoren gefragt, die aus möglichst ungiftigen und nachhaltigen Materialien bestehen sollten. Daran arbeiten Clemens Liedel und Martin Oschatz am Max-PlanckInstitut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. Text Karl Hübner aus: Das Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft 2.2019

Stellungnahme zur Ablehnung der Mitfahrerbänke

Foto:https://www.mobi-ll.de/mitfahrerbank/

Stellungnahme der Agenda21Senden zum Projekt Mitfahrerbänke

Der Umweltausschuss hat in seiner letzten Sitzung am 18.6.2019 vorgeschlagen, anstatt der von der Agenda21Senden angeregten Errichtung sogenannter Mitfahrerbänke eine Mitfahrer-App anzubieten; die Agenda-Gruppe solle dazu ein Konzept erstellen. Dazu äußert sich die Agenda-Gruppe wie folgt:

1) Bei Mitfahrerbänken und der vom Umweltausschuss vorgeschlagenen App handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Konzepte, die sich sowohl in der Umsetzung als auch in der Zielgruppe unterscheiden, sich aber gerade deshalb auch gut ergänzen könnten.

2) Die Agenda21Senden sieht sich nicht in der Lage, ein Konzept zu einer App zu erstellen, da das Thema sehr komplex ist und unserer Einschätzung nach nur von Fachleuten der IT-Branche zielführend zu bewerkstelligen ist.

3) Auch wenn die Agenda-Gruppe das Potential einer App anerkennt, hält sie dennoch am Konzept der Bänke aus folgenden Gründen fest:

  •  sie stellen ein sehr niederschwelliges und auf beiden Seiten völlig freiwilliges Angebot dar
  •  ihre Nutzung entlastet die Umwelt, da ein Pkw derzeit in durchschnittlich 80% aller Fahrten nur von einer Person belegt wird
  •  ihr Gebrauch ist völlig unkompliziert; sie sprechen somit auch Menschen an, die die    Möglichkeiten der Technik nicht nutzen wollen oder können
  • die Errichtung der Bänke ist schnell, preiswert und unkompliziert umsetzbar
  • sie fördern soziales Miteinander, Kommunikation und Solidarität
  • der ÖPNV wird gestärkt, da bisher nicht vorhandene Querverbindungen bedient werden
  • das ganze System hat sich in anderen Orten auch schon bewährt

Aus oben genannten Punkten geht hervor, dass die Agenda21Senden die Idee der Mitfahrerbänke nicht aufgeben möchte, sondern um eine nochmalige Prüfung des Konzepts bittet. Mit Spannung erwarten wir die Entscheidung nach der nächsten Ausschusssitzung.

Agenda21Senden, gez. MilKa et al.

WN: „Letzte Meile“ mit der Leih-Fiets

Umweltfreundliche Mobilität und Integration fördern

Die Flüchtlingshilfe Senden (Fahrradwerkstatt, rechts im Bild zweiter Vorsitzender Lothar Kern) und ihr Team leisten technische Unterstützung bei dem Projekt. Foto: Christian Besse, WN

Senden – Lücken im Mobilitätsnetz durch Leihfahrräder schließen: Für dieses Vorhaben ziehen Agenda 21-Gruppe, Flüchtlingshilfe Senden und Gemeindeverwaltung an einem Strang. Als erste Etappe soll die Verbindung zwischen Park-and-Ride-Bushaltestelle und Bahnhof Bösensell per Drahtesel verbessert werden. Von Dietrich Harhues, Mittwoch, 26.06.2019

Der Begriff erlebt eine inflationäre Verwendung, doch hier passt er: Was Agenda-21-Gruppe, Flüchtlingshilfe Senden und Gemeinde auf die Beine stellen, bedeutet eine Win-Win-Situation. Sie schieben mit vereinten Kräften ein Mobilitätsprojekt an. Gemeinsam sollen Leihfahrräder angeboten werden, die – im ersten Schritt – eine Verbindung zwischen der Bushaltestelle „Park and Ride“ und dem Bahnhof Bösensell schaffen sollen. „Dort klafft eine Lücke zwischen Bus und Bahn“, betonte Bürgermeister Sebastian Täger . Und lieferte damit am Dienstagabend im Sozialausschuss die Begründung, warum die Pilotphase des Projektes an diesen Standorten angesiedelt wird. Weiterlesen in WN

Das Sendener Leihrad – ein Projekt zur Verbesserung der Mobilität, zunächst am Bahnhof Bösensell.

Kostenloser Fahrradverleih – das Sendener Leihrad

Ein Projekt der Flüchtlingsinitiative und der Gruppe Agenda21Senden

Bei verschiedenen Tagungen zum Integrationskonzept und bei Gesprächen in der Agendagruppe  wurde festgestellt, dass es ein großes Mobilitätsdefizit zwischen dem Bahnhof Bösensell und der Bushaltestelle S90/92 am Park & Ride Platz gibt. Um den Bahnhof besser zu erreichen, sollte die „Mobilitäts-Lücke“ zwischen Bushaltestelle und Bahnhof geschlossen werden. Dies wäre besonders hilfreich für Personen, die auf den Bus als weiteres Transportmittel angewiesen sind und würde eine erhebliche Mobilitätsverbesserung auch für den Kreis der Flüchtlinge bedeuten.

Daraus entwickelte sich die Idee des Sendener Leihrades. Eine Projektgruppe hat sich gegründet und folgendes Konzept erarbeitet:

Die Flüchtlingshilfe Senden nutzt seit einiger Zeit Werkstatträume im Gebäude Mühlenstr. 16 in Senden als Fahrradwerkstatt. In Absprache mit der Flüchtlingshilfe Senden und in Zusammenarbeit mit der Agenda21Senden bzw. der Projektgruppe kann ein Teil der in der Werkstatt der Flüchtlingsinitiative vorhandenen Fahrräder und Fundräder der Gemeinde aufgearbeitet und für das Leihradprojekt genutzt werden. Dazu sollen die Räder einheitlich in den Farben der Gemeinde (unverkennbar blau und weiß) gestrichen werden. Sie erhalten am Hinterrad ein gut befestigtes Hinweisschild mit wichtigen Infos wie „Eigentum der Gemeinde“, Nutzungsvorgaben, Sponsoren und eine Telefonnummer, die angerufen werden kann, steht oder liegt das Rad nicht am „richtigen“ Abstellplatz. Außerdem können sie mit einem Pfandschloss ausgestattet werden, was die Nutzer automatisch dazu bringen soll, die Räder an der vorgegebenen Stelle wieder ab zu stellen.

Die Aufarbeitung der Räder und alle folgenden Aufgaben werden ehrenamtlich von der Projektgruppe wahrgenommen.

Besonders gekennzeichnete Abstellorte werden am Bahnhof und an der Bushaltestelle am Park  Ride Platz an der Autobahn eingerichtet.

Räder, die auch mal an anderen Stellen gefunden werden, können von Mitgliedern der Projektgruppe eingesammelt werden. Nachrangig könnte diese Aufgabe in Einzelfällen vom Bauhof übernommen werden, wenn dies nicht durch das Ehrenamt geleistet werden kann. Die Fundorte könnten einen Hinweis geben, wo ein weiterer Abstellort sinnvoll wäre.

Die erste Testphase über ca. ein Jahr würde mit 10 -12 Rädern starten. Danach wird eine erste Evaluation durchgeführt. Die Materialkosten des Projekts werden sich auf ca. 100 € je Fahrrad belaufen und setzen sich aus Kosten für Reparaturmaterial, Farbe und Pfandschloss zusammen. Diese Kosten könnten von der Gemeinde getragen werden.

Dieses Projekt kann einen Beitrag dazu leisten, dass der ÖPNV in Senden stärker genutzt werden kann und dies ein Beitrag zum Gemeinwohl und zum Klimaschutz ist. Daher ist auch eine Kooperation mit Bus und Bahn angestrebt.

Ganz wichtig für die positive Aufnahme des Projekts in der Bevölkerung ist die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Zeitung, Infostände, Sponsoren, Kooperationen DB und RVM, Verlinkung auf diverse websites).

Bei Erfolg ist es durchaus möglich, dieses Projekt auch an anderen Standorten in Senden  einzurichten.

Ein bekanntes, bewährtes und gut dokumentiertes Beispiel eines Leihradsystems ist das Projekt in Emsdetten  http://www.kolping-emsdetten.de/joomla/kolpingsfamilie/radbastler  

Senden, den 12.06.2019

Agenda21Senden

Projektgruppe Sendener Leihrad  (Ansprechpartner: Wolfgang Dropmann und Bernd Lieneweg)

E-Autos: Batterie oder Wasserstoff

Batterien gibt es schon seit über 200 Jahren. Erst in diesem Jahrhundert wurde aber die Leistungsdichte so groß, dass man sie zum Autofahren nutzen kann.

Wasserstoff oxidiert mit Sauerstoff zu Wasser unter hoher Energieabgabe. Da er leicht flüchtig ist, ist seine Handhabung nicht ganz einfach. In Verbrennungsmotoren hat er sich nicht durchgesetzt. Dank Brennstoffzellen ist der Antrieb von Autos jetzt aber auch praktikabel.

Abbildung: www.umwelt.ABCderNatur.de

Welche Technologie die bessere ist, ist umstritten. Forscher begeistern sich naturgemäß immer für das, was sie entwickelt haben. Auch die Handhabung (Lagerung, Transport) ist jetzt durch
LOHC-Technologie (liquid organic hydrogen carrier)  leichter geworden. Daher wird der Wasserstoff heute gerne als Energieträger der Zukunft propagiert. Der Wasserstoff-Lobbyismus ist in vollem Gange, man will Geld verdienen. Was aber ist für den Endverbraucher die beste Lösung? VW hat sich jüngst für den Batterie-elektrischen Antrieb entschieden. Was sagen die Fachleute? Die Agenda21Senden möchte Klarheit schaffen. Durch einen Vortrag im Herbst.

Maifest als Spiegel der realen Elektromobilität. Schutz der Artenvielfalt ist hoch aktuell.

Zwei Schwerpunkte wird der traditionelle Stand der Agenda21Senden beim diesjährigen Maifest haben: Elektroautos und Artenvielfalt. Neben den eigenen Fahrzeugen in der Agenda-Gruppe und der Gemeindeverwaltung sollen Sendener Bürgerinnen und Bürger und Enthusiasten aus der Region die Möglichkeit haben, ihre E-Autos vorzustellen. Als kleinen Anreiz gibt es nach dem kurzen Interview am Stand an der Herrenstraße einen Pfannekuchen aus heimischen Zutaten, die von Sendener Landwirten gestiftet wurden.

Voll elektrischer Radlader von Kramer.

Zwei Hingucker besonderer Art kommen dazu, ein elektrischer Radlader aus Nottuln und ein Elektro-Kastenwagen von Mercedes aus Bösensell. Der Radlader der Firma Kramer aus Pfullendorf dürfte vor allem für Landwirte mit PV-Anlagen interessant sein, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Der Vito ist ein Auto für gewerbliche Transportkunden, die Wert auf abgasfreies Liefern legen.  Ein neuer Elektro-PKW, den es auf unseren Straßen noch nicht gibt, ist ein KIA aus Selm. Leider nur als Plakat wird der Sono Sion gezeigt, den einige der Gruppe schon bestellt haben. Das Besondere an diesem Fahrzeug sind die integrierten Solarzellen und die Software zum  Power- und Carsharing. Jeder, der sich als Besteller outet, bekommt ebenfalls einen Pfannekuchen (Bestellnummer bereit halten).

Neu um die Blütenpracht in Senden kümmert sich die Bürgerinitiative „Senden blüht auf“, die Tütchen mit Wildblumensamen an interessierte Bürgerinnen und Bürger verteilen wird. Gezeigt wird auch der erste neu entwickelte Blumenkübel aus Paletten, der demnächst den Sendener Ortskern mit blühenden Blumen bereichern wird. Schirmherr der Aktion ist Bürgermeister Sebastian Täger. Die Gemeinde und die Sendener Landwirte kümmern sich schon seit einigen Jahren um Blühstreifen im Außenbereich, nun soll auch das Sendener Zentrum erblühen.  Über das brisante Thema Pestizide möchte die Agenda-Gruppe informieren und ins Gespräch kommen. Maifest-Gäste können über ausgelegte Meinungskärtchen kundtun, was sie von Glyphosat und Ähnlichem halten. Die Agenda-Gruppe ist gespannt auf die Reaktionen.

Wie schon in früheren Jahren wird die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie darüber informieren, wie man durch Sonnentechnologie selbst etwas gegen die Klimakrise tun kann. Für fetzige Musik ist auch wieder gesorgt. Das Sendener Rock- und Blues-Trio wird die Besucher mit seinen flotten Rhythmen erfreuen.

Stadtradeln 2019 – in einer Woche geht´s los – Erkennungsmerkmal Stadtradelsattelschoner

Beschreibung: 20190424_135746
Die Agenda21Senden ist wieder als Gruppe der „Klimaradler“ unterwegs.

Liebe StadtradlerInnen,

schön, dass Sie sich schon alle angemeldet haben! In einer Woche startet die Aktion  – und damit wir uns in diesem Jahr gut erkennen, kann jeder Teilnehmer für sich und sein Team blaue Stadtradelsattelschoner bei mir (im Rathaus Zimmer 306) oder an der Info im Rathaus abholen – solange der Vorrat reicht!

Bisher sind wir noch eine überschaubare Truppe (<60!). Deshalb: machen Sie noch Werbung für diese gute Aktion.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag: Petra Volmerg, Klimaschutzmanagerin

Gemeinde Senden, Der Bürgermeister, Münsterstraße 30, 48308 Senden

Tel.  02597 699-318, Fax. 02597 699-666

Alleinunterhalter für eine gelingende Energiewende

Er ist gut informiert und redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist: humorvoll, überzeugend und dem Leben zugewandt. Frank Farenski. Ohne ihn selbst wären seine Filme nicht halb so gut.                              Fotos: MilKa

Frank Farenski ist Journalist, Filmemacher und Entertainer für die gute Sache.

Was er an die Frau und den Mann bringen will, sind Klimaschutz und ein nachhaltiges Leben: energieautark und ernährungsbewusst; selbst bestimmt und selbst handelnd.

Gut 60 Zuhörer und Zuschauer waren in den Sendener Bürgersaal gekommen, um sich für ein unabhängigeres Leben motivieren zu lassen.

In seinem Film „Autark“ zeigt er viele gelingende Beispiele, nichts Neues für die, die seit Jahren an diesen Themen arbeiten, aber doch schön zu sehen, dass es inzwischen viele gibt, die ein anderes, ein vom Konsum und von den großen Konzernen etwas unabhängigeres Leben leben möchten, ohne auf die schönen Dinge des Lebens zu verzichten. Natürlich muss man einsparen, wenn man dreimal oder viermal mehr an Ressourcen verbraucht, als die Erde auf Dauer her gibt. Es kann nicht mehr lange gelingen, auf Kosten anderer Völker und der eigenen Kinder und Enkel zu leben. Was man machen kann und muss, zeigt Farenski in seinen vier Filmen „Leben mit der Energiewende“. Und was er besonders überzeugend zeigt und vorlebt, ist, dass dieses andere, nachhaltige Leben auch noch Freude, oder sogar mehr Freude bereitet, weil man das schlechte Gewissen überwindet und mit anderen zusammen neue Werte schafft oder alte Werte wiederentdeckt.

Rausgehen verboten, an der Tür sitzt Hund Bell und wartet auf sein Herrchen. Nur wenn er pullern muss, wird er ungeduldig. Der ständige Dialog mit seinem kleinen Hund bildet eine witzige Rahmenhandlung. Auch das schafft Aufmerksamkeit.

Begeistert bedankt sich auch Martin aus Otti, der nachhaltiges Leben schon lange in die Tat umzusetzen versucht. Als Gärtner im Ruhestand hat er spontan seine Hilfe für eine regenerative und partizipative Gartenanlage in Senden angesagt. Ob die Politiker in Senden dafür ein offenes Ohr haben werden, zeigt sich bei der Anhörung am Montag ab 18 Uhr im Rathaus.

Technisch total überholt ist der alte City-EL vom Cani. Aber einen besseren Hingucker für eine alternative Mobilität gibt es nicht. Draußen standen ein Opel Ampera von enomo/Rüschkamp und ein Opel Ampera-e. Die beiden Autos stehen für die beiden letzten Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Individualmobilität.

Stammtisch für Elektroautofahrer in Saerbeck

Im Bioenergiepark in Saerbeck gaben sich am 9. September 2018 beim Tag der offenen Tür Elektroautofahrer aus der Region ein Stelldichein. Ein regelmäßiger Stammtisch könnte entstehen. Stefan Niestegge und Dieter Ruhe laden dazu ein.

Einladung und Anmeldungsadressen: Einladung BEP