Friedensgruppen aus dem Münsterland beraten Aktionen für 2019

Ostermarschaktionen für das Münsterland geplant

 

Über Ostern werden an verschiedenen Orten im Münsterland Friedensaktionen in der Tradition der Ostermärsche stattfinden. Friedensgruppen aus verschiedenen Gemeinden – darunter aus Enschede (Niederlande), Münster, Nottuln, Gronau, Hamm, Olfen und Dülmen – trafen sich am Donnerstagabend in Münster. Gemeinsam wurden überörtliche Friedensaktionen für 2019 beraten. Die Friedensgruppen aus einem breiten Spektrum waren sich darüber einig, dass mit dem Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag eine internationale äußerst brisante Lage entsteht, in der ein neues atomares Wettrüsten auf europäischen Boden droht. Michael Stiels-Glenn, Friedensfreunde Dülmen: „Deshalb können wir die Politik nicht mehr allein den Regierenden überlassen. Die Bevölkerung muss wie in den 1980er Jahren der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges entgegentreten.“ Weil das Münsterland zunehmend durch Wiedereröffnung schon geschlossener Militäranlagen und Depots und eine wachsende deutsch-niederländische Kooperation militarisiert werde, beschloss die Versammlung, als nächstes in der Tradition der Ostermärsche der Friedensbewegung zu gemeinsamen Aktionen am Osterfest aufzurufen. Karfreitag in Gronau, Karsamstag in Münster, Ostersonntag in Olfen und am Ostermontag in Dülmen und Hamm will man über die Grenzen von Parteien und Weltanschauungen auf die Straße gehen. Auch die Enscheder Friedensaktivisten werden sich über die Landesgrenze hinweg an den Aktionen beteiligen. In einem gemeinsamen Flyer soll über die Aktionen informiert und alle friedliebenden Menschen zur Teilnahme eingeladen werden. Weitere regionale Aktionsschwerpunkte soll es zum Tag der Bundeswehr am 15. Juni in Münster geben. Einen dritten Höhepunkt wollen die Friedensgruppen am 1. September organisieren, dem 80. Jahrestag des Überfalls Deutschlands auf Polen, mit dem der Zweite Weltkrieg begann.

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