Archiv der Kategorie: Konflikte – Friedensarbeit – Friedenskreis

Europa – ein Friedensraum? (Rundbrief BSV)

Rundbrief 3: EU, LOVE Storm und Türkei. Hier kann man die PDF herunterladen.                                             Foto: BSV

Über Grenzen auf der Karte und in den Köpfen

von Christine Schweizer, Bund für soziale Verteidigung

Europa“ ist derzeit in aller Munde.
Dabei dominieren zwei Themen die öffentliche Wahrnehmung: Zum einen die Abschottung gegen Menschen, die nach Europa fliehen wollen, sei es aus Schutz vor Krieg und Menschenrechtsverletzungen oder auf der Suche nach einem Job zum Überleben für sich und die Familie daheim.

Zum anderen der „Brexit“, der Austritt Großbritanniens aus der EU, der für Populist*innen vie‐
ler Länder leicht zum Vorbild werden kann, den Austritt ihres Landes aus der EU zu betreiben. Dabei ist es historisch gesehen noch nicht lange her, dass die gleichen oder vergleichbare nationalistisch‐patriotische Strömungen um jeden Preis in die EU wollten.

Ganzer Artikel: rb183Europa

Friedrich Schorlemmer mahnte zu verstärkter Friedensarbeit.

FRIEDRICH SCHORLEMMER, Friedenspreisträger 1993, sprach am 15. August um 18 Uhr in Münster im Museum für Kunst und Kultur.
Vortragsthema „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“  – Die weltweite Rüstungsspirale verlangt nach einer globalen Friedensbewegung.

WN, 17.08.2018

Da es keine inhaltliche Berichterstattung oder Aufzeichnung gab (war der veranstaltenden kath. Kirche wohl nicht wichtig) lest diesen Aufsatz vom Juni: 20180613-Ein-Ausrutscher_der_Weltpolitik

Friedenskreis Senden trauert um Gertraud Lütkemeyer.

Die Künstlerin Gertraud Lütkemeyer starb im Juli im Alter von 81 Jahren.

Seit den 1980er Jahren war Gertraud eine engagierte Friedensaktivistin, die sich immer wieder mit Texten bei den damals veranstalteten Schweigekreisen einbrachte. Ihre Friedenssehnsucht und ihr soziales Engagement für Flüchtlinge ließen nie nach. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Mehrere große Kunstwerke aus der Werkstatt Lütkemeyer zieren unser Haus.

Seit Jahrzehnten steht die kleine Sarah von Gertraud, von mir leicht verfremdet, in meinem Arbeitszimmer. Eine Arche und eine Krippe erfreuen uns immer wieder aufs Neue. Ihre Kunstwerke zeigen Humor, aber auch Gesellschaftskritik. Ihre unzähligen Krippen wurden ausgestellt und prämiert. Große Kunstwerke zieren einen Zen-Park in der Eifel.

Lichter-Aktion zum Hiroshima-Gedenktag in Nottuln

Über 60 Menschen aus Nottuln, Havixbeck und Senden waren der Einladung zum Gedenken gefolgt.

Nottuln. Zum gestrigen Gedenktag hatten abends  ab 21.30 Uhr die Gemeinde Nottuln und die Friedensinitiative Nottuln alle Bürgerinnen und Bürger zu einer kleinen symbolischen Aktion am Brunnen im Nottulner Ortskern eingeladen.

Auf dem Wasser schwimmende Lichter symbolisieren die Seelen der Verstorbenen.

Mit Kerzen auf dem Wasser sollte nach guter japanischer Tradition der Seelen der Kriegstoten gedacht werden und so erinnert werden an die Atombombenabwürfe vor 73 Jahren auf die beiden japanischen Städte Hiroshima (6.8.1945) und Nagasaki (9.8.1945).

Die Stimmung am Brunnen vor St. Martin tut gut beim Andenken an die Kriegstoten.

Nach dem Glockenläuten von St. Martin und Begrüßung und Gedenkrede von Heinz Böer hielt Bürgermeisterin Manuela Mahnke die Ansprache.

Bürgermeisterin Mahnke, Mayor for Peace in Nottuln, mahnte zum Frieden und zur Abschaffung von Atombomben.

Gedanken und Erinnerungen von Überlebenden der Katastrophen wurden von einem jungen Nottulner zu Gehör gebracht.  Den musikalischen Rahmen gestaltete der Saxophonist Manfred Wordtmann aus Havixbeck. www.fi-nottuln.de

Am Saxophon versuchte Heinz Wordtmann die schrecklichen Erinnerungen an die Atom-Katastrophen in eine musikalische Fassung zu bringen.

 

Friedensfreunde in Dülmen zum angekündigten Truppenabzug: Dülmen first

Herrn Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika Richard Grenell

Betr.: Präsident Trump will US-Truppen abziehen?  DÜLMEN FIRST!

 Sehr geehrter Herr Botschafter,

verschiedene deutsche seriöse deutsche Medien melden heute unter Bezug auf die Washington Post vom 29. Juni 2018 (https://www.washingtonpost.com/world/national-security/us-assessing-cost-of-keeping-troops-in-germany-as-trump-battles-with-europe/2018/06/29/94689094), dass Ihr Präsident Donald Trump US-Truppen aus Deutschland abziehen will.

Wir Friedensfreunde Dülmen wissen um Ihr enges Vertrauensverhältnis zu Ihrem Präsidenten und bitten Sie dringend, ihm mitzuteilen: „DÜLMEN FIRST!“! Mr. Trump kann sicher mit dem Slogan „DÜLMEN FIRST!“ etwas anfangen, hat er doch mit einem sehr ähnlichen Slogan einen erfolgreichen US- Wahlkampf geführt. 

Wir hatten Ihnen ja bereits mitgeteilt, dass in den Dülmener Tower Barracks erst seit Herbst 2016 eine APS der US-Army (405th. AFSB) mit Waffen für eine US-Brigade im Rahmen der ERI stationiert ist.

Weder deren Offiziere noch wir Dülmener haben uns so aneinander gewöhnt, dass ein sofortiger Abzug der Militärs und besonders ihrer Waffen uns besonders schmerzen würde. Dann könnte doch noch ein ziviles Logistik-Zentrum in den Tower Barracks entstehen. Wir sind damit einverstanden, dass der Truppenabzug bei uns beginnt – sofort! Hier hat Mr. Trump keine Schwierigkeiten zu befürchten – wir Friedensfreunde freuen uns auf den Truppenabzug.

Mit freundlichem Gruß 

Dr. Michael Stiels-Glenn

Friedensfreunde Dülmen e. V.

Ein Leben für Frieden, soziale Gerchtigkeit und Umweltschutz

Der Friedenskreis Senden versteht sich ab seiner Gründung 1983 als Bestandteil der bundesweiten Friedensbewegung. Auch die Arbeitsfelder sind die gleichen geblieben, nur ihre Dringlichkeiten mögen sich hier und da verschoben haben. Katharina Nitz-Uliczka 2017

1983 war Katharina Nitz- Uliczka dabei, als in Senden der Friedenskreis gegründet wurde. Seit 35 Jahren ist ihr engagierter Einsatz für den Frieden in der Welt, für Unterstützung der Flüchtlingsarbeit, für soziale Gerechtigkeit und für die Bewahrung der Schöpfung in vielfältigster Weise belegt, zunächst im Sendener Friedenskreis, später auch bei den GRÜNEN in Senden. Ihr Scharfsinn, ihre Formulierungskunst und ihr Humor sorgten immer dafür, dass man mit Freude mit ihr zusammen arbeitete. Aus der Friedensfreundin wurde so auch eine persönliche Freundin, die Freundschaft hielt bis zum Schluss, fast 35 Jahre.

Ihre Familie schreibt: „Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“

Katharina starb am 13. Juni 2018 im Alter von 80 Jahren, wir sind bestürzt und traurig, sie fehlt uns.

Die Trauerfeier beginnt am 25. Juni 2018 um 14.30 Uhr in der Trauerhalle des Waldfriedhofs in Senden.

 

WN: Treffen der „Bürgermeister für den Frieden“ in Münster

„Bildung und Solidarität die Basis“

WN, Münster, Freitag, den 15.06.2018

Fast könnte man meinen, alles dreht sich in Münster derzeit um den Frieden. Erst die fünf großen Friedensausstellungen in münsterischen Museen, dann der Katholikentag unter dem Leitwort: „Suche Frieden“. Am Donnerstag und Freitag nun fand in Münster das Bundestreffen der Organisation „Majors of Peace“ (übersetzt: Bürgermeister für den Frieden) mit rund 30 Teilnehmern statt. Von Klaus Baumeister

Mayors for Piece: Hannovers Bürgermeister überreicht OB Markus Lewe eine goldene Friedenstaube.                          Foto: Oliver Werner, WN

Thomas Herrmann (l.), Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Hannover, überreichte am Freitag die goldene Friedenstaube an Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Die Taube wandert im Kreis der „Majors for Peace“ umher. Münster ist nach Auskunft von Oberbürgermeister Markus Lewe seit 2012 Mitglied in der 1982 gegründeten Organisation. 

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OB Markus Lewe bei der Begrüßung zur Disk,ussionsveranstaltung im Festsaal des alten Rathauses.

„Gibt es noch eine Chance für „Global Zero – eine Welt ohne Atomwaffen?“ (Stefan Schostok, Oberbürgermeister von Hannover, Vizepräsident der Mayors for Peace, in seiner Einladung zur Diskussionsveranstaltung in Münster)

Eine Abordnung des Sendener Friedenskreises war bei der anschließenden Vortragsveranstaltung und Talkrunde dabei. Nach der Begrüßung durch die beiden Bürgermeister sprachen Prof. Christian Hacke, Experte für Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle und Massenvernichtungswaffen und Sascha Hach, Friedensforscher sowie Mitbegründer und  Vorstandsmitglied der „International Campaign to Abolish Nuclear Weapons“ (ICAN, Friedensnobelpreisträger 2018). Die Moderation hatte Julia Weigelt (Journalistin mit dem Schwerpunkt Sicherheitspolitik). Im Gegensatz zu Hach sprach sich Hacke nur für eine drastische Reduktion von Atomwaffen aus, da er von ihrer abschreckenden Wirkung überzeugt ist.

Prof. Christian Hacke, Moderatorin Julia Weigelt und Sascha Hach stellen sich der Diskussion mit den Bürgern.

Bundestreffen der Bürgermeister für den Frieden in Münster

Warum ist Senden noch nicht dabei?

  • Donnerstagabend – Vortrag – Friedensgruppen im Kreis Coesfeld werben für diesen Vortrag.
  • Friedensgruppen im Kreis Coesfeld regen eine Euregio-Initiative zum Abbau aller Atomwaffen an.

  • Vier Kommunen im Kreis Coesfeld sind Mitglied im Bündnis „Bürgermeister für den Frieden“

 

Kreis Coesfeld.  Am Donnerstag, den 14. Juni werden auch Friedensgruppen aus dem Kreis Coesfeld – darunter die Friedensinitiative Nottuln, der Friedenskreis Havixbeck und die Friedensfreunde Dülmen nach Münster zu einem Vortrag im Rahmen der Bundeskonferenz der deutschen Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) fahren. Dem Netzwerk – gegründet als Solidaritätsgemeinschaft mit Hiroshima und Nagasaki gehören mittlerweile über 7500 Städte und Gemeinden aus 163 Ländern an. In Deutschland sind über 550 Mitglieder dem Bündnis beigetreten. Aus dem Kreis Coesfeld gehören Dülmen, Nottuln, Havixbeck und Lüdinghausen dem Bündnis an. Die Bürgermeister dieser Kommunen aus dem Kreis Coesfeld wurden von den jeweiligen lokalen Friedensgruppen aufgefordert, eine besondere Initiative in das Bundestreffen einzubringen.

Die Friedensgruppen regen an, dass im Rahmen der Euregio auf der Versammlung am 29. Juni 2018 die Bürgermeister der Euregio gemeinsam ihre Regierungen auffordern, dem UN-Vertrag über das vollständige Verbot aller Atomwaffen beizutreten und das Abkommen, dem 122 Staaten zugestimmt haben und das bereits von elf Staaten ratifiziert worden ist, ebenfalls zeitnah zu ratifizieren.  Weiter sollen die Bürgermeister der Euregio verlangen, dass die noch auf dem Boden der Bundesrepublik vorhanden Atomwaffen nicht modernisiert werden, sondern abgezogen werden.

Vom Treffen des Euregio-Rates soll – so schreiben die Friedensgruppen an die Bürgermeister für den Frieden im Kreis Coesfeld –  ein Signal an die 35. Sitzung des Kongress der Gemeinden und Regionen beim Europarat vom 6. bis zum 8. November 2018 in Straßburg gesendet werden, „damit auch von dieser breitesten aller europäischen Organisationen die Aufforderung an die Politik geht, die oben genannten Ziele der Bürgermeister für den Friedens mit umzusetzen.“

 

Der Vortrag am Donnerstag beginnt um 20 Uhr Festsaal Rathaus Münster. Das Thema: „Zwischen Vision und Wirklichkeit: Neue Wege zu einer atomwaffenfreien Welt“. Es ist gelungen, für diese Vorabendveranstaltung herausragende Referenten zu gewinnen. Zum einen Sascha Hach von der Organisation ICAN. Diese weltweite Bewegung wurde im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet und hat den Atomwaffenverbotsvertrag, der 2017 von der UN verabschiedet wurde, initiiert. Zum anderen Prof. Dr. Christian Hacke, ein ausgewiesener Experten für Sicherheitspolitik, Rüstungskontrolle und Massenvernichtungswaffen. Beide vertreten sehr unterschiedliche Positionen in der Frage, welcher Weg der richtige für Abrüstung und Frieden ist. Die Hamburger Sicherheitspolitikexpertin und Journalistin Julia Weigelt wird den Abend und auch die Konferenz am Folgetag moderieren.

Auch die Initiative Friedenskreis Senden der Agenda21Senden wird mit einer Abordnung in Münster dabei sein. Unser Ziel ist es auch, dass Bürgermeister Täger ebenfalls Mitglied wird.

 

WN: Ehemaliger Abgeordneter Winfried Nachtwei berichtet über Afghanistan – Abzug bedeutet Bürgerkrieg. Winfried Nachtwei nach Senden eingeladen

Foto: WN (winfried nachtwei afghanistan vortrag: ökumenischer arbeitskreis + arbeitsstelle gerechtigkeit und frieden Lüdinghausen, silke niemyer Pfarrerin)

Lüdinghausen – Über die Lage in Afghanistan referierte am Dienstagabend im Pfarrsaal St. Felizitas der ehemalige Grünen-Bundestagsabgeordnete und Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei vor rund 80 Zuhörern. Die anschließende Diskussion verlief teils sehr emotional.

Von Peter Werth

Donnerstag, 17.05.2018, 08:05 Uhr

Er gehört wohl zu den wenigen deutschen Politikern, die wissen, wovon sie reden, wenn es um Afghanistan geht. Winfried Nachtwei, von 1994 bis 2009 Bundestagsabgeordneter für die Grünen und sicherheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion, beschäftigt sich auch nach dem Ausscheiden aus dem Parlament mit dem vom Krieg zerrütteten Land, das er in den vergangenen Jahren regelmäßig besucht hat.

Hier den Artikel in den WN lesen.

Eine Delegation der Initiative Friedenskreis der Agenda-Gruppe besuchte die Veranstaltung und vereinbarte mit Winfried Nachtwei einen Besuch in Senden. Bei seinem Vortrag hier soll die zivile Friedenssicherung im Vordergrund stehen. Der Termin wird nach den Sommerferien vereinbart.