Archiv der Kategorie: Konflikte – Friedensarbeit – Friedenskreis

Die Arbeit für ein friedliches, gerechtes und nachhaltiges Europa muss nach der Wahl weitergehen.

Jetzt gilt es, die Einhaltung der Wahlversprechen zu kontrollieren und Anregungen zur Veränderung zu geben. Ganz wichtig ist auch, das Interesse der Leute an einem demokratischen Europa wach zu halten und Argumente gegen die Europa-Verweigerer in der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Joachim schreibt dazu in einer Pressemitteilung: Am Samstag den 25.5.2019 hatte die Gruppe Attac-COE zusammen mit der Agenda21Senden von 10 bis 12.30 Uhr einen Info-Stand zur Europa-Wahl in der Herrenstraße in Senden aufgebaut. Ziel dieses Standes war es, die Bürger zu mobilisieren, zur Wahl zu gehen,  damit die EU zukünftig im Sinne der Demokratie, der fairen Ökonomie und der Bekämpfung rechter Tendenzen in Europa handeln kann und dringend notwendige Änderungen durchsetzen kann. Das Motto: „Europa ist nicht alles – aber ohne Europa ist vieles nichts“. Zu diesem Thema wurde ein 12-seitiger Flyer erstellt, der die heutige Situation Europas und dringend notwendige Änderungen innerhalb der EU beschreibt. Ziel soll es nach Ansicht der beiden Gruppen sein, die EU zukunftsfähig zu machen. In vielen persönlichen Gespräche war es möglich, die Bürger zu informieren und für die Wahl zu interessieren. Dabei kam in vielen Gesprächen das Thema „Flüchtlinge“ sofort in den Vordergrund. Zur Unterstützung und Information war auch bei diesem Thema der Flyer sehr nützlich, so dass zumindest in einigen Bereichen viele Vorurteile über die EU abgebaut werden konnten. Attac-COE und Agenda21Senden werden zukünftig in regelmäßigen Abständen auch außerhalb der Zeiten von EU-Wahlen über Aktivitäten in der EU informieren, weil sie der Meinung sind, dass das Thema nicht nur zu Zeiten von Wahlen auf die Tagesordnung kommen sollte.

Alles wählen, nur nicht die rechten Anti-Europa-Parteien – nur gemeinsam sind wir stark

Auf der einen Seite ein gemeinsamer Stand von der Agenda21Senden, Friedenskreis, und Attac-COE
Ökonom, Referent, Autor, Aktivist – und jetzt auch noch ausgebildeter Teamer gegen rechts.

Hallo an alle, es war ein voller Erfolg. 35 unserer 12-Seiten Flyer wurden nach Gesprächen mit vorbeikommenden Interessierten verteilt. Selbst einige Hardcore-Skeptiker konnten wir zumindest Paroli bieten und sie in der von ihnen angesprochenen Flüchtlingsfrage überzeugen, sich unsere Position zu dem Thema anzuhören und auch in unserem Flyer zu lesen.

Zu unseren Themen werden wir in der warmen Jahreszeit viermal Stände in verschiedenen Städten des Kreises aufbauen. Unter anderem hat sich Aloys bereiterklärt, Themen der EU im Internet zu verfolgen und Entscheidungen der Gremien an uns weiterzuleiten, damit wir in regelmäßigen Abständen über EU-Themen informieren können. Damit wird unsere Sichtbarkeit erweitert. gez. Joachim, gekürzt.

Auf der anderen Seite vier Pro-Europa-Parteien gemeinsam an einem Pavillon. Nicht unter einem Schirm, wie es sich Birgit gewünscht hatte, aber immerhin.

Oberst a. D. Wolfgang Richter: Eine Lehrstunde in Abrüstungsdiplomatie

Dülmen. „Wir erleben zurzeit die ernsteste Krise in den Beziehungen zwischen dem Westen und dem Osten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Das Ende des INF-Vertrags spitzt diese noch zu!“ Deutliche Worte der Mahnung fand am Donnerstagabend Oberst a.D. Wolfgang Richter bei einer Veranstaltung der Friedensfreunde Dülmen, der Friedensinitiative Nottuln und des Friedenskreises Senden. Zum zweiten Mal hatten die Friedensgruppen den Abrüstungsexperten zum Vortrag ins evangelische Gemeindezentrum Dülmen eingeladen.  Ein möglicher Weg aus der Krise nach dem Ende des INF-Vertrags sei es, wenn Russland und europäische Staaten signalisieren würden: Wir werden keine neuen atomare Mittelstreckenraketen stationieren!

Richter, langjähriger Generalstabsoffizier im Verteidigungsministerium, heute aktiv in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und Mitarbeiter der „Stiftung Wissenschaft und Politik“, beriet über Jahrzehnte Politiker bei Abrüstungsverhandlungen und überwachte selbst die Verschrottung von Mittelstreckenraketen. Sein Vortrag zur Geschichte des INF- Vertrags und der Lage, die nach der Kündigung dieses Vertrages entsteht, wurde denn auch zur Geschichts- und Lehrstunde über die militärstrategische Lage und die Versuche, vor allem die nukleare Aufrüstung zu kontrollieren, zu begrenzen und zu reduzieren. Zwischen 1980 und 2005 habe es auch erhebliche Verringerungen bei allen Gattungen der Atomwaffen gegeben, was die Welt sicherer mache. Erst in den letzten Jahren habe sich das Klima für Gespräche verschlechtert. Richter machte deutlich, wie wichtig Gespräche mit allen Konfliktparteien sind und wie man Vertrauen durch gegenseitige Kontrollen herstellen kann. Man müsse ja nicht die Interessen der jeweils anderen Seite teilen, so der Berater, aber man müsse sie als legitim für die jeweilige Partei akzeptieren, wenn man bei Abrüstungsmaßnahmen weiterkommen wolle.

Es werde kaum gelingen, den INF-Vertrag zu erneuern, auch weil mittlerweile andere Staaten Mittelstreckenraketen besitzen – allerdings mit weniger nuklearen Sprengköpfen. Ungelöst sei die Gefahr durch Marschflugkörper, die heute sowohl atomare als auch konventionelle Sprengköpfe haben können, was Kontrollen erschwere. Die Hoffnung des Experten richtet sich nun auf eine Verlängerung des NEW START-Abkommens für fünf Jahre, um dann dort die Begrenzung der Mittelstreckenwaffen neu aufzunehmen. Es habe in der Vergangenheit auch außerhalb von Verträgen erfolgreiche Einigungen zwischen Russland und den USA gegeben. Es sei unbedingt nötig, eine neue Stationierung in Europa zu verhindern – denn das Gefechtsfeld läge dann genau bei uns.

Das Publikum hatte im Anschluss an den faktenreichen Vortrag noch viele Fragen an den Referenten, so dass die Veranstaltung erst nach drei Stunden zu Ende ging.

EU ist nicht alles, aber ohne EU ist vieles nichts.

Senden. Lassen wir die EU einfach untergehen? Dieser Frage geht der Wirtschaftsexperte Joachim F. Gogoll im Rahmen des kleinen Wirtschaftsseminars der Agenda21 Senden am Mittwoch, den 15. Mai nach. Ab 19.30 referiert er in in den Räumen der KuKiS (alte Friedenskapelle, Grüner Grund 5) zum Thema “EU ist nicht alles, aber ohne EU ist vieles nichts!” Er will deutlich machen, dass man auf jeden Fall zur Wahl gehen sollte und eine der Parteien wählen sollte, die hinter einer demokratisch verwalteten EU stehen. Im Streit um die Vormacht der drei großen Wirtschaftsblöcke USA, China und Russland ist eine geschlossene EU als politische Größe von entscheidender Bedeutung.

INF – ein wichtiger Rüstungskontrollvertrag wurde gekündigt – Wie weiter?

Vortrag von Oberst a. D. Wolfgang Richter am 16. Mai 2019 um 19 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Dülmen.

Oberst a.D.Wolfgang Richter

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren laden die Friedensfreunde Dülmen, die FI Nottuln und der Friedenskreis Senden Oberst a. D. Wolfgang Richter zu einem Vortrag ein. Richter, Mitarbeiter der regierungsnahen „Stiftung Wissenschaft und Politik“, langjähriger Generalstabsoffizier und Referent im Verteidigungsministerium und aktiv in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) wird über die brisante Lage sprechen, die mit der Kündigung des INF-Vertrags durch die USA und Russland eingetreten ist. Richter, der bis heute viele Abrüstungsverhandlungen begleitet, wird auch darstellen, welche Wege der offiziellen Politik nun noch offen stehen.

In dieser Situation wollen die einladenden Friedensgruppen auch die Meinung eines NATO-Beraters hören und anschließend mit Wolfgang Richter diskutieren. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Agenda21Senden mit der Untergruppe Friedenskreis Senden ist dem Bündnis der Friedensinitiativen im Kreis Coesfeld beigetreten und ruft daher mit zu dieser Vortragsveranstaltung in Dülmen auf.

WN: Bürgermeister für den Frieden – Nur vier Orte im Kreis COE noch nicht im weltweiten Bündnis

Senden ist seit jetzt dabei.
WN und AZ: 163 Länder und Regionen sowie 7744 Städte und Gemeinden gehören aktuell der Organisation „Mayors for peace“ an. Ziel der „Bürgermeister für den Frieden“ ist es, einen Beitrag zur Schaffung einer atomwaffenfreien Welt zu leisten.

Die Anregungen, dem Bündnis beizutreten, kommen häufig von Bürgern oder Initiativen, über die dann der Rat vor Ort abstimmt. Auch im Kreis Coesfeld war es mit Doris Petras aus Rosendahl eine Bürgerin, die dazu anregte. „Ich freue mich sehr, dass die Politik zugestimmt hat“, sagt sie. Vor dem Hintergrund der Geschichte und vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse sei der Beitritt des Kreises Coesfeld zu „Mayors for Peace“ ein starkes, Frieden bewegtes Zeichen. Petras ist dabei besonders besorgt über ein mögliches neues Wettrüsten, nachdem die USA die Vereinbarungen zum Verbot der Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) aufgekündigt hat. „Für die Länder in Europa war der INF-Vertrag 30 Jahre eine wichtige Sicherheitsgarantie“, so die Rosendahlerin.
Weiterlesen in:
https://www.azonline.de/…/3753671-Kreis-Coesfeld-Nur-vier-O…

Mit dem Betritt zu „Mayors for Peace“ hisst auch der Kreis Coesfeld am 8. Juli die drei Meter lange Friedensfahne, hier gehalten von Wolfgang Heuermann und Caroline Püth vom Kreis Coesfeld. Foto: vth Foto: az


Sebastian Täger ist Bürgermeister des Friedens

Senden in Liste „Mayors for Peace“ aufgenommen Bürgermeister setzt sich für Frieden ein

WN: Senden – Stellvertretend für die Gemeinde Senden ist Bürgermeister Sebastian Täger der weltweiten Organisation „Mayors for Peace“ beigetreten. Das Bündnis setzt sich für den Weltfrieden ein. Mittwoch, 24.04.2019

Bürgermeister Sebastian Täger ist der Organisation „Mayors for Peace“ beigetreten.

Auf Empfehlung der Agenda21Senden tritt Bürgermeister Sebastian Täger stellvertretend für die Gemeinde Senden der Organisation „Mayors for Peace“ bei. Foto: WN

Friedensmarsch 2019 und andere Aktionen

Das komplette Plakat als pdf: Osteraktionen 2019 Plakat

Ostermarsch 2019 im Münsterland: OM-2019-Duelmen-Nottuln-Flyer

Liebe Friedensgruppen im Kreis Coesfeld!

Neben der Ankündigung des Ostermarsches in Dülmen auf der Kreisseite sollte auch ein Aufruf der lokalen Friedensgruppen in der Lokalpresse erscheinen.

Dazu habe ich einen Entwurf gemacht.  Die Klammern müsstest Ihr ändern und mit eurer Gruppe füllen.

Evt. könnt Ihr noch ein Foto dazu nehmen.

Bitte denkt daran, dass möglicherweise Karfreitag die letzte Ausgabe vor Ostern erscheint.  Also schnell den Entwurf ändern und abschicken. Evt. wollt Ihr auch einen gemeinsamen Abfahrtpunkt in Euren Ort veröffentlichen.  In Havixbeck wird der so heißen:  „Nähere Information sind erhältlich bei Roger Reinhard: Tel. 02507-7952. Ggf. können Fahrgemeinschaften gebildet werden.“

Wir sehen uns am Ostermontag in Dülmen.

Im Anhang – das Plakat aus Dülmen und der gemeinsame Aufruf – als Flyer.   Alles Weitere – auch eine Langfassung der Aufrufs – steht unter: www.friedensfreundeduelmen.eu

Mit freundlichem Gruß

Robert Hülsbusch

Senden hat einen Friedensbürgermeister – Sebastian Täger ist jetzt Mayor vor Peace

Wir freuen uns! Herzlichen Glückwunsch, Sebastian!

Unser Bürgermeister Sebastian Täger.

Anregung der Agenda 21 auf Beitritt der Gemeinde Senden / des Bürgermeisters zum Bündnis „Mayors for Peace“

 

Guten Tag Herr Lieneweg,

stellvertretend für die Mitglieder der Agenda 21 Senden teile ich Ihnen mit, dass der Rat der Gemeinde Senden in seiner Sitzung am 21.03.2019 einstimmig Ihrer Anregung gefolgt ist und den Beitritt der Gemeinde Senden bzw. des Bürgermeisters Sebastian Täger zum Bündnis „Mayors for Peace“ beschlossen hat. Hiermit verbunden ist die Anerkennung des Bündnisses für seinen Einsatz und Bemühen zum Erhalt des Weltfriedens und des Abschaffens aller Atomwaffen.

Gleichzeitig mit dem Versand der Beitrittserklärung an die deutsche Zentralstelle bei der Stadt Hannover habe ich heute auch eine Hißflagge bestellt.

Ich lade Sie bereits jetzt herzlich zum erstmaligen Aufziehen der Fahne am Montag, 08.07.2019 ein.

Wegen der genauen Uhrzeit werden wir uns noch bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Klaus Gilleßen

Fachbereichsleiter Zentrale Dienste

Gemeinde Senden

Der Bürgermeister

Münsterstraße 30

48308 Senden

Tel.  02597 699-205

Fax. 02597 699-222

k.gillessen@senden-westfalen.de

www.senden-westfalen.de

Bewerbungsfoto Sebastian Täger, das ist schon ein paar Tage her. Muss Anfang der 1990er Jahre gewesen sein.  Ab 2000 war er Verbindungsmann der Gemeinde zur Agenda-Gruppe.

 

 

Spanien und Portugal – früher Imperien! Und heute?

Spanien, Portugal und die EU: eine Geschichte des Vertrauens und Misstrauens

Die Finanzkrise traf die iberische Halbinsel ab 2008 mit voller Wucht. Aus dem Europaenthusiasmus der 1980er-Jahre wurde Euroskeptizismus.

Die Wirtschaftskrise schmälerte die Hoffnungen der jungen Generation. Beamte, Produzenten und Händler hatten mit den Auswirkungen der Austeritätspolitik zu kämpfen. Immobilienspekulation und Kreditvergaben waren unter anderem der Auslöser für die Krise. Seit dem Jahr 2000 wurden jährlich 700.000 Eigenheime gebaut, viele Haushalte waren durch Risikokredite stark verschuldet. In Portugal wurde die nationale Währung Escudo bei der Umstellung auf den Euro stark aufgewertet, was portugiesische Produkte preislich weniger konkurrenzfähig werden ließ. Das BIP blieb konstant, die Zinsen stiegen und bald war ein Defizit der Handelsbilanz zu erkennen, die die staatliche und private Schuldenlast steigen ließ.

Die EU wurde in der Folge eher zum Sündenbock als zur schützenden Hand gegen sozio-ökonomische Schwierigkeiten. In Portugal verursachte die wirtschaftliche Krise eine Veränderung der Außen- und Europapolitik. Auch wenn keine Partei die Mitgliedschaft in Frage stellt, wird die Anpassung an die europäischen Erwartungen nicht selten als Einschränkung gesehen.

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Eine Fülle von Weltkulturerbe-Stätten zeugen von der Hochkultur der alten Seefahrer-Staaten. Diese glorreiche Geschichte wird gepflegt und für Touristen hoch gehalten. Der schlechte Zustand von Nebenstraßen und öffentlichen Gebäuden, die nicht als Welterbe gefördert werden, lässt erahnen, dass es den beiden Staaten wirtschaftlich nicht besonders gut geht.

Einen Einblick in die Kultur und den vergangenen Prunk dieser beiden Staaten kann unser kleiner Reisebericht geben: