Niko Paech in Dülmen: Befreiung vom Überfluss

Das bedeutet weniger Arbeit, weniger Stress, aber auch weniger Geld. Dafür mehr Zeit und größeres Wohlbefinden. Niko Paech lebt es vor und wirkt ausgeglichen und zufrieden. Sein heiterer Vortrag lässt ihn glaubwürdig rüberkommen. Er erzählt so spannend, was wir alles nicht brauchen, um uns im Leben wohl zu fühlen, dass man Lust bekommt, ihm nachzueifern. Seine Tipps: In der gewonnenen Zeit vieles wieder selbst machen, also produzieren, reparieren und kommunizieren, um Fähigkeiten und benötigte Gerätschaften mit anderen zu teilen. Und es ist der einzige Weg zum Überleben! Denn die Endlichkeit der Ressourcen auf der Erde und die Klimakrise erfordern einen Minderverbrauch um den Faktor fünf!

Seine Ideen kann man nachlesen:


„Nachhaltigkeit befreit von Überfluss, sagt Volkswirtschaftler Niko Paech. Die gute Nachricht dabei: Das kann uns glücklicher machen.“ (TAZ, März 2012)

Niko Paech
Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: das neueste Smartphone, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Ruckzuck steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und nicht nur das: der stete Ruf nach »mehr« lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran.

Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge »Wachstum« zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech liefert dazu die passende Streitschrift, die ein »grünes« Wachstum als Mythos entlarvt. Dabei gelten »grünes« Wachstum und »nachhaltiger« Konsum als neue Königswege. Doch den feinen Unterschied – hier »gutes«, dort »schlechtes« Wachstum – hält Paech für Augenwischerei.

In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Diese Art zu wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und sie würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird.

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