Archiv der Kategorie: Ökonomie – alternative Wirtschaft

Prof. Bontrup fordert grundlegende Veränderungen in der Volkswirtschaft

Harte Worte für die völlig aus dem Ruder gelaufene Volkswirtschaft fand Prof. Heinz J. Bontruup in Senden.

Laut kann er werden, der Professor. Er beklagt die Uninformiertheit und die mangelnde Einmischung des Volkes, das sich gegen die politisch gewollte Umverteilung nicht zur Wehr setzt. „Wo ist die Gewaltenteilung?“

Der Moderator J.F. Gogoll schreibt dazu:

Auf Einladung der Gruppen Agenda21Senden und Attac-COE hielt am 7.11. Professor Dr. Heinz J. Bontrup in Senden einen Vortrag unter dem Titel „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander – Ursachen und Auswege daraus.“

Vor 60 Zuhörern im Gasthof Niemeyer`s hörte das Publikum Worte, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließen.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Ökonomie bis hin zu Adam Smith (18. Jahrhundert) informierte das Auditorium über einige wesentliche Erkenntnisse des Begründers der Ökonomie, was das Wesen des Kapitalismus ausmacht. Smith hatte schon damals klargestellt, dass die kapitalistische Wirtschaftsform effizient arbeite, was aber keineswegs bedeute, dass sie sozial sei oder gar für die gerechte Verteilung von Vermögen sorge.

Mehrwert werde durch Produktion und Dienstleistung geschaffen. Dieses Prinzip gilt auch heute in einer digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft.

Doch daraus ergebe sich nicht automatisch, so Professor Bontrup, dass auch die Mehrheit derjenigen, die durch ihre Arbeit diesen Mehrwert miterschaffen, davon ausreichend profitiere.

Natürlich könne er, Professor Bontrup, die UnternehmerInnen und Unternehmen verstehen, dass sie ihr eingesetztes Kapital so profitabel wie möglich einsetzen wollen und auch einsetzen. Das allerdings habe auch schon vor der Digitalisierung dazu geführt, dass Lohneinkommen auf verschiedene Art und Weise zum Vorteil der Arbeitgeber niedrig gehalten worden seien und werden. Verknappung von Arbeit durch Maschinen in den vergangenen letzten einhundert Jahren führte zu einer steigenden Zahl derjenigen, die nichts als ihre Arbeitskraft auf dem Markt anzubieten hätten und haben. Daraus folgte logischerweise, dass dieses Überangebot zu immer geringeren Löhnen führte und führt. Heute nenne man Millionen dieser Arbeitsverhältnisse „prekär“. Also wenig Einkommen bis teilweise unter die Armutsgrenze. Was hätten da die Unternehmen gejammert, als die Mindestlöhne auch in Deutschland eingeführt wurden. Der Untergang unserer Wirtschaft sei deswegen als Menetekel an die Unternehmenswände geschrieben worden. Alles das war, wie damals schon zu erwarten war, nur Propaganda gegen die Mindestlöhne. Dass man allerdings diese Löhne so niedrig hielt, unter 9,- Euro zu Beginn, habe aber geringen Einfluss auf die steigende Armut breiter Bevölkerungsschichten gehabt.

Professor Dr. Bontrups Vorschläge für ein wirksames Bekämpfen der Armut und für ein gerechteres Verteilungssystem waren unter Anderem das schnellstmögliche Bekämpfen von Lobbyisten nicht nur in Berlin, sondern auch in Europa, um diesen schädlichen Einfluss auf die Regierungsarbeit zu beseitigen.

Ein weiterer Punkt mehr Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, sei die Stärkung von Gewerkschaften als einzige natürliche Interessenvertreter der Arbeitnehmer. Professor Bontrup schlug eine Verpflichtung der Arbeitnehmer zum Eintritt in eine Gewerkschaft vor. Als Unterstützung für seine Forderung nannte er auf der anderen Seite die heute schon vorhandene Tatsache, dass die Arbeitgeber Pflichtmitglieder in den jeweiligen Industrie- und Handelskammern sein müssen. Wirksam sei es auch, wenn Bürger ihren jeweiligen Parlamentsvertretern häufiger Besuche abstatten würden, wenn sie mit deren politischen Zielen und Absichten nicht einverstanden wären. Auch würde es bei politischen Entscheidungen zu Änderungen führen, wenn Wähler nicht immer die gleichen Parteien wählen würden, die im Bereich von Vermögensumverteilungen nichts ändern wollen, sondern gezielt anders wählen würden. Auch wenn einige der Vorschläge heute noch an Utopien erinnerten, seien auf diesen Wegen herbeigeführte Änderungen möglich. Nötig seien sie allemal. Nach dem Ende des Vortrages gab es noch intensive Diskussionen und Fragen zu dem Thema. Bis zum Ende der Veranstaltung konnte man das lebhafte Interesse der Zuhörer sehen und hören. Moderator Joachim F. Gogoll konnte am Ende Professor Bontrups Zusage zu einem weiteren Vortrag im Frühjahr 2020 gewinnen.

Hier noch ein paar genannte Fakten:

  • 16% der Bevölkerung leiden unter Armut
  • Jedes 5. Kind in Deutschland ist arm
  • Jeder 4. verdient unter 10,80 € pro Stunde
  • Die Durchschnittsrente beträgt etwa 800 €
  • Acht Menschen gehört die Hälfte der Welt
  • Die reale Arbeitslosenquote liegt bei 13 bis 14%, die veröffentlichten Werte sind schön gerechnet
  • Bereits 1968  besitzen 4% der Menschen 87%  von Deutschland
  • Nach Alfred Rappaport ist im Shareholder Value (Aktionärs-Wert) der Lohn nur eine Restgröße
  • Hans Tietmeyer stellte bereits 1996 fest, dass die Finanzmärkte die Macht haben mit einer sechs- bis siebenfachen Überschuss-Liquidität
  • Während 1993 die Lohnquote noch  bei 72,4% lag (der Rest ist der Mehrwert),  wurden den Beschäftigten bis 2018 1,8 Billionen € weggenommen.
  • Die Arbeitnehmer haben sich entmachten lassen, indem die Gewerkschaften schwach geworden sind. Starke Gewerkschaften sind aber nötig, da sonst kein Gleichgewicht zwischen Unternehmern und Lohnabhängigen besteht. Bei 40 Mio. Lohnabhängigen gibt es nur noch 6 Mio Gewerkschaftsmitglieder, die Gewaltenteilung ging verloren. Die Nichtmitglieder sind Schmarotzer, eine Pflichtmitgliedschaft würde für mehr Gerechtigkeit sorgen, die primäre Verteilung der Wertschöpfung gehört in einen Tarifvertrag.
  • In der Steuerpolitik müssten regulierende Staatsausgaben durch Steuereinnahmen gedeckt sein. Stattdessen gibt es weltweites Steuerdumping, öffentliches Gut wurde zerstört.
  • Der Grenzsteuersatz in der Einkommenssteuer liegt mit 42% viel zu niedrig. Vermögenssteuer,  Erbschaftssteuer und Körperschaftssteuer müssen die Einnahmen erhöhen. Die schmutzigste Steuer ist die Mehrwertssteuer, da sie – immer gleich – beim kleinen Mann  viel stärker ins Gewicht fällt
  • Betriebe mit weniger als 50 Mio. Jahresumsatz haben eine Profitrate von 40 / 35%, große Konzerne dagegen verblüffenderweise nur 16,7 / 13,9%. Kleinbetriebe arbeiten dagegen nur mit geringem Profit
  • Das Primat der Politik ist verloren gegangen. 1400 Lobbyisten haben freien Zugang zum Bundestag. Jeder Politiker sollte offenlegen, ob und warum er dafür gestimmt hat. Diese Politiker sollten abgewählt werden. Ursachen der Armut können in der Demokratie nur bekämpft werden, wenn sich der Wähler schlau macht und sich einmischt.

Joachim F. Gogoll, der den Abend moderiert hatte, bedankte sich bei Prof. Bontrup mit einem Präsent. Der hatte an seinem zahlreichen Publikum, das ihm offenbar konzentriert zuhörte, obwohl er es manchmal hart beschimpfte, Gefallen gefunden. Spontan verzichtete er auf sein Honorar und versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen. „Hier muss man ja noch ganz dicke Bretter bohren“, war sein Kommentar im schwarzen Münsterland. Und das macht er offenbar gerne. Dass eine andere Welt nötig ist, wird in Diskussionen zunehmend deutlich. Eine Demokratie, die für ihre vielfältigen Probleme keine Lösungen mehr findet, muss dringend reformiert werden.

Die neue Seidenstraße, Teil 2 – Chinas Eroberungszug durch Wirtschaft und Militär

Im Rahmen der Reihe „ Ist die jetzige Wirtschaftspolitik alternativlos“ veranstaltete die Gruppe Agenda21Senden einen Vortrag zum Thema „die neue Seidenstraße“ in den Räumen der KuKiS in Senden. Der Vortrag des Ökonomen Joachim F. Gogoll war der zweite zu dem Thema. Im Sommer 2019 wurde nach dem ersten Vortrag zum gleichen Thema von den damaligen Zuhörern ein weiterer ergänzender Vortrag zu diesem Thema gewünscht. Schwerpunkt: die Auswirkungen des Geldsegens, am Beispiel einzelner Länder dargestellt. Die „ neue Seidenstraße“ behandelt Chinas Weg zur ökonomischen und militärischen Macht. Ihren Namen hat sie von der Seidenstraße, über die schon zu Zeiten Marco Polos im 12. Jahrhundert Waren von China über Mittel- und Nahost bis nach Europa gelangten.
Das heutige chinesische Programm „die neue Seidenstraße“ hat allerdings kaum noch was mit der damaligen Seidenstraße zu tun. Seit 2014 hat China in einzelnen Ländern Afrikas , Asiens und Europas durch Kredite im Wert von insgesamt 111 Mrd. Dollar Geld investiert, um Bauprojekte vor Ort zu realisieren. Die Länder mussten sich bereit erklären, dass die Bauvorhaben durch chinesische Firmen und Ingenieure vorgenommen werden sollten. Gelockt wurden die Empfängerländer auch mit der Zusage Chinas, vor Ort heimische Arbeitskräfte einzustellen. In diesen Ländern, die weitgehend Entwicklungsländer sind, war das eine erfreuliche und verlockende Aussicht, die aber nicht immer eingehalten wurde, da häufig qualifizierte Arbeitskräfte vor Ort nicht zu finden waren. In insgesamt 67 Ländern, die an dem Infrastrukturprogramm teilnehmen, wurden, soweit bekannt, ca. 200000 Arbeitsplätze geschaffen.
Gleichzeitig sichert sich China die Zugriffe auf Bodenschätze und Häfen in den jeweiligen finanziell unterstützten Ländern. Häfen wie Piräus und hunderte weitere gehören schon heute mehrheitlich chinesischen Unternehmen. Der Duisburger Hafen steht ebenfalls auf der Interessenliste der chinesischen Regierung.
Dass diese Investitionen nicht nur dem Vorteil der Länder dienen, wurde deutlich, als China in Dschibuti, einem der ärmsten Länder der Welt am Horn von Afrika, mit Erlaubnis der dschibutischen Regierung vor Ort einen militärischen Stützpunkt für die chinesische Volksarmee erbaut hatte. Bis heute ist es außerhalb Chinas der erste und einzige Stützpunkt. China betreibt seit vielen Jahren eine extreme Aufrüstung seiner Armee und ist bestrebt, militärisch in einigen Jahren mit den US-Streitkräften auf gleicher Augenhöhe zu sein . Ökonomie als Voraussetzung für eine militärische Option. China praktiziert jetzt genau das gleiche Prinzip, wie die USA und Russland heute schon. Ökonomen gehen davon aus, dass China bis 2049 sein Ziel, die größte Supermacht, ökonomisch und auch militärisch zu werden, auch erreichen wird. Die chinesische Regierung hat es jedenfalls in ihrem Seidenstraßenprogramm so geplant.
In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Frage, ob Politiker in Deutschland und Europa den Ernst der Lage erkannt haben und Maßnahmen bereit halten, sich gegen die Dominanz der Chinesen zu wehren.

Wie Geld die Welt regiert, machte Joachim F. Gogoll am Beispiel von Black Rock klar

Ohne jegliche Kontrolle mischt Black Rock kräftig in allen maßgeblichen Konzernen mit, der ungezügelte Kapitalismus hat die Fäden in der Hand und lässt die Puppen (Politiker) tanzen, wie es ihm gefällt. Der Staat sollte sich wehren und  für das Gemeinwohl entscheidende Aufgaben selbst wieder in die Hand nehmen. Dazu gehört der Wohnungsbau, der öffentliche Verkehr und das Gesundheitswesen. Außerdem der Schutz der Arbeitnehmer vor Ausbeutung und ein Mindestlohn, der nicht in Altersarmut endet. Und an erster Stelle natürlich der erdweite Klimaschutz!

    Bevor hier die Zusammenfassung von Joachim erscheint, wird empfohlen, sich hier zur Nachbereitung zu informieren („Aufschlauen statt Draufhauen!“)

Hugo Harryberg wer sich etwas „vorbereiten“ möchte, findet hier einen interessanten Vortrag https://www.nachdenkseiten.de/?p=41159
Vortragsfolien: BlackRock und Co. – Wie sich das Finanzkapital die Welt zu eigen macht
NACHDENKSEITEN.DE
Vortragsfolien: BlackRock und Co. – Wie sich das Finanzkapital die Welt zu…

Wirtschaftsseminar „BLACK ROCK“ am 28. August im Rathaus

Senden. Der Frage, wie Geld weltweit Einfluss auf die Politik von Staaten ausübt, geht der Wirtschaftswissenschaftler Joachim F. Gogoll am kommenden Mittwoch, den 28. August, ab 19.30 Uhr nach. Das kleine Sendener Wirtschaftsseminar, das diesmal unter dem Thema „BLACK ROCK“ vorbereitet wurde und ausnahmsweise im Rathaus stattfinden wird, bietet nach dem Referat auch die Möglichkeit zum Nachfragen und Diskutieren. Die Reihe zur alternativen Wirtschaftspolitik  für ökonomische Laien wird fortgesetzt, Voraussetzungen sind nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.

Niko Paech in Dülmen: Befreiung vom Überfluss

Das bedeutet weniger Arbeit, weniger Stress, aber auch weniger Geld. Dafür mehr Zeit und größeres Wohlbefinden. Niko Paech lebt es vor und wirkt ausgeglichen und zufrieden. Sein heiterer Vortrag lässt ihn glaubwürdig rüberkommen. Er erzählt so spannend, was wir alles nicht brauchen, um uns im Leben wohl zu fühlen, dass man Lust bekommt, ihm nachzueifern. Seine Tipps: In der gewonnenen Zeit vieles wieder selbst machen, also produzieren, reparieren und kommunizieren, um Fähigkeiten und benötigte Gerätschaften mit anderen zu teilen. Und es ist der einzige Weg zum Überleben! Denn die Endlichkeit der Ressourcen auf der Erde und die Klimakrise erfordern einen Minderverbrauch um den Faktor fünf!

Seine Ideen kann man nachlesen:


„Nachhaltigkeit befreit von Überfluss, sagt Volkswirtschaftler Niko Paech. Die gute Nachricht dabei: Das kann uns glücklicher machen.“ (TAZ, März 2012)

Niko Paech
Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: das neueste Smartphone, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Ruckzuck steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und nicht nur das: der stete Ruf nach »mehr« lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran.

Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge »Wachstum« zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech liefert dazu die passende Streitschrift, die ein »grünes« Wachstum als Mythos entlarvt. Dabei gelten »grünes« Wachstum und »nachhaltiger« Konsum als neue Königswege. Doch den feinen Unterschied – hier »gutes«, dort »schlechtes« Wachstum – hält Paech für Augenwischerei.

In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Diese Art zu wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und sie würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Leseprobe

Wirtschaftsseminar zu neuen Seidenstraße am 19. Juni 2019

Plakat: MilKa

Chinas Weg zur Macht ist ein anderer. Nicht das Militär betreibt den Imperialismus, sondern die Wirtschaft. Von vielen unbemerkt ist der Einfluss von China nicht nur in Afrika groß geworden, nein, auch in Europa und Deutschland. Handeln und Kaufen ist die Devise, schleichend wird die Macht immer größer. Über den Machtzuwachs durch die neue Seidenstraße spricht Joachim Gogoll am 19. Juni ab 19.30 in den Räumen der KuKiS, Grüner Grund 5.

Die EU – heute und morgen – eine andere EU ist möglich und nötig. Wählen gehen ist gut, dranbleiben und kontrollieren ist besser!

In seinem Klartext erläutert Joachim F. Gogoll, wie er sich die EU der Zukunft idealerweise vorstellt. Natürlich sollte jeder zur Wahl gehen und eine demokratische Partei wählen, die ein gestärktes, erneuertes Europa schaffen will. Was Menschen in Europa von der EU wollen, sollten sie aber immer wieder von den Volksvertretern einfordern. Die Veränderung muss von der Basis kommen, damit sie auch von der Basis, vom Volk akzeptiert wird. Also wählen gehen und dran bleiben! Lest selbst:

EU ist nicht alles, aber ohne EU ist vieles nichts.

Senden. Lassen wir die EU einfach untergehen? Dieser Frage geht der Wirtschaftsexperte Joachim F. Gogoll im Rahmen des kleinen Wirtschaftsseminars der Agenda21 Senden am Mittwoch, den 15. Mai nach. Ab 19.30 referiert er in in den Räumen der KuKiS (alte Friedenskapelle, Grüner Grund 5) zum Thema “EU ist nicht alles, aber ohne EU ist vieles nichts!” Er will deutlich machen, dass man auf jeden Fall zur Wahl gehen sollte und eine der Parteien wählen sollte, die hinter einer demokratisch verwalteten EU stehen. Im Streit um die Vormacht der drei großen Wirtschaftsblöcke USA, China und Russland ist eine geschlossene EU als politische Größe von entscheidender Bedeutung.

Hat die EU ausgedient oder wird sie neu aufgestellt

Vieles hängt vom Wahlausgang ab. Deshalb werben die demokratischen Parteien, bei der Europawahl zur Urne zu gehen. Auch die Agenda21Senden und Attac-COE fordern zu einer die EU stabilisierenden Wahl auf.

Warum das so wichtig ist, wird Joachim F. Gogoll aus Nottuln bei seinem nächsten Vortrag im Rahmen unseres Sendener Wirtschaftsseminars erläutern. Der diplomierte Volks- und Betriebswirt, der auch bei der Agenda-Gruppe in Senden mitarbeitet, möchte in seinem Referat am 15. Mai deutlich machen, warum eine demokratisch gestärkte EU für das europäische Gemeinwohl im Rahmen der veränderten weltpolitischen Lage vorteilhaft ist.