Heckenpflanzen in einer ökologisch wertvollen, heimischen Hecke

In einer Lehrhecke am astronomischen Observatorium in Altenberge sollen demnächst folgende Heckenpflanzen gezeigt werden. Jede Pflanze bekommt ein Schild mit einem Namen und einer Nummer. Die Informationen dazu kann man sich dann auf einer Schautafel oder im Internet anschauen.

Berberitze (Berberis vulgaris)

Foto: Baumschule Horstmann

Der Sauerdorn / Gemeine Berberitze bietet sich mit starken Dornen und dichtem Wuchs als undurchdringliche Grundstücksgrenze an. Dabei wirkt die Pflanze alles andere als abweisend. Mit wundervollen Blüten in strahlendem Gelb und den auffallenden, knallroten Früchten ist der Strauch eine echte Zierde. Dazu lassen sich die Berberitzen-Beeren vielfältig in der Küche einsetzen oder dienen heimischen Vögeln im Winter als Nahrung. Anspruchslos und robust wächst (bot.) Berberis vulgaris an unterschiedlichsten Standorten und ist stadtklimafest. Der Strauch ist unempfindlich gegenüber Abgasen und Feinstaub und dient in Städten als Begleiter von öffentlichen Parkanlagen, Wegen und Straßen. Im eigenen Garten begeistert das Gewächs von Frühling bis zum Herbst mit einem wundervollen Farbzauber. Charakteristisch für die Gemeine Berberitze sind die dunkelgrünen Blätter. Im Frühjahr wirken sie gemeinsam mit den Blüten prächtig. Die kleinen schalenförmigen Einzelblüten hängen wie kleine Glöckchen in traubigen Blütenständen herab. Auffallend leuchten sie in intensivem Gelb aus dem Laub der Berberitze hervor. Von Mai bis Juni locken sie zahlreiche Bienen und Schmetterlinge an und sorgen für geschäftiges Treiben im Garten.

Besenginster (Sarothamnus scoparius)

Foto: Wikimedia

Besenginster liebt einen Standort an voller Sonne. Der Boden sollte nährstoffarm bis normal sein, am besten humusreich und eher sauer, aber vor allem trocken. Der Besenginster verträgt keine feuchten und nassen Böden, er neigt dann schnell zum Verfaulen. Normale Gartenerde wird aber auch vertragen. Beim Einpflanzen junger Besenginster ist darauf zu achten, dass die Pflanze mit einem Topfballen und nicht wurzelnackt eingepflanzt wird. Besenginster ist ansonsten robust, mehrjährig und winterhart. Er benötigt keine besondere Pflege und vor allem keine Düngung. Als gute Alternative zu „monotonen Lebensbaum- und Koniferenkulturen“ kann der Besenginster auch in Hecken verwendet werden.

Brombeere (Rubus fruticosus)

 

Von der Brombeere gibt es zahlreiche Wildformen, die nahezu über den gesamten Globus verbreitet sind. Botaniker haben allein in Europa über 2000 Arten beschrieben, die oft nur in bestimmten Regionen wachsen. In Mitteleuropa gehört die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zählende Brombeere zu den ältesten Obstarten. Die Beeren wurden ursprünglich in den Wäldern gesammelt und die ersten großfrüchtigeren Kulturformen hat man vermutlich schon mit dem Einzug der Gartenkultur in Mitteleuropa selektiert. Alle Bombeeren zeigen einen mehr oder weniger starken Wuchs und bilden je nach Sortengruppe aufrechter wachsende oder eher niederliegende Ranktriebe.

 

Buchsbaum (Buxus sempervirens)

 

Wohl kaum ein anderes Formschnittgehölz begegnet uns in so vielerlei Gewand wie der Buchsbaum. Schon die Römer nutzten den immergrünen Busch zur Gestaltung ihrer Gärten, und bis heute ist das schnittverträgliche Gewächs ein unverzichtbares Element formaler Grünanlagen, vom barocken Schlosspark bis zum Bauerngarten. Diese glänzende Karriere verdankt das robuste Gehölz vor allem seinem dichten, stark verzweigten Wuchs, der sich wunderbar in jede gewünschte Form schneiden lässt. Das kleinblättrige Laub des Buchsbaums glänzt an seiner Oberseite ledrig dunkelgrün. Ältere, nicht in Form geschnittene Pflanzen blühen ab März mit gelblichen filigranen Blüten.

Eberesche (Sorbus aucuparia)

 

Strauch oder Baum mit glatter Borke. Bis 15 m hoch. Die Früchte werden leuchtend rot. Die anspruchslose Eberesche kommt fast in ganz Europa vor. Der Vogelbeerbaum war dem germanischen Gewittergott Donar geweiht. Die Ziege, das Lieblingstier von Donar, soll schon damals die Blätter dieses Baumes bevorzugt haben. Als Schutz vor bösem Zauber und als Fruchtbarkeitssymbol hatte der Vogelbeerbaum bereits bei den Kelten große Bedeutung. Zudem ist in vielen Sagen die Rede vom Vogelbeerbaum, etwa in Island wegen der herbstlichen Verfärbung als Blutbaum, oder in Schweden und Norddeutschland, wo während den ersten Maitagen das Vieh, mit den vielblütigen Trugdolden und Zweigen geschmückt, Gesundheit und Kraft erhalten sowie vor bösen Geistern geschützt werden soll. Heimat/Herkunft: Europa bis Kleinasien und Sibirien.

Eibe (Taxus baccata)

 

Eiben findet man heute wildwachsend (wegen früherer Übernutzung, gezielter Ausrottung und Wildverbiss) nur noch an schattigen, windgeschützten Waldhängen und in Schluchten.
Während die Nutzung der Eiben in der Forstwirtschaft heute keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat, werden die schnittverträglichen Eiben seit der Renaissance häufig in der Gartengestaltung eingesetzt. Sie wurden und werden auch heute noch unter anderem als Formgehölz oder immergrüne, geschnittene Hecken gepflanzt.

Elsbeere (Sorbus torminalis)

 

Die Elsbeere ist das grösste aller einheimischen Rosengewächse. Sie kommt in weiten Teilen Europas vor (Verbreitungskarte). In der Schweiz wächst Sorbus torminalis hauptsächlich im Kanton Genf und vom Basler bis zum Schaffhauser Jura (Abb. 4). Der lateinische Gattungsname Sorbus hat seinen Ursprung im keltischen Wort „sorb“ = herb. Er weist auf den herben Geschmack der Früchte hin. Torminalis stammt vom lateinischen „tormina“, was Bauchschmerzen bedeutet. Früher wurde aus den Elsbeeren eine Medizin gegen Bauchschmerzen gewonnen. Der Volksmund kennt die Elsbeere auch als FrauenbeeriSauerbirlWilder SperberRuhrbirne oder Darmbeere.

Erle Schwarzerle (Alnus glutinosa)

Die Schwarz-Erle (Alnus glutinosa) ist ein mittelgroßer Laubbaum aus der Gattung der Erlen und gehört damit zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Weitere gebräuchliche Namen für die Schwarz-Erle sind Eller oder Else.[2] Weil sich frisch geschnittenes Holz rot färbt, wird sie auch Rot-Erle genannt – ein Name, der jedoch auch für die in Nordamerika beheimatete Rot-Erle (Alnus rubra) verwendet wird. Die Schwarz-Erle ist in ganz Europa verbreitet und fehlt nur im Norden Skandinaviens und auf Island. Sie ist durch ihre zäpfchenartigen Fruchtstände, die über den Winter am Baum bleiben, durch die vorne abgerundeten bis eingekerbten Blätter, die kahlen Triebe und durch die schwarzbraune, zerrissene Borke älterer Bäume einfach zu erkennen.[4] Ihr vergleichsweise niedriges Höchstalter von 120 Jahren, ihr rasches Wachstum und das hohe Lichtbedürfnis junger Bäume weisen die Art als Pionierbaumart aus. Auf den meisten Standorten ist sie damit der Konkurrenz anderer Arten auf Dauer nicht gewachsen.

Faulbaum (Rhamnus frangula)

 

 

Der Faulbaum ist ein locker wachsender Strauch mit einer Endhöhe von 2,5  bis 3 Metern. Durch die gute Schnittverträglichkeit kann dieses Gehölz auch niedriger gehalten werden. Nach den gelblichen Blüten die über den ganzen Sommer erscheinen reifen die zuerst grünen dann rötlich/schwarze, erbsengroßen Beeren heran. Rhamnus frangula ist ein sehr robustes und anspruchsloses Landschaftsgehölz. Das Laub des Faulbaumes stellt für den Zitronenfalter die einizige Nahrungsquelle dar.

Feldahorn (Acer campestre)

 

Geißblatt Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum)

 

Geißblatt Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium

 

Geißblatt rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)

 

Hainbuche (Carpinus betulus)

 

Hartriegel, roter (Cornus sanguinea)

 

Hasel (Corylus avellana)

 

Himbeere (Rubus idaeus)

 

Holunder, schwarz (Sambucus nigra)

 

Holunder, rot (Sambucus racemosa)

 

Johannisbeere, rot (Ribes rubrum)

 

Johannisbeere, schwarz (Ribes nigrum)

 

Kornelkirsche (Cornus mas)

 

Kreuzdorn, Purgier (Rhamnus catharticus)

 

Liguster (Ligustrum vulgare)

 

Mispel (Mespilus germanica)

 

Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)

 

Sanddorn (Hippophaë rhamnoides)

 

Schlehe (Prunus spinosa)

 

Schneeball, gemeiner (Viburnum opulus)

 

Schneeball, wolliger (Viburnum lantana)

 

Stechpalme (Ilex aquifolium)

 

Traubenkirsche (Prunus padus)

 

Ulme Flatterulme (Ulmus laevis)

 

Weide Ohrweide (Salix auritia)

 

Weide Salweide (Salix caprea)

 

Weißdorn, eingriffelig (Crataegus monogyna)

 

Weißdorn, zweigriffelig (Crataegus laevigata)

 

Wildapfel (Malus sylvestris)

 

Wildbirne (Pyrus pyraster)

 

Wildrose Hecken-Rose (Rosa corymbifera)

 

Wildrose Hundsrose (Rosa canina)

 

Wildrose Weinrose (Rosa rubiginosa)

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.