Enttäuscht von Abgeordneten – ein Grund der Politikmüdigkeit

Immer wieder war bei Gesprächen mit BürgerInnen zu hören: „Die machen ja doch, was sie wollen.“ Der Politik-Verdruss der Bevölkerung ist groß. Wählen wird zur Qual, Nichtwählen zur Option. Eine Alternative zur Politikmüdigkeit ist das Engagement in NGOs, in sog. Nichtregierungsorganisationen, z.B. Bürgerinitiativen, Umweltschutz-Verbänden (NABU, BUND, Greenpeace) oder politischen Denkschmieden (Attac, campact, lokale Agenda21) usw.. Wenn politische Denkweisen von Parteien als alternativlos dargestellt werden, sind die NGOs gefordert, Alternativen auf den Tisch zu legen und Veränderungen auf den Weg zu bringen.

Aus dem Kreis der Unabhängigen hier zwei Leserbriefe:

Leserbrief von Horst Sellge aus Havixbeck in den WN vom 14.10.14:Leserbrief Horst Sellge

Und als Reaktion der Leserbrief von Reinhard Loewert, Lüdinghausen, Tel.: 02591-1848, Netzpost: r.loewert@web.de

Bezug: Geheime Freihandelsabkommen TTIP und CETA

WN-Leserbrieftitel am 13.10.2014: „Enttäuscht von Abgeordneten“

Ich habe keinen Zweifel an dem, was Leserbriefschreiber Herr Sellge aus Havixbeck heute geschildert hat, und empfinde das Abstimmungsverhalten der genannten Politiker, immerhin Mitglieder des Bundestages (!) , nämlich Herrn Hampel (SPD) und Herrn Schiewerling (CDU) beschämend und als einen Schlag ins Gesicht eines jeden Bürgers, der auf die Verlässlichkeit, die Worttreue usw. eines gewählten deutschen Politikers setzt.

Ich erfuhr noch von ähnlichen Fällen aus Niedersachsen.

Das bedeutet auf der anderen Seite, dass wir Bürger uns im Fall des Falles selber mehr einbringen müssten für die Belange der Gesellschaft. Wir dürfen nicht nur unsere „eigenen kleinen Gärten“ sehen, sondern müssen uns auch für das „größere Umland“ interessieren und uns je nach Möglichkeit dafür einsetzen. Das tun leider viel zu wenige. Die meisten wollen gar nichts wissen und nur ihre Ruhe haben.

So geht das aber nicht in einer Gesellschaft. Das wird auch immer wieder beklagt. Andererseits fehlen den großen Worten meist die Taten.

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