Arm und Reich – Wirtschaft im Journal im März – Veränderung beginnt im Kopf

Joachim f. Gogoll, alternativer Ökonom aus Nottuln,  ist zufrieden, die Diskussion war offen, anregend und brachte überraschende Ideen zur Wiederbelebung der Demokratie ins Gespräch.

Für die Agenda21Senden waren bei Wirtschaft im Journal am 15. März Joachim F. Gogoll und Witold Wylezol zu Gast.

Witold Wylezol zeigte 2 Filme zur Einführung (Harald Lesch und Lothar Dombrowsky, alias Georg Schramm),  Joachim F. Gogoll referierte zu den Filminhalten und diskutierte mit dem Publikum.

An der seit etwa 35 Jahren immer weiter auseinanderklaffenden Einkommensschere wurden als Schuldige benannt: Die Großkonzerne und die dahinter stehenden Oligarchen, die neoliberalen Politiker in den etablierten Parteien seit Margret Thatcher, die uninformierten Menschen, die sich nicht gegen diese Entwicklung auflehnen und mehr demokratische Rechte einfordern sowie die Medien, die mehr oder weniger gleichgeschaltet das „Weiter so“ begünstigen.

Die alles beherrschende Geldgier der Superreichen wurde als Sucht entlarvt , die beteiligten Leute in Politik und Finanzwesen als deren Dealer auf allen Ebenen der Gesellschaft und die Demokratie als der große Verlierer. Das murrende Volk und deren Sprecher werden sofort abgestraft, teilweise sogar bedroht oder im Internet anonym beschimpft.

Nur langsam komme man wieder aus der Misere, so Gogoll, Maßnahmen könnten z.B. sein: Einführung einer Börsenumsatzsteuer (bereits 0,1% würden im Jahr 50 Mrd. Euro erbringen), Wiederaufnahme der Vermögenssteuer (9 Billiarden Vermögen stehen in der BRD 3 Billiarden Schulden gegenüber), Wiederanhebung des Höchststeuersatzes auf 53%, Begrenzung von Leiharbeit und Stärkung von Gewerkschaften, die eine Lohnerhöhung erreichen sollten, so dass Rentner nicht in die Altersarmut geraten.

Im Gegensatz zu großen Teilen des Publikums ist Joachim F. Gogoll zuversichtlich, dass Basisarbeit zum Erreichen dieser Ziele letztlich Erfolg bringen wird. Im Publikum wurde mehrfach betont, dass die Menschen vor Ort sich wieder mehr informieren und in die Politik einmischen müssten (Basisbewegungen, direkte Demokratie); in Senden sei mit „Wirtschaft im Journal“ der richtige Weg  eingeschlagen, ohne Verhaltensänderung des Einzelnen vor Ort sei nichts zu erreichen.

Als versöhnlicher Abschluss diente der Sketch über das ermäßigte Brot von gestern.

Wer einen Kunstfilm dazu sehen möchte, dem empfiehlt Witold Wylezol „Zeitgeist – addendum“,  veröffentlicht am 23.12.2013. Der Film von Peter Joseph zur weltweiten Zeitgeist-Bewegung zeigt das Netzwerk von Kontrollmechanismen auf, in dem sich große Teile der Menschheit heute befinden.

 

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