Noch ein Leserbrief zur Windkraft in Bösensell aus aktuellem Anlass

  Leserbrief zum Bericht „Windkraftgegner führen viele Argumente ins Feld“.

Was hat nun die „Monsterland“-Veranstaltung der Windkraftgegner in Bösensell gebracht. Liest man den Bericht in den WN – nur „kalter Kaffee“.  Es werden wieder einmal alle Argumente gegen die Erzeugung regenerativen Stroms durch Windkraft ins Feld geführt, die schon seit Jahren rauf- und runtergebetet werden. Und natürlich wird wieder einmal der Klimawandel – verursacht durch drastisch gestiegenen CO2-Emissionen seit der Industrialisierung – geleugnet. Neu ist allein, dass nun auch das Grundgesetz gegen Windkraftenergie herhalten muss. Dieses Argument kannte ich noch nicht.  Es wird nichts ausgelassen. Kein Argument ist zu dumm, um gegen die Windkraft zu polemisieren, schrieb schon vor Jahren der Wissenschaftsjournalist Franz Alt. Interessant wären positive und  konstruktive Perspektiven der Windkraftgegner gewesen. Die werden nur angedeutet („andere Innovationen“). Was damit wohl gemeint ist?  Dass ernsthaft der Klimawandel und die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen in Zweifel gezogen werden, kann ich nicht glauben.  Gerade in den letzten Wochen schlagen Meeres- und Klimaforscher Alarm. Der Wandel würde sich schnell und drastischer vollziehen, als noch vor Monaten gedacht. Die Anzeichen zum Beispiel in den Meeren und an den Polkappen sind nicht zu übersehen. Wer verantwortungsvoll und zukunftsorientiert denkt und handelt,  der muss wirkliche Alternativen vorschlagen. Nur „contra“ hilft uns nicht weiter.

 Mit freundlichem Gruß

Bernd Lieneweg, Senden

2 Gedanken zu „Noch ein Leserbrief zur Windkraft in Bösensell aus aktuellem Anlass

  1. Christoph Prasse

    Windkraft ist super – nur eben nicht überall. Bspw. wohl kaum auf dem Münsteraner Promenadenring. Also lohnt es sich, das Errichten von Kraftwerken nicht einfach flächendeckend in oder neben Naturschutzgebieten zu verteilen, denn sonst ist bald keine Natur mehr da, die zu schützen wäre. Und nur um weiter mit dem dicken SUV – nunmehr stromgetrieben mit durch Windkraft erzeugtem Strom -fördert keinen Klimaschutz, sondern verbraucht nur immer mehr Energie durch unsinnige Erfindungen immer neuer Energiefressender. Viel mehr einsparen (wer braucht Akkulaubbläser, E-Roller und Staubsaugerroboter etc. pp. wirklich) und bessere Speicher für Zeiten, in denen der Wind nicht weht – und schon müßsste – Stand heute – kein einziges Windrad mehr zusätzlich gebaut werden – zum Wohle der Natur, der Vögel, des sonstigen Getiers einschließlich der Insekten, denen immer mehr Windräder gegen ihr Aussterben auch nicht grad helfen!

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    1. Bernd Lieneweg Beitragsautor

      Einsparen ist das Wichtigste! Wenn wir das nicht schaffen, ist alles andere zwecklos. CO2 reduzieren müssen wir sofort mit allen Mitteln. Fossile Brennstoffe und Holz dürfen nicht mehr verbrannt werden. Pflanzen speichern den Kohlenstoff nur, wenn wir sie nicht verbrennen. Sonnenenergie gibt es reichlich. Auf Arterhaltung müssen wir achten. Wir überlebenden nur mit großer Biodiversität.

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