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Wahlpicknick zur Bundestagswahl 2021: Gesammelte Beiträge

Verbal wollen alle das vereinbarte Klimaschutzziel erreichen. Aber – so die Zeit: „Die Linke ist die einzige Partei, die fordert, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral werden solle. Um einen „angemessenen Beitrag für das Erreichen der 1,5-Grad-Grenze leisten zu können“, sei 2035 das maßgebliche Datum, schreibt das Wuppertal Institut in einer im Auftrag von Fridays for Future erstellen Studie.“

Link zur ZEIT

Was also wählen? Mehr Klarheit – vor allem auch für das Bauch-Gefühl – sollte das Wahlpicknick der Agenda21Senden mit dem direkten Kontakt  zu den Bundestagskandidaten bringen. Das kann natürlich nur gelingen, wenn diese auch zugegen sind. Das Vorlesen der CDU-Antworten war da eher kontraproduktiv. Die kurzfristige Absage der FDP war auch unglücklich, zumal nach momentaner Prognose die vertretenen Parteien keine Mehrheit bekommen werden. Was also wählen?

Nickeligkeiten führen nicht zum Ziel. Nach der Wahl wird das Raufen um den richtigen Weg zum Klimaschutz und damit um das Gestalten der Klimakatastrophe beginnen. Denn diese hat – das hat fast jeder inzwischen wahrgenommen – längst begonnen, in anderen Kontinenten verschärft, in Europa nun auch immer schlimer spürbar. Hitzetote – Luftverschmutzungskranke – Ertrunkene – sterbende Bäume – vertrocknende Äcker sprechen eine deutliche Sprache!

Maßnahmen müssen beschlossen, umgesetzt und bezahlt werden – eine fast nicht zu lösende Aufgabe.

Antworten der CDU zum Wahlpicknick
1. Energieerzeugung
Frage: Wie soll in der kommenden Legislaturperiode die Energiegewinnung gestaltet
werden, um die Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels zu erreichen und wie wollen Sie dies
finanzieren?
CDU/CSU haben vor der parlamentarischen Sommerpause ein zweites Klima- und
Umweltschutzpaket auf den Weg gebracht. Deutschland wird bis 2045 klimaneutral.
Als wichtige Zwischenmarken gelten für das Jahr 2030 das Ziel einer reduzierten
Treibhausgasemmission um 65 Prozent im Vergleich zu 1990 und für das Jahr 2040
ein Einsparziel von 88 Prozent. Deutschland hat auf diesem Pfad bis dato seine
Klimaziele eingehalten. Mit der Union wird das auch in Zukunft der Fall sein. Wir haben
beispielsweise gemeinsam mit den maßgeblichen gesellschaftlichen Akteuren den
Kohleausstieg beschlossen, in NRW die noch 2016 von Rot/Grün aufgestellte
Leitentscheidung zur Rodung des Hambacher Forsts umgekehrt und setzen auch in
Zukunft auf erneuerbare Energien.
Die Energiewende und der Umbau zu einer klimaneutralen Gesellschaft wird nur
gelingen, wenn wir uns um die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger kümmern. Wir
müssen deshalb Ökonomie und Ökologie sowie auch die soziale Frage zusammen
denken. Das kann und macht nur die CDU. Dafür müssen wir uns natürlich in allen
Sektoren und Bereichen der Wirtschaft und der Gesellschaft neu aufstellen. Dies
betrifft beispielsweise die Bereiche Mobilität, Wohnen, Landwirtschaft und Wirtschaft.
2. Mobilität
Frage: Welche Art von Mobilität wollen Sie in Deutschland durch welche Maßnahmen
durchsetzen?
Als CDU Deutschlands wollen wir eine Mobilität, die den Bedürfnissen der Menschen
gerecht wird. Lastenfahrräder mögen punktuell eine gute Idee für die
Großstadtbewohner sein. Für diejenigen, die morgens zur Arbeit müssen und dabei
weite Strecken zu überbrücken haben, ist diese Lösung offensichtlich nicht passend.
Als CDU arbeiten wir daran, dass alle Verkehrsträger, vom Flugzeug, Bus, Bahn, Auto,
Fahrrad und neue Mobilitätsformen, wie E-Scooter, zusammengedacht werden,
kompatibel sind und dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger schnell, günstig
und zuverlässig von A nach B kommen. Den öffentlichen Personennahverkehr werden
wir, auch auf dem Land, ausbauen.
Sog. „Reallabore“ zur Ermittlung der benötigten und von den Menschen favorisierten
Verkehrsträger laufen hier u.a. auch in Senden mit großem Zuspruch. Neben
bedarfsgerechten Zubringerverkehren zu den Hauptachsen wird im ländlichen Raum
aber auch der Individualverkehr in gewissem Maße erhalten bleiben. Hier machen
Projekte mit klimaneutralen Kraftstoffen, Wasserstoffmotoren oder MethanolFahrzeuge Mut und zeigen die Innovationsfreude deutscher Ingenieure.
3. Landwirtschaft und Biodiversität
Frage: Wie wollen Sie die deutsche und europäische Landwirtschaftspolitik in Zukunft
gestalten und finanzieren?
Für die europäische Landwirtschaftspolitik ist die Europäische Union zuständig, die
sich mit Änderungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik den großen Aufgaben stellt. Für
die deutsche Landwirtschaftspolitik ist die CDU der Garant für eine Zukunft der
Landwirtschaft. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nur gemeinsam mit den
Landeigentümern die nötigen Veränderungsprozesse in Feld, Wald und Forst werden
umsetzen können.
Der Kreis Coesfeld ist hier Vorbild in Sachen Vertragsnaturschutz oder
Wasserkooperationen. Ich bin dagegen, dass die Landwirte der “Buhmann der Nation“
sind, gleichwohl sehe ich auch Änderungsbedarf. Wirtschaftlich am Rande stehende
Betriebe können und werden aber den Wandel hin zu Zukunftsfähigkeit nicht
bewältigen können. Zu enge Verflechtungen von Baurecht, Immissionsrecht und
Umweltrecht blockieren aktuell Umbauten der Ställe hin zu mehr Tierwohl. Ständig
wechselnde Standards kosten Planungssicherheit und Vertrauen. Dies gilt es dringend
auf allen Ebenen aufzulösen.
Die sog. Borchert-Kommission hat z.B. erste wichtige Pflöcke zu pragmatischen und
an mehr Tierwohl ausgerichteten Lösungen präsentiert. Wir müssen in der nächsten
Periode mehr denn je dafür sorgen, dass Ideologie und Vorbehalte die vielen guten
Ansätze nicht länger blockieren.
4. Flächennutzung
Frage: Wie wollen Sie die Flächennutzung in Deutschland gestalten?
Fläche ist ein begrenztes Gut, dass in einem gerechten Interessenausgleich für
Landwirtschaft, Naturschutz, Infrastruktur und Entwicklung von Kommunen zur
Verfügung stehen muss. Wir werden den zunehmenden Flächenverbrauch begrenzen.
Wo Baurecht besteht, muss zügig gebaut werden. Ansonsten ist kluges
Flächenmanagement wie mit dem Baulandmobilisierungsgesetz das Gebot der Zeit.
Innovative Wohnprojekte, kluge Nachverdichtung und frühzeitige Beratung von
Immobilieneigentümern schaffen schon heute in vielen Kommunen mehr Platz, ohne
die so wichtigen Natur- und Ackerflächen weiter zu belasten.
5. Mindestlohn
Frage: Wie soll der Mindestlohn durch Ihre Partei gestaltet werden?
Für die Ausgestaltung des Mindestlohnes ist zu Recht die Mindestlohnkommission
verantwortlich. Der Lohn ist keine politische Frage, ansonsten legt der Staat am Ende
auch die Preise für Bananen fest. Ich habe großes Vertrauen darin, dass die
Mindestlohnkommission, in der sich Wissenschaftler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer
zusammensetzen, um die Lohnhöhe festzulegen, ihrer Verantwortung gerecht wird.
Andere europäische Länder mit (politischem) Mindestlohn subventionieren diesen mit
Milliardenbeträgen aus Steuermitteln, eine andere Form von staatlicher Alimentierung.
Aufgabe der Politik muss es sein, Menschen zu qualifizieren und ihnen Chancen für
berufliche Weiterentwicklung zu ermöglichen, so wie dies mit dem
Qualifizierungschancengesetz bereits sehr erfolgreich geschieht. Dieser erfolgreiche
Weg muss ausgeweitet werden.
6. Soziales und Rente
Frage: Wie wollen Sie in den nächsten Jahren Sozialsicherungssystem und
Rentensystem gestalten?
Das Deutsche Sozialsicherungssystem und das Rentensystem haben sich bewährt. In
der Rente setzen wir weiter auf drei Säulen: Rentenversicherung, private und
betriebliche Altersversorgung.
Selbstständige müssen z.B. ebenfalls eine insolvenzfeste Altersversorgung in
Anspruch nehmen können und sollen. Geringverdiener erhalten die Möglichkeit,
leichter die Vorzüge einer betrieblichen Altersversorgung in Anspruch nehmen zu
können. Die zu komplizierte „Riester“-Rente muss einem transparenten und einfachen
Standardprodukt ohne Abschlusskosten Platz machen.
Ganz neu ist die Idee der sog. Generationenrente. Danach wird für jedes Kind ab
seiner Geburt ein monatlicher Betrag in einen Pensionsfonds angelegt, um einen
einkommensunabhängigen Grundstock für die spätere Altersversorgung zu legen.
Gleichwohl müssen wir auf die demografische Entwicklung reagieren.
Die beste Renten- und Sozialpolitik ist aber nach wie vor eine gute Arbeitsmarkt- und
Wirtschaftspolitik. Nur mit einer guten Wirtschaftspolitik und einer guten
Arbeitsmarktpolitik werden wir uns in Zukunft diesen Sozialstaat leisten können. Denn
schon heute beläuft sich der Zuschuss zur gesetzlichen Rentenversicherung aus
konjunkturabhängigen Steuermitteln auf knapp 100 Milliarden Euro pro Jahr.
7. Asylrecht und Geflüchtete
Frage: Wollen Sie in Zukunft das deutsche und europäische Asylrecht
menschenrechtskonform mitgestalten? Wie wollen Sie das gestalten?
Das aktuelle Asylrecht ist selbstverständlich menschenrechtskonform. Deutschland
hat in den letzten Jahren mehr Flüchtlinge aufgenommen, als die restliche
Europäische Union zusammen. Als CDU haben wir Ordnung und Struktur in das
Asylsystem gebracht. Die damit einhergehende Integration bleibt allerdings eine der
ganz großen Daueraufgaben. Insgesamt steht Deutschland uneingeschränkt zu seiner
humanitären Verpflichtung und wird dieser – manchmal sogar zum Leidwesen und
unter Kritik der europäischen Nachbarn – gerecht.
Dennoch kann eine globale Aufgabe wie die Migration dauerhaft nicht national,
sondern nur europäisch gelöst werden. Das europäische Asylrecht bleibt in einem
vereinten Europa nach wie vor unser Ziel.
8. Rüstung
Frage: Wie wollen Sie die Rüstungsexporte in Zukunft regulieren?
Wir haben das strengste Rüstungsexportregime der Welt. Dabei bleibt es. Für die
Ausführung ist nicht die Legislative, sondern die Executive zuständig.
Häufig sind schwierige Abwägungen im Einzelfall zu treffen. Wenn es zum Beispiel um
europäische Rüstungs- und Verteidigungsprojekte geht, die ansonsten ohne deutsche
Beteiligung und damit ohne deutsches Mitspracherecht entwickelt würden.
Ebenso ist es bei der Frage, ob ein über spätere Wartungs- und Reparaturverträge
abgesicherter Folgedialog aufgegeben werden soll zulasten einer Verschiebung
anderer Staaten in Richtung Russland oder China, die ohne Standards und Skrupel
liefern.
Eine oberflächliche Debatte verbietet sich allein deswegen schon, weil häufig nicht
Waffen im klassischen Sinne betroffen sind, sondern unbewaffnete Kontrollbote,
Mienensuchgerät, Schutzwesten oder gepanzerte Fahrzeuge.

 

Wahlpicknick zur Bundestagswahl am Freitag, den 27. August 2021

Entwurf: MilKa

Senden. Im September ist Bundestagswahl und noch viele Menschen sind sich nicht sicher, wem sie Ihre Stimme geben möchten? Wem trauen sie die derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen am ehesten zu? Wem schenken sie Ihr Vertrauen? Zeit, den Bundestagskandidat/innen und Parteivertreter/innen aus dem Kreis Coesfeld auf den Zahn zu fühlen.

Die Agenda21Senden lädt dazu am Freitag, den 27. August, um 18 Uhr zu einem Wahlpicknick auf die Wiese hinter der evangelischen Kirche, Steverstraße 5, ein.

Während des Picknicks werden Johannes Waldmann (SPD), René Arning (FPD), Anne Monika Spallek (GRÜNE), Klaus Stegemann (DIE LINKE) und ein bisher nicht benannter Vertreter der CDU verschiedene Fragen zu ihren Parteiprogrammen beantworten müssen. In den Themenbereichen Klima/Energie/Mobilität, Arbeit, Soziales und Rente, Rüstung und Asylrecht warten darüber hinaus auch Quizfragen auf die Kandidat/innen. Im Anschluss an das Plenum gibt es Gelegenheit zur tiefergehenden Diskussion und persönlichen Austausch.

Die Veranstalter bitten: „Bringen Sie Picknickkorb und -decke oder einen Stuhl mit.“ Der Platz ist nicht bestuhlt. Die Agenda21Senden bietet zudem regional erzeugte und auch vegetarische Wurst vom Grill an. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Zugang wird nach den geltenden Corona-Regeln kontrolliert. www.agenda21senden.de

WN: Givebox nach drei Jahren Planung endlich bald startklar

: Tauschschrank-Projekt soll Ende des Monats starten

Betreuer für Give Box gesucht

Senden. Damit abgelegte Gegenstände ein zweites Leben erhalten, wird derzeit ein Tauschschrank in Senden (am kath. Pfarrheim, ziemlich genau dort, wo das Foto aufgenommen wurde) errichtet. Das Give-Box-Projekt benötigt allerdings noch ehrenamtliche Helfer, die den Schrank betreuen. Dazu starten die Ideengeber nun einen Aufruf.

-acf- (Ann-Christin Frank, Pressetermin am 27. Juli)

Betreuen die Give Box (v.l.): Bernd Lieneweg (Agenda 21 Senden), Hanna Neu (Sozialwerk St. Georg Ottmarsbocholt), Bettina Scholz (Ökumenischer Jugendtreff), Dominic Langbein und Sascha Holtey (Klienten des Haus Davert). Foto: acf, WN

Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Bedeutung – auch im privaten Bereich. Da wollen viele, die daheim immer mal wieder ausmisten, den Gegenständen gerne ein zweites Leben schenken und anderen damit noch eine Freude bereiten.

Genau für diesen Zweck wird derzeit eine Give Box gebaut. „Dabei handelt es sich um einen Tauschschrank, in dem gut erhaltene Gegenstände abgelegt werden, um neue Besitzer zu finden. Leute, die die Gegenstände gebrauchen könne, dürfen sich diese aus dem Tauschschrank einfach mitnehmen“, erklärt Bettina Scholz vom ökumenischen Jugendtreff das Konzept. Das trägt zu einem ressourcenschonenden Prozess bei, da die Gegenstände so noch lange in einem Kreislauf ihren Sinn erfüllen können.

Als Kooperationspartner für das Give-Box-Projekt sind neben den Ideengebern von der ersten Sendener YouCom auch das Sozialwerk St. Georg, die Agenda 21, die Pfarrei St. Laurentinus, der Ortsverband der Grünen, der Ökumenische Jugendtreff, Mitglieder des Inklusionsbeirates sowie die Gemeinde mit im Boot.

Eben diese Beteiligten werden die Give Box nach der Errichtung zunächst betreuen. Geplant ist die Aufstellung des Tauschschranks für Ende August, da sich dieser derzeit noch im Bau befindet. „Damit die Betreuung langfristig auf möglichst viele Schultern verteilt werden kann, suchen wir noch weitere ehrenamtliche Partner, die an dem Give-Box-Projekt interessiert sind“, erklärt Scholz.

Leute,die noch bei der Give Box mitmachen wollen, dürfen sich an Bettina Scholz wenden per E-Mail an scholz@jugendtreff-senden.de.

Treffen der Agenda-Gruppe im August 2021

Das planmäßige Treffen der Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 11. August, ab 18.30 Uhr auch online unter https://t1p.de/agenda21senden statt. Auf der Tagesoerdnung stehen die Neuorganisation des Leihrad-Projekts, die Vorbereitung des Wahlpicknicks auf der Steverwiese und die Organisation der Waldführung am Venner Moor am Waldstück der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“. Auch über die Hecken am Sendener Schloss und die Bäume in der Farwicks Heide wird zu sprechen sein.

Sendener Givebox – die lange Geschichte eines Geschenkeschranks

Gartenhaus Blockhaus Modus 177 x 171 cm

Die zweite Idee war ein Gerätehaus von Hornbach. Foto: Hornbach

 

… schließlich wird es ein schöner Schrank aus gutem Stahl. Ein Prachtstück! Bild: Könnt Ihr Euch sicher denken 😉

Gut Ding braucht Weile – ohne langen Atem geht in Senden nichts durch den Rat. Ich kann das immer gar nicht fassen und bewundere die, die das aushalten.

Bettina ist eine von denen, ich finde das bewundernswert. In einer Zeitleiste hat sie das Unglaubliche festgehalten:

Zeitleiste Givebox

 

Oktober 2018 Erste Sendener YouCom  >  Entstehung der Idee
   
Dezember 2018 Vorstellung der Idee im Zukunftsforum >“Kümmerer“ werden geworben.

Arbeitsgruppe wird gebildet

   
März 2019 Konzept ist erstellt (Felix Lindau ÖJT/ Projektleiter InSe/ Arbeit mit Geflüchteten Jugendlichen)

Arbeitsgruppe hat sich vorher mehrfach getroffen

   
Juni 2019 Vorstellung des Konzeptes im Gemeindeentwicklungsausschuss.

Einstimmige Zustimmung,

ABER: Alternative Standorte sollen geprüft werden

   
Juli 2020 Wiederaufnahme der Arbeit des Arbeitskreises.

Prüfungen und Begehungen alternativer Standorte haben ergeben, dass der ursprüngliche Standort der optimalste ist.

Austausch mit Givebox- Aktiven anderer Standorte.

Das Konzept wird überarbeitet.

   
Januar 2021 Das überarbeitete Konzept wird im Bau- Und Planungsausschuss vorgestellt.

 

„Die Givebox soll am Katholischen Pfarrheim in Senden aufgestellt werden. Nach einem Jahr soll evaluiert werden, ob der Standort angenommen wurde. Falls nein, soll ein Standort im Bereich Dallinghoff / gegenüber Brox geprüft werden. Abstimmungsergebnis: einstimmig“

 

Die Umsetzung kann beginnen.

   
Juli 2021 Die Arbeitsgruppe hat sich Corona-bedingt eingeschränkt getroffen.

Themen, wie zum Beispiel „Barrierefreiheit“, „Betreuung und Pflege der Givebox“, „Organisation des Aufbaus“ werden erörtert und umgesetzt.

Das Projekt soll auf ein breites Fundament an Unterstützern gestellt werden.

Weitere Aktive sind herzlich willkommen.

   
09. August 2021

17 – 18 Uhr

Nächstes Treffen des Arbeitskreises, im KuBuZ (Kindertreff im ev. Gemeindezentrum).

Der barrierefreie Zugang ist gewährleistet.

Herzliche Einladung zum Mitmachen!

Das erste Windrad in Senden lässt noch viel länger auf sich warten. Und noch länger gab es die absolute Mehrheit der Mehrheitsfraktion. Es lebt sich gut in Senden – ohne Frage!

Power Point Präsentation für BPA 2021(1)

 

 

Einladung zum planmäßigen Treffen im Juli 2021

  Die planmäßige Sitzung der Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 14. Juli, ab 18.30 Uhr noch einmal online statt unter https://t1p.de/agenda21senden. Auf der Tagesordnung stehen die Windkraft in Senden, die Umstrukturierung des Leihrad-Projektes, Baum- und Hecken-Aktionen sowie Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl und das „Wahl-Picknick“.

WN: Erster Info-Abend zur Ausweisung von Windkraft-Zonen

Als Bürgermeister initiierte Alfred Holz vor 23 Jahren die Gründung einer Agenda-Gruppe in Senden (Anm. der Agenda21Senden).

WN am 1.7.21: Altbürgermeister führt Kritiker an

Bericht von Dietrich Harhues

Auftakt von drei Versammlungen: Info-Abend zum Thema Windkraft in der Bösenseller Sporthalle. Moderatorin Tomke Menger (kl. Bild, v.l.), Dr. Martin Schröder, Sebastian Täger, Klaus Stephan, Christoph Bolle und Thomas Fiebig bildeten das Podium. (di)

Auftakt von drei Versammlungen: Info-Abend zum Thema Windkraft in der Bösenseller Sporthalle. Moderatorin Tomke Menger (kl. Bild, v.l.), Dr. Martin Schröder, Sebastian Täger, Klaus Stephan, Christoph Bolle und Thomas Fiebig bildeten das Podium. (di) Von Dietrich Harhues

SENDEN. Der Fußball-Klassiker hatte das Nachsehen gegenüber den Windkraft-Informationen. Zumindest für rund zwei Dutzend Bürger (etwas weniger, als sich angemeldet hatten), die sich am Dienstagabend in der Sporthalle in Bösensell einfanden. Während sie dort die ungenutzten Chancen der DFB-Elf verpassten, wahrten sie die Möglichkeit, ihre Positionen zu Protokoll zu geben. Um im Bild zu bleiben: Die Begegnung zwischen Verwaltung und Fachleuten auf der einen sowie den Windkraft-Betroffenen oder -Interessierten auf der anderen Seite verlief insgesamt sportlich, ohne Fouls und gelbe Karten. Was nicht heißt, dass das Team der Bürger nicht manche Offensive startete, als nach ausführlicher Vortragsrunde die Fragen erlaubt waren.

Als Erster übernahm Alfred Holz die Rolle des „Stürmers“. Er schoss eine ganze Salve von Fragen auf das Podium ab, das Dr. Martin Schröder, Fachanwalt für Verwaltungsrecht in der Kanzlei Wolter – Hoppenberg, Thomas Fiebig vom Stadtplanungsbüro Drees und Huesmann sowie Bürgermeister Sebastian Täger, Beigeordneter Klaus Stephan und Christoph Bolle aus dem kommunalen Fachbereich Planen bildeten. Altbürgermeister Holz kritisierte die Taktik der aktuellen Verwaltungsspitze: Er halte es für „nicht fair“, dass am vorigen Donnerstag – wie berichtet – das Szenario der Vorrangzonen für den fortzuschreibenden Flächennutzungsplan und seine Offenlage politisch beschlossen worden seien und erst im Anschluss Bürgerversammlungen durchgeführt werden. „In über 30 Jahren, in denen ich bei der Gemeinde tätig gewesen bin, haben wir das noch nie gemacht“, prangerte der Altbürgermeister an. Sein Nachfolger schoss den Ball zurück: „Ganz so ist die Sache nicht.“ Täger betonte, dass das Verfahren nicht mehr am Anfang stehe und es jetzt gelte, aus den Versammlungen „Ideen mitzunehmen“. Info-Abende in den Jahren 2015 beziehungsweise 2018 hätten auch auf einer Vorauswahl von Potenzialflächen aufgebaut, entgegnete Bürgermeister Täger.

Bewohner des Außenbereichs pochen auf mehr Schutz

Bei der planerischen Herleitung machte Alfred Holz den Einwand geltend, dass Gebiete der Kategorie Naherholung/Tourismus ausgenommen würden, während sich die Bewohner im Außenbereich „mit 450 Metern Abstand begnügen müssen“. Bei einem Bestand von 700 Gebäuden im Außenbereich seien etwa 2100 Menschen von dieser Vorgabe betroffen, rechnete Holz vor. Vier Gebiete, unter anderem an Stever, Alter Fahrt und Davert, brächten es auf einige Hektar Fläche, die unter dem Vorzeichen des Gesamtziels, der Windkraft substanziell Raum zu geben, anders hätten verteilt werden können. Das aktuelle Baulandmobilisierungsgesetz räume gerade dem Außenbereich prinzipiell Entwicklungschancen ein, die den Eigentümern in Senden aber nicht zugebilligt würden, beanstandete der Altbürgermeister weiter. Der die Bösenseller Gärtnersiedlung dafür als konkretes Beispiel nannte.

Die bisherige politische Entscheidung, Flächen in Gebieten der Naherholung/Tourismus zu verschonen, hatte auch im weiteren Verlauf der Sitzung und zuvor für kritische Anmerkungen gesorgt.

»Dann haben wir ein Problem.«

Beigeordneter Klaus Stephan pocht darauf, dass der FNP vor Gericht Bestand haben muss

Zur Frage, wie die Diskrepanz zwischen der Vorgabe des Landesentwicklungsplans (LEP) mit 1500 Metern Abstand und der Anpassung des Baugesetzbuchs für NRW mit 1000 Metern einzuordnen sei, antwortete Dr. Schröder mit unterschiedlichen Adressaten der Regelungen. Die 1500 Meter seien ein politischer Kompromiss. Würde diese angewandt, stelle sich die Frage, ob die Gemeinde der Windkraft ausreichend Potenzial ausweist, gab der Jurist noch zu bedenken. Die 1500-Meter-Maßgabe sei auch nicht zwingend, sondern ein Grundsatz, der sich im Zuge der Gesamtabwägung als nicht durchschlagend erweisen könne, betonte Klaus Stephan, Beigeordneter und Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen, Umwelt.

Stephan erinnerte daran, dass der Gesetzgeber den Kommunen aufgebe, der Windkraft substanziell Raum einzuräumen. Sollte ein fehlerhaft zustande gekommener Flächennutzungsplan vor Gericht scheitern, so entfiele damit die Möglichkeit der Gemeinde, die Ansiedlung überhaupt noch zu steuern. „Dann haben wir ein Problem.“

Bericht zu den weiteren Windkraft-Info-Abenden folgt

Sendener Leihräder: die Flotte wächst

Ungeachtet der Tatsache, dass nicht jede_r in Senden richtig mit den Leihrädern umgeht, wächst ihre Zahl. Wem gehören sie eigentlich? Allen, die sie zweckbestimmt gebrauchen. Besitzer ist, wer drauf sitzt, steigt sie/er ab, gehören sie wieder allen. Deswegen sollten sie pfleglich behandelt werden und da abgestellt werden, wo sie der oder die Nächste gebrauchen kann. Ist etwas nicht in Ordnung, soll man die Gemeinde anrufen.

Noch einmal wurden acht Räder hergerichtet, sie wurden frisch in den Sendener Farben lackiert. Es folgt die technische Überprüfung durch die Werkstatt der Flüchtlingshilfe.