Archiv der Kategorie: Wirtschaft im Journal

Hat die EU ausgedient oder wird sie neu aufgestellt

Vieles hängt vom Wahlausgang ab. Deshalb werben die demokratischen Parteien, bei der Europawahl zur Urne zu gehen. Auch die Agenda21Senden und Attac-COE fordern zu einer die EU stabilisierenden Wahl auf.

Warum das so wichtig ist, wird Joachim F. Gogoll aus Nottuln bei seinem nächsten Vortrag im Rahmen unseres Sendener Wirtschaftsseminars erläutern. Der diplomierte Volks- und Betriebswirt, der auch bei der Agenda-Gruppe in Senden mitarbeitet, möchte in seinem Referat am 15. Mai deutlich machen, warum eine demokratisch gestärkte EU für das europäische Gemeinwohl im Rahmen der veränderten weltpolitischen Lage vorteilhaft ist.

Brexit: England ade, Scheiden tut weh – Wirtschaftsseminar am 20. März

Das kleine Wirtschaftsseminar für Jedermann (und -frau) der Agenda21Senden findet am 20. März ab 19.30 Uhr wieder in den Räumen der KuKiS, Grüner Grund 5, statt. Joachim F. Gogoll, überzeugter Europäer und Experte für alternative Wirtschaftsformen (Betriebs- und Volkswirt, Mitglied der sog. Memorandum-Gruppe) spricht zum Thema: “Nun geht doch endlich! – Der Brexit und die Folgen für Europa.” Sachfragen werden geklärt und Lösungen diskutiert.

Wie Unternehmen Steuern vermeiden – die O-Ton März ist da

 

Amazon, Ikea, VW, Apple usw. zahlen fast keine Steuern an Staaten.
Um solche Steuervermeidungen zukünftig unmöglich zu machen, haben Attac und andere Nichtregierungsorganisationen die Einführung einer sogenannten Unitary Tax, einer Gesamtkonzernbesteuerung, gefordert.

Hier die Gesamtausgabe als pdf: Oton2018maerz

Zusammenfassung des Vortrags – Rente der Zukunft – vom 15.02.2017

„Rente der Zukunft – Bausteine für eine sichere Altersvorsorge“

Zusammenfassung des Vortrages von J. Gogoll am 15.02.17


Notwendigkeit für eine Reform des Rentensystems

* schon heute hoher Anteil an alterarmen Rentnern, Tendenz steigend
* viele können sich private Altersvorsorge nicht leisten
* private Rentenversicherungen aufgrund der derzeitigen niedrigen Zinsen wenig ertragreich
* es gibt zu viele Erwerbstätige, die nicht in die gesetzliche Rente einzahlen (Beamte, Freiberufler, Selbstständige)
* Anteil an Arbeitnehmern in Zukunft geringer (z.B. durch weitere Automatisierung) => weniger Beiträge => Rente nach bisherigem System nicht mehr finanzierbar
* weitere Kürzungen werden kaum wieder rückgängig gemacht, und würden die heutige Jugend im Rentenalter dann besonders hart treffen

 

mögliche Bausteine, die eingesetzt werden können

Beitragssystem wie bisher, allerdings mit folgenden Änderungen:

* alle zahlen in die Rentenkasse (Selbstständige, Freiberufler etc.)

* Beitragbemessung durch Heranziehung aller Einkünfte (auch Zinsen, Erträge aus Verpachtungen, Vermietungen etc.)
* prekär Beschäftigte müssen echten Mindestlohn erhalten, nur damit sind echte Beiträge garantiert

* garantierte Mindestrente (höher als Hartz 4)

* Bundeszuschüsse für Beitragszahler im Falle der Arbeitslosigkeit durch Jobverlust oder Krankheit

* Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze

* Bestandsgarantie für bereits privat abgeschlossene Rentenverträge

 

Änderung des Finanzierungssystems:

* über alle allgemeinen Steuern finanzierte Renten (=breitere Finanzierungsbasis)

* Mindestrente

* wer viel verdient, erhält mehr Rente

* keine Einführung von Sondersteuern für die Finanzierung

 

Alternative:

* bedingungsloses Grundeinkommen
Demografie kein Hinderungsgrund für eine ausreichende Rente, da trotz schrumpfender Bevölkerung durch Produktivitätssteigerung immer weniger Menschen immer mehr produzieren, dadurch entshet Verteilungsgerechtigkeit.

 

Wirtschaft im Journal – Rente der Zukunft – am 15.02.2017 im Journal, Senden

Die „Rente der Zukunft“ – welche Bausteine sind für eine sichere Altersversorgung wirklich sinnvoll? Darüber wollen wir uns bei „Wirtschaft im Journal“ am 15. Februar ab 19 Uhr zusammen mit dem Ökonom Joachim F. Gogoll austauschen. Interessierte sind herzlich eingeladen, die AgendA21Senden freut sich wie immer über zahlreiches Erscheinen und rege Diskussion. Weitersagen!

Wirtschaft im Journal – die Weihnachtsausgabe – am 7.12. wieder im Journal

Plakatentwurf: MilKa

Plakatentwurf: MilKa

Wachstum braucht Konsum, grenzenloses Wachstum plündert unsere letzten Ressourcen und mündet im Crash. Daher müssen Wachstum und Konsum irgendwie begrenzt werden, das Gemeinwohl in einer Postwachstumsgesellschaft gründet sich auf andere Werte. Wohlergehen unter weitestgehendem Verzicht auf Konsum muss neu gedacht werden, dazu braucht es Fantasie und Umgewöhnung. Wie „Weihnachten ohne Konsum“ gelingen kann, darüber wollen wir uns bei „Wirtschaft im Journal“ am 9. Dezember ab 19 Uhr zusammen mit dem Ökonom Joachim F. Gogoll Gedanken machen. Interessierte sind herzlich eingeladen, Plätzchen dürfen mitgebracht werden. Weitersagen!

Wirtschaft ohne Wachstum – Postwachstumsökonomie

Joachim F. Gogoll, Experte für alternative Wirtschaftspolitik

Joachim F. Gogoll, Experte für alternative Wirtschaftspolitik

In Anlehnung an die Lehre von Prof. Niko Paech referierte der Ökonom Joachim F. Gogoll aus Nottuln über die sog. Postwachstumsökonomie. Zusammengefasst geht es dabei um eine drastische Entschleunigung des Lebens, weniger Arbeit, weniger Mobilität, mehr Eigenversorgung, Wiederverwendung von Hausrat und Geräten, Bodenreform und Bankgeschäfte ohne Zinsen. Gemeinwohl und individuelle Zufriedenheit werden weniger materiell, sondern eher ideell durch eine andere Lebensform in einem sozialen Gefüge (Gemeinschaft, Kooperation) erreicht.

Genaueres kann man bei Niko Paech nachlesen und nachhören (Video).

Niko Paech: Grundzüge einer Postwachstumsökonomie

Als „Postwachstumsökonomie“ wird eine Wirtschaft bezeichnet, die ohne Wachstum des Bruttoinlandsprodukts über stabile, wenngleich mit einem vergleichsweise reduzierten Konsumniveau einhergehende Versorgungsstrukturen verfügt. Die Postwachstumsökonomie grenzt sich von landläufigen, auf Konformität zielende Nachhaltigkeitsvisionen wie „qualitatives“, „nachhaltiges“, „grünes“, „dematerialisiertes“ oder „decarbonisiertes“ Wachstum ab. Den vielen Versuchen, weiteres Wachstum der in Geld gemessenen Wertschöpfung dadurch zu rechtfertigen, dass deren ökologische „Entkopplung“ kraft technischer Innovationen möglich sei, wird somit eine Absage erteilt.

Weiterlesen bei Niko Paech.

 

„Wohlstand ohne Wachstum“ – kleines Wirtschaftsseminar am 26. Oktober bei Niemeyers

Die Agenda 21Senden lädt ein zum nächsten Vortrag in der Reihe „Alternativen der Wirtschaftspolitik“. Für das neue Format des kleinen Wirtschaftsseminars konnte noch einmal der bekannte und engagierte Ökonom Joachim F. Gogoll aus Nottuln gewonnen werden. Er wird am 26. Oktober einen Vortag zum Thema „Wohlstand  ohne Wachstum“ halten und im Anschluss Fragen dazu beantworten. Der Eintritt ist frei. Die Reihe wird fortgesetzt. Ausnahmsweise findet das „Wirtschaftsjournal“ der Agenda-Gruppe am 26. Oktober ab 19 Uhr bei Niemeyers in der Herrenstraße 4 statt. Neueinsteiger sind willkommen.

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