Archiv des Autors: Bernd Lieneweg

Foodwatch: CETA stoppen – jetzt unterzeichnen

 

Freihandelsabkommen nit Kanada stoppen

Freihandelsabkommen nit Kanada stoppen

In der vergangenen Woche ereilte uns die Nachricht, dass die Europäische Kommission die Bürgerinitiative gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP mit Kanada und den USA nicht zulässt. Ein echter Hammer! In ganz Europa gibt es Bürgerproteste gegen die Abkommen, rund 250 Organisationen stehen mittlerweile hinter der Bürgerinitiative – aber wir Bürger sollen offenbar nicht mitreden, wenn es um Bürgerrechte oder Konzerninteressen geht.Aufgeben kommt für uns nicht in Frage. Im Bündnis mit den anderen Organisationen haben wir entschieden: Wir ziehen vor den Europäischen Gerichtshof und klagen gegen die Nicht-Zulassung der Bürgerinitiative. Wir wollen es nicht auf uns sitzen lassen, dass die EU-Kommission den Bürgerprotest mit formaljuristischen Kniffen ausschalten will. Doch wir wissen: Der Rechtsweg kann viele Monate dauern – Monate, nach denen vielleicht auch beim TTIP-Abkommen mit den USA alles zu spät sein könnte, weil die Verhandlungen währenddessen weiterlaufen. Das weiß natürlich auch die Europäische Kommission. Deshalb haben wir auch entschieden: Gemeinsam mit den fast 250 anderen Organisationen werden wir die Unterschriftensammlung für eine europäische Bürgerinitiative dennoch starten. Jetzt erst recht! Wenn dieser Protest auch nicht „offiziell“ gewertet wird – wir sind uns sicher, dass es ein starkes Signal der Bürgerinnen und Bürger Europas geben wird, an dem politisch keine Regierung und auch die Europäische Kommission nicht vorbei kommt!In einigen Tagen wird die Internetseite fertig sein, auf der Sie gegen den Ausverkauf von Bürgerrechten unterschreiben können, der sich durch das TTIP-Verhandlungsmandat abzeichnet und der im fertig ausverhandelten CETA-Abkommen bereits erkennbar ist. Wir informieren Sie darüber, sobald es losgeht! Aber es gibt schon jetzt etwas, das Sie tun können: Fordern Sie den Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel auf, das CETA-Abkommen, das bald in Kraft treten soll, zu stoppen:www.foodwatch.de/aktion-ceta

Unser Protest hat schon etwas bewirkt: Sigmar Gabriel ist in seiner SPD stark unter Druck geraten. Und ursprünglich sollte der CETA-Vertrag bereits auf dem EU-Kanada-Gipfel in der nächsten Woche paraphiert werden, danach wären keine Änderungen am Vertragstext mehr möglich gewesen. Doch die Paraphierung wurde verschoben, die Bundesregierung hat Nachverhandlungen angekündigt!

Vor allem geht es um die privaten Schiedsgerichte: Konzerne sollen laut CETA die Möglichkeit haben, Staaten vor privaten Gerichten auf Schadenersatz zu verklagen – zum Beispiel, weil sie wirtschaftliche Nachteile durch Umweltschutz- oder Verbraucherschutzstandards haben. Sigmar Gabriel selbst hat dies als eine „Gefahr“ für „die verfassungsrechtliche Grundordnung und auch die Freiheit des Gesetzgebers“ bezeichnet. Das wären sie in der Tat – treten diese Regelungen bei CETA in Kraft, wären sie wohl auch bei TTIP nicht mehr zu verhindern.

Bitte helfen Sie mit und erinnern Sie den Vizekanzler an seine Worte! Sigmar Gabriel kann CETA in der aktuellen Version stoppen – und wenn der Minister zu seinem Wort steht, dann muss er das auch tun. Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an Sigmar Gabriel:

CETA stoppen – unterzeichnen Sie jetzt hier!

Sie haben schon teilgenommen? Dann leiten Sie diese Nachricht nun unbedingt weiter. Jede Stimme ist wichtig! 

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung,
Ihr foodwatch-Team

Die größte Klima-Demo aller Zeiten – dank avaaz.org

Ricken Patel von avaaz.org schreibt uns:

„Liebe wunderbare Avaazer,

vor einigen Monaten hat sich unsere Gemeinschaft ein verrücktes Ziel gesetzt: die größte Klima-Mobilisierung aller Zeiten auf die Beine zu stellen. Und gestern haben wir unsere kühnsten Erwartungen übertroffen – mit einer Klima-Demo, die alle vorigen Aktionen größenmäßig um das *Sechsfache* übertrifft!!! 80 Häuserblöcke in New York sahen gestern so aus:

Weltweiter Klima-Aktionstag

Und so sah es in London, Berlin, Bogota, Paris, Delhi, und Melbourne aus…

Über 675.000 von uns sind weltweit auf die Straßen gegangen. So haben wir auf wunderbare Weise deutlich gemacht, wie sehr uns alles, was vom Klimawandel bedroht ist, am Herzen liegt. Wir haben außerdem die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass wir diese Welt retten und eine Gesellschaft aufbauen können, die zu 100% auf sauberen Energieträgern beruht. Klicken Sie hier, um noch mehr Bilder des Tages anzuschauen:

https://secure.avaaz.org/de/climate_march_reportback/?bhTYPeb&v=46387

Gemeinsam haben wir Geschichte geschrieben, aber dies ist nur der Anfang. In 15 Monaten findet der entscheidende Klima-Gipfel in Paris statt – dort brauchen wir ein globales Abkommen. Die jeweiligen Staaten haben versprochen, bis März 2015 ihre nationale Zielsetzung festzulegen. Deshalb wird sich unsere Bewegung jetzt aufgliedern, um diese nationalen Ziele ins Visier zu nehmen. Doch bis zum Pariser Gipfel werden wir uns alle paar Monate weltweit zusammentun – immer wieder, immer stärker – um unsere Forderung nach Veränderungen und 100% sauberer Energie so laut werden zu lassen, dass Entscheidungsträger nicht weghören können. Die Bewegung, auf die wir gewartet haben, ist entfacht.

Voller Dankbarkeit,

Ricken, Emma, Alice, Iain, Nataliya, Patri, Oliver, Diego, Rewan und das ganze Avaaz-Team

PS – Um diesen Tag zu ermöglichen, haben wir haben mit Tausenden von Organisationen zusammengearbeitet und sind unseren Freunden bei der Organisation 350 ganz besonders verbunden. Doch unsere Gemeinschaft kann sich zu diesem wichtigen Schritt, den wir unternommen haben, gratulieren. Das Avaaz-Team und die Gemeinschaft haben eine zentrale Rolle bei fast allen Demos und Events gespielt, die veranstaltet wurden. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ nannte es „einen organisatorischen Triumph“ für Avaaz und die BBC sagte „bei den Demonstrationen sind, dank der organisatorischen Leistung der Online-Gemeinschaft Avaaz, mehr Menschen auf die Straßen gegangen, als je zuvor.“ Wir haben Hunderte von Organisatoren und Tausende von Freiwilligen herangeholt und unsere Gemeinschaft hat das Projekt mit Spenden in Millionenhöhe unterstützt. Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, müssen wir alle über uns hinauswachsen. Gemeinsam haben wir genau das getan und wachsen so zu einer neuen und effektiveren Art von Bewegung heran: einer Bewegung, die jetzt sowohl online als auch offline existiert. Wir sind allen Beteiligten unendlich dankbar.

Kommunale Selbstverwaltung gegen Konzerninteressen

Attac startet Initiative “10.000 Kommunen TTIP-frei”

Auch Senden TTIP-frei?

Auch Senden TTIP-frei?

Beitrag auf attac.de vom 11.09.2014:

“10.000 Kommunen TTIP-frei!” Unter diesem Motto will das Attac-Netzwerk Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen, sich für die kommunale Selbstverwaltung und gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) stark zu machen. “Ob beim Theater, der Volkshochschule, der Jugendhilfe, der Wasserversorgung oder bei den Sparkassen – TTIP hätte weitreichende Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden und gefährdet die kommunale Selbstverwaltung”, warnt Thomas Eberhard-Köster vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. “Der Privatisierungsdruck droht massiv zunehmen.”

TTIP kann verändern, welche Dienstleistungen Kommunen weiter selbst erbringen dürfen und welche sie in einem internationalen Wettbewerbsverfahren ausschreiben müssen. So hat die EU in ihrem Verhandlungsmandat für TTIP festgelegt, dass nur wenige öffentliche Dienstleistungen wie Justiz, Polizei oder der Strafvollzug von einer Liberalisierung ausgenommen werden sollen, nicht aber Bildung, Kultur, Wasser und Abwasser. Gerade die Privatisierung der Wasserversorgung könnte so durch die Hintertür erzwungen werden. Auch im Abkommen festgelegte Investitionsschutzregelungen können die Entscheidungsfreiheit der Kommunen weiter einschränken, da diese – etwa im Fall von Umweltauflagen – Schadensersatzansprüche von Unternehmen befürchten müssen.

Weiter bei Attac

Frau Merkel und Herr Gabriel, worauf warten Sie?

Wie teuer wird Klimaschutz? Können wir uns den überhaupt leisten?

Es sind gerademal sieben Jahre her, dass die Bundeskanzlerin mit ihrem damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel nach Grönland flog, sich mit roter Jacke vor schmelzenden Gletschern fotografieren und weltweit als „Klima-Queen“ feiern ließ. Angela Merkel: „Die Klimafrage ist die Überlebensfrage der Menschheit.“Und heute? Wo stehen Merkel und Gabriel beim Klimaschutz?

Aktionsbündnis TTIP Kreis COE startete Info-Kampagne

Mit Informationsständen in Coesfeld, Havixbeck, Lüdinghausen und Senden ging das kürzlich formierte Aktionsbündnis TTIP Kreis Coesfeld an die Öffentlichkeit. Es kann nicht sein, dass langjährig erkämpfte Errungenschaften im Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz durch von der Wirtschaft undemokratisch eingesetzte Schiedskommissionen unwirksam gemacht werden.

Agenda TTIP Info

Die WN berichten regelmäßig über die Aktivitäten und veröffentlichen kontroverse Leserbriefe.

In Senden stießen die Informationen auf überraschend großes Interesse. Vertreter der Gruppe AgendA21Senden, die dem Aktionsbündnis beigetreten war, verteilten Flyer von Attac-COE und vom Umeltinstitut.

Infostände überall im Kreis Coesfeld - das Aktionsbündnis legt los.

Infostände überall im Kreis Coesfeld – das Aktionsbündnis legt los.

Ausgestellte lebendige Blutegel sollten die Gefahr des Ausgesaugtwerdens symbolisieren.

TTIP und CETA sind die Blutsauger der Demokratie.

TTIP und CETA sind die Blutsauger der Demokratie.

 

TTIP: es gibt Hoffnung! Sozialdemokraten am Scheideweg.

Lest hier in der taz einmal etwas Positives:

BERLIN taz | Der Widerstand der Anti-TTIP-Aktivisten hat Erfolg: Die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, TTIP und Ceta, werden in wesentlichen Teilen scheitern. Denn die Sozialdemokraten im Europaparlament haben sich kompromisslos darauf festgelegt, dass sie kein Abkommen ratifizieren, das die umstrittenen Klauseln zum Investitionsschutz enthält. „Das ist die rote Linie“, sagt der SPD-Europa-Abgeordnete Bernd Lange. „Und ohne die Sozialdemokraten gibt es keine Mehrheit für die Freihandelsabkommen.“

Umweltinstitut München organisiert TTIP-Bündnis in Deutschland

Wir brauchen keine geheimen Verhandlungen und Abkommen, die zur Folge hätten, dass mit Chlor desinfizierte Hühnchen, Klon- oder Hormonfleisch, Milch von genmanipulierten Turbokühen oder gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen völlig legal per Import aus den USA auf unseren Tellern landen können.

Weit über 100.000 Menschen haben den Aufruf unterzeichnet.
Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!

Weitere Aktionen gegen das TTIP sind in Planung. Im Herbst starten wir zusammen mit Organisationen aus ganz Europa eine EU-Bürgerinitiative, die die EU-Kommission dazu zwingen soll, das Verhandlungsmandat aufzugeben.

Was Sie tun können

Sie können sich an unserer TTIP-Infokampagne beteiligen, indem Sie Flyer bestellen und verteilen. So helfen Sie, über die Gefahren durch das Freihandelsabkommen aufmerksam zu machen und die Bevölkerung zu informieren. Denn nur eine informierte Öffentlichkeit kann wirksam gegen ihre Entmündigung protestieren!

Die Arbeit gegen TTIP kostet uns viel Geld. Neben den Druckkosten für die millionenfache Auflage unseres Informationsmaterials müssen Rechtsgutachten eingeholt, Koordinationsstellen geschaffen und Gehälter bezahlt werden.

Unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie spenden oder Fördermitglied werden.

Die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA

EBI gegen TTIP und CETA

Informationen zur Europäischen Bürgerinitiative „Stop TTIP“ finden Sie hier. Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben!

Unterstützen Sie uns!

Freihandelsabkommen verhindern!


Hinter verschlossenen Türen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt die Europäische Union seit Juli über das geplante Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP), um „Handelshemmnisse“ dies- und jenseits des Atlantiks abzubauen.

Ergebnisse der Verhandlungen sickern – wenn überhaupt – nur sehr dürftig nach außen. Die Folgen eines solchen Abkommens hätten jedoch fundamentale Auswirkungen auf unsere Verbraucherschutz- und Gesundheitsstandards, unsere Klima- und Umweltschutzauflagen, auf unsere Landwirtschaft sowie auf viele andere Bereiche.

Wir brauchen keine geheimen Verhandlungen und Abkommen, die zur Folge hätten, dass mit Chlor desinfizierte Hühnchen, Klon- oder Hormonfleisch, Milch von genmanipulierten Turbokühen oder gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen völlig legal per Import aus den USA auf unseren Tellern landen können. Auch eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel würde als „Handelshemmnis“ dem Freihandel zum Opfer fallen. Zulassungen von genmanipulierten Pflanzen und Tieren würden nach US-amerikanischem Recht noch schneller und völlig ohne Risikobewertung vonstatten gehen. Dumpingpreise für landwirtschaftliche Produkte aus der industriellen Landwirtschaft in den USA werden die kleinbäuerlichen Strukturen in Europa endgültig ruinieren.

US-Exporteure und Konzerne könnten die EU oder ihre Mitgliedsstaaten um Schadenersatz verklagen, wenn sich durch Gesetzesänderungen oder höhere Umweltstandards in Europa Profiteinbußen für sie ergäben. Auch ein eventuelles Fracking-Verbot könnte unter diesem Vorwand zu Fall gebracht werden.

Der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierungskoalition zielt ausdrücklich auf einen „erfolgreichen Abschluss“ der transatlantischen Verhandlungen. Dies darf auf keinen Fall Wirklichkeit werden!

Machen Sie mit, unterstützen Sie unsere Forderungen und unterzeichnen Sie den Appell an Bundeskanzlerin Merkel und EU-Handelskommissar Karel De Gucht!

Wir wollen:

  • Die mühsam erkämpften europäische Verbraucherschutz und Gesundheitsstandards erhalten
  • Eine kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft erhalten und schützen
  • Klima- und Umweltschutzauflagen sowie das Vorsorge- und Verursacherprinzip in Europa und in Deutschland aufrechterhalten
  • Dienstleistungen der Daseinsvorsorge wie Trinkwasserversorgung oder Bildung sollen in demokratisch legitimierter öffentlicher Hand bleiben
  • Unser Grundgesetz und Rechtssystem vor intransparenten Schiedsgerichten ohne Berufung oder Revision und demokratische Kontrolle schützen.

Deshalb wollen wir diese gravierenden Eingriffe für Verbraucher und Konsumenten verhindern und fordern daher einen STOPP der Freihandels-Verhandlungen!

TTIP-Infoseiten

Derzeit verhandeln die US-Regierung und die EU-Kommission das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen TTIP. Unter den Tisch fallen die Interessen der Umwelt und der Menschen.

zu den TTIP-Infoseiten


Informieren Sie sich in unseren „Frequently asked questions“

FAQs zum Thema Freihandelsabkommen

FAQs zum Freihandelsabkommen CETA

Diese Aktion wird unterstützt von

Logos der Unterstützer