Archiv der Kategorie: Demografischer Wandel

Die Idee eines Mehrgenerationenhauses nimmt in Senden konkrete Formen an

Daher haben wir unseren Flyer des AK Wohnungsbau zum Thema „Mehrgenerationenhaus in Senden“ neu aufgelegt. Unser Banner berücksichtigt jetzt den Wohnungsbau (Karina sei Dank!) Auch unser blog enthält nun die Kategorie „Wohnungsbau – nachhaltig und sozial“, so dass Beiträge zu diesem Thema leichter gefunden werden können.

Hier auch noch die pdf-Dateien zum Ausdrucken: Rückseite2 Vorderseite1

Agenda-Gruppe beim Workshop „Engagement“ – Doku jetzt veröffentlicht

Im Zuge des demographischen Wandels bekommt das freiwillige Engagement eine neue Dimension. Dr. Kösters ließ Ansätze zur Motivation zu freiwilliger Arbeit in der Gemeinde Senden erarbeiten:

Welche konkrete Vorgehensweise wird vorgeschlagen?
Wertschätzung Infovielfalt, Danksagungsstruktur Flyer
Was ist Ehrensache, Ehrenamt
Vernetzung, Infostelle, Institution zu: Schule, Arbeitgeber
Werbung „Senden braucht auch dich“
Zentrale Anlaufstelle / Ansprechpartner
Info für Haushalte „Wir brauchen uns!“
 feste Aktionstermine,  Woche des
Engagements Gemeinde Senden
(Bürgermeister) würdigt alle x Tage eine einzelne Person oder einen Verein für sein / ihr Engagement.
Liste aller ehrenamtlichen Tätigkeiten in Senden
Menschen befragen, die sich nicht engagieren, wie man sie motivieren würde.
stärkeres Bewusstsein für das Ehrenamt in Senden
Veröffentlichung Ehrenamt bzw. der verschiedenen Bereiche / Tätigkeiten
Ehrenamt und Engagement lohnt sich in Senden (welche Vorteile)
An einer Stelle, wo viele Menschen sich begegnen, auch für ältere gedacht.
Eine Infotafel (Sie muss auch gepflegt werden)
Katalog  Vorgehensweise  Wichtigkeit  Ansprechpartner
Vernetzung der Vereine, Verbände, Initiatorgruppen
Der Moderator macht deutlich, dass die konkrete Ausgestaltung der Jahresziele nun – gleich einem Trichter – Gestalt angenommen hätte. Da es nicht Ziel war, die Jahresziele konzeptionell zu realisieren, sondern „nur“ die Aspekte zusammen zu tragen, die strukturell wie inhaltlich für ein nachhaltige Umsetzung von Bedeutung
sind, beglückwünscht er die Teilnehmenden zu dem Arbeitsergebnis. Denn dieses Ziel sei erreicht. Aufgabe bleibt, die zahlreichen Gedankenaspekte konzeptionell zu verbinden. Bevor das geschieht, wird sich der ‚Arbeitskreis Demografie‘ am 1. Juli 2014 erneut treffen, diese Ergebnisse begutachten und bewerten und eine Empfehlung für die politisch zuständigen Gremien geben. Der ‚Arbeitskreis Workshop Engagement – Dokumentation 22
Demographie‘ setzt sich aus Mitgliedern der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderates und der Bürgerschaft zusammen.
10. Feedback der Teilnehmenden
Einige Teilnehmende werden nach ihrem Eindruck zum heutigen Workshop befragt.
Weitere Teilnehmende sind aufgefordert worden, ergänzende Anmerkungen zu
machen, sofern sie noch nicht stichwortartig auf dem Flipchart notiert sind. Der
Moderator fasst das Feedback wie folgt zusammen:
 sehr informativ
 gutes Gefühl
 in einem Jahr sind wir weiter
 erschreckend, dass ich die Jüngste bin
 sehr interessant
 man ist nicht allein mit seinen Gedanken
 bin skeptisch hergekommen, war aber spannend
 interessante Gestaltung
 nur zusammen sind wir stark
 Diskussion setzt andere Schwerpunkte
 empfinde es als Wertschätzung, heute dabei zu sein
 engagierte Leute in der Gemeinde getroffen, die eigene Anliegen
verstärken
 wichtig: jüngere Menschen beteiligen
 Pizza und Perspektive.
Die komplette Dukumentation findet Ihr hier: C5_1F3 Doku workshop

 

Offener Brief zum Leitzielkatalog zum demografischen Wandel

Demografischer WandelSchild demogr. wandel

Offener Brief an den Gemeinderat und den Bürgermeister
der Gemeinde Senden.

Leitzielkatalog zum demografischen Wandel in Senden

Als aktive Bürger im Bereich von Klima- und Umweltschutz in der Gemeinde Senden (www.agenda21senden.de) sind wir sehr besorgt darüber, dass als erstes Ziel des Leitzielkataloges zum demografischen Wandel in Senden ein Wachstum der Einwohnerzahl in Senden auf 23000 bis zum Jahr 2030 genannt ist.
Festzustellen ist, dass die Gemeinde Senden in den letzten 13 Jahren um ca. 5% gewachsen ist im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden im Münsterland, wo das Wachstum geringer ist oder gar zurück geht. Es ist die attraktive Lage des Ortes Senden in der Nähe zu Münster und das Angebot an preiswertem Bauland (wesentlich preiswerter als in den Baugebieten der Vororte von Münster), die dieses Wachstum ermöglicht haben. Die dabei geschaffenen Neubaugebiete sind fast ausschließlich mit Einfamilienhäusern bebaut worden.

Die geplante Steigerung der Einwohnerzahlen von z.Zt. ca. 20100 auf 23000 im Jahr 2030 bedeutet jedoch eine Erhöhung um ca. 14%! Das birgt unserer Meinung nach aber ein großes Potential an diversen Problemen: die Schaffung mehrerer Neubaugebiete beinhaltet einen riesigen Flächenverbrauch, der landwirtschaftliche Nutzflächen und Naturerhaltungsflächen für immer zerstört. Der Individualverkehr nimmt zu und somit Verkehrsbehinderungen, Luftverschmutzung und Unfallgefahr. In der Summe führen diese und noch viele weitere Probleme zu einer massiven Verringerung der Lebensqualität in unserer Gemeinde und somit langfristig zu deren Unattraktivität.
Als Hauptargument für eine großes Wachstum wird angeführt das bei zurückgehenden Geburtenzahlen die Strukturen von Schulen, Kindertagestätten, Sport- und Freizeiteinrichtungen nicht erhalten werden können. Das sehen wir anders, denn
weniger Schüler in den Klassen, kleinere Gruppen in den Kindergärten: welche Eltern und Kinder würden sich darüber beklagen ?
Vorhandene Strukturen können durchaus dem demografischen Wandel angepasst werden, auch wenn es an einigen Stellen dann etwas teurer wird.

Wenn auch eine knappe Mehrheit von Politik und Verwaltung sich in dem Arbeitskreis „Demographischer Wandel“  für diese Wachstumszahlen endschieden hat, so möchten wir Sie bitten, diese Zahlen im Ratsbeschluss der Leitziele nicht zu übernehmen und Sie daran erinnern, dass die BürgerInnen in dem Arbeitskreis zum Thema Wohnen viel umfangreichere und konkretere Ziele formuliert haben. Eine konkrete Leitzahl hingegen ist unnötig und völlig aus der Luft gegriffen, weil sie nicht am Bedarf und am Wohl der BürgerInnen orientiert ist.
Wir haben nichts gegen Wachstum, wenn Bürgerinnen und Bürger  sich aus guten Gründen für Senden entscheiden, aber man muss sie nicht durch Lockangebote nach Senden ziehen. Wohnorte sollten sich an Arbeitsorten und familiären Vorgaben orientieren. Qualitatives Wachstum und Nachverdichtung sollten immer Vorrang haben.

Senden den 20.11.2013, Mitglieder der Gruppe Agenda21Senden

Wolfgang Dropmann, Bernd Lieneweg, Peter von der Ley, Karina Mildner, Theo Stenkamp,
Dr. Wilhelm Kraneburg

Demografischer Wandel in Senden und nachhaltige Entwicklung – wie verträgt sich das?

Die Fraktionen im Gemeinderat und die Verwaltung müssen Weichen stellen, das ist ihre Aufgabe. Bei kontroversen Ansichten müssen Kompromisse ausgehandelt werden, das ist politischer Alltag. Unterschiedliche Interessen führen zu unterschiedlichen Zielen, auch bei der Gemeindeentwicklung.

Bürgerinitiativen – wie die AgendA21Senden – bewerten Fakten aus ihrer Sicht und mischen sich ein. Das ist ihr Selbstverständnis. Gedanken zum demografischen Wandel und zu entsprechenden Konsequenzen hat sich die Gruppe AgendA21Senden gemacht, lest hier die Gedanken und Thesen eines Mitglieds, die hiermit zur öffentlichen Dikussion zur Verfügung gestellt werden:

Nachdenk_Factsheet_demogr.Wandel 11.2013_f_Agenda21Senden