Archiv der Kategorie: Ökologie und Vegetationen

Glyphosat ist noch nicht vom Acker – eine neue Ausstellung und eine neue homepage – Kommunen für biologische Vielfalt

Irrweg PestizideStartbild von www.irrweg-pestizide.de

Jürgen Kruse weist uns auf auch für Senden interessante Entwicklungen hin. Das Thema Landwirtschaft ist sicher für uns eins der dringendsten. Das haben wir auch bei unserer gestrigen Sitzung festgestellt.

Lieber Bernd,
neue, gute homepage: www.irrweg-pestizide.de

—————————-
Siehe auch:
zeichnet die Deklaration „Biologische Vielfalt in Kommunen“. http://www.kommbio.de/files/web/doks/download/Deklaration.pdf

Die Gemeinde/Stadt YYY tritt dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ bei. http://www.kommbio.de/home/
(Dies ist eine Initiative des Bundesamtes für Umwelt und Naturschutz der BRD, die bereits vor 10 Jahren gestartet wurde.)

Begründung: Mittlerweile haben mehr als 250 Kommunen die Deklaration „ Biologische Vielfalt in Kommunen“ unterzeichnet. Damit hat sich eine äußerst erfreuliche Zahl an Kommunen dazu bereit erklärt, den Erhalt der biologischen Vielfalt als Grundlage einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung verstärkt zu berücksichtigen. Mit der Deklaration sprechen sich die Unterzeichnerkommunen dafür aus, konkrete Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. Damit reagieren sie auf den voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt. In Deutschland werden über 70 Prozent aller Lebensräume als bedroht eingestuft.

Bereits 1992 hat Deutschland das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt unterzeichnet und sich damit verpflichtet, dem Verlust der Biodiversität Einhalt zu gebieten. In Deutschland gibt es etwa 70.000 Tier- und Pflanzenarten. Davon sind bereits 7.000, also 10% gefährdet. Bei den Wirbeltieren, sieht es noch dramatischer aus: Hier sind sogar 35 Prozent gefährdet. Auch die Bestände früherer Allerweltsarten, wie z.B. die Feldlerche sind seit den 1980er Jahren in NRW um 75 Prozent drastisch eingebrochen.
Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ ist ein Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen. Es stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen und rückt den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt.

Gerade Städte, Gemeinden und Kreise sind z.B. beim Erhalt von Lebensräumen, der Abfallentsorgung und intelligenter Bauleitplanung gefordert, den Verlust der Arten zu stoppen. Grünflächen unserer Städte könnten durch geeignete Planung und zielorientiertes Handeln wahre „Naturparadiese“ sein. Politik und Verwaltung haben in vielfältiger Weise große Einflussmöglichkeiten auf den Schutz unserer Natur.“

Grüße aus Legden
Jürgen Kruse

Ideenwettbewerb: neue Bäume für Senden

Die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ hat mit ihren Spenden dazu beigetragen, dass alle öffentlichen Waldflächen auf Sendener Gemeindegebiet wieder mit klimastabilen Laubbäumen bepflanzt sind. Zwei Pflanzaktionen wurden mit großer Anteilnahme der Bevölkerung (Familien, Jugendgruppen, Kindergärten) durchgeführt, so dass – auch durch die Öffentlichkeitsarbeit – das  Bewusstsein für den sterbenden Wald und die Notwendigkeit der Wiederaufforstung geschärft wurde. Gut 1000 Euro sind noch übrig, weitere große Flächen für einen neuen Wald stehen aber nicht zur Verfügung. Also sollen nun auch kleinere Projekte umgesetzt werden, es darf also weiter gespendet werden, die Planung ist nicht abgeschlossen. Auch die Gemeinde bietet noch die Möglichkeit, Einzelbäume oder Baumgruppen nachzupflanzen, kleinere Gruppen, Schulklassen, Nachbarschaften und Vereine können hier sofort oder aber wieder im Herbst aktiv werden und sollten sich bei der Bürgerinitiative melden, um entsprechende Bäume zu bekommen. Um die Sendenerinnen und Sendener noch mehr mit ins Boot zu nehmen und um vor allem auch neue Standorte und neue Flächen für Bäume zu finden, schreibt die Gruppe jetzt bis zum Herbst einen Ideenwettbewerb für alle Ortsteile aus, an dem sich Jung und Alt beteiligen können. Die Ideen müssen umsetzbar sein und werden von der Verwaltung geprüft. Ein Team aus BI und Verwaltung wird die besten Ideen aussuchen, ein kleiner Geldpreis – von der Sparkasse Westmünsterland gefördert – winkt. In der Pflanzperiode im Herbst sollen die Ideen dann in Pflanzaktionen umgesetzt werden. Die Sendener Redaktion der WN wird den Prozess begleiten. Die ausformulierten Ideen können als Brief im Foyer des Rathauses zu Händen der BI „Neue Bäume für Senden“ abgegeben oder als Kommentar geschrieben werden zum Beitrag „Ideenwettbewerb: neue Bäume für Senden“ (oben links „Schreibe eine Antwort“).

Pflanzaktion am Venner Moor am 26. Januar als Familienfest

Udo Wegener, einer der Sponsoren, und sein Mitarbeiter Marc Pohling, Initiator der Bürgerinitiative, waren schon beim ersten Mal dabei und kommen auch wieder zur zweiten Pflanzaktion im Venner Moor. Foto: D. Harhues aus einer Bildergalerie der WN

 

Nachdem die erste Baumpflanzaktion der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ mit vielen Kindergartenkindern und den Sendener Initiatoren ein voller Erfolg war – sogar Rundfunk und Fernsehen berichteten – , steht jetzt die zweite Pflanzaktion am Venner Moor an. Jeder tote Baum muss wieder durch neue Bäume ersetzt werden, das gebietet das Gesetz der Nachhaltigkeit. Denn jeder Baum, das lernt schon jedes Kind, filtert die Luft, nimmt Kohlendioxid auf und spendet neuen Sauerstoff zum Leben. Durch den Klimawandel bedingt sterben weltweit – aber auch vor unserer Haustür in Senden – viele Bäume. Da der Wald Lebensraum für viele Tiere und Erholungsraum für Menschen ist, kam – als das Waldsterben auch in Senden unübersehbar wurde – der Wunsch in der Bürgerschaft auf, bei der Wiederbewaldung der Sendener Erholungsgebiete zu helfen. Die Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ wurde gegründet, und schon nach wenigen Wochen waren etliche tausend Euro zusammengekommen. Gemeindeverwaltung und das Münsteraner Regionalforstamt fanden schnell Flächen, wo der Wald die beiden letzten Dürre-Sommer bzw. den Sturm Friederike nicht überstanden hat, wo also komplett nachgepflanzt werden muss. So wurde bereits im Dezember im Hiegenbusch ein neuer Bürgerwald gepflanzt. Jetzt im Januar sind die Flächen am Venner Moor an der Reihe, die nun in einen Laubmischwald umgewandelt werden. Damit die Sendener Bevölkerung Anteil nehmen kann an dieser wichtigen Gemeinschaftsaufgabe, soll die neuerliche Pflanzaktion ein großes Familienfest werden, zu der die Bürgerinitiative, die Gemeinde und das Regionalforstamt Münsterland alle Familien mit Kindern und Jugendlichen sowie alle Gruppen und Vereine einladen. Es darf geschaut und gearbeitet werden (an Spaten und festes Schuhwerk denken!). Die Forstleute von Wald und Holz NRW waren spontan bereit mitzumachen. Sie freuen sich über die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Wald und das Engagement der Initiative und der privaten Sponsoren. Alle, die mitmachen möchten, haben nicht nur die Möglichkeit, tatkräftig mit anzupacken, sondern auch einen Einblick in die Forstwirtschaft zu bekommen und Fragen zum Wald zu stellen. Wer will, kann kleine, selbst beschriftete Baumscheiben an „seinen“ Bäumen“ aufhängen. So wurde der 26. Januar als Pflanztermin angesetzt. Gegen den Durst wird es heiße und kalte Getränke geben, gegen den Hunger Laugenkonfekt sowie Wildwürstchen vom Forstamt. Damit die Kalkulation einigermaßen gelingt, sollten sich große Familien, Vereine und Gruppen per mail (canilin@gmail.com) oder im Rathaus (Foyer oder Klimaschutzmanagerin) anmelden. Ab 11 Uhr geht es gegenüber der Gärtnerei de Jong (Dorfbauerschaft 124) los. Gegen 15 Uhr soll die Aktion beendet sein.

Pflanzaktion am Hiegenbusche, L 844, Täger mit Förster Martin Klostermann-Schräder. Foto: D. Harhues aus einer Bildergalerie der WN

 

 

 

Neue Bäume für Sendens Wald – Sammlung am Brunnen am 21.12.

Für die Agenda Gruppe wurden folgende Pflanzenzahlen gepflanzt: – 200 Stieleichen – 250 Edelkastanien – 10 Vogelkirschen – 100 Waldrandgehölze.  Zusammen: 560 Pflanzen (Forstamt Münsterland)

Der „Hiegenbusch“ als Gemeindewald wurde inzwischen unter Mitfinanzierung der Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ nach den totalen Sturmschäden durch „Friederike“ wieder aufgeforstet. Kindergartenkinder haben die selbst gepflanzten Bäumchen nun sogar mit Namensschildchen versehen, sie hatten offensichtlich Freude beim Pflanzen und Gießen der jungen Bäumchen! Die Initiative finanziert übrigens folgende bunte Mischung: Stieleichen, Edelkastanien, Vogelkirschen und andere Waldgehölze, wie es mit der Gemeindeverwaltung und dem zuständigen Förster abgesprochen war.
Die nächste Aktion zur Wiederaufforstung des Waldes beim Venner Moor gegenüber der Gärtnerei De Jong soll im Januar unter großer Beteiligung der Bevölkerung stattfinden. Wer sein Scherflein dazu beitragen möchte, hat noch einmal beim last minute shopping im Ortskern am Brunnen  (21.12., 14 bis 18 Uhr) Gelegenheit zu spenden. Die als Symbol abgegebenen kleinen Fichten stammen aus diesem Wald, sie haben dort keine Chance zu überleben und sollen einem Mischwald weichen, der mit der Trockenheit hoffentlich besser fertig wird als das Nadelgehölz. Wenn man die winzigen Flugfichten im Garten groß zieht und bei Trockenem Wetter mit Wasser versorgt, können sie überleben. Auch Tassen mit dem Logo der Initiative sind wieder zu haben. Zahlreiche Geschäfte in Senden sammeln übrigens bis Januar noch mit.

Adventsmarkt für die Baum-Initiative ein großer Erfolg

Für 100 kleine Fichten wollen wir 1000 neue Eichen! Impressionen vom Sendener Weihnachtsmarkt mit super Fotos von Siggi Syffus.

Die Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ mit Leuten von A21S und jungen Menschen von FFF Senden war ein ungeahnter Erfolg

Erst beim Zählen war die Überraschung groß: 700 Euro hatten sich im Schuhkarton angesammelt. Nun sollen die 1000 noch voll gemacht werden, es sind noch Belohnungsfichten reichlich vorhanden, zwei Tassen könnten versteigert werden. Wir arbeiten noch dran.

Weitere Impressionen vom Sendener Weihnachtsmarkt in der Bildergalerie der WN

WN: Gemütliches Flair in „guter Stube“

Senden – Hand in Hand haben 15 Sendener Gruppen unter der Regie des Gewerbevereins gemeinsam einen gemütlichen Weihnachtsmarkt mit viel familiärem Flair ausgerichtet. Aufgrund der starken Resonanz soll darüber nachgedacht werden, die Veranstaltung im kommenden Jahr ganz behutsam über den Brunnenplatz hinaus wachsen zu lassen.

Von Siegmar Syffus

Für das besondere Flair sorgten insgesamt 15 örtliche Gruppe: die Agenda-21-Gruppe, das DRK Senden, die Fördervereine der Kita Erlengrund und der Marienschule, die Kita Pinocchio, der Heimatverein, der Gewerbeverein, die Jagdhornbläser des Hegerings, JSG Ottmarsbocholt, die Sendener Narren, Gemeinde Senden, Kolping, Pfadfinder, Reit- und Fahrverein Senden sowie VfL Senden. Sie hielten die Besucher mit selbst gebastelten Geschenkartikeln, Erbsensuppe, Glühwein, Waffeln, Popcorn, Bratwurst, Crepes und vielem mehr bestens bei Laune.

WN: Pflanzaktion im Gemeindewald am Hiegenbusch Kita-Sprösslinge lassen es sprießen

Baumpflanzaktion Hiegenbusch mit Agenda, Kitas, Gemeinde, Förster. Foto: di, WN

Senden – Dem Bürgermeister brach vor lauter Eifer der Spaten ab: Nicht nur der Rathaus-Chef, sondern auch viele Kita-Kinder sowie Vertreter von Agenda-Gruppe und Sponsoren nahmen an der Pflanzaktion teil, die die Brachfläche an der L 844 wieder bestücken soll. Mit Baumarten, die dem Klimawandel besser trotzen. …

Eine rund einen Hektar große Brache im Bereich Hiegenbusch/Erlengrund/L 844 wird gerade aufgeforstet. Damit trägt die Initiative der Agenda 21-Gruppe Senden schnell Früchte.

Kompletter Bericht von Dietrich Harhues, Montag, 25.11.2019

Pflanzaktion am Hiegenbusch, L 844, SebastianTäger mit Förster Martin Klostermann-Schräder. Foto: di, WN

Baumpflanzaktion   Foto: di, WN

kleiner Münsterländer Fiete  Foto: di, WN

 

Baumpflanzaktion Hiegenbusch – „Neue Bäume für Sendens Wald“

Es war wie ein Sternlauf von Kindern, Ziel: der Hiegenbusch, wo heute die erste von der Bürgerinitiative  initiierte Pflanzaktion stattfand. Kinder von drei nahe gelegenen Kindergärten hatten sich auf den Weg gemacht, um Bäume zu pflanzen.

Direkt aus dem Wald kamen die Kinder vom Erlengrund und wurden von den Kids von der Drachenwiese und von Pinocchio empfangen.

Sie bestaunten den Trecker, von dem aus die Profis die Eichen und Edelkastanien in den Boden setzten.

Nach dem langen Anmarsch gab es erst einmal einen warmen Kinderpunsch am Stand der Agenda-Gruppe. Und frisches Laugenkonfekt, das die Bäckerei Geiping gestiftet hatte. Kinder von der „Drachenwiese“ hatten sich schon durch Malen auf die Wald-Hilfe eingestimmt. Ihre Bäumchen zieren nun das Plakat und die Sammeldosen der Aktion.

Zwei mutige Mädchen überreichten dem Bürgermeister die erste Spende der Gruppe, einen symbolischen 1000-Euro-Schein, den er sichtlich erfreut entgegen nahm.  Dann ging es gemeinsam zum Pflanzen. Zusammen mit Bürgermeister Sebastian Täger und dem Sprecher der Agenda21Senden, Bernd Lieneweg, pflanzten sie acht Bäumchen von Hand. Das sei ganz schön schwer, stellten sie fest.      Sogar das Fernsehen war neben der lokalen Presse vor Ort, da heute der neue Waldschadensbericht vorgelegt wird. Heute Abend in der Lokalzeit geht Senden auf Sendung. Marc Pohling, der Initiator der bürgerlichen Gemeinschaftsaktion, pflanzte zusammen mit seinem Chef vom V8-Fitness-Studio, Udo Wegener, eine Eiche, wobei die Muskeltrainer ganz schön ins Schwitzen kamen. Denn der Boden war durchsetzt von den Wurzeln der abgestorbenen Bäume, die dem Sturm „Friederike“ zum Opfer gefallen waren. Stolz sei er, dass seine Idee so gut angekommen sei und dass sein Chef mit einer größeren Spende sofort spontan dabei gewesen sei, strahlte Marc in die Kamera.   Martin Klostermann-Schräder war heute sozusagen der Förster zum Anfassen, für die Kinder ein großes Erlebnis. Wirklich angefasst wurde natürlich nur des Försters Hund.Da stehen nun die acht Bäumchen, aber nur fast in Reih und Glied, wie der Bürgermeister bemerkte. Nun können die gut angegossenen Bäume zusammen mit den Kindern groß werden. Wenn der Klimawandel sie lässt. Die Förster hoffen es, aber sie wissen auch nicht, was kommt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die jungen Sendener*innen von Fridays for Future, denen wir die Schirmherrschaft über die Aktion angetragen haben, bedauern, nicht dabei gewesen zu sein, aber sie schreiben gerade Klausuren, und das Abitur kommt immer näher. Die Zukunft der jungen Menschen und der jungen Pflanzen ist eine gemeinsame. Wünschen wir ihnen das Beste!

 

 

 

 

 

 

700 Edelkastanien für den Hiegenbusch – am Montag geht´s los

Bäume in Not!

Eine Initiative von Sendener Bürgerinnen und Bürgern zur Rettung der Bäume

Der Fichtenwald auf drei Flächen am Venner Moor wurde  im letzten Sommer durch Hitze und Wassermangel fast baumfrei.  Die Fichten sollen einem Laub-Mischwald weichen.

Senden. Wer mit offenen Augen um Senden herum spazieren geht, sieht es: viele Bäume sind im heißen Sommer vertrocknet. Andere sind den Stürmen zum Opfer gefallen.

In den Laubwäldern sind es einzelne Bäume, auf Fichtenwaldflächen sind oft alle größeren Bäume abgestorben. Der Borkenkäfer und die Luftverschmutzung haben ihnen den Rest gegeben.

Aus der Sendener Geschäftswelt kam die Anfrage, ob man nicht durch Geldsammeln und Pflanzaktionen dem Sendener Wald helfen könne. So entstand die Bürgerinitiative „Neue Bäume für Sendens Wald“.

Anfragen bei der Gemeindeverwaltung und beim Regionalforstamt Münsterland stießen auf offene Ohren. So wurden ein Ortstermin im Venner Moor vereinbart und eine Informationsveranstaltung im Rathaus einberufen. Dort sprachen die Förster Daniel Hook und Martin Klostermann-Schräder sowie der Baumsachverständige der Gemeinde, Gebhard Spiekers. Sie waren sich einig, dass bei der Waldpflege der Klimawandel berücksichtigt werden muss und neue Bäume gepflanzt werden müssen. Im Gemeindewald Ist der Hiegenbusch stark betroffen, an etlichen Stellen müssen einzelne Bäume ersetzt werden, eine neue Wegbegleit-Allee könnte sinnvoll sein.

Am Venner Moor gibt es drei Flächen, die als Laubmischwald neu bepflanzt werden müssen. Eichen sollen gepflanzt werden, der Mischwald entsteht danach durch natürliche Sukzession.

VertreterInnen der Initiative treffen sich am Venner Moor mit den Förstern Simone Eckermann und Daniel Hook.

 Eine Fläche steht den Sendener Bürgern für die Bauminitiative zur Verfügung. Dort soll ein Schild aufgestellt werden, auf dem auch die Sponsoren genannt werden können. Die eigentliche Pflanzaktion, bei der alle helfen können, soll dann im Januar erfolgen.

In Kooperation mit dem Gewerbeverein und Jugendlichen der FFF-Gruppe wird beim Sendener Adventsmarkt Geld gesammelt, ebenso in manchen Geschäften. An Leute, die für 10 Fichten 25 Euro spenden, wird eine kleine Fichte abgegeben unter dem Motto „100 Fichten für 1000 Eichen“.

Kinder der Tageseinrichtung an der Drachenwiese haben Bilder für die Baumaktion gemalt, auch sie bekamen dafür einen Mini-Fichtenwald im Blumentopf.

Freiwillige der Agenda21Senden und von Fridays for Future Senden holen kleine Fichten für den Adventsmarkt.

Wer einen größeren Betrag gegen Spenden-Bescheinigung spenden möchte, kann das unter der Nummer des bei der Sparkasse dafür eingerichteten Sonderkontos tun an Kulturforum Arte e.V. DE71 40154530 0044499952, Verwendungszweck: Förderung von Kunst und Kultur, Sektion Nachhaltigkeit im Münsterland. Auch der Wald ist schließlich ein altes Kulturgut und bedarf der Förderung.

Kinder der Tageseinrichtung an der Drachenwiese haben Bilder für die Sammelaktion gemalt.

Bereits am kommenden Montag, den 25. 11.2019, macht jetzt die Gemeinde am Hiegenbusch ihre erste öffentliche Pflanzaktion. In Anwesenheit des Försters Martin Klostermann-Schräder und unseres Bürgermeisters Sebastian Täger sollen unter Beteiligung der Sendener Bürgerschaft 700 Edelkastanien gepflanzt werden. Kindergärten, Jugendliche, Pfadfinder, Vereine und Gruppen sind mit oder ohne Spaten eingeladen sich zu beteiligen. Die Agenda-Gruppe organisiert einen alkoholfreien Punsch und eine Kleinigkeit zu essen. Die Gäste können sich vor Ort über die Schäden und die geplanten Maßnahmen informieren lassen. Auch Spenden werden vor Ort gesammelt. Der Bürgermeister wird gegen 11 Uhr erwartet.

V.i.S.d.P. Initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“, Bernd Lieneweg, Sprecher der Agenda21Senden

Übersichtsplan Wald Hiegenbusch

Die untere Fläche am Venner Moor wird im Januar in der zweiten öffentlichen Pflanzaktion bepflanzt.

WN: „Klima wandelt Sendener Wald“ – Neue Bäume als Lösung?

Douglasie und Traubeneiche statt Fichte und Buche

Senden – Der Klimawandel macht dem Sendener Wald zu schaffen – nicht nur Fichten, sondern auch Buchen sind mittlerweile betroffen. Bei Nachforstungen werden Baumarten nachgepflanzt, die höhere Temperaturen und Wassermangel besser vertragen können.

Von Andreas Krüskemper, WN

Donnerstag, 10.10.2019
Die Förster Daniel Hook (5.v.l.) und Martin Klostermann-Schräder (6.v.l.) berichteten über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald im Sendener Gemeindegebiet.
Die Förster Daniel Hook (5.v.l.) und Martin Klostermann-Schräder (6.v.l.) berichteten über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald im Sendener Gemeindegebiet. Foto: Andreas Krüskemper, WN
Mit der Aktion „Neue Bäume für Sendens Wald“ möchte die Agenda21-Gruppe für das Thema sensibilisieren. Geplant ist, im Dezember einen Bereich beim Venner Moor wieder aufzuforsten. Dazu soll es beim Adventsmarkt eine Sammelaktion geben: Mit dem Kauf einer Flugfichte im Blumentopf für 25 Euro bezahlt man zehn neue Eichen im Wald. Bei der Pflanzaktion selbst kann jeder interessierte Sendener zum Spaten greifen und „seinen“ Baum pflanzen.