Archiv der Kategorie: Ökologie

1000 Eichen für 100 Fichten – neue Bäume für Senden

Fünf Leute der Agenda-Gruppe und eine junge Dame von FFF entnehmen dem Wald am Venner Moor kleine Flugfichten, die im Rahmen der Aktion durch Eichen ersetzt werden sollen. Die Fichten sollen symbolisch an Spender weitergegeben werden.

Goldener Oktober. Nach warmem Herbstregen war der Moorboden feucht, und es machte viel Freude, zusammen mit Kaiken von FFF Senden ca. 100 kleine Fichten aus dem Forst am Venner Moor zu holen. Der von Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer von großen Fichten leer gefegte Fichtenforst soll nun ein Mischwald werden. Stiel- oder Traubeneichen sind nach Förster Hook vom Forstamt Münster widerstandsfähiger gegen die Unbill des Klimawandels.  In natürlicher Sukzession soll sich der neue Eichenwald in einen an den Klimawandel angepassten Mischwald verwandeln. Die Eichen kosten Geld und Sendener wollen für den neuen Wald spenden. Die initiative „Neue Bäume für Sendens Wald“ möchte am 2. Adventsmarkt (7. Dezember) Geld sammeln. Wer für 10 Eichen spendet, bekommt symbolisch eine kleine Fichte. Die kleinen Flug-Fichten wurden für diese Aktion aus dem ansonsten praktisch leer gefegten Forst geholt. Zusammen mit Kaiken von FFF pflanzten wir die winzigen Bäumchen in Tontöpfe und pflegen sie nun bis zum Adventsmarkt in den eigenen Gärten. Nach der Anstrengung gönnten wir uns noch ein Eis und begründeten so die neue Freundschaft zu den jungen Leuten von FFF. Wir hoffen, dass deren Klima-Streik endlich zum Erfolg führt und der Klimawandel in erträglichen Grenzen bleibt.

Ein Spendenkonto für gemeinnützige Spenden wird bei der Sparkasse Westmünsterland eingerichtet, so dass auch größere Spenden möglich sind.

Die kleinen Fichtenbäumchen sollen – emotional positiv besetzt – die Spendenfreudigkeit beim Adventsmarkt unterstützen.

NABU-Ausstellung soll Augen öffnen für ungewollte Auswirkungen von Pestiziden

Natürlich brauchen wir unsere Sendener Landwirte, auch die konventionellen. Natürlich sollen sie auch für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden!

Aber sie sollen wissen, was uns an ihrer Art zu wirtschaften nicht gefällt. Die Leute vom NABU Angermünde, die die Ausstellung mit viel Herzblut erstellt haben, wundern sich wie wir, dass die Bauern mit so großem Entsetzen auf die Kritik reagieren. Alle Umweltschützer sind sich seit Jahrzehnten einig, dass wir eine andere Landwirtschaft brauchen. Aufgeschlossene Landwirte sollten in der Lage sein, das zu erkennen und einen anderen Weg einzuschlagen. Dazu wollen Naturschützer die Bauern ermutigen, mit Anprangern hat das nichts zu tun. Mit den meisten Landwirten in Senden kann man auch gut und kreativ über Alternativen reden. Die Ausstellung hat dazu einen wirksamen Anstoß gegeben. Wir sehen keinen Grund dafür, dass unser Bürgermeister sich für das Zeigen dieser Ausstellung bei den Sendener Bauern entschuldigt hat.

Es ist gut, dass uns die NABU-Gruppe aus Angermünde ihre Stellungnahme als Leserbrief geschickt hat. Auch das Medienecho und die Reaktion der Billerbecker Bürgerinitiative zeigen uns, dass es richtig war, den Organisatoren der Coesfelder Klimaschutzwoche diese Ausstellung zu empfehlen.

Leserbrief in den WN

Initiatorin der Ausstellung ist Dr. Anita Schwaier, Toxikologin und Mitglied im Vorstand des NABU Regionalverbandes Angermünde. Sie ist auch für die Inhalte verantwortlich. Sybilla Keitel, Künstlerin und Umweltaktivistin, hat die Ausstellung künstlerisch und didaktisch gestaltet, Milan Hänsel, Grafiker und zugleich Junglandwirt, hat die Texte und Bilder professionell auf die Tafeln gesetzt. Die Ausstellung entstand in über einem Jahr ehrenamtlicher Arbeit.

Irrweg Pestizide – das Thema Glyphosat in Senden hat die Diskussion in Gang gesetzt

Der Umweltschützer Jürgen Kruse lehnt die geplante Veranstaltung ab und empfiehlt:
„Stattdessen sollten alle Interessierten diese drei Bücher lesen (Beschreibung unten!):
* „Unser täglich Gift. Die unterschätzte Gefahr“ von Prof. J. Zaller (Deuticke Verlag)
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/unser-taeglich-gift/978-3-552-06367-9/
* Andre‘ Leu: „Die Pestizidlüge. Wie die Industrie die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel setzt“ (oekom Verlag)
https://www.oekom.de/buecher/sachbuch/buch/die-pestizidluege.html
* Scheub/Schwarzer: „Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen“ (oekom Verlag)
www.humusrevolution.de

Wir sind der Meinung, dass die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ angefordert und überall gezeigt werden sollte (siehe auch Anlagen)!
Als kleines Gegengewicht gegen die massive Propaganda der Chemie- und Agrarindustrie bzw. des
Bauernverbandes sollte für diese Ausstellung beim NABU-Landesverband Brandenburg rasch
Bedarf angemeldet werden!
https://brandenburg.nabu.de/wir-ueber-uns/infothek/23584.html
(Oder auch im Münsterland/NRW Vermittlung der Ausstellung über NABU-Kreis Borken: herbert-moritz@gmx.de
T: 02568-2817)
So präsentiert NABU-Kornwestheim die Ausstellung „Irrweg Pestizide“ !!!:
https://www.nabu-kornwestheim.de/projekte/ausstellung-irrweg-pestizide/

Gerade erschienen ist eine fundierte, vernichtende Kritik der Industriellen
Landwirtschaft. Die Analyse ist gut, bei den Handlungsempfehlungen fehlt
allerdings der ökologische Landbau. Der so genannte „Integrierte
Pflanzenschutz“ eröffnet in meinen Augen die Hintertür für die Agrarchemie.
Dass es Sonderfälle gibt, bei denen man Pestizide einsetzen können sollte,
will ich nicht abstreiten, aber dann unabhängig kontrolliert und
dokumentiert, wie ein Medikament….“
https://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/2018_Diskussionspapier_Pflanzenschutzmittel.pdf

Gerade zu Glyphosat gibt es eindeutige Beweise für die Schädlichkeit und die Ungeheuerlichkeit der Zumutung einer
weiteren Anwendung!:
http://www.dw.com/de/monsanto-bayer-pestizid/a-18846409?maca=de-Facebook-sharing
und:
https://www.youtube.com/watch?v=SehtEwuEovM&feature=youtu.be
Herbizide vernichten Pflanzen, die Nahrungsgrundlage für die vom Aussterben bedrohten Insekten (Wildbienen)!

Pestizid-Verwehungen gefährden mittlerweile überall unsere Gesundheit!:
http://www.uniklinikum-saarland.de/einrichtungen/fachrichtungen/zellbiologie/seminar_zellbiologie_20172018/herbizide_und_insektizide_als_humantoxine/warum_uns_das_thema_betrifft/
und:
http://taz.de/Pestizidverseuchung-auf-dem-Biohof/!5508661/
Wir sind selbst schon häufiger durch Verwehungen attackiert worden!
Dagegen müssen wir uns wehren!

Leider verstehen nur wenige intelligente Menschen, worum es geht ! Hier auch die Tabelle von dem französischen Toxikologen/Biologen Jean-Marc Bonmatin, einer der Gründer der Task Force System Pestizid (siehe Grafik unten)
http://www.tfsp.info/de/
zu der auch die 232 Wissenschaftler, unter Ihnen auch Prof. Dr. Dave Goulson gehören.
Diese Wissenschaftler kämpfen WELTWEIT gegen Pestizide, denn sie wissen wie gefährlich Pestizide für Menschen und Tiere sind.
Dr. Jean-Marc Bonmantin’s Aussage: die Ungefährlichkeit der angewendeten Pestizide liegt bei 0 !!! Sollte schon von intelligenten Menschen,
als Warnung aufgenommen werden! DDT damals wurde verboten, die NEONICOTINOIDE, die heute ausgebracht werden,
sind 5.000-10.000 mal giftiger als DDT damals !!!

Siehe auch die Anlagen!
Bitte diese Informatonen auch an alle anderen Mitglieder und über die homepage der Agenda weitergeben!

Freundliche Grüße
Jürgen Kruse
Niehuskamp 3
48739 Legden
T: 02566 – 9709087

25.6.2018
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Drei aktuelle Bücher zum Thema Pestizide:

Dazu passen diese aktuellen Bücher:  „Unser täglich Gift. Die unterschätzte Gefahr“ von Prof. J. Zaller (Deuticke Verlag)
https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/unser-taeglich-gift/978-3-552-06367-9/

aus seinem Nachwort:
„Wenn Sie nach der Lektüre des Buches den Eindruck gewonnen haben, dass wir die Welt und uns selbst mit Tausenden, unzureichend geprüften, Pestiziden verseuchen und inzwischen jedes noch so abgelegene Fleckchen der Erde damit belastet ist, so entspricht dies der traurigen Realität. Manche Wissenschaftler sehen in der Belastung der Erde mit Pestiziden und anderen Chemikalien die größte Bedrohung der Menschheit, weil sie am meisten unterschätzt und am wenigsten untersucht  und verstanden ist. Erstmals in der Weltgeschichte  hat eine einzige Spezies, nämlich wir Menschen, es geschafft, den gesamten Planeten zu vergiften  (…)

(…) Empören sollten wir uns über den weiträumigen Pestizideinsatz, ohne dass der Nutzen wissenschaftlich erwiesen wäre. Es kann doch nicht sein, dass wir als Kollateralschaden hinnehmen, dass bereits Neugeborene mit Pestizidrückständen  im Blut auf die Welt kommen (…) Empören sollten wir uns auch über die Verflechtungen zwischen Agrochemikonzernen und Politik. Die Muster des Abwiegelns der Gefahren kennen wir von der Schädlichkeit des Tabakkonsums und von der Leugnung des menschlichen Beitrags zum Klimawandel. Die Industrievertreter werden immer versuchen, Skepsis und Zweifel zu streuen, und und behaupten, dass wir noch immer nicht genügend Beweise zur schädlichen Wirkung von Pestiziden hätten. Zu groß sind die Gewinnmargen (…)

(…) Es bringt uns nicht weiter, in apokalyptische Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Wichtig ist es vielmehr, einen kritischen Blick auf die Entwicklung zu werfen, Missstände aufzuzeigen und die Politik zum Handeln zu zwingen. Ausreden, wonach die Sachlage noch nicht  abschließend geklärt ist, zählen nicht, da die Fakten bereits jetzt erdrückend sind  (…)
Auch meine Vorlesungen behandeln oft deprimierende Aspekte im Bereich der Umweltwissenschaften. Um meine Studenten nicht zu entmutigen, gebe ich ihnen am Ende des Semesters gerne eine Aussage der amerikanischen Psychologin Margaret Mead mit auf den Weg:

Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe von umsichtigen, engagierten Bürgern die Welt verändern kann: tatsächlich sind das die einzigen, die das schaffen.“

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Andre‘ Leu: „Die Pestizidlüge. Wie die Industrie die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel setzt“ (oekom Verlag)
https://www.oekom.de/buecher/sachbuch/buch/die-pestizidluege.html

»Wer dieses Buch gelesen hat, geht mit anderen Augen durch den Supermarkt.« Utopia, Sven Christian Schulz

»Alle in der Ernährungsmittelindustrie eingesetzten Pestizide sind eingehend getestet worden und bewiesenermaßen unschädlich.« »Die Menge an Pestiziden in unserem Essen ist so gering, dass sie überhaupt keinen Effekt haben.« »Der Einsatz von Pestiziden ist unvermeidbar, wenn wir die ganze Weltbevölkerung ernähren wollen.«

So oder so ähnlich argumentieren Agrarindustrie und Chemielobby seit Jahrzehnten. Geht es um Pestizide und andere synthetische Chemikalien werden Daten geschönt und Bedenken ignoriert. So orientieren sich etwa die Richtwerte, ab wann Pestizide schädlich (und damit verboten) sind, stets nach einem gesunden Erwachsenen. Dass ein Großteil der Bevölkerung, nämlich unsere Kinder, bei diesen Werten bereits massiv gefährdet sind, wird verschwiegen. Dabei bringen zahlreiche wissenschaftliche Studien den Einsatz von Pestiziden längst mit dem Anstieg von Krankheiten und Verhaltensstörungen in Verbindung. Ist das die Zukunft, die wir für unsere Kinder wollen? »Nein!«, sagt André Leu – und entlarvt nicht nur die Mythen um die sicheren Pestizide, sondern weist auch einen Weg in eine pestizidfreie Landwirtschaft. ….
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Scheub/Schwarzer: „Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen“ (oekom Verlag)
www.humusrevolution.de
BACK TO THE ROOTS
Seit Erfindung der Landwirtschaft und Einführung der Agroindustrie haben Böden einen Großteil ihres Humus’ verloren. In Form von CO2 ist er nun da zu finden, wo er großen Schaden anrichtet: in der Atmosphäre. Für diese Herausforderung existiert eine Lösung: Mit »regenerativer Agrikultur« kann der Kohlenstoff dorthin zurückgebracht werden, wo er nutzt – und dringend gebraucht wird: in den Boden.

Endlose Monokulturen beherrschen heute die Weltäcker – zum Nachteil für Boden, Luft, Wasser, Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Agroindustrie verursacht auf direkte und indirekte Weise ungefähr die Hälfte aller Treibhausgase, ist also ein Großteil des Megaproblems Klimawandel. Sollten dadurch die Ernährungssysteme zusammenbrechen, blutige Kriege um die letzten Ressourcen geführt und weitere Flüchtlingswellen ausgelöst werden, würde es hochdramatisch. Doch so weit muss es nicht kommen. Der Klimawandel ist umkehrbar, die Ökosysteme heilbar – durch regenerative Agrikultur.

Wie sie funktioniert, zeigt das neue Buch »Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen« (ET 20.2.2017). Regenerative Agrikultur ermöglicht eine mehrfache Win-win-Situation: nicht nur, dass der Atmosphäre überschüssiges CO2 entzogen wird; die Wiederanreicherung unserer Böden mit Humus hat ihrerseits positive Auswirkungen – auf Ernährung, Artenvielfalt oder Wasserverfügbarkeit. Denn Humus ist ein wahrer Wunderstoff, der uns verloren zu gehen droht – aufgrund von Entwaldung, Landnutzungsänderungen oder einer weltweit galoppierenden Bodenerosion.

Regenerative Agrikultur ist eine ganzheitliche Praxis, die Böden aufbaut und die Regenerationskräfte der Natur unterstützt. In der Öffentlichkeit ist über ihr Potenzial bislang nur wenig bekannt; selbst im Pariser Klimaabkommen spielt sie keine Rolle. Dabei ist ihre Wirkung mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, viele ihrer Methoden – pflugloser Anbau, Gründüngung oder der Einsatz von Terra Preta – teils seit Jahrhunderten gängige Praxis unter Indigenen, Klein- und Biobauern oder »Permakulturisten«. Ihr Potenzial ist jedenfalls gewaltig, ist sich der international renommierte »Humuspapst« Rattan Lal sicher; v.a. natürlich auf den großen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aber sie funktioniert auch im Kleinen: in individuellen und gemeinschaftlichen Gärten, in der Stadt und auf dem Land.

Ute Scheub und Stefan Schwarzer beschreiben in ihrem Buch die zahlreichen Vorteile und Möglichkeiten einer regenerativen Agrikultur; wie sie etabliert werden kann, welche Hindernisse es zu bewältigen gilt, wie und wo man politisch aktiv werden kann und welche Methoden im eigenen Umfeld angewendet werden können. Denn jede(r) Einzelne kann mithelfen, unsere planetarischen Öko- und Ernährungssysteme zu heilen und zu schützen.
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Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Glyphosat – Fluch oder Segen??? Gespräch am 4. Juli bei KuKiS

Lintel-Höping setzt auf schonende Bodenbehandlung. Das erlaubt ihm der mäßige Einsatz von Glyphosat.

Der Landwirt Lintel-Höping (Lieferant für Westfleisch, Nutzer und Befürworter von Glyphosat) hat die Agenda21Senden zu einem Vortrag mit Diskussion eingeladen:

„Welchen Einfluss hat ein zukünftiges Verbot von Glyphosat auf die Umwelt ?

Seit einigen Monaten ist von der EU-Kommission beschlossen, dass die Zulassung für die Anwendung vom Wirkstoff Glyphosat um weitere 5 Jahre verlängert wurde. Für die Anwendung in Deutschland soll es schon jetzt wesentliche Einschränkungen geben.

Landwirt Franz-Josef Lintel-Höping wird darüber berichten, welche Chancen und Risiken für Umwelt und Natur daraus entstehen.

Um rege Diskussionsbeiträge wird gebeten.“

Der Vortrag findet am 4. Juli ab 19.30 Uhr in der alten Friedenskapelle (Grüner Grund 5, KuKiS) statt.

Joachim F. Gogoll: „Ökonomie und Ökologie – verträgt sich das überhaupt?“

Vortrag  von J.F. Gogoll am 15.11.17

Joachim f. Gogoll, alternativer Ökonom

Ökonomie ist auf Dauer nur zukunftsfähig, wenn sie auch ökologisch orientiert ist

Beispiel 1: Energiewirtschaft – regenerative Energiegewinnung ist ökologisch sinnvoll und – nahezu kostenneutral, wenn man die derzeitigen Kosten für den Kauf von Erdöl und Erdgas sowie Kohle-Subventionen gegenrechnet – der Wegfall von Arbeitsplätzen in der konventio-nellen Energiewirtschaft wird durch geschätzte 70.000 – 80.000 neue Arbeitsplätze pro Jahr für regenerative Energien mehr als kompensiert

Beispiel 2: Mobilität – derzeit „Lagerhaltung auf den Autobahnen“ (=ökologische Katastrophe, die mit hohen Folgekosten für die Reparatur der Autobahnen und die Beseitigung von Umweltschäden einhergeht ) – stattdessen Förderung von Elektromobilität und ihrer Infrastruktur sowie Ausbau und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs für Personen und Güter nötig – mögliche Finanzierung: Tobinsteuer (=Börsenumsatzsteuer oder Finanztransaktionssteuer), Reichensteuer, Steuerehrlichkeit bzw. Austrocknung von Steueroasen

Fazit – Umdenken und -handeln in Richtung einer ökologisch orientierten Ökonomie ist dringend notwendig, um Umwelt- und somit auch Gesundheitsgefahren vom Menschen abzuwenden – viele Lösungen sind sogar kostengünstiger als die bisherigen Praktiken oder ließen sich über Steuereinnahmen finanzieren – es gehen Arbeitsplätze verloren, aber neue werden mindestens im gleichen Maß geschaffen (aber je länger Deutschland damit wartet, desto mehr verliert es den Anschluss im internationalen Vergleich).

gez. MilKa

17 Teilnehmer hatte unser kleines Wirtschaftsseminar im Seminarraum der KuKiS.

Ökologie und Ökonomie – ein Widerspruch? „Wirtschaft mit Kultur“ sucht Antworten

Bei der Diskussion in der letzten Agenda-Sitzung kamen wir zu dem Schluss, dass wir ein Wirtschaftssystem brauchen, das wieder das Gemeinwohl in den Vordergrund stellt. In dem Gespräch ging es um die Einrichtung einer regenerativen Gartenanlage in Senden. Bei den Vorgeprächen stellte sich nämlich heraus, dass bei einer solchen Einrichtung nicht nur Kosten auf die Gemeinde zukämen, sondern dass ihr auch noch ein ansonsten möglicher Gewinn für das Grundstück verloren ginge. Entscheidend ist also der politische Wille zur Umsetzung, und da scheint das ökonomische Interesse vor dem ökologischen und sozialen Nutzen zu stehen, zumindest bei Vertretern bestimmter Parteien.

Dieses Problem betrachtet auch Joachim F. Gogoll bei seinem nächsten Vortrag in der Reihe „Wirtschaft mit Kultur“. Der hat nämich das provozierende Thema „Ökonomie und Ökologie – verträgt sich das überhaupt?“ Mitdiskutieren ist wie immer erlaubt.

WN, 14.11.2017

Auszeichnung im Rahmen der UN – Dekade Biologische Vielfalt für Wildbienenlehrpfad

Beim diesjährigen Sommerfest des NABU-Kreisverbandes Borken e. V. am Sonntag den 17.9.2017, wird für das Projekt „Wildbienenlehrpfad Legden-Asbeck“ im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt eine Auszeichnung verliehen. Die Verleihung wird in Borken am Aasee (Festwiese an der Königsmühle) im Tagungszelt erfolgen durch Frau Monika Ludwig (u.a.: Obfrau für Bienenweide des Kreisimkervereins Borken). In einem Pavillon wird der „Wildbienen-Mann“, Herr Dipl.Ing. Hermann Hunfeld(bekannt aus einem TV-Bericht der WDR-Lokalzeit) seine Arbeit präsentieren und unsere Aktivitäten zur Biodiversitätssicherung bzw. zum Artenschutz unterstützen.

Ihr Ansprechpartner für die Wildbienenförderung

Jürgen Kruse
Niehuskamp 3
48739 Legden
Telefon: 02566 970 90 87

Agenda21: Umweltschutz-Aktivitäten 1995

WN, 3/95 Greenteam beteiligt sich.

WN, 14.2.1995

WN, 12.6.1995, in der Umweltwoche in Lüdinghausen beteiligt sich das Greenteam am Umweltmarkt.

WN, 23.6.1995

WN, 11.7.1995, Beton-Springbrunnen wird zum Gartenteich – neues Biotop im Innenhof.

WN, 31.8.1995

WN, 22.9.1995

COAST WATCH auf der Insel Borkum, Unrat wird gesammelt.

Unsere Schule