
WN am 14.03.2021
WN am 14.03.2021
Protokoll der Agenda-Videokonferenz am 10.03.21
1. Globaler Klimastreiktag
* am 19.03.21 von 10 – 18 Uhr rund um den Laurentiusbrunnen
* Aufbau ab 9.30 Uhr
* Bernd holt den attac-Anhänger samt Holzpferd von Markus ab; Pferdedecke ist in Produktion
* jeder bringt selbst Plakate und Stühle (gern auch mehr, als man selbst benötigt) mit
* außerdem zusätzlich mitbringen, soweit vorhanden: Blankopappen, Farbe/Stifte, Klebeband, Kabelbinder, Seitenschneider, Zollstock, Folie (als Regenschutz), Sven: Beachflag
* Petra druckt je ein Exemplar der Rückenwind-Plakate, Sven zieht sie auf Pappe auf
* Wiebke kauft 10 Windrad-Bastelsets (a 8 Stück) sowie Straßenkreide (finanziert über das Agenda-Budget) und bringt zusätzlich einen Tapeziertisch mit
* Bernd bringt sämtliches Equipment zum Abspielen eines Filmes mit
* Werbung über Zeitung und speziell in Kitas
* geplante Aktionen: eigene Plakate, Bürgerplakate (auch spontan vor Ort), Basteln von Windrädern für Kinder, Film, Werbung für das kreisweite Klimaforum
2. Aktion Rückenwind
* Plakatentwürfe sind fertig
* wir warten noch auf eine Antwort der Gemeinde, wie viele Plakate wie lange hängen dürfen
* evtl. sollten wir die Idee in Schulen tragen, im Unterricht Modellwindräder zu bauen (die auch Strom produzieren)
3. Leihrad
* die kaputten Räder werden von der Flüchtlingshilfe repariert; evtl. ein Dankeschön (Gutschein o.Ä.) organisieren?
* es sollten mehr Räder angeboten werden
* die bereits fertigen müssen noch einmal kontrolliert werden, anschließend müssen Schlösser (Bauhof) und Schilder (Sven) angebracht werden
* anschließend Aktion noch einmal über einen entsprechenden Artikel in WN und Hallo bekanntmachen
* potentielle Helfer beim ADFC Senden nachfragen
4. Bäume/ Hecken
* Petra erfragt für die Stelle nahe Kappenberger Damm einen Ortstermin mit Herrn Oberhaus und Herrn Sennekamp
* für die Bäume innerorts könnten wir zu Baumpatenschaften aufrufen; vor Ort aufgestellte 1000l-Fässer (die regelmäßig vom Bauhof gefüllt werden) und Gießsäcke direkt an den Bäumen könnten die Bürger dabei unterstützen
* dafür Gespräche mit der Gemeinde (Sondernutzungserlaubnis) und mit dem Bauhof (Standorterfahrungen u.Ä.) nötig
* als Pilotprojekt organisiert die Agenda ein erstes Fass; weitere sollen über Vereine, Betriebe,… finanziert werden (könnten dann auch als Werbefläche genutzt werden ähnlich der Senden-blüht-auf-Kisten)
* Idee unbedingt beim Klimaforum einbringen
Neue Termine:
Agenda gesamt: | 14.04.21 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude sofern es die Situation zulässt, sonst als Videokonferenz überhttps://t1p.de/agenda21senden |
Wirtschaft mit Kultur: | 17.03.21 um 19.30 Uhr online über |
Globaler Klimastreiktag | 19.03.21, 10-18 Uhr am Laurentiusbrunnen |
Neue mail-Adresse: agenda21-senden@gmx.de (erstellt von Denise. Achtung: das Minuszeichen ist wichtig, die Adresse ohne Minuszeichen ist blockiert!)
Grafik: MilKa
Eigentlich brauchen wir Null CO2 weltweit sofort, denn es ist bereits 5 nach 12, Schäden können wir nur noch minimieren, denn die Klimakrise hat längst begonnen. Was die Politik bisher verschlafen hat, lässt sich nicht mehr korrigieren. Es geht also um Schadensbegrenzung, den Mut zukünftiger Politiker und um Machbarkeit in dem System, in dem wir nun einmal leben.
Gesteckte Ziele sind nur noch politische Willkür, aber sie sollten dennoch möglichst viel Sinn machen. Fragen wir uns also, ob das Ziel, den Straßenverkehr in Deutschland bis 2030 CO2-frei zu bekommen realistisch und bezahlbar ist, denn soziale Verwerfungen will keiner! Joachim Gogoll, unser Wirtschafts-Experte, hat recherchiert und gerechnet und möchte das Ergebnis seiner Nachforschungen vorstellen und diskutieren.
Auf der Online Sitzung gestern wurde die Initiative „Rückenwind“ für Senden gegründet. Die erste Aktion der Gruppe wird eine Plakatierung in den drei Ortsteilen sein, um der massiven Werbung von „Gegenwind“ etwas entgegen zu setzen.
„Das zum Jahresende 2020 verabschiedete EEG 2021 sieht bis 2030 für die Windenergie an Land ein Ausbauziel von 71 Gigawatt vor [71.000 MW]. Gemeinsam mit dem im Windenergie-auf-See-Gesetz [WindSeeG] gesetzten Ziel von zusätzlichen 20 Gigawatt Offshore- Wind soll sich der Anlagenbestand in Deutschland somit auf 91 Gigawatt im Jahr 2030 erhöhen.
Um dieses wenig ambitionierte Ziel zu erreichen, wäre eine Steigerung von nur 45% in den nächsten 10 Jahren erforderlich, doch selbst dieser Zubau [2.829 MW p.a.] gestaltet sich unter den geltenden Rahmenbedingungen schwierig.
Das BMWi ist trotzdem mit sich zufrieden: “Mit dem aktuellen Erneuerbaren Energien Gesetz“ habe man „ein klares Zukunftssignal für mehr Klimaschutz und mehr Erneuerbare Energie“ gesetzt.“
Diese Politik muss also dringend abgewählt werden, wenn das vereinbarte Klimaziel erreicht werden soll.
„Über 90 Prozent der Bevölkerung erachten den Ausbau der erneuerbaren Energien wie Sonnen- oder Windenergie als wichtig oder sehr wichtig, damit die Energiewende gelingt. So das Ergebnis der neuesten Umweltbewusstseinsstudie, für die im Jahr 2018 gut 2000 Personen ab 14 Jahren repräsentativ dazu befragt wurden (BMU/UBA, 2019).
Eine eigene Auswertung der Umfragedaten zeigt zudem, dass sich mit lediglich einem Achtel der Befragten nur eine kleine Minderheit überhaupt von Windrädern in ihrer Umgebung geplagt fühlt. Insgesamt stimmten dem sogar nur 4 Prozent voll und ganz zu. In vier von fünf Fällen stören Windenergieanlagen in ihrer Umgebung nicht wirklich. Jede zweite Befragte fühlt sich sogar von Windrädern überhaupt nicht belästigt. Es zeigen sich auch nur minimale Unterschiede zwischen Befragten in ländlichen (< 20.000 EinwohnerInnen) und urbanen Regionen (s. Abbildung). Insgesamt vier Fünftel aller Befragten geht die Energiewende (eher) zu langsam voran – auch unter jenen, die sich von Windrädern gestört fühlen. Weiterhin haben sich nur 5 Prozent der Befragten bereits aktiv gegen den Ausbau von Windenergieanlagen oder Überland-Stromleitungen engagiert.“
Da die kleine Minderheit in Senden sehr engagiert und effektiv gegen die Windkaft in Senden arbeitet, möchte „Sendener Rückenwind“ darauf reagieren und für mehr Windkraft in Senden werben.
Es ist auch möglich, dass bei großem Engagement von Sendener Bürger_innen sich eine Initiative für ein oder mehrere Bürgerwindräder entwickelt. Denn in nicht mehr allzu ferner Zeit wird es ausgewiesene Flächen für Windkraft auch in den Sendener Ortsteilen geben, und dann kann natürlich auch eine Bürgergenossenschaft sich als Investor bewerben. In Lüdinghausen ist das bereits Realität, und in Ottmarsbocholt gibt es eine solche Gruppe bereits seit über 10 Jahren.
Senden. Die reguläre Sitzung der Gruppe Agenda21Senden findet am Mittwoch, den 10.3. wieder online als Zoom meeting statt. Das für alle offene Treffen erreicht man unter https://t1p.de/agenda21senden ab 18.30 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen der weltweite Klimastreiktag am 19. März und seine Organisation in Senden als Corona-konforme Stellvertreter-Demo sowie die Projekte „Sendener Leihrad“ und „Neue Bäume für Senden“. Neu gegründet wurde die Initiative „Rückenwind in Senden“, die sich der Förderung von Windkraft und PV widmen wird. Auch dazu sind Aktionen in der Planung, um den Windkraft-Befürwortern eine Stimme zu geben. www.agenda21senden.de
In ganz Deutschland gibt es am 19. März dezentrale Aktionen. Es ist der Tag des globalen Klimastreiks. Auch die angemeldete Demonstration in Senden ist natürlich Corona-konform. Der Protest und die Forderungen der Schüler*innen von FFF sind notwendig, um die Erderhitzung zu stoppen. Dieser Meinung schließt sich die Gruppe Senden for Future an und organisiert zusammen mit der Agenda21Senden den Aktionstag. In Senden wollen wir den Schwerpunkt auf Wind- und Sonnenenergie legen.
Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Politik zu entschiedenen Antworten auf globale Krisen in der Lage ist. Doch die Klimakrise wartet nicht darauf, bis wir die Pandemie überwunden haben. Dieses Jahr ist Bundestagswahl, deswegen fordern wir jetzt entschiedenes Handeln statt leerer Versprechen. Die nächsten vier Jahre sind entscheidend, um das Schlimmste noch abzuwenden. Schon heute ist die Klimakrise für so viele Menschen weltweit und besonders im Globalen Süden lebensbedrohlich. Doch bisher hat keine Partei ein Programm, mit dem wir das 1,5-Grad-Limit einhalten. Deswegen machen wir diese Wahl zur Klimawahl.
Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss:
Die nächsten Wochen und Monate sind entscheidend. Jetzt werden die Weichen für den Wahlkampf gestellt: Kandidat*innen werden nominiert, Wahlprogramme geschrieben. Deshalb muss klar sein: Am Klimaschutz kommt keine Partei vorbei! Gemeinsam stellen wir uns hinter Fridays for Future und ihren weltweiten Aktionstag.
In Senden wird es wegen Corona eine sog. Stellvertreter-Demo geben mit selbstgebastelten Plakaten/Schildern, die auf Gartenstühlen befestigt werden. Von 10 bis 18 Uhr im Ortskern auf dem Platz am Brunnen ist jede und jeder eingeladen, seinen/ihren Stuhl mit Botschaft(en) vorbeizubringen. Von 10 bis 18 Uhr wird es dabei eine Mahnwache geben. Besucher müssen die Abstandsregeln einhalten. An Feinheiten (Reden, Videos, Flyer) wird noch gefeilt. Als Hingucker wird das Demo-erprobte Holzpferd mit einer neu gestalteten Pferdedecke ausgestattet. Wer Anregungen für flotte Sprüche zum Umwelt- und Klimaschutz sucht, kann sich hier ein Beispiel nehmen:
Die Erde hat Fieber
Wir wollen nur überleben
Lebenswerte Zukunft
Dass keiner uns die Zukunft klaut
Lehrer für Zukunft
Psychologists for Future
Eltern für ihre Kinder
Macht eure Hausaufgaben
Kinder sind Klimakiller
Weniger ist mehr
All you need is less
Barmherzigkeit statt Raffgier
Ich will leben. Aufgeben heißt untergehen
Runter mit dem CO2
No Plastic
Kohlestopp jetzt
Go vegan
Für Frieden und Umweltschutz
Klimawandel
Erst Fieber, dann Tod
Es müssen Taten folgen
Weniger Fleisch
There is no Planet B
Es ist kurz nach 12
Game over
Make the world cool again
CO2-Steuer ist Abfallgebühr
ÖPNV ist Klimaschutz
Radfahren ist Klimaschutz
Zukunftklauer abwählen!
Nur indem man das Unerreichbare anstrebt, gelingt das Erreichbare.
Nur mit dem Unmöglichen als Ziel gelingt das Mögliche.
PV gehört auf jedes Dach!
Senden braucht (Rücken-) Wind!!!
Mit Wind und Sonne in Senden die Klimakrise abwenden.
Abgasfrei am Café vorbei!
Batterien sind recyclebar, Kraftstoffe nicht.
Demonstration parents for future Coesfeld 2019 – FFF Senden ist auch dabei.
Vernünftige Vorgaben der Politik sind notwendig und werden akzeptiert, wenn sie gut begründet und klar formuliert sind. Vorrangige Aufgabe bei entstehenden Kosten ist die soziale Abfederung durch die Politik. Effizienz und Gerechtigkeit sollten immer Ziele der Gesetzgebung sein.
Je länger man sich mit öffentlichem Grün beschäftigt, umso mehr kommt man zu der Erkenntnis, dass wir wieder viel mehr Hecken im Münsterland brauchen. Was den ökologischen Wert angeht, sind sie kaum zu übertreffen und bereichern die Landschaft wie kein zweiter Biotop.
Ob an Feldrändern, am Rande von Parkanlagen oder sogar im eigenen Hausgarten sind sie eine optimale Grenzbepflanzung.
Karina fasst die Bedeutung in einer Grafik zusammen. Ein solches Schild sollte an keiner neu gepflanzten Hecke fehlen.
gez. MilKa
Leserbriefe folgen.
Blickfang Trojanisches Pferd – auch bei Kindern beliebt. Zossi, von Reinhard 2015 für Attac-COE gebaut, wird am 19.3. auch wieder dabei sein. Er bekommt eine neue Pferdedecke und wird dann für Rückenwind sorgen.
Um den Klimawandel nicht zu groß werden zu lassen, müssen wir hinsichtlich der Verminderung unseres CO2 Ausstoßes aktiv werden. Zum 19.3.2021 haben wir einen Flyer zu dem Thema hergestellt. Nachdruck ausdrücklich gewünscht.CO2 Flyer quer 3 spaltig
Attac-COE beteiligt sich in Senden am Klima-Aktionstag mit zwei Stühlen sowie ausgelegtem Info-Material.
Senden for Future hat alle Kita_Kinder und SchülerInnen eingeladen.
Hallo liebe Kinder,
habt ihr schonmal das Wort „Pariser Klimaabkommen“ gehört? Das ist ein Vertrag, der vor 5 Jahren von ganz vielen Ländern unterschrieben wurde, auch von Deutschland. Ziel dieses Vertrages ist es, das Klima zu schützen. Klima ist das Wetter und die Umwelt, in der wir leben. Klima kann man zum Beispiel am Wetter fühlen. In den letzten Jahren war das Klima immer sehr warm und trocken. Die Politiker müssen eigentlich dafür sorgen, dass der Vertrag eingehalten wird. Bisher hat das leider noch nicht so gut funktioniert. Darum gehen viele Menschen demonstrieren, um den Politikern zu zeigen wie wichtig sie das finden.
Am 19. März ist globaler Klimastreik. Global heißt, überall auf der Welt gehen die Menschen auf die Straße und demonstrieren. Auch in Senden gibt es eine Demonstration. Am Freitag (19. März) von 10 bis 18 Uhr auf dem Platz „am Brunnen“. Kommt gerne vorbei. Ihr könnt zum Beispiel mit Kreide tolle Bilder auf den Boden malen, oder ein eigenes Windrädchen basteln. Ihr könnt auch euren Großeltern und Freunden davon erzählen, um zu zeigen, dass ihr auch mehr Schutz für unser Klima wollt. Wir freuen uns auf euch. Bitte denkt aber trotzdem an den Abstand und, für die Erwachsenen, an den Mundschutz.
Liebe Kitaleitungen – und teams, liebe Grundschulleitungen – und teams,
die Agenda21 und Senden4Future lädt herzlich am 19.03 dazu ein, gemeinsam an der globalen Klimademonstration, ausgerufen durch Fridays for Future, teilzunehmen. Dazu würden wir auch gerne die Kinder aus Senden einladen. Es gibt unter anderem Malkreide und Windrädchen zum selbst basteln. Natürlich findet dies alles unter Einhaltung der aktuellen Coronamaßnahmen statt. Dazu wurde ein Text in einfacher Sprache verfasst mit der Bitte, diesen an die Ü3 Kinder und/oder Eltern weiterzugeben, per Mail, in ausgedruckter Form als Flyer oder als Aushang.
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Wiebke Visser für Agenda21 und Senden4Future.
LESERBRIEFE
WN vom 15.3.2021