Protokoll der Agenda-Sitzung am 09.12.15
Allgemeines – Als Gäste dürfen wir Evelyn Stauch und Rüdiger Kaesler begrüßen und beginnen deshalb die Sitzung mit einer Vorstellungsrunde. – B. Lieneweg berichtet, dass er auch die neue Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg eingeladen hat. Aus terminlichen Gründen musste sie absagen, bekundet aber prinzipiell Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Agenda. Es wird der Wunsch geäußert, nochmals einen Antrag zur Betreuung der Agenda durch Frau Volmerg (= Ersatz für Frau Hartz) bei der Gemeinde zu stellen.
- Klimaschutz – B. Lieneweg legt den von B. Bicknese und W. Dropmann ausgearbeiteten Bürgerantrag zu Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung vor (Einschränkung von Osterfeuern, Filtertechnik in Hauskaminen). Mehreren Agendamitgliedern erscheint dieser Entwurf zu lang, weshalb sie eine entsprechende Kürzung anregen. Außerdem werden die rechtlichen Aspekte sowie die praktische Umsetzung des Einbaus von Kaminfilteranlagen diskutiert. Um uns und die Bevölkerung zu diesem Punkt besser zu informieren, planen wir eine Infoveranstaltung mit dem zuständigen Schornsteinfeger.
- Vorträge – B. Lieneweg gibt einen Rückblick auf die z.T. gut besuchten Vorträge von Prof. Klemm und Th. Krause; es kommt zu angeregten Diskussionen. Außerdem weist er nochmals auf den geplanten Vortrag von W. v. Fabeck am 10.12.15 hin. – S. Hoffmann regt an, die Verteilung der über die Vorträge informierenden Plakate weiter zu streuen. Er selbst übernimmt regelmäßig die Verteilung den Ortskern, Th. Stenkamp in Bösensell. Alle anderen Bereiche (Industriegebiet, Ottmarsbocholt, Neubaugebiete, Gebiete außerhalb des Ortskernes) werden nicht beliefert.
- Gemeinde – Th. Stenkamp informiert uns über den neuen Bebauungsplan für Bösensell und bedauert das Fehlen von Mehrgenerationswohnformen. – K. Mildner informiert die Agenda über die Jahresziele 2016, die im letzten Demografie-Forum erarbeitet wurden. Außerdem weist sie die Gruppe darauf hin, dass für die Ziele „Förderkonzept zum Zuzug von Facharztkapazitäten entwickeln“ und „Arbeitsrichtlinien für die naturnahe Umgestaltung der Umwelt erstellen“ noch Interessierte an der Mitarbeit zur Behandlung dieser Ziele gesucht werden. Das 3. Demografie-Forum wird am 17.09.16 stattfinden.
- 4. Mobilität – B. Lieneweg gibt die Information weiter, dass die bei der Radtour angesprochenen gefährlichen Stellen der Gemeinde bereits bekannt und bearbeitet werden. – K. Kröber erklärt sich bereit, im Januar eine Zusammenfassung des Gutachtens zum Thema Bürgerbus zu geben. Bis dahin sind alle Agendamitglieder aufgefordert, eigene Ideen zur Umsetzung eines Bürgerbuskonzeptes zu sammeln und sich Gedanken darüber zu machen, ob und wie sich die Agenda zukünftig zu diesem Thema einbringen soll.
- Struktur – Da die Sitzung diesmal von besonders angeregten und z.T. auch abschweifenden Diskussionen geprägt war, schlägt B. Lieneweg vor, den künftigen Sitzungen eine feste Struktur zu geben, nach der zuerst ein Schwerpunkt (im Januar z. B. Bürgerbus) bearbeitet wird, und dann übrige Gedanken diskutiert werden.
Neuer Termin: Agenda gesamt: planmäßig am 13.01.16 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude



„Speicher statt Fernleitungen“ ist das Thema des Vortrags, für den die Agenda21Senden Dipl. Ing. Wolf von Fabeck, den Geschäftsführer des Solarenergiefördervereins, eingeladen hat. Der Jahrzehntelange Pionier der Sonnenenergie, der in Senden schon einmal vor sechs Jahren zu Gast war, wird am 10. Dezember um 20 Uhr im Vortragsraum des „Journal“, Münsterstraße 16, referieren. Der Solarenergieförderverein schreibt über diesen Vortrag: Nach der Fukushima-Katastrophe verkündete Kanzlerin Angela Merkel den großen Stromnetz-Ausbauplan zur „Flankierung des Atomausstiegs“. Seitdem geht ein tiefer Riss durch die Umweltbewegung. Der Bau von Fernübertragungsleitungen wird von vielen Umweltfreunden und Atomgegnern als notwendiges Opfer angesehen, das den Umstieg auf die Erneuerbaren Energien ermöglichen soll. Tatsächlich aber wird die Bevölkerung getäuscht. Der Ausbau von Fernübertragungsleitungen löst nicht die vordringlichste und anspruchsvollste Aufgabe der Energiewende, bei wetterbedingter europaweiter Minderleistung von Wind- und Sonnenenergie eine Vollversorgung mit gespeichertem Strom aus Erneuerbaren Energien sicherzustellen. Die Fernübertragungsleitungen bereiten stattdessen die Möglichkeit vor, bei Minderleistung von Solar- und Windenergie alle Stromverbraucher bundesweit ergänzend mit Strom aus fossilen Quellen erreichen und versorgen zu können. Die Fernübertragungsleitungen zementieren somit den Weiterbestand an fossilen Kraftwerken und leisten damit dem Klimawandel Vorschub – denn ohne Stromspeicher werden wir nie auf die fossilen (oder atomaren) Kraftwerke verzichten können. Dass die angekündigte Versorgung Süddeutschlands mit Offshore-Windstrom nicht funktionieren kann, und dass es bessere Alternativen für die Markteinführung von EE-Stromspeichern gibt, wird der Vortrag aufzeigen. Fernleitungen können keinen Ausgleich zwischen Leistungsspitzen und Leistungslücken herstellen. Nur Speicher sind in der Lage, Leistungsspitzen auf der Zeitachse zu verschieben.





Ein Sandsturm in der Nähe des Flüchtlingslagers Dadaab in Mordosten Kenias. Klimaversicherungen sollen Menschen nach einer Dürre helfen, wieder auf die Beine zu kommen.



