Archiv der Kategorie: Klimaschutz

Leben mit der Energiewende 4 „Autark“ – Film und Regisseur in Senden am 5. Dezember, Einlass 19 Uhr

Filmabend in Senden im Rathaus am 5. Dezember 2018 (“Leben mit der Energiewende 4: Autark!” von Frank Farenski). Gleichzeitig ist eine kleine Ausstellung geplant von Projekten aus der Region, die zur regionalen und persönlichen Autarkie beitragen.

Es ist spannend und befriedigend, sich unabhängig zu machen, selbstbestimmt zu leben!

Zuschauer und Aussteller sind herzlich eingeladen.

 

Klimaschutzklage – Pressemitteilung des SFV und des BUND

Pressemitteilung zur Klimaschutzklage

Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender deutscher Klimapolitik

Verfassungsklage wegen unzureichender deutscher Klimapolitik
Ein Klagebündnis von Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und vielen Einzelklägern hat am Freitag Klage wegen der völlig unzureichenden deutschen Klimapolitik vor dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) erhoben. Unter den Einzelklägern der Verfassungsbeschwerde sind Prominente wie der Schauspieler Hannes Jaenicke, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Josef Göppel (CSU) und Professor Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.Um die Grundrechte auf Leben, Gesundheit und Eigentum zu schützen, die schon seit Jahren zunehmend durch Hitzewellen und Naturkatastrophen in Deutschland und weltweit geschädigt werden, müssen Bundesregierung und Bundestag die globale Erwärmung konsequent bekämpfen. Zumindest müssen sie die im Pariser Klima-Abkommen vereinbarte Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau einhalten und in der EU ihr Gewicht dafür in die Waagschale werfen. Das verlangt dem Weltklimarat (IPCC) zufolge Nullemissionen in sämtlichen Sektoren weltweit in drei Dekaden. Gleichzeitig sieht der IPCC, wenn man sich drei Dekaden Zeit lässt, eine erhebliche Wahrscheinlichkeit der Zielverfehlung. Deshalb muss es eher noch schneller gehen (s.u. Hintergrund). Die Bundesregierung und die Mehrheit des Bundestags streben zeitnahe Nullemissionen der Klimagase bei Strom, Wärme, Mobilität, Kunststoffen und Landwirtschaft jedoch nicht einmal an. Zwar hat die Politik demokratische Entscheidungsspielräume. Diese erlauben es verfassungsrechtlich jedoch nicht, die physischen Grundlagen menschlicher Existenz aufs Spiel zu setzen – und damit auch die Demokratie zu untergraben. Genau das droht jedoch, wenn die Klimapolitik weiter so unambitioniert bleibt.Deutschland erreicht nicht einmal seine eigenen Ziele und die EU-Klimaziele für 2020, obwohl diese viel weniger ambitioniert sind als die genannten Ziele. Zumindest an diesen einmal selbst als nötig zugestandenen Zielen müssen sich Bundesregierung und Bundestag zum Schutz der Grundrechte festhalten lassen. Verfassungsrechtlich ist die Bundesregierung außerdem verpflichtet, ihrer Politik die aktuellen Fakten zugrunde zu legen und nicht weiter an der überholten – bereits sehr gefährlichen – 2-Grad-Grenze in der Klimapolitik festzuhalten.

Wolf von Fabeck, langjähriger Geschäftsführer des SFV, erklärt: „Obwohl der globale Temperaturanstieg noch nicht einmal die in Paris vereinbarten 1,5 Grad erreicht hat, bedroht der Klimawandel schon jetzt das Überleben der Menschen-, Tier- und Pflanzenwelt. Wir hoffen, dass das BVerfG die Gefahr erkennt und ihr entgegen tritt. Auch wundern wir uns, dass die kalifornische Regierung nicht die deutschen Braunkohlekraftwerke auf Schadenersatz verklagt“.

Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Bundesvorsitzender des BUND, erklärt: „Der BUND hat sich als Teil seines internationalen Netzwerkes Friends of the Earth schon lange und als einer der ersten konsequent positioniert: Die globale Erwärmung darf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau auf keinen Fall überschreiten. Mit unserer Klage erhöhen wir den Druck auf die Bundesregierung und den Bundestag, endlich ein Klimaschutzgesetz vorzulegen, das die Ziele des Pariser Klimaabkommens effektiv umsetzt.“

Der weitere Prozessverlauf liegt im Ermessen des BVerfG. Sollte es zu einer mündlichen Verhandlung kommen, dann voraussichtlich nicht zeitnah. Sollte das BVerfG der Klage stattgeben, wäre über Deutschland hinaus auch europa- und weltweit verdeutlicht: Klimaschutz ist ein massives Menschenrechtsproblem – er steht nicht im politischen Belieben der jeweiligen Mehrheit.

Die Klage wird aus Spenden und Eigenmitteln durch den SFV finanziert. Die Klage wird rechtlich vertreten von der langjährig im Umweltrecht erfolgreichen Rechtsanwältin Dr. Franziska Heß, Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbH, und Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt aus Leipzig, der die Klage außerdem seit 2010 mit einigen Menschenrechts-Gutachten für den SFV vorbereitet hat.

Rückfragen bei

Gründungsveranstaltung einer Infostelle „Ost-Münsterland“ des Solarenergiefördervereins

Einladung zur Gründungsveranstaltung
der Infostelle „Ost-Münsterland“
des SolarenergieFördervereins in Beckum

Wir, interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Beckum und Ennigerloh, möchten hier im Münsterland die Infostelle „Ost-Münsterland“ des Solarenergie Fördervereins (SFV) gründen.

Unser Ziel ist der weltweite und 100 prozentige Einsatz von Erneuerbaren Energien, um damit die Beschleunigung des Klimawandels durch die Nutzung fossiler Energien als größte Gefahr für die Menschheit zu verhindern.

Aus diesem Anlass wird Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt, TH Köln (Technische Hochschule Köln, University of Applied Sciences), erster Vorsitzender des SFV, die Arbeit des Vereins erläutern. Zudem nimmt er aus seiner fachlichen und persönlichen Sicht Stellung zu dem Thema Klimawandel und seinen gravierenden Folgen.

Prof. Dr. Waffenschmidt stellt die Fragen: „Muss man eigentlich Experte sein, um den menschengemachten Klimawandel zu erkennen? Brauchen wir unbedingt ausführliche Computermodelle, um die zukünftigen Entwicklungen abzuschätzen? Tatsächlich lassen sich die richtigen Schlussfolgerungen auch mit einfachen, nachvollziehbaren Argumenten, für die man maximal einen Taschenrechner benötigt, ziehen.“

Am 29.11.2018 um 19.30Uhr möchten wir Sie 

zu diesem Informationsabend im Kolpinghaus, 

Clemens-August-Straße 10 in Beckum, herzlich einladen.

Mit sonnigen Grüßen

Anne Bussmann, Beckum
Manfred Grabowski, Beckum
Stefan Kliewe, Beckum
Ute Zeyn, Beckum
Max Goldkuhle, Ennigerloh
Carolin Kliewe, Beckum
Annette Schwake, Ennigerloh
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___________________

Ute Zeyn
Helene-Lange-Str. 10
59269 Beckum
Tel.: 02521 / 82 55 154
E-Mail: ute@lambke.de

 

Wegwerfverhalten – Warum ändern wir das nicht?

Von finnish eye – korle lagoon, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15233960

Kennen Sie Agbogbloshie?

Nein, werden viele von uns sagen.
Agbogbloshie ist der Name eines Stadtteils der ghanaischen Millionenmetropole ACCRA. Soweit wäre das kaum erwähnenswert, wenn nicht dort nördlich der Haupteinkaufszone direkt an einer Lagune eine riesige Mülldeponie auch für Elektroschrott existieren würde, auf der (ja Sie haben richtig gelesen) nicht an, sondern auf der ca 40000 Menschen leben, deren Überlebenskampf daraus besteht, unseren Müll und vor allen Dingen unseren Elektoschrott versuchsweise zu recyclen. Diese Versuche sind nicht organisiert und werden von den Menschen dort völlig unsachgemäß ausgeführt. Das ist nicht die Schuld der Menschen vor Ort. Die Recyclingversuche werden teilweise mit bloßen Händen über offenen Feuern gemacht. Dass dabei hochgiftige Dämpfe entstehen, ist den meisten Menschen vor Ort zwar bekannt, aber da dieser hauptsächlich aus Europa stammende Elektroschrott illegal durch mafiaähnliche kriminelle Organisationen eingeführt wird, haben die Menschen dort keine Möglichkeit, andere nicht gesundheitsgefährdende Arbeitsplätze zu bekommen, denn solche Arbeitsplätze existiere dort kaum. Die Leute gehen aus dem Willen zu Überleben das Risiko ein, durch ihre Arbeit an unserem Schrott zu erkranken und auch zu sterben. Aber nicht erst in hohem Alter, sondern schon vor dem 60. Lebensjahr. Auf der Müllkippe organisieren Menschen ihr Leben weitestgehend selbst, ohne Krankenversorgung und finanzielle Unterstützung von niemandem.
Sehenswert dazu der Film über diese Müllkippe in Agbogbloshie: „Welcome to Sodom“.
Aber vorsicht: das Anschauen dieses Filmes „Welcome to Sodom“ kann bei dem Betrachter zu unkontrollierten Reaktionen führen wie z. Beispiel Wut auf sich selbst und unser Wegwerfverhalten. Noch schlimmer wäre es ja, wenn es Betrachter geben würde, die sich zukünftig engagieren würde, da was zu ändern.
Das Motto: „welcome to heaven“
Wir fordern als Erstmaßnahmen:
# durch UN und EU Gelder für den Aufbau von Recyclingfabriken zu sorgen
# durch Schutzkleidung und geschützte Arbeitsstellen die Gesundheit der Menschen in den neu zu schaffenden Recycling Unternehmen zu sichern
# durch die Bezahlung von an dem BIP Ghanas orientierten fairen Löhnen Menschen von der  Müllkippe wegzubekommen
# durch den Einsatz nur von dringend benötigten Maschinen die Zahl der geschützten und gesunderhaltenden Arbeitsplätze in den Fabriken so lange so groß wie möglich zu halten. Es ist uns klar, dass auf die Dauer durch die technologische Entwicklung ein Einsatz von weiteren Maschinen nicht zu verhindern sein wird, was dann unter Umständen zu Arbeitspaltzverlusten führen kann.
Ziel muss es sein, so schnell wie möglich, die auch durch unseren Müll enstandenen menschenunwürdigen und menschenverachtenden Arbeitsbedingungen zu beseitigen.
Joachim F. Gogoll

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier (Kinobesuch)

Am 06.11.2018 läuft ab 19.30 Uhr im Cinema Center Coesfeld der erschütternde Film: „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ (über das Leben auf einer Elektroschrotthalde in Afrika).
Die Agenda21Senden fährt mit einem Kleinbus ab Busbahnhof Senden um 18.30 Uhr zu dieser Filmvorführung, einige Plätze zum kostenlosen Mitfahren sind noch frei.
Bei Bedarf werden auch weitere Mitfahrgelegenheiten organisiert.

Zu finden hier: Kommunales Kino 2018

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Weiterbildung und Kultur – VHS Coesfeld – zeigen wir jeweils am 1. und 3. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr und an dem darauffolgenden Sonntag, 11.00 Uhr speziell ausgesuchte Filme zum vergünstigten Eintrittpreis von 5,00 € !

Die Filme werden in regelmäßigen Abständen von einem kommunalen Arbeitskreis ausgewählt.

06.11. + 11.11. – Welcome to Sodom

Hambacher Forst retten – Demo in Münster am 27. September

Samstag, 6.10.2018,  auf zur großen Demo gegen die Klimakiller in Garzweiler/Hambach (RWE und Landesregierung) 12.00 Uhr ab Bahnhof Buir
https://www.bund-nrw.de/service/presse/detail/news/noch-schneller-den-hambacher-wald-retten-und-kohle-stoppen-grossdemo-auf-6-oktober-2018-vorverlegt/und vorher in Münster (Do. 27.9.2018):

Klima schützen! Hambi retten! Demo in Münster
Klima schützen! Hambi retten! Demo in Münster @ Start: Windthorststraße Ende: Rathaus

Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen für den Erhalt des Hambacher Forsts, den sofortigen Kohleausstieg und eine Politik der Klimagerechtigkeit!

Wann? 27. September, 17 Uhr

Wo? Wir starten an der Windthorststraße (gegenüber vom Hbf). Die Abschlusskundgebung findet am Historischen Rathaus statt.

Wer? Wir laden alle Menschen zu einem bunten und vielfältigen Protest ein. Für Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und Nationalismus ist kein Platz!

Weltweit werden durch die voranschreitende Klimakatastrophe Lebensgrundlagen zerstört. Vor allem im globalen Süden leiden Menschen unter Extremwetter wie Dürren, Überschwemmungen oder Stürmen. Verantwortlich für die Umweltzerstörung ist unser kapitalistisches Wirtschaftssystem, wozu auch die klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle gehört. Obwohl Deutschland als Vorreiter im Klimaschutz gilt, werden die Profitinteressen der Kohleindustrie mit staatlicher Gewalt gegen den Willen der Bevölkerung durchgesetzt und weiterhin unvorstellbare Mengen Kohle abgebaut und verbrannt. Eine Kohle-Kommission soll derzeit den Ausstieg aus der Kohle verhandeln, scheint sich der Dringlichkeit aber nicht bewusst zu sein. Deshalb müssen wir gemeinsam dafür kämpfen, die Klimazerstörung jetzt dort zu stoppen, wo sie produziert wird!

Der Hambacher Forst, einer der ältesten Wälder Deutschlands, ist zum lebendigen Symbol des Widerstands gegen die fossile Energieindustrie geworden und wird von Aktivistis besetzt. Nicht nur der Wald selbst mit all seinen einmaligen Pflanzen und Tieren wird für die Erweiterung des RWE-Tagebaus vernichtet, auch viele Menschen werden enteignet und aus ihrer Heimat vertrieben. RWE hat mithilfe der Polizei schon weite Teile der Strukturen der Hambacher Forst Besetzung zerstört, um die weitere Rodung ab Oktober zu ermöglichen. Doch immer mehr Menschen setzen sich für den Erhalt des Waldes, eine klimagerechte Politik und gegen Polizeigewalt ein, indem sie die Räumung blockieren, auf die Straße gehen oder sich in die öffentliche Debatte einmischen.

Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster wird aufgrund einer Klage des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) über die Zulässigkeit der Rodung verhandelt. Auch hier wollen wir den Kampf um den Hambacher Forst unterstützen und uns mit den Aktivistis vor Ort solidarisieren.

Für ein gutes Leben für alle! Klimagerechtigkeit jetzt!

Es rufen auf:

– BUNDjugend Münster
– BUND Münster
– CampusGrün Münster
– DIE LINKE. Münster
– Fossil Free Münster
– Greenpeace Münster
– Interventionistische Linke Münster
– SDS.dielinke Münster
– Seebrücke Münster
– Tierrechtstreff Münster
– mehrere Einzelpersonen

Veranstaltungsdetails
Wann:
Donnerstag, 27.09.2018
17:00 – 19:30 Uhr
Wo:
Start: Windthorststraße Ende: Rathaus

Hambacher Forst muss erhalten bleiben – Strom aus Braunkohle überflüssig

Wir tun was und zeigen, dass jeder etwas tun kann. Agenda21Senden.

Auf ihrer Sitzung  verabschiedete die Agenda21Senden folgenden Aufruf:

Hambacher Forst muss erhalten bleiben – Strom aus Braunkohle überflüssig

Die Welt braucht Wälder! Der Hambacher Forst muss erhalten bleiben! Zwischen Köln und Aachen liegt ein wunderschöner, alter Wald mit vielen seltenen Pflanzen und Tieren. Diese Idylle soll nach dem Willen der RWE sinnlos zerstört werden, um die darunterliegende Braunkohle zu Asche, giftigem Feinstaub und klimaschädlichen Gasen zu verbrennen zwecks Stromproduktion. Helfen Sie dabei, unsere Gesundheit und Umwelt zu schützen und ein wundervolles Naturerbe zu retten. Wechseln Sie ihren Stromanbieter hin zu einem Ökostromlieferanten, der Strom nur aus Sonnenenergie, Wind- und Wassserkraft produziert – zu vergleichbaren Kosten!

Hier mal ein Beispiel für Stromkosten, die eine große Familie mit Kindern (4000 kWh im Jahr) pro Monat aufbringen muss:

RWE/innogy, Tarif smart:                            101,19 € (mit Atom- und Braunkohlestrom)

Bürgerwerke, Energie in Gemeinschaft     98,90  €(garantiert reiner Ökostrom)

EWS Energiewerke Schönau                        95,45 €

Naturstrom                                                   101,40 €

Polarstern                                                      102,– €

Greenpeace Energy                                       99,23 €

Ökostrom +

Lichtblick

Entega

Mann Strom

Grünstromwerk

Die o.g. Ökostromanbieter gehören keinem Atomkonzern (Quelle: Utopia)

Vorsicht: Atomkonzerne tarnen sich als Ökostromanbieter. Vattenfall, E.ON, EnBW, RWE/innogy produzieren fast 80% des Stroms in Deutschland im dreckigen Strommix und tarnen sich über die Beteiligung an Hunderten von regionalen Energieversorgern. Sie gründen scheinbar grüne Tochterunternehmen und verstecken sich hinter diesen. Der Strom dieser Anbieter wird zwar regenerativ gewonnen, das Geld geht aber an Unternehmen, die nach wie vor in Atomenergie- und Kohlekraftwerke investieren und entsprechenden Lobbyismus betreiben. Also Finger weg, Anbieter wechseln!

Umweltforum Münster appelliert für Rodungsstopp im Hambacher Forst

    Appell für einen Rodungsstopp im Hambacher Forst
Mit einem eindringlichen Appell haben sich das Umweltforum Münster, die Klima-Inititive Münster sowie verschiedene andere Gruppen und Initiativen der Eine-Welt- und der Umweltbewegung an die Öffentlichkeit gewandt. Sie fordern darin vom Energiekonzern RWE den Stopp der Rodungen im Hambacher Forst. Dort wolle RWE für seinen
Braunkohletagebau vollendete Tatsachen schaffen, obwohl derzeit die sog. Kohlekommission einen gesellschaftlichen Konsens für einen rascheren und sozialverträglichen
Kohleausstieg erzielen will. Die Unterzeichner verweisen auch darauf, dass „unsere Münsteraner Mitbürgerin und Bundesumweltministerin Svenja Schulze“ ebenfalls für ein
Rodungsmoratorium eintrete. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen würden ausweisen, „dass Deutschland mit einer Kohleverstromung nach den bisherigen Planungen
weder die Klimaziele 2030 erreichen noch seine internationalen Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen kann“. Weiter heißt es in dem Appell:
„Wir rufen unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf, ihren Protest gegen den ungebremsten Raubbau an Natur, Klima und Zukunft zu artikulieren und sich im Sinne der Zukunft
und Lebenschancen unserer Enkel am friedlichen und gewaltfreien Widerstand dagegen zu beteiligen.“ (Den gesamten Wortlaut unter www.umweltforum-muenster.de)
Mahnwache und Fahrt zum Hambacher Forst Die gegenwärtige Diskussion und Situation rund um den Hambacher Forst und den Kohleausstieg veranlassen die Klimainitiative Münster und das Umweltforum Münster zu einer Mahnwache in der Stadt und zu der Einladung zu einer
Fahrt zum umstrittenen Hambacher Forst.
Am Samstag, 8.9. soll es in der Zeit von 10 – 14 Uhr eine Mahnwache und einen Info-Tisch geben. Motto: „Die Schöpfung bewahren – das Klima schützen – den Hambacher Forst retten“. Gesucht werden noch Mitmenschen, die sich an der Mahnwache beteiligen und
sich z.B. für eine halbe oder ganze Stunde zur Verfügung stellen. Kontakt dafür: Klaus Kasimier; mobil 01711641321.
Für Sonntag, den 16.9. laden Klimainitiative und Umweltforum ein, den Hambacher Forst zu besuchen und sich entweder an einer geführten Wanderung durch einen der ökologisch wertvollsten Wälder Nordrhein-Westfalens oder an der Baumpflanzaktion „Aufbäumen“ zu beteiligen. Informationen dazu gibt es unter www.hambacherforst.org.
Hilfreich wäre es, die Teilnahme an der Fahrt vorher anzukündigen bei Michael Tillmann, möglichst per mail unter m-tillmann@muenster.de. Da die Fahrt mit der Bahn erfolgt,
muss man sich um 8.15h im Hbf. vor dem Reisezentrum
einfinden. Kosten ca. 10 bis 12 € pro Person.
Für eine „zeit-gerechte Klimapolitik“ Eine bemerkenswertee Studie hat der „Wissenschaftliche
Beirat der Bundesregierung GlobaleUmweltveränderungen“(WBGU) im August vorgestellt und auch der Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht. „Zeitgerechte Klimapolitik: Vier Initiativen für Fairness“ ist das 48-seitige Papier übertitelt. In der Öffentlichkeit fand vor
allem der Vorschlag Beachtung, für Klimaflüchtlinge einen „Klimapass“ einzuführen, zumindest für diejenigen, deren Staat im Meer versinken wird und die damit im wahrsten Sinne des Wortes „staatenlos“ werden. Hochinteressant sind aber auch die Aussagen zur einer gerechten Ausgestaltung einer „Dekarbonisierungsstrategie“ und damit einer Kohleausstiegspolitik. Die Autoren machen klar, dass es hier nicht um Kompromisse mit den Anforderungen eines global
wirksamen Klimaschutzes gehen kann. Dekarbonisierung werde nicht durch die ökonomischen Marktmechanismen erzwungen, sondern sei ein politisches Ziel, das der Einsicht in die destruktiven Wirkungen gefährlichen Klimawandels folge. Zu wünschen ist, dass sich die Kohlekommission intensiv mit diesem sehr gut lesbaren Papier auseinander
setzt. Es kann unter www.wbgu.de kostenlos bestellt und als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Klimaschutzinfo Münster hier ganz lesen: Klima-Info 2018-09

Quaschning und andere mahnen nachdrücklich, die Klimaschutzziele nicht zu verfehlen!

Der Klimawandel schreitet immer schneller voran. Rund 1 °C ist die globale
Durchschnittstemperatur seit Beginn der Industrialisierung bis zum Jahr 2017
gestiegen. Deutschland wird seine selbst gesteckten Klimaschutzziele mit
Reduktionen der Treibhausgase von 40 % bis 2020 im Vergleich zu 1990 verfehlen.
Mit der aktuellen Energiepolitik kann es auch das Pariser Klimaschutzabkommen
nicht einhalten.
Soll der Anteil erneuerbarer Energien wie angekündigt bei gleichzeitiger Berücksichtigung
der Sektorkopplung auf 65 % bis 2030 gesteigert werden, muss der jährliche
Zubau der Photovoltaik von knapp 1,8 GW brutto im Jahr 2017 auf mindestens 5 GW netto angehoben werden. Wollen wir die Pariser Klimaschutzziele einhalten
und die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 °C begrenzen, müsste sogar bis 2040
eine vollständig kohlendioxidneutrale Energieversorgung realisiert werden.

Artikel lesen: Staffelstein-2018-Quaschning