
Ein Banküberfall ist vergleichsweise harmlos.

Ein Banküberfall ist vergleichsweise harmlos.

Dank ausgeliehenem Einkaufswagen mit Heizung und heißem Tee sowie leckeren Schokoladen-Plätzchen von Karina konnte man es ein paar Stunden aushalten. Viele nette Gespräche wurden geführt, Flyer verteilt, Spenden eingesammelt und Bäumchen verschenkt..
Am 21.12. war unsere Bauminitiative noch einmal aktiv. Von mittags bis abends haben Kaiken und Louisa von FFF sowie Joachim, Sven und Bernd von der Agenda-Gruppe Spenden für „Neue Bäume für Sendens Wald“ gesammelt und die kleinen Fichten aus dem Venner Moor verschenkt. Sie sollen dort weichen, weil nach dem Fichtensterben in 2019 neue Fichten dort keine Zukunft haben. Wenn man die winzigen Flugfichten jedoch im Garten groß zieht und bei trockenem Wetter mit Wasser versorgt, können sie überleben.
Im Januar sollen Stiel- oder Traubeneichen gepflanzt werden. Die Försterin Simone Eckermann vom Forstamt Münsterland schreibt dazu:
„Wir werden die Eichen truppweise Pflanzen. Dies bedeutet, dass nicht die ganze Fläche zu gepflanzt wird, sondern immer nur 21 Eichen truppweise. Es werden Zwischenfelder frei von Eichen bleiben. In diesen Zwischenfeldern erwarten wir weitere Baumarten, die sich von Natur aus ansamen sollen. Dies wird auf einer ehemaligen Fichtenfläche auf jeden Fall auch Fichte sein (die wir dann aktiv zurück drängen müssen), aber auch Birke, Buche, Hainbuche, Kiefer, Vogelbeere, Faulbaum, ggf. Bergahorn, Lärche, Erle, Aspe. Eine gewisse Gefahr besteht, dass die Brombeere sich zu schnell ausbreitet und eine natürliche Verjüngung der o.g. Baumarten behindert. In diesem Fall müssten wir ggf. auch aktiv Brombeere entfernen.“
Am 26. Januar 2020 sollen dann die Eichen gepflanzt werden, wenn es keinen Frost gibt. Ein Familienfest soll das werden, mit Wildwürstchen und heißen Getränken. Arbeitswillige sollten eine Spaten mitbringen, es gibt viel zu tun.

Nebenan bot der Grüß-Nikolaus unseren Flyer an, und der andere machte Weihnachtsmusik.
Protokoll der Agenda-Sonder-Sitzung am 11.12.19
zum Thema „Auf dem Weg in eine nachhaltige Landwirtschaft“
* zur Reduzierung der Traubhausgasemissionen bei der Düngerherstellung bietet sich der Einsatz von Katalysatoren an; bei Vorhandensein von ausreichend regenerativen Energien ließe sich Dünger auch mittels Wasserstoff statt Erdöl herstellen
2. Vortrag von Landwirt Franz-Josef Lintel-Höping
* Möglichkeiten einer nachhaltigen Bodenbearbeitung:
– weniger Bodenbearbeitung
– längere Fruchtfolgen
– mulchen
– Zwischensaaten und somit z.B. auch Pflanzendecke im Winter (keine Schwarzbrache)
– Aussaat neuerer Züchtungen
* er bringt aber auch seinen Unmut über den Agendaartikel zum Baumsterben zum Ausdruck und bittet zukünftig um mehr gegenseitige Gesprächsbereitschaft
3. Diskussion
* in der nachfolgenden lebhaften Diskussion wurde u.a. betont, dass die Landwirtschaft durch Humusaufbau (= Speicherung von CO2) einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten kann
Neue Termine:
| Agenda gesamt: | 08.01.20 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude |
| Wirtschaft mit Kultur | 15.01.20 um 19.30 Uhr in der Friedenskapelle Senden |
AZ, Coesfeld. Es geht um ein ernstes Thema – aber die Stimmung im Demonstrationszug, der sich um kurz nach 14 Uhr vom Bahnhof aus in Bewegung setzt, ist fröhlich. Rund 450 Menschen aller Altersstufen sind dabei. Sie tanzen, singen und lachen bei mehreren Stopps. So macht der von der Polizei begleitete Zug zweimal mitten auf großen Straßenkreuzungen halt – am Gerichtsring bei der Kreishandwerkerschaft und an der Holtwicker Straße bei der Bürgerhalle. „Hejo, macht die Straße frei, mit dem Rad bin ich sofort dabei“, singen sie „Vorsängerin“ Eliza Diekmann, einer der Organisatoren der Coesfelder „Parents for Future“, nach. Die Autofahrer, die mehrere Minuten lang nicht weiterkommen, bleiben gelassen. „Find ich gut, dass die das machen“, sagt ein älterer Herr, der interessiert die Scheibe herunterkurbelt. „Unsere Generation hat da wirklich einen Scherbenhaufen angerichtet.“
Samstag, 30.11.2019

Eliza Diekmann erzählt, dass man lange überlegt habe, ob man Schweigeminuten fürs Klima abhält – dann habe man sich aber anders entschieden. „Coesfeld hat schon zu lange geschwiegen, ab heute sind wir laut“, ruft sie den Teilnehmern zu, die laut applaudieren, Pfeifen und Trommeln ertönen lassen.
„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, rufen die Demonstranten, während sie durch die Stadt bis zum Marktplatz ziehen.
Den ganzen Artikel in der AZ lest hier.
Noch ein paar schöne Fotos aus der AZ:

Demonstration parents for future Coesfeld – FFF Senden in action

Sie führten den Demonstrationszug an, flankiert von freundlichen Polizisten.

Noch einmal die jungen Leute aus Senden im Demostrationszug. R. beklagt das Insektensterben: RIP, Requiescat in Pace; K. zeigt der Politik die rote Klimakarte.

Und irgendwo bei der Abschlusskundgebung stehen auch eine Mutter und ein Großvater fF aus Senden.

Baumpflanzaktion Hiegenbusch mit Agenda, Kitas, Gemeinde, Förster. Foto: di, WN
Senden – Dem Bürgermeister brach vor lauter Eifer der Spaten ab: Nicht nur der Rathaus-Chef, sondern auch viele Kita-Kinder sowie Vertreter von Agenda-Gruppe und Sponsoren nahmen an der Pflanzaktion teil, die die Brachfläche an der L 844 wieder bestücken soll. Mit Baumarten, die dem Klimawandel besser trotzen. …
Eine rund einen Hektar große Brache im Bereich Hiegenbusch/Erlengrund/L 844 wird gerade aufgeforstet. Damit trägt die Initiative der Agenda 21-Gruppe Senden schnell Früchte.

Pflanzaktion am Hiegenbusch, L 844, SebastianTäger mit Förster Martin Klostermann-Schräder. Foto: di, WN

Baumpflanzaktion Foto: di, WN

kleiner Münsterländer Fiete Foto: di, WN

Die Friedenskirche ist hergerichtet, Gäste fehlen.
Senden, Nottuln (WN) – „Von Mut und Tapferkeit und dergleichen sah ich überhaupt nichts.“ Es sind klare Worte, mit denen Landwirt Dominik Richert seine Erlebnisse im I. Weltkrieg beschreibt. Diese und weitere Berichte kamen nun in einer szenischen Lesung zu Gehör.
Dienstag, 26.11.2019
Die Rezitatoren Rudi Friedrich (l. Trompete) und Gitarrist Talib Richard. Eine szenische Lesung ist kein Konzert, kein Kabarett, eben „keine leichte Kost“, wie es Robert Hülsbusch von der Friedensinitiative (FI) Nottuln am Montagabend formulierte. Erst recht nicht, wenn der Titel „Krieg? Ohne uns!“ verrät, dass es sich dabei nicht um Unterhaltung zur Entspannung handelt, sondern die Auseinandersetzung mit einem brisanten Thema im Rahmen der „Novembertage“ gefragt ist.
Die Zahl der Gäste, die ins Forum gekommen waren, war mit etwa 30 Personen in Nottuln überschaubar, obwohl die Themen „Militärstreik und Desertion“ auch heute noch brandaktuell sind. In die Sendener Friedenskirche kamen am Samstag nur sieben Leute aus den eigenen Reihen.
Rudi Friedrich und Talib Richard gaben an diesem Abend vier Deserteuren, die in ihren Tagebuchaufzeichnungen den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit von Krieg dokumentiert hatten, eine Stimme. Tatsächlich galt Kriegsdienstverweigerung 1914 noch als unbekannt. Zum Ende des I. Weltkrieges gab es jedoch massenhafte Desertionen und auch Militärstreiks gegen die Fortführung des Krieges.

Rudi und Talib spielen für uns Agenda-Aktive.

Rudi und Talib
Senden. In einer etwa 75-minütigen Szenischen Lesung werden Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Richard Vogl denjenigen Raum geben, die sich mit ihrer Desertion oder auf andere Art und Weise gegen den I. Weltkrieg wandten. Mit Texten u.a. von Dominik Richert, Ernst Toller, Wilhelm Lehmann und Richard Stumpf, mit Gedichten, Liedern und Musik werden sie ihren Erlebnissen, Gedanken, Motiven und Konsequenzen nachgehen, auch mit Verweis auf die aktuelle Bedeutung.
Am I. Weltkrieg 1914 bis 1918 beteiligten sich 40 Staaten, 70 Millionen Soldaten standen unter Waffen. Insbesondere in Westeuropa, auf dem Gebiet Frankreich und Belgiens, entwickelte sich eine Material- und Menschenschlacht zwischen den Kriegsparteien. Für die Soldaten wurden die über Jahre hinweg industrialisiert geführten Gefechte in den Schützengräben zur alltäglichen Realität. Fast zehn Millionen Soldaten starben, die Anzahl der zivilen Opfer wird auf weitere sieben Millionen geschätzt
In Deutschland war 1914 die Kriegsdienstverweigerung so gut wie unbekannt. Trotz einer anfänglichen Kriegsbegeisterung entzogen sich aber zunehmend Rekruten und Soldaten der Beteiligung am I. Weltkrieg. In den Marinehäfen traten 1918 Soldaten in den Streik. Zwischen 750.000 und 1 Mio. entzogen sich auf unterschiedlichste Art dem Dienst oder verschwanden in der Etappe. Insbesondere im zaristischen Russland und in Deutschland desertierten 1917 und 1918 sehr viele Soldaten. Sie wendeten sich damit gegen die Weiterführung eines Krieges. Es handelte sich um einen verdeckten Militärstreik.
Daran anknüpfend gab es in der Weimarer Republik intensive Diskussionen über Strategien der Kriegsdienstverweigerung und andere Möglichkeiten des Widerstandes gegen Krieg. Die War Resisters‘ International wurde aufgrund der Erfahrungen von Kriegsdienstverweigerern nach dem I. Weltkrieg 1921 gegründet. In einigen nachfolgenden und auch in aktuellen Kriegen hatte und hat die Verweigerung der Kriegsbeteiligung große Bedeutung. Die Erfahrungen des I. Weltkrieges zeigten, dass Kriegsdienstverweigerer und Deserteure Unterstützung und Schutz vor dem Zugriff der kriegsführenden Parteien brauchen. Das gilt bis heute.
Rudi Friedrich (Trompete, Lautpoesie, Lesung) und Talib Richard Vogl (Gitarre, Lautpoesie, Lesung) bieten mit einer tiefsinnig und kurzweilig gestalteten Szenischen Lesung einen aufschlussreichen Einblick in die damalige Zeit. Nach der Szenischen Lesung wird es die Möglichkeit für ein Gespräch geben. Die Agenda21Senden und der Sendener Friedenskreis laden in die Friedenskirche, Steverstraße 3, ein, wo die Veranstaltung am Samstag, den 23. November, um 19.30 Uhr beginnt. Eintritt 5 €.
www.Connection-eV.org – http://talibrichardvogl.de

Diese Phasen sind vorbei:

Vom Dach der Steverhalle an die Leihräder. Wenn das nicht nachhaltig ist.

Mit der Grundierung wirken die Rahmen wie Gespenster.

Unser Fachmann Sven hat sie dann in den Sendener Farben gespritzt.

Das Zuordnen der Teile war eigentlich gut organisiert, Petra hatte den Durchblick.

Thomas und Frank haben sich an diesem Arbeitsplatz die Hände schmutzig gemacht.

Frank war offensichtlich der Fleißigste. Das wichtigste Werkzeug hat er immer in der Tasche.
Das Bundespresseamt hatte diesen Text für Bundespräsident Lübke anlässlich der Nato-Übung „Fallex 66“ entworfen. Generalmajor Bergmann wies bei der Begehung des ehemaligen Sondermunitionslagers auf diese Rede hin, die der Bundespräsident halten sollte, wenn es zum Dritten Weltkrieg gekommen wäre. Hier der Wortlaut:
„Meine lieben deutschen Landsleute diesseits und jenseits der Demarkationslinie, Soldaten der Bundeswehr. Der Friede ist in äußerster Gefahr. Heute früh haben Einheiten der sowjetzonalen Volksarmee die Demarkationslinie überschritten und erste Kampfhandlungen ausgelöst. Das ist ein Bruch des Völkerrechts. Die Aggression richtet sich nicht nur gegen uns, sondern gegen alle mit dem deutschen Volk verbündeten Mächte der Welt. Nichts haben wir in den letzten Wochen unversucht gelassen, um den Frieden zu sichern … In dieser schweren Stunde stehen wir alle zusammen.
Die Kraft, dem Unrecht und der Gewalt zu widerstehen, erwächst aus unserer Gewissheit, den Frieden leidenschaftlich gewollt und den Ausgleich gesucht zu haben. Wir sind den Weg der Verständigung bis zuletzt gegangen, dafür ist die Welt unser Zeuge. Nun, da die Waffen sprechen, ist es auch dem letzten Zweifler offenbar, wer den Krieg will. Noch haben wir aber nicht die letzte Hoffnung aufgegeben, dass die Vernunft doch noch Oberhand behält …
Wir stehen in einem weltweiten Bündnis. Unsere Freunde sind an unserer Seite. Das muss dem ganzen deutschen Volk bewusst sein, vor allem auch Ihnen, meine lieben Landsleute jenseits der Elbe. Wir wissen, dass Sie zu Freiheit und Recht stehen. Wir wissen, dass die Mehrheit unserer mitteldeutschen Jugend die Uniform Ulbrichts nicht aus Überzeugung trägt.
Lasst uns in dieser Stunde der Gefahr zusammenstehen, dass der Friede doch noch gerettet, dass die gemeinsame Freiheit doch noch errungen werden kann. Nicht nur wir, Europa darf diesem schändlichen Anschlag nicht unterliegen. Das Recht ist auf der Seite der freien Welt. Zusammen mit unseren Verbündeten sind wir stark. Jeder kann sich auf den Schutz der Bundeswehr und aller öffentlichen Organe verlassen.
Wir werden im Kampf um das Leben und die Freiheit unserer Kinder ein Beispiel jenes Mutes und jener Tapferkeit geben, die unserem Volke eigen sind. Es lebe Deutschland, es lebe Europa, es lebe die Freiheit.“
(Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL.
FALLEX 66 hatte einen sehr politischen Hintergrund, da bei dieser Übung auf Wunsch der Bundesregierung erstmals bundesdeutsche Politiker aktiv beteiligt waren. Die Bundesregierung nahm die sich bietende Gelegenheit wahr, um die seinerzeit noch nicht verabschiedeten und sehr umstrittenen Notstandsgesetze zu erproben.
Um die Übung realistischer scheinen zu lassen, wurde der Gemeinsame Ausschuss Ueb (übungshalber) im für den Fall eines Atomkrieges vorgesehenen Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes für Krise und Krieg (AdVB) in Marienthal untergebracht.
Beteiligt an FALLEX 66 waren über 1.200 Ministerialbeamte und Militärs und 44 Bundestagsabgeordnete, darunter auch Innenminister Paul Lücke (CDU) als Bundeskanzler Ueb. Ziel der Übung war nicht zuletzt, Bedenken der SPD-Abgeordneten gegenüber den Notstandsgesetzen auszuräumen und ihnen einen Einblick in die Regierungsverantwortung zu geben, um so die Zwei-Drittel-Mehrheit für die erforderliche Grundgesetzänderung zu beschaffen. Aus diesem Grund wurde die Große Koalition unter Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt später auch „Bunkerkoalition“ genannt.

DZ, 23.02.2019
Dülmen. Eigentlich hatte Bürgermeisterin Lisa Stremlau im Kulturausschuss das Alternativkonzept der Stadt zum Thema Gedenkstätte Visbeck vorstellen wollen. Doch dazu kam es nicht.
Freitag, 22.02.2019

Zeitzeugen aus Stahl und Beton könnten schon bald unter Denkmalschutz gestellt werden. Foto: Michalak