Archiv des Autors: Bernd Lieneweg

Protokoll der Sitzung vom 1. Okt. 2014

Zeitung4   Protokoll der Agenda-Sitzung am 01.10.14

1. AG Vegetation

– Dr. Hömberg verweist auf den aktuellen WWF-Bericht „Living Planet Report 2014“, aus dem unter anderem hervorgeht, dass die Menschheit derzeit pro Jahr 50% mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde im gleichen Zeitraum erneuern kann, und dass sich in den letzten 40 Jahren die Zahl der Wirbeltiere halbiert hat!
Daraus entwickelt sich die Frage, wie wir unsere Mitmenschen dazu bringen können, für Ressourcenverschwendung aufmerksamer zu sein und diese zu minimieren. Eine (kleine) Idee: eine entsprechende do/dont-Liste auf unserer Internetseite veröffentlichen.

Außerdem ergibt sich in der Diskussion nahtlos eine Verbindung zum Hauptthema des Abends TTIP.

2. TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership = geplantes Freihandelsabkommen mit den USA)

– Dr. Hömberg und T. Stenkamp geben Einblicke in einige Eckpunkte des geplanten Abkommens und die katastrophalen Folgen, die auch unsere Gemeinde bei dessen Umsetzung treffen können: vertragsweite Ausschreibungen verpflichtend (d.H. im gesamten TTIP-Raum), Fracking und andere negative Auswirkungen auf die Umwelt, Verschlechterung unserer hohen Standards in Pflegediensten, Rechtswesen, usw., massenhafte Klagefälle,…
Dass diese Befürchtungen nicht unbegründet sind, läßt sich an den Folgen des Abkommens zwischen den USA und Kanada bereits belegen.

– Eine entsprechende Anfrage der Agenda an die Lokalpolitik mit Bitte um Stellungnahme zum TTIP wurde aus juristischen Gründen (fehlende Rechtsgrundlage) abgelehnt!

– Dr. Hömberg erklärt sich bereit, entsprechendes Infomaterial zum TTIP per Mail an die Agenda-Mitglieder zu verteilen.

– T. Stenkamp bittet um aktive Mithilfe an den Infoständen donnerstags auf dem Markt bzw. samstags vor REWE Eckmann.

– Außerdem verweist er auf den Vortrag von Frau Prof.Dr. Mechthild Schrooten ( Prof. f. Volkswirtschaftslehre mit den
Schwerpunkten Geld und Internationale Integration an der Hochschule Bremen) am 23.10.14 um 19.30 Uhr in der Steverhalle. Dazu soll auch ganz gezielt der Sendener Mittelstand eingeladen werden.

– W. Dropmann bittet um Helfer für die europaweite Unterschriftenaktion gegen das TTIP am 11.10.14.

3. AG Energie und Klimaschutz

– Es wird angemerkt, dass der neue Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde noch keinen weiteren Kontakt zur Agenda gesucht hat. Sollten wir ihn noch einmal aktiv einladen?

Anschließend Sitzung der AG Mobilität

  1. „Gemeinde-Rad“                                                                                                                – Da die Vertreter des ökumenischen Jugendtreffs auch unseren heutigen Termin nicht wahrnehmen konnten, bitten wir Terminvorschläge von deren Seite.

Neue Termine:

Agenda gesamt:        05.11.14 um 18.30 Uhr im Rathaus-Nebengebäude
AG Mobilität:             abhängig vom Terminvorschlag des ökumenischen Jugendtreffs

Gez. MilKa

Einladung und Tagesordnung der Sitzung vom 1.10.2014

Zeitung4   Berichte der Arbeitskreise Vegetationen, Energie und Klimaschutz sowie Mobilität stehen auf dem Programm. Ferner soll über die Bedeutung der „Freihandelsabkommen“ für unsere Kommune diskutiert werden und die weitere Beteiligung am Aktionsbündnis TTIP Kreis Coesfeld besprochen werden. Der europaweite Aktionstag am 11. Oktober und seine Ausgestaltung in Senden muss geplant werden. Im Bereich Mobilität stehen die Berichte über den Bürgerbus in Senden und das Fahrradsharing-Projekt „Sendener Gemeinde-Rad“ sowie der Fahrradschnellweg Senden – Münster erneut auf der Agenda. Angeregt wurde, die nächsten Treffen in Sendener Betrieben durchzuführen, um besser an die Öffentlichkeit zu kommen.

Alle Mitstreitenden und Interessierten sind herzlich ins Rathausnebengebäude ab 18.30 Uhr eingeladen.

Greifen die Freihandelsabkommen TTIP, CETA, TiSA in die Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen ein?

Marktplatz   Ja, ganz erheblich, denn:

1. Die Freihandelsabkommen schreiben vor, dass alle Dienstleistungen (außer Justiz und Polizei) vertragsweit d. h. Europa und USA / Kanada – weit ausgeschrieben werden müssen. Darunter fallen alle Ver- und Entsorgungen, kommunales Verkehrswesen, Gesundheitsvorsorge, Bildung (Theater, Volkshochschulen, Museen, Büchereien) soziale Dienste u.v.a. kurz der gesamte Bereich der kommunalen Daseinsvorsorge. Die Probleme durch die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in weiten Teilen Frankreichs, London, Berlin, Braunschweig u.v.a. Städten sowie in Lateinamerika, Afrika und USA durch die Konzerne Veolia, Suez, Nestle sollten die Gefahren der Privatisierung kommunaler Dienstleistungen deutlich machen.

2. Die Rekommunalisierung d. h. Rückführung in kommunale Zuständigkeit von einmal an Private (Konzerne) übertragene Leistungen ist dann nicht mehr möglich.

3. Gesetzliche oder andere Regelungen (z. B. Tarifverträge) zu Gunsten von Umweltschutz, Arbeitsrecht, Gesundheitsschutz, Sozialstandards u. a. können von Konzernen mit Hilfe mit der Begründung der „Gefahr von Gewinneinschränkungen“ vor Schiedsgerichten verhindert werden. Betroffen sind damit nicht nur aktuelle Regelungen, sondern auch solche, die zukünftige Situationen erforderlich machen.

In der Auswirkung ist das dann ein weiterer Schritt zur Abschaffung der Demokratie und des Ausbaus der Herrschaft der Konzerne und Banken, also der Plutokratie.

Am TTIP-Aktionstag sind wir jetzt europaweit vernetzt

Wir sind dabei! TTIP-Aktionstag, Stand bei REWE Eckmann, Herrenstraße 33.

Wir sind dabei! TTIP-Aktionstag, Stand bei REWE Eckmann, Herrenstraße 33.

Campact schrieb:
Sie haben im Rahmen der Campact-Aktion Aktionstag – Sammeln gegen TTIP und CETA soeben erfolgreich die Veranstaltung Sammel-Aktion in Senden + Infostand eingetragen.

Ihre Veranstaltung wurde mit folgenden Informationen eingetragen:
*Titel*
Sammel-Aktion in Senden + Infostand
*Beschreibung*
Vor REWE Eckmann, Herrenstraße 33
*Datum*
11.10.2014
*Zeitpunkt*
10:00 Uhr
*Ort*
Senden-Westfalen, Herrenstraße 33, 48308 Senden
*Maximale Teilnehmerinnen*
15
*Öffentlich sichtbar*
öffentlich

Unter folgendem Link können Sie den Eintrag zu Ihrer Veranstaltung einsehen: https://veranstaltungen.campact.de/#!/containers/aktionstag-unterschriften-fur-ebi-sammeln/events/sammel-aktion-in-senden-infostand

Herzliche Grüße,
Ihr Campact-Team

Uno-Bericht: Schnellste Zunahme von Treibhausgasen seit 30 Jahren

Spiegel online

Braunkohlekraftwerk Garzweiler: Menschengemachte Treibhausgase sammeln sich in der Luft Zur Großansicht

AP/dpa

Braunkohlekraftwerk Garzweiler: Menschengemachte Treibhausgase sammeln sich in der Luft

Von Menschen verursachte Abgase gelten als Ursache des Klimawandels. Jetzt berichtet die Uno, dass die Menge an Treibhausgasen in der Luft einen neuen Höchststand erreicht habe – mit Folgen für Klima und Ozeane.

Weiter in Spiegel online

Fair Trade statt Freihandel – nichts ist alternativlos

Der Ökonom Wolfang Kessler nennt die Alternative beim Namen. Widerstand gegen das Falsche ist nicht genug. Es braucht eine positive Vision, eine politische Alternative zum globalen Freihandel, und es gibt sie: Fair Trade

BZ-GASTBEITRAG: Wolfgang Kessler meint, wer Menschen und Natur schützen will, kann nicht nur auf den Weltmarkt setzen.

Eigentlich hatte man die Hoffnung schon aufgegeben, dass in der Bundesregierung je wieder über die reine Lehre des freien Marktes hinausgedacht wird. Wie sehr Angela Merkel und andere dieser Lehre verhaftet sind, zeigt ihr unbeirrtes Eintreten für eine Freihandelszone zwischen der EU und den USA. Da ist es durchaus überraschend, wenn der neue Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) jetzt soziale Mindeststandards für die Textilbranche fordert. Damit verlangt er nicht weniger als eine Alternative zum freien Welthandel, nämlich einen fairen Welthandel. Der freie Markt brauche Grenzen, sagt Müller. Dies sind neue Töne in der Freihandelsdebatte.

Weiter lesen in der Badischen Zeitung.

Freier Handel ist nicht fair

Freihandelsabkommen TTIP: Wie die Vertreter der großen Parteien im Europawahlkampf Nebelkerzen werfen und die wirkliche Absicht hinter dem Abkommen totschweigen. Eine Analyse von Wolfgang Kessler

Eziden und Christen wollen gemeinsam Flüchtlingen helfen: Hand in Hand für Menschlichkeit

 Gemeinsam stehen der Deutsch-kurdischer Freundeskreis, Bürgermeister Alfred Holz (r.) und die beiden Kirchengemeinden zusammen, damit den religiös bedrohten Flüchtlingen aus Syrien und dem Nordirak geholfen wird.Gemeinsam stehen der deutsch-kurdische Freundeskreis, Bürgermeister Alfred Holz (r.) und die beiden Kirchengemeinden zusammen, damit den religiös bedrohten Flüchtlingen aus Syrien und dem Nordirak geholfen wird. Foto: sff

Senden. Deutsch-kurdischer Freundeskreis, die Kirchengemeinden und Bürgermeister Alfred Holz rufen zu einer Hilfsaktion für Flüchtlinge des IS-Terrors auf. Die Spenden sollen vom stellvertretenden Generalvikar Dr. Jochen Reidegeld persönlich überbracht werden.

„Brutalität und Barbarei des Islamischen Staats (IS) sind unvorstellbar. Mit Religion hat der Terror gar nichts zu tun.“ Tief betroffen und aufgewühlt berichtet Orhan Atalan von seinen Erkenntnissen, die er auf einer 1500 Kilometer langen Reise in den Flüchtlingscamps an der türkischen Grenze zum Irak und zu Syrien gewonnen hat.

Von Siegmar Syffus,  weiterlesen in den WN

TTIP und CETA stoppen – europaweiter dezentraler Aktionstag am 11. Oktober 2014

Auf dem Sendener Wochenmarkt wurden wieder die Flyer von Attac-COE und vom Umweltinstitut verteilt. Unser Fazit: einige Leute sind sehr interessiert, vor allem Frauen ;-)

Auf dem Sendener Wochenmarkt wurden wieder die Flyer von Attac-COE und vom Umweltinstitut verteilt. Unser Fazit: einige Leute sind sehr interessiert, vor allem Frauen.

Heute – auf dem Wochenmarkt zwischen Wurst- und Eierstand – konnten sich Sendener Bürgerinnen und Bürger wieder Informationen holen über die sog. Freihandelsabkommen CETA und TTIP. Wir versuchen weiterzumachen mit den Infoständen immer donnerstags auf dem Markt und samstags bei Eckmann zwischen 10 und 12 Uhr, und zwar bis zum nächsten großen Termin: Am 11. Oktober 2014 gehen unter dem Motto „Stop TTIP, CETA, TiSA“ AktivistInnen europaweit zum dezentralen Aktionstag auf die Straße.

TTIP-Infostände in Senden – Infos im Kreis Coesfeld

Bis zum 11. Oktober gibt es im Kreis Coesfeld Infostände zu den „Freihandelsabkommen“. Die Agenda21Senden ist dem Aktionsbündnis TTIP Kreis Coesfeld beigetreten und hat eine Anregung zur Behandlung des Themas im Gemeinderat gegeben. Am 11. Oktober soll zeitgleich in vielen Orten des Kreises über die Bedeutung der „Freihandelsabkommen“ für die Kommunen informiert werden. Es wird befürchtet, dass die Entscheidungsfreiheit in den Bereichen Ver- und Entsorgung sowie Kultur stark eingeschränkt wird. Die Westfälischen Nachrichten berichteten:

WN am 24.9.2014 im Sendener Lokalteil

WN am 24.9.2014 im Sendener Lokalteil

Die offizielle Verlautbarung des Bundeswirtschaftministeriums zu den Verträgen kann man hier nachlesen. Bürgerbewegungen kritisieren, dass es hier nur um Konzerninteressen geht und das Gemeinwohl und eine demokratische Entscheidungsfindung auf der Strecke bleiben.

Klimaschutz-Demo in Münsters Innenstadt

Ein paar hundert Leute haben am Freitag den 19. September in der Innenstadt von Münster für den Klimaschutz demonstriert.

Tolle Stimmung am Landesmuseum

Tolle Stimmung am Landesmuseum

Kohle killt Klima - das meint auch die AgendA21Senden

Kohle killt Klima – das meint auch die AgendA21Senden

 

 

„Fossil Free“ stand dabei im Mittelpunkt der Forderungen

Der globale Klimawandel und seine Folgen stellen eine große Gefahr für unsere Gesellschaft dar. Die Welt hat sich bei dem Klimagipfel 2009 darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf 2 C zu begrenzen, um die Folgen des Klimawandels erträglich zu halten. Um diese 2 C nicht zu überschreiten darf laut Wissenschaftlern nur noch so viel CO2 emittiert werden, wie bei der Nutzung von weniger als 20% der fossilen Reserven frei wird.

Als Konsequenz sollten die Geldanlagen und Investitionen, die den fossilen Abbau fördern, eingestellt und in den Ausbau Erneuerbarer Energien umgeleitet werden. Alle Gelder die in der fossilen Brennstoffindustrie verbleiben sind ein Katalysator für die weitere Erderwärmung.

Aus diesen Gründen wurde die UNI Münster, der Landschaftsverband Westfalen Lippe und die Stadt Münster aufgefordert ihre Geldanlagen bei der RWE und anderen Energiekonzern, zurück zu nehmen.

Weitere Aktivitäten:

Fahrraddemo von Greenpeace am 4.10.2014 um 14.00 Uhr am Schlossplatz in Münster !!!