Shuttle zum Expressbus
Senden – Sie kommen mit Verspätung, aber es gibt einen festen Termin, ab wann die London-Taxis in Senden Shuttledienste zur Mobilstation übernehmen sollen.
Von Ulrich Reismann, Dietrich Harhues

Im vorigen Oktober waren die London-Taxis, die nach Senden kommen sollen, schon vorgestellt worden. Foto: di
Will man die Menschen zum Umstieg aus dem Auto in den ÖPNV animieren, „müssen wir sehen, dass wir sie zum X 90 hinkarren“. Prof. Dr. Martin Lühder wies in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität auf die Notwendigkeit von On-Demand-Verkehren hin. „Eigentlich“ hätten die sogenannten London-Taxis, die nur auf Anforderung fahren und – analog zum Loop-Projekt in Hiltrup – Zubringer-Dienste aus der Fläche erbringen, schon nach Ostern starten sollen, so die Auskunft von Bürgermeister Sebastian Täger. Nun solle es nach den Sommerferien was werden. Der Kreis, welcher der Projektträger ist, sei da „mit Hochdruck dran“. Mit der Mobilstation als weiterem Baustein für besseren Service – von Lühder ebenfalls als unerlässlich angesehen – könne es vielleicht schon etwas früher klappen.
Hiermit und mit weiteren Themen zum Ausbau des ÖPNV – wie einer Taxi-Bus-Linie von Ottmarsbocholt zum Davensberger Bahnhof – werden sich die Politiker in einer Sondersitzung des Ausschusses direkt nach den Sommerferien beschäftigen.
Josef Himmelmann, Projektleiter „Bürgerbüro mobiles Münsterland“, bestätigte auf WN-Anfrage, dass Ostern angepeilt wurde, aber als Starttermin nicht zu halten gewesen sei. Unter anderem Corona-bedingt habe es Verzögerungen gegeben. Himmelmann betonte, dass zwei London-Taxis ab der zweiten Hälfte im August in Senden als Bus-Shuttle eingesetzt werden.
Kommentar Agenda21Senden: Wenn wir das 1,5 Grad-Ziel noch erreichen wollen, müssen wir alles tun, um den individuellen Autoverkehr zu ersetzen. Shuttle-Dienste mit elektrischem Antrieb sind eine gute Alternative. „Zuverlässig, wendig, vielseitig und nur von den erfahrensten Fahrern angetrieben, gehören die schwarzen Taxis zu den besten Taxis der Welt. Sie sind heute auf den Straßen der großen Städte auf der ganzen Welt zu finden, haben aber immer eine besondere Verbindung nach London. Die neueste Version des TX ist das erste Modell, das mit elektrischer Energie angetrieben wird.“ https://de.levc.com/tx-electric-taxi/ Wir sind gespannt, ob hier bei uns die elektrische Variante untwerwegs sein wird.



Senden-Bösensell. In einer Gemeinschaftsaktion von Agenda21Senden und Fahrradwerkstatt der Flüchtlingshilfe wurden jetzt wieder acht Leihräder in den Sendener Farben blau-weiß in Verkehr gebracht. Nachdem von den im Dezember 2020 aufgestellten Fahrrädern bereits im Februar kaum noch ein Rad zu gebrauchen war, erfolgt jetzt nach der Corona-Pause der zweite Anlauf. Drei Räder wurden entwendet, alle Einkaufswagen-Schlösser, die mit einem Euro oder einem Chip zu öffnen waren, waren verbogen und zerstört, bei einem Rad gleich mitsamt dem Rahmen. Daher entschloss man sich, die reparierten und neu hergerichteten Räder jetzt ohne Schloss am Bösenseller Bahnhof und am Park&Ride-Parkplatz an der Autobahnauffahrt den Bürgerinnen und Bürgern für den Weg vom Bus zum Bahnhof zur Verfügung zu stellen. In den dort eingesetzten Bussen sollte wieder auf den Service für die Fahrgäste hingewiesen werden. Gleichzeitig ergeht der Appell an die Menschen in Bösensell, die der Allgemeinheit gehörenden Räder pfleglich zu behandeln und nach Gebrauch wieder an den beiden Haltestellen abzustellen. Wer selbst ein eigenes fahrtüchtiges Rad braucht, muss nicht auf die blau-weißen zurückgreifen. Die Flüchtlingshilfe weist darauf hin, dass jeder Bedürftige ein altes, instandgesetztes Fahrrad zu ganz kleinen Preisen (ab 10 €) in der Werkstatt bekommen kann. Kaputte Fahrräder werden für kleines Geld repariert. Die Werkstatt hinter Ford an der Mühlenstraße 16 ist montags, mittwochs und freitags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Abgabe gebrauchter Räder jeden 1. und 3. Freitag im Monat. Sollten Räder defekt sein oder an falschen Stellen gesichtet werden, sollte man bei der Sendener Gemeindeverwaltung anrufen (Telefonnummer 02597 – 6990, steht auch am Rad), die Räder werden dann von Ehrenamtlichen abgeholt und instandgesetzt. 








