Rüstung in Zahlen
Stand März 2018, Quelle: Flyer Attac-COE, zusammengestellt von Joachim F. Gogoll, Agenda21Senden
Stand März 2018, Quelle: Flyer Attac-COE, zusammengestellt von Joachim F. Gogoll, Agenda21Senden
Er ist gut informiert und redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist: humorvoll, überzeugend und dem Leben zugewandt. Frank Farenski. Ohne ihn selbst wären seine Filme nicht halb so gut. Fotos: MilKa
Frank Farenski ist Journalist, Filmemacher und Entertainer für die gute Sache.
Was er an die Frau und den Mann bringen will, sind Klimaschutz und ein nachhaltiges Leben: energieautark und ernährungsbewusst; selbst bestimmt und selbst handelnd.
Gut 60 Zuhörer und Zuschauer waren in den Sendener Bürgersaal gekommen, um sich für ein unabhängigeres Leben motivieren zu lassen.
In seinem Film „Autark“ zeigt er viele gelingende Beispiele, nichts Neues für die, die seit Jahren an diesen Themen arbeiten, aber doch schön zu sehen, dass es inzwischen viele gibt, die ein anderes, ein vom Konsum und von den großen Konzernen etwas unabhängigeres Leben leben möchten, ohne auf die schönen Dinge des Lebens zu verzichten. Natürlich muss man einsparen, wenn man dreimal oder viermal mehr an Ressourcen verbraucht, als die Erde auf Dauer her gibt. Es kann nicht mehr lange gelingen, auf Kosten anderer Völker und der eigenen Kinder und Enkel zu leben. Was man machen kann und muss, zeigt Farenski in seinen vier Filmen „Leben mit der Energiewende“. Und was er besonders überzeugend zeigt und vorlebt, ist, dass dieses andere, nachhaltige Leben auch noch Freude, oder sogar mehr Freude bereitet, weil man das schlechte Gewissen überwindet und mit anderen zusammen neue Werte schafft oder alte Werte wiederentdeckt.
Rausgehen verboten, an der Tür sitzt Hund Bell und wartet auf sein Herrchen. Nur wenn er pullern muss, wird er ungeduldig. Der ständige Dialog mit seinem kleinen Hund bildet eine witzige Rahmenhandlung. Auch das schafft Aufmerksamkeit.
Begeistert bedankt sich auch Martin aus Otti, der nachhaltiges Leben schon lange in die Tat umzusetzen versucht. Als Gärtner im Ruhestand hat er spontan seine Hilfe für eine regenerative und partizipative Gartenanlage in Senden angesagt. Ob die Politiker in Senden dafür ein offenes Ohr haben werden, zeigt sich bei der Anhörung am Montag ab 18 Uhr im Rathaus.
Technisch total überholt ist der alte City-EL vom Cani. Aber einen besseren Hingucker für eine alternative Mobilität gibt es nicht. Draußen standen ein Opel Ampera von enomo/Rüschkamp und ein Opel Ampera-e. Die beiden Autos stehen für die beiden letzten Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Individualmobilität.
Forum Zentraler Friedensdienst
Thomas Oelerich, Referent vom Forum ZFD schrieb im Oktober 2018:
Die Bundesregierung scheint entschlossen, in den kommenden ]ahren deutlich mehr in Rüstung und Kriegsmaterial zu investieren. Betrug der Etat im Jahr 2016 noch 35,1 Milliarden Euro, stieg er 2017 auf rund 37 Milliarden Euro an. Im laufenden Jahr 2018 erhöhte sich der Militärhaushalt bereits auf 38,5 Milliarden Euro und für 2019 sollen es dann 42,9 Milliarden (+11,4%) sein. Von bis zu 85 Milliarden Euro im Jahr 2024 ist die Rede!
Eine (Fehl-)Entwicklung, die von der Bundesregierung auch auf europäischer Ebene vorangetrieben wird. Denn der europäische Verteidigungshaushalt soll in den kommenden Jahren ebenfalls finanziell ausgebaut werden.
Zeitgleich sind zivile Maßnahmen der Friedenspolitik Kürzungen im EU-Etat unterworfen. Geht damit die Grundidee einer Europäischen Union verloren, die einst Friedenskraft in Europa und darüber werden wollte?
Viele meinen, gegen diese Militarisierung der Außen- und Sicherheitspolitik ließe sich ja doch nichts ausrichten. Aber ähnlich pessimistische Stimme waren auch zum Widerstand gegen die Vernichtung des Hambacher Forstes zu hören. Es kam anders. Ein anderes Beispiel: Vor wenigen Wochen wäre es unvorstellbar gewesen, dass Zehntausende auf Großdemonstrationen in Hamburg oder Berlin (250.000 Menschen!) und an vielen anderen Orten in Deutschland ein derart eindrückliches Zeichen gegen Rassismus und Nationalismus setzen. Gemeinsam lässt sich etwas bewegen.
Für uns im forumZFD Grund genug, im kommenden Jahr anlässlich der bevorstehenden Europawahlen für ein Europa des Friedens und der sozialen Gerechtigkeit zu werben. Denn wir sind überzeugt: Die geplante Militarisierung der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik wäre der vollkommen falsche Weg. Stattdessen ist es an der Zeit, zivile Maßnahmen der Konfliktbearbeitung auf nationaler und europäischer Ebene zu befördern.
Thomas Oelerich, Zentraler Friedensdienst
Der AK Frieden in der Agenda21Senden stimmt dem zu. Bei den Europawahlen in 2019 sollte man rechtzeitig die Parteiprogramme abklopfen und nur den Kandidaten seine Stimme geben, die sich eindeutig für die Stärkung der Zivilen Konfliktbearbeitung einsetzen und einen höheren Miltärhaushalt ablehnen.
Was hat nun die „Monsterland“-Veranstaltung der Windkraftgegner in Bösensell gebracht. Liest man den Bericht in den WN – nur „kalter Kaffee“. Es werden wieder einmal alle Argumente gegen die Erzeugung regenerativen Stroms durch Windkraft ins Feld geführt, die schon seit Jahren rauf- und runtergebetet werden. Und natürlich wird wieder einmal der Klimawandel – verursacht durch drastisch gestiegenen CO2-Emissionen seit der Industrialisierung – geleugnet. Neu ist allein, dass nun auch das Grundgesetz gegen Windkraftenergie herhalten muss. Dieses Argument kannte ich noch nicht. Es wird nichts ausgelassen. Kein Argument ist zu dumm, um gegen die Windkraft zu polemisieren, schrieb schon vor Jahren der Wissenschaftsjournalist Franz Alt. Interessant wären positive und konstruktive Perspektiven der Windkraftgegner gewesen. Die werden nur angedeutet („andere Innovationen“). Was damit wohl gemeint ist? Dass ernsthaft der Klimawandel und die Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen in Zweifel gezogen werden, kann ich nicht glauben. Gerade in den letzten Wochen schlagen Meeres- und Klimaforscher Alarm. Der Wandel würde sich schnell und drastischer vollziehen, als noch vor Monaten gedacht. Die Anzeichen zum Beispiel in den Meeren und an den Polkappen sind nicht zu übersehen. Wer verantwortungsvoll und zukunftsorientiert denkt und handelt, der muss wirkliche Alternativen vorschlagen. Nur „contra“ hilft uns nicht weiter.
Mit freundlichem Gruß
Bernd Lieneweg, Senden
Filmabend in Senden im Rathaus am 5. Dezember 2018 (“Leben mit der Energiewende 4: Autark!” von Frank Farenski). Gleichzeitig ist eine kleine Ausstellung geplant von Projekten aus der Region, die zur regionalen und persönlichen Autarkie beitragen.
Es ist spannend und befriedigend, sich unabhängig zu machen, selbstbestimmt zu leben!
Zuschauer und Aussteller sind herzlich eingeladen.
Holger Bothur, BM Sebastian Täger, Klaus Stephan und Susanne Espenhahn von der Gemeindeverwaltung begrüßten ca. 50 Ehrenamtliche beim Sendener Zukunftsforum am 1. Dezember 2018.
Die Kommunikation ist offenbar verbesserungsbedürftig. Viele Übereinstimmungen bei verschiedensten Zielen konnten Vertreter ehrenamtlicher Gruppen in Senden feststellen. Herzerfrischend waren die Idealvorstellungen fünf engagierter junger Damen aus Senden, die mit ihrem jugendlichen Elan so manchen Traditionsverein aufmischen könnten.
Die fünf von YouComm, die tolle Ideen einbrachten, um Senden für Junge und Alte lebenswerter zu gestalten. Ein Teil ihrer Projekte wurden zu Leitthemen der Arbeitsgruppen im Workshop.
Die Agenda21Senden wird sich für das Projekt „Give box“ des Ökumenischen Jugendtreffs stark machen. Die Verbesserung der Mobilität ist schon lange unser Thema.
Voller Einsatz für die Zukunft: Engagierte Bürgerinnen und Bürger gaben bei der Entwicklung von konkreten Projekten alles. Jill Hülsbusch präsentierte Visionen der Sendener Jugend. Dr. Winfried Kösters moderierte das Forum. Foto: hha
Und hier beide Seiten als pdf-Datei: Oton2018november
Wolf von Fabeck, langjähriger Geschäftsführer des SFV, erklärt: „Obwohl der globale Temperaturanstieg noch nicht einmal die in Paris vereinbarten 1,5 Grad erreicht hat, bedroht der Klimawandel schon jetzt das Überleben der Menschen-, Tier- und Pflanzenwelt. Wir hoffen, dass das BVerfG die Gefahr erkennt und ihr entgegen tritt. Auch wundern wir uns, dass die kalifornische Regierung nicht die deutschen Braunkohlekraftwerke auf Schadenersatz verklagt“.
Ernst-Christoph Stolper, stellvertretender Bundesvorsitzender des BUND, erklärt: „Der BUND hat sich als Teil seines internationalen Netzwerkes Friends of the Earth schon lange und als einer der ersten konsequent positioniert: Die globale Erwärmung darf 1,5 Grad gegenüber vorindustriellem Niveau auf keinen Fall überschreiten. Mit unserer Klage erhöhen wir den Druck auf die Bundesregierung und den Bundestag, endlich ein Klimaschutzgesetz vorzulegen, das die Ziele des Pariser Klimaabkommens effektiv umsetzt.“
Der weitere Prozessverlauf liegt im Ermessen des BVerfG. Sollte es zu einer mündlichen Verhandlung kommen, dann voraussichtlich nicht zeitnah. Sollte das BVerfG der Klage stattgeben, wäre über Deutschland hinaus auch europa- und weltweit verdeutlicht: Klimaschutz ist ein massives Menschenrechtsproblem – er steht nicht im politischen Belieben der jeweiligen Mehrheit.
Die Klage wird aus Spenden und Eigenmitteln durch den SFV finanziert. Die Klage wird rechtlich vertreten von der langjährig im Umweltrecht erfolgreichen Rechtsanwältin Dr. Franziska Heß, Baumann Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbH, und Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt aus Leipzig, der die Klage außerdem seit 2010 mit einigen Menschenrechts-Gutachten für den SFV vorbereitet hat.
Rückfragen bei
Am kommenden Mittwoch, den 21. November, geht es in der Serie über das Geld im Wirtschaftsseminar der Agenda21Senden um die Fragen: Was ist Vollgeld? Was versteht man unter Cum-Ex? Wären Cum-Ex-Geschäfte mit Vollgeld möglich? Der Ökonomie-Experte Joachim f. Gogoll aus Nottuln möchte in seinem Referat diese Fachbegriffe für Laien verständlich erklären, die Zusammenhänge klar machen und Fragen dazu beantworten. Der Vortrag beginnt wie immer ab 19.30 Uhr in der alten Friedenskapelle der KuKIS, Grüner Grund 5. Der Eintritt ist frei.
Einladung zur Gründungsveranstaltung
der Infostelle „Ost-Münsterland“
des SolarenergieFördervereins in Beckum
Wir, interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Beckum und Ennigerloh, möchten hier im Münsterland die Infostelle „Ost-Münsterland“ des Solarenergie Fördervereins (SFV) gründen.
Unser Ziel ist der weltweite und 100 prozentige Einsatz von Erneuerbaren Energien, um damit die Beschleunigung des Klimawandels durch die Nutzung fossiler Energien als größte Gefahr für die Menschheit zu verhindern.
Aus diesem Anlass wird Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt, TH Köln (Technische Hochschule Köln, University of Applied Sciences), erster Vorsitzender des SFV, die Arbeit des Vereins erläutern. Zudem nimmt er aus seiner fachlichen und persönlichen Sicht Stellung zu dem Thema Klimawandel und seinen gravierenden Folgen.
Prof. Dr. Waffenschmidt stellt die Fragen: „Muss man eigentlich Experte sein, um den menschengemachten Klimawandel zu erkennen? Brauchen wir unbedingt ausführliche Computermodelle, um die zukünftigen Entwicklungen abzuschätzen? Tatsächlich lassen sich die richtigen Schlussfolgerungen auch mit einfachen, nachvollziehbaren Argumenten, für die man maximal einen Taschenrechner benötigt, ziehen.“
Am 29.11.2018 um 19.30Uhr möchten wir Sie
zu diesem Informationsabend im Kolpinghaus,
Clemens-August-Straße 10 in Beckum, herzlich einladen.
Mit sonnigen Grüßen
Anne Bussmann, Beckum Manfred Grabowski, Beckum Stefan Kliewe, Beckum Ute Zeyn, Beckum |
Max Goldkuhle, Ennigerloh Carolin Kliewe, Beckum Annette Schwake, Ennigerloh <!–[if !supportLineBreakNewLine]–> <!–[endif]–> |
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Ute Zeyn
Helene-Lange-Str. 10
59269 Beckum
Tel.: 02521 / 82 55 154
E-Mail: ute@lambke.de