Archiv der Kategorie: AgendA21Senden – was ist das?

Geschichte und Ziele der Lokalen Agenda 21 in Senden

Nottuln –  Anlässlich des Hiroshima-Tages haben Gemeinde Nottuln und FI Nottuln bei einer Gedenkveranstaltung zur Abschaffung der Atomwaffen aufgerufen.

 

Mit großen Lettern formulierten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung die Aussage: „Hiroshima mahnt.“ An der Feierstunde nahm auch eine Friedens-Radfahrergruppe teil, die in Nottuln einen Zwischenstopp einlegte.                  Foto: Dieter Klein

WN-Bericht von Dieter Klein

Die beiden Fahnen vor dem Nottulner Rathaus – „Major for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) und die Nottulner Gemeindefahne – hingen auf Halbmast, während am Schlaundenkmal die Menschen stumm zusammenstanden. Es war wohl gestern Nachmittag der eindrucksvollste Moment einer Gedenkstunde, in der die Gemeinde Nottuln und die Friedensinitiative Nottuln (FI) gemeinsam mit rund zwei Dutzend Teilnehmern der Aktion „Friedens-Fahrradtour NRW“ der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte-Kriegsdienstgegner ( DFG-VK) sowie zahlreichen Bürgern Nottulns der Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki gedachten.

Den gesamten Bericht findet Ihr in den WN.

Münsterländer Friedensinitiativen schließen sich zusammen – Sendener Friedenskreis in Nottuln dabei

Der stellv. Bürgermeister von Nottuln Martin Leufke bei seiner Ansprache.

Eine kleine Abordnung vom Friedenskreis Senden besuchte die  Veranstaltung der Nottulner FI zum Gedenken an den Atombombenabwurf in Hiroshima und Nagasaki. Erste Kontakte wurden geknüpft. Am Schlaun-Denkmal wurde die Friedensradtour der DFG-VK empfangen.

Hiroshima mahnt!

Dazu ein Bericht der Dülmener Gruppe:

Liebe Friedensfreund_innen,

wir wollen allen denen danken, die durch Ihre Initiative, Ihr Engagement und ihr Anpacken dazu beigetragen haben, die DFG-VK-Friedensfahrradtour 2017 auf ihrem Weg von Haltern nach Nottuln gut zu begleiten.

Für die Friedensfreunde Dülmen geht ein arbeits- und erlebnisreicher Tag zu Ende. … Für die, die nicht dabei sein konnten, hier ein kurzer Bericht vom Tage:

Das Wetter wurde  besser, als Gerd, Penelope und ich die Radlergruppe auf dem Campingplatz in Sythen abholten. 20 Leute machten sich mit uns auf den Weg, darunter eine Gruppe von weißrussischen Friedensaktivisten.

Der Fahrtweg war mit Luftballons gekennzeichnet, auf dem Ehrenfriedhof Hausdülmen erläuterte ein Vertreter des Stadtarchivs (Dr. Sudmann selbst war erkrankt) Details zur Geschichte des Kriegsgefangenenlagers an der Halterner Straße. Anschließend wurde ein gemeinsames Blumengebinde der dfg-vk nrw und der Friedensfreunde Dülmen niedergelegt. Hier stießen weitere Dülmener Radler zur Gruppe dazu, sodass wir kurz vor 11 Uhr mit 30 Leuten am Löwen ankamen.

Dort präsentierten Klaus Stegemann (Gitarre) und Hanan (Tambur, nahöstliches Saiteninstrument) ein deutsch-syrisches Kulturmix, bei dem Hanan plötzlich das alte Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“ spielte, bei dem eine Reihe der 50 – 60 Anwesenden mitsangen.

Die Dülmener Bürgermeisterin begrüßte die Friedensradler herzlich. Die Bedrohungen des Friedens sei durch die vielen internationalen Spannungen und die lokalen Konflikte bedroht. Es sei gut, wenn Bürger_innen sich aktiv für den Friedeen einsetzen. Wir haben um Zusendung des Redetextes gebeten und werden ihn veröffentlichen.

Joachim Schramm von der dfg-vk sprach über die politischen Ziele der Radtour, dann trugen die Friedensradler eine „Moritat“ zur Melodie „Und der Haifisch, der hat Zähne“ (Brecht/Weill) vor. Anschließend wurde ein gemeinsamer Kranz von DGB, Friedensfreunden und den Ratsfraktionen der SPD, Grünen und Linken niedergelegt.

Michael Stiels-Glenn machte einige kurze Anmerkungen zur besonderen Verbindung von Dülmen, das zum Kriegsende schrecklich bombardiert wurde, mit den Städten Hiroshima und Nagasaki, auch wenn sich das im Ausmaß überhaupt nicht vergleichen ließe.

Hamid Alhaw überbrachte eine Friedensbotschaft in arabischer und deutscher Sprache, in der er den Dülmener Bürgern und den Deutschen dafür dankte, Flüchtlinge aufzunehmen. Er setzte sich sehr mit dem Begriff der Heimat auseinander, dem, was Flüchtlinge verloren haben, weil sie vor dem Krieg wegliefen und den Auswirkungen der Kriegsschrecken gerade auf die Kinder.

Nach einem weiteren Lied fuhren die Radler weiter zu den Tower Barracks, wo Michael Stiels-Glenn einige Erläuterungen zu dem abgab, was im Dülmen Army Depot geschieht. Dann ließen sich auf Anregungen der dfg-vk die Teilnehmer zu Boden fallen – ein Dy-in! Ihre Umrisse wurden mit Kreide auf den Asphalt gezeichnet, um zu zeigen, was passiert, wenn diese Waffen zum Einsatz kommen: Blut und Leichen! Anschließend radelte die Gruppe über Buldern weiter nach Nottuln, wo sie ebenfalls vom Bürgermeister und von der FI Nottuln begrüßt wurde. Aus Dülmen waren bis Nottuln noch Fabian, Gerd, Siegfried, Penelope und Michael dabei, was die Nottulner sehr gefreut hat.

Dort wurde überlegt, ob man nicht angesichts der vielen Aktivitäten im kommenden Jahr den „Ostermarsch Münsterland“ wiederbeleben soll – das wäre ein riesiger Erfolg auch der Zusammenarbeit mehrerer Initiativen.

Das Wetter war gut, die Stimmung entspannt und freundschaftlich, eine Wiederholung kann gern angedacht werden.

Zum Schluss ein Gruppenfoto, das die freundschaftliche Stimmung widerspiegelt.

Fotos und Videos werden in einigen Stunden von verschiedenen Fotografen ins Netz gestellt – vor allem von Gerd Jungmann über seine Homepage www.friedensfreundeduelmen.eu.

Zur Erinnerung: Wir Friedensfreunde treffen uns am Freitag, den 18. August 2017 um 18 Uhr im Kolpinghaus zu einer öffentlichen Sitzung, wo wir über die jüngsten Aktionen berichten und weitere Aktivitäten planen werden.

Mit herzlichem Gruß

Penelope und Michael

Einladung zur Sitzung am 9. August 2017

Am Mittwoch, den 9. August, findet die nächste reguläre Sitzung der Gruppe Agenda21Senden statt, und zwar ab 18.30 Uhr oben im Treffpunkt (Hintereingang). Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung: Info-Stand zur Wahl, Reaktivierung des Friedenskreises, Erörterung der „Dülmener Erklärung“ zum Weltfriedenstag, Aktivitäten in der Klimaschutzwoche sowie die Diskussion eines Vorschlags zu einer Regenerativen Gartenanlage in Senden. Jede Bürgerin, jeder Bürger Sendens ist eingeladen, weitere Anliegen können spontan auf die Tagesordnung gesetzt werden. www.agenda21senden.de

Kreisweite Klimaschutzwoche im Herbst 2017 vom 14. bis 24. September

Die Agenda21Senden ist mit einem Elektromobilitätsprogramm dabei.

Zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz wurden in der Vergangenheit bereits im Kreis Coesfeld ergriffen und umgesetzt. Ein wichtiges Thema ist dabei die Öffentlichkeitsarbeit, die dazu beitragen kann, in der Bevölkerung einen Bewusstseinswandel herbeizuführen und für Themen des Klimaschutzes zu sensibilisieren. Daher plant der Kreis Coesfeld zusammen mit allen kreisanhängigen Kommunen im Herbst 2017 vom 14. bis 24. September die gemeinsame Durchführung einer kreisweiten Klimaschutzwoche.

Worum geht’s?

Während der Klimaschutzwoche vom 14.-24.September 2017 finden im gesamten Kreisgebiet viele Veranstaltungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität und Energieeffizienz statt. Dabei bieten nicht nur der Kreis Coesfeld sowie alle Städte und Gemeinden Aktionen und Veranstaltungen an, sondern auch private Akteure, Institutionen, Unternehmen sowie Vereine und Verbände. Von Rosendahl bis Olfen haben die Anbieter tolle Veranstaltungen auf die Beine gestellt und präsentieren unter dem Motto „Klimaschutz – geht uns alle an“ beispielsweise Mobilitätstage, Kochkurse, Exkursionen oder Radtouren.

Veranstaltungen

Hier gehts zum Veranstaltungsprogramm.

Das vollständige Programm für Senden findet Ihr hier.

Die Agenda21Senden ist Veranstalter der Auto- und Ladepräsentation:

Ein Beitrag zur Energiewende – E-Mobilität als alternative Mobilität

19.09.2017 von 16:00 – 18:00 Uhr, Senden, Vorplatz und Parkplatz Steverhalle, Buldernerstr. 15

Der Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß im Kreis Coesfeld liegt bei 47%. Was tun, um im Verkehrssektor einen Beitrag zur Energiewende zu leisten? Auf dem Platz vor der Steverhalle werden Alternativen gezeigt: Die Vielfalt der Elektromobilität steht zum Anschauen und Anfassen zur Verfügung. Von Fahrzeugen über Ladesäulen bis zu Kabel- und Steckervarianten – hier kann gefragt und diskutiert werden.

Die Autoschau umrahmt den

  • Vortrag „Wie eine echte Energiewende zum Erreichen der Pariser Klimaschutzziele in Deutschland aussehen müsste“

    Prof. Dr. Volker Quaschning, THW Berlin

19.09.2017 von 18:00-20:00 Uhr, Foyer der Steverhalle, Senden

Die deutsche Regierung hat versprochen die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten und die globale Erwärmung möglichst auf 1,5°C zu begrenzen. Dazu müsste aber unsere Energieversorgung bereits im Jahr 2040 ganz ohne Erdöl, Kohle und Erdgas auskommen. Mit dem aktuellen Tempo der deutschen Energiewende brauchen wir aber noch rund 150 Jahre für die Umstellung. Eine Erwärmung um mehr als 3°C wäre die Folge, genauso viel wie der Temperaturanstieg seit der letzten Eiszeit betragen hat. Für die kommenden Generationen würde das katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen. Dieser Vortrag erläutert, welchen Maßnahmen erforderlich wären, um die versprochenen Klimaschutzziele auch wirklich einzuhalten.

 

 

Friedensinitiativen planen Weltfriedenstag im September

                                                            In Senden haben wir noch keinen Bürgermeister für den Frieden.

Die neue Dülmener Friedensinitiative „Die Friedensfreunde Dülmen“ ist in der Region bei der Planung eines Gedenktages und hat folgenden Text entworfen und darum gebeten, darüber zu diskutieren, ob man das so unterstützen möchte:                .

Entwurf einer gemeinsamen Erklärung

1. September 1939 – 1. September 2017

Nie wieder Krieg – Projekt Friedensstadt Dülmen

 

Am 1. September 2017 jährt sich der Beginn des 2. Weltkrieges zum 78. Mal. Nazideutschland griff seinen Nachbarn Polen ohne Vorwarnung an. Zynisch verkündete Hitler: Ab 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen, als hätte nicht er den Angriff befohlen. Der Krieg, der von Deutschland ausging und vielen Millionen Menschen weltweit den Tod, körperliche und seelische Verletzungen, den Verlust von Heimat, von Hab und Gut brachte, kehrte schließlich nach Deutschland zurück.

Nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus schworen am 8. Mai 1945 viele Menschen in unserem Land, dass von deutschem Boden NIE WIEDER KRIEG ausgehen sollte.

Jedoch wurden seitdem 129 Kriege begonnen (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki Liste_von_Kriegen_seit_dem_Zweiten_Weltkrieg_mit_Opferzahl) – und diese Liste ist sicher unvollständig.

Die Dülmener Unterzeichner dieser Erklärung zum Weltfriedenstag verbindet über die Grenzen von Religionen, Konfessionen und Parteien hinweg die Überzeugung, dass wir mehr als alles andere Frieden, Abrüstung und Entspannung brauchen – in unserer Stadt und auf der ganzen Welt. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen über Wege zu einer friedlicheren Welt – darüber friedlich zu streiten lohnt jede Mühe – aber es gibt gemeinsame Auffassungen über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg.

Die Waffensysteme werden immer schrecklicher – deren Entwickler sprechen zynisch von Effektivität – , verkürzen Vorwarnzeiten und schalten dabei menschliche Entscheidungen zugunsten automatisierter Systeme aus. Die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen ist trotz vieler Bemühungen nicht gebannt und ein solcher Einsatz bedroht die Existenz der Menschheit und der Erde; deshalb müssen Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen geächtet werden. Die Zahl der zivilen Opfer in Kriegen wächst ständig, was eine der Hauptursachen für Flüchtlingsströme ist. Rüstung tötet auch ohne Krieg: Das Geld, das für Waffen ausgegeben wird, fehlt z. B. für Bildung, Sozialausgaben und Renten.

 

Wir wollen, dass Dülmen eine Stadt des Friedens im Naturpark Westliches Münsterland wird und bleibt.

Wir treten dafür ein, dass

   auch zwischen gegnerischen Nationen wieder Gespräche ohne Vorbedingungen aufgenommen werden;

   an die Stelle der Aufrüstungsspirale gegenseitige, gleichberechtigte Kontrollen von Standorten, Manövern und Truppenbewegungen treten;

   dass durch Rüstungskontrollen und Gespräche wieder Vertrauen entsteht;

   dass bestehende Verträge zur Rüstungskontrolle wiederbelebt und neue Verträge zur Abrüstung verhandelt werden;

   zwischenstaatliche Konflikte über Verhandlungen und über Diplomatie bearbeitet werden statt durch Drohungen.

   Damit wird der Weg frei zum Abzug aller Waffen aus Dülmen.

 

 

Wienkamp nachhaltig? Bei regenerativen Maßnahmen liegt Senden abgeschlagen hinter dem Kreisdurchschnitt

Unser Mitglied in der Gruppe Vegetationen, Dr. Ralf Hömberg, setzt sich seit Jahren für nachhaltige Gestaltung öffentlicher und privater Flächen in Senden ein (siehe auch sein Faltblatt: Wälder_Bäume_Blumen). Das Wohngebiet Wienkamp am Kanal liegt ihm besonders am Herzen.

Hier seine neuesten Beiträge dazu sowie Reaktionen engagierter Umweltschützer:

1.8.17  … unweit (ca. 50m) der Sendener Brücke, Stadtauswärts auf dem dem Wienkamp zugewandten Treidelweg, sind 4 mächtige Bäume (Eichen und Bergahorn, drei davon in einer Reihe hintereinander) frisch markiert.

Markierte Bäume am Treidelweg. Wozu?

Es könnte sich um Fällungsvorbereitungen handeln. Habe Fotos gemacht: weil hohes Datenvolumen hier über we transfer: https://we.tl/Y8ULoVZHd8

Das würde die Mikroökologie sehr empfindlich stören!

Wer hat hierzu einen konstruktiven Rat?

Umweltaktivist Jürgen Kruse wusste Rat:

1.8.17  … bitte unbedingt die Untere Naturschutzbehörde und die Kanalverwaltung
(BUND) kontaktieren und Umweltinformationen verlangen!
Dann ggf. die Öffentlichkeit informieren!

Grüße aus Legden-Asbeck
Jürgen Kruse
www.hecke.wg.vu
https://www.facebook.com/Heckenschutz.de/

Rolf Wiederkehr (BUND, NABU, GRÜNE) hat sich selbst erkundigt:

1.8.17  … Herr Thies von der Gemeinde hat das Wasser- und Schifffahrtsamt darüber informiert, dass diese Bäume (Eichen) möglicherweise oder wahrscheinlich vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Offensichtlich hat das Amt daraufhin reagiert und sich die Bäume genauer angeschaut. Er meinte, dass dies aber nicht bedeute, dass diese Bäume gefällt werden müssen. Er wird sich erkundigen und mir bald möglichst wieder Bescheid geben.

LG, Rolf Wiederkehr

Ralf Hömberg antwortet mit eigenen Recherchen:

2.8.17  … ist Herr Grömping hierüber und damit die untere Naturschutzbehörde des Kreis Coesfeld informiert?

Habe mit einem sehr naturkundigen Menschen, die Kanalbäume in Augenschein genommen. Kein Eichenprozessionsspinner zu sehen, keine Blätter mit Blasen, keine Fäden – die mächtigen alten, an der Sendener Brücke markierten 3 Eichen und der Bergahorn stehen gesund und in voller Pracht da. Habe Fotos gemacht: weil hohes Datenvolumen hier über we transfer: https://we.tl/Y8ULoVZHd8 herunterladbar. Auch die große, gefallene Kastanie im Ort und die zudem aktuell markierten Bäume am Jachthafen an der Tom-Berger Brücke müssen uns besorgnishaft zu denken geben.

Die Verwendung der in Planung stehenden 2 Hektar Wienkamp-Erweiterungsfläche, ist öffentlich und eine Angelegenheit der Bürgerinnen und Bürger in Senden, über den Wienkamp hinaus ist (man denke an den unschätzbaren Erholungswert dieses urwüchsig sensiblen, mikro- und mesoökologisch höchst wertvollen und damit schützenswerten Landschaftsbereich), daher bitte ich auch erneut die Aganda21Senden um Unterstützung (z. B. schon mal als Verlinkung auf der Agenda21homepage) aus den Bereichen Regenerative Energien und Ökologie/Vegetationen. Siehe dazu auch den aktuellen ZDF-Beitrag aus dieser Woche: Monokulturen bedrohen Artenvielfalt: „Artensterben durch Monokultur“ https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-clip-1-352.html . 75% der Pflanzen werden von Bienen und anderen Insekten bestäubt … der aktuelle Agrarreport vom Bundesamt für Naturschutz besagt unter anderem, dass der Insektenbestand mancherorts um 80% geschrumpft ist.  ….

MfG, Ralf Hömberg

Ergänzend verschickt er folgenden Aufruf (bitte auch die Links beachten):

2.8.17   Aufruf zur Nachdenklichkeit – Plädoyer Regenerativen Gartenanlage für Alt und Jung, Jung und Alt

So sieht sie aus, eine regenerative Gartenanlage 🙂

Liebe Mitmenschen im Wienkamp und darüber hinaus, liebe MitstreiterInnen, sehr geehrte GegnerInnen,

zur Sommerzeit, als mögliche Zeit des Nachdenkens und Reflektierens außerhalb unseres stressbeladenen Alltags in der beschleunigten Moderne (was Menschen in zunehmend prekären Verhältnissen täglich erleben und wohlhabende Menschen in der Regel nicht wirklich wahrnehmen) …. ein erneuter Versuch, für meinen Vorschlag einer „Regenerativen Gartenanlage für Jung und Alt(den ich bereits 2012 ins Diskussionsfeld führte, siehe PDF Anhang: WK II Regenerative Gartenlage als Alternative_ 9.2012) zur Erfüllung von Generationsverantwortung zu werben, welche ja, wenn auch mit distanzierendem Beigeschmack, Eingang auf die Unterseite „Alternativen“ der Homepage der Interessengemeinschaft gefunden hat – immerhin (siehe: https://www.interessengemeinschaft-wienkamp.de/alternativen-1/vorschlag-r-h/ ).

Bei immensem Hochwasserrisiko, überhöhtem Verkehrsaufkommen, Einschränkungen spielender Kinder, Lärmzunahme und damit Stresszunahme….ist es da nicht wirklich sinnvoller an Alternativen mit wirklicher Verbesserung der Lebensqualität zu denken!

Vielleicht können sich der Bau- und Projektanbieter sowie Ratsmitglieder (leider mit verschwindend geringer Frauenquote, wie ich finde1) und weitere Entscheidungsträger, für eine ganz andere Perspektive hinsichtlich der Lebensqualitätszunahme erwärmen, denn Heute am 2. August 2017, dem Earth Overshoot Day, stellt die Erde jedem von uns eine Rechnung dafür.

 Ab heute haben wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Das ist als Summe an jedem Ort der Welt zu verstehen, im Kleinen wie im Großen. Die Biokapazität der Erde beträgt pro Jahr 1,7 Globale Hektar pro Person (gha). Jeder Mensch verbraucht im Schnitt allerdings 3,3 Globale Hektar pro Jahr. Dieser Verbrauch heißt auch ökologischer Fußabdruck. Ab dem heutigen Tag sammeln wir mit jedem Tag ein größeres Defizit an, indem wir die schon lange bestehenden Ressourcenbestände abbauen und Kohlendioxid in der Atmosphäre ansammeln. Wir überschreiten (engl. Overshoot) den uns gegebenen Rahmen und greifen auf die Reserven der Erde zurück, welche über Millionen Jahre angelegt wurden. (Quelle zum overshoot)

Hier haben wir die Quittung!

Dass diese Rechnung nicht ewig aufgehen wird, ist klar. Hier geht es um das „abwürgen“ globaler Regenerationsfähigkeiten und wir machen Schulden bei der Natur, bei der Erde. Wo sind die ehrbaren Kaufleute, die sich um das Bewahren des Naturkapitals in sorgsamer Weise kümmern. Das sind unsere wirklichen Lebensgrundlagen!

http://www.gemeinde-senden.de/politik/gemeinderat/

Solch eine Regenerativen Gartenanlage für Alt und Jung, Jung und Alt, könnte ein herausragendes Merkmal für Senden werden!

Buchtipp zur ökologischen Generationsverantwortung:  https://www.amazon.de/gp/product/3440130991/ref=oh_aui_detailpage_o04_s00?ie=UTF8&psc=1

Buchempfehlung: Gartenkinder: Beste Ideen für Groß und Klein

Ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch zu meinem Alternativvorschlag

Eine gute Sommerzeit, Ralf Hömberg, drh@dgn.de

Mit einem sehr interessanten Beitrag meldet sich Rolf Wiederkehr noch einmal zu Wort:

Lieber Herr Hömberg, liebe Naturfreunde!

So einer regenerativen Gartenanlage werde ich sofort zustimmen – wenn sie zur Abstimmung gelangte. Als Mitglied des Arbeitskreises Artenvielfalt im Kreis Coesfeld (https://artenvielfalt-coesfeld.jimdo.com/)  setze ich mich

mit einer kleinen Gruppe seit zwei Jahren kreisweit für mehr Artenvielfalt ein, als Mitglied im BUND und NABU aber auch als Mitglied der Grünen seit über drei Jahrzehnten. Für mich habe ich dabei gelernt, dass ich nichts

von anderen fordern sollte, was ich nicht auch selbst praktiziere oder zumindest im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstütze. Dabei mache ich längst noch nicht alles richtig im Sinne eines verringerten ökologischen

Fußabdrucks, aber ich arbeite daran. Im Wienkamp – aber auch für alle anderen Ortsteile – wäre es schön, wenn diejenigen, die einen Garten ihr Eigen nennen dürfen, wenigstens einige Quadratmeter naturnah gestalten

(über 90 % aller Privatgärten sind vielleicht schön und „ordentlich“- aber nicht naturnah!). Dies würde den Insekten sehr helfen, Nahrung und Lebensraum zu bekommen und damit wäre auch im Bereich Wienkamp schon mal von allen Anwohnern ein großer eigener Beitrag zur Verbesserung der Ökologie sofort geleistet. Aus langjähriger Erfahrung weiß ich, dass eine solche „Umgestaltung“ hin zu kleinen Paradiesen gar nicht so einfach ist und individuell auch immer anders aussehen kann. Wer diesbezüglich ein wenig Unterstützung haben möchte, dem helfe ich mit einer kleinen Beratung gerne. Eines sollte in diesem Zusammenhang noch gesagt sein: So eine regenerative Gartenanlage , im Großen und im Kleinen ist ein langfristiges Projekt.

Mit freundlichem Gruß, Rolf Wiederkehr

Abschließend appelliert Ralf Hömberg noch einmal an interessierte BürgerInnen und dankt Rolf Wiederkehr für die Unterstützung.

Lieber Herr Wiederkehr,

herzlichen Dank für Ihre Unterstützungsbereitschaft als ökologisch engagierter Mitstreiter und als Mitglied im Gemeinderat Senden.  Auch insbesondere für ihr unmittelbares ökologisches Beratungsangebot an alle diejenigen, die daran interessiert sind. 😊

Ich sammele mal zunächst die weiteren Rückantworten, sie sind der erste, der dies tut.

Und ich hoffe das zahlreiche weitere Rückantworten von jungen, älteren und alten Mitbürgerinnen und Mitbürgern, – gerne auch aus der Gegnerschaft, –  folgen. Nur so kann es gelingen ko-operativ unsere Ko-existenz zu gestalten, deren Grundlagen in letzter Hinsicht immer ökologisch sind.

Wer weitere MitbürgerInnen kennt, die sich diesem Alternativprojekt „Regenerative Gartenanlage für Alt und Jung, Jung und Alt“ anschließen wollen, möge bitte Name und E-Mail für den Verteiler durchgeben.

Ralf Hömberg, drh@dgn.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo sind sie geblieben? Das große Insektensterben

Wo sind sie geblieben? Das große Insektensterben

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

in Deutschland gibt es heute 80 Prozent weniger Insekten als noch 1982. Fast 3.000 Insektenarten werden als ausgestorben oder gefährdet eingestuft. Ganz besonders betroffen sind Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen, die einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung vieler Pflanzen leisten. Diese erschreckenden Ergebnisse lieferte in der letzten Woche die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage.

Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist die intensive Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und dem steigenden Pestizideinsatz. Auch die Artenvielfalt entlang der Nahrungskette ist dadurch akut bedroht. Mit dem Rückgang der Insekten nimmt unweigerlich auch die Anzahl der insektenfressenden Vögel ab. Die Auswirkungen sind gravierend: Fast drei Viertel der heimischen Vogelarten der Äcker und Wiesen sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Rund 26.000 Menschen haben sich deshalb bereits an unserer Aktion „Rettet die Vögel!“ beteiligt und die Bundesregierung aufgefordert, Pestizide zu verbieten und Agar-Wüsten wieder in vielfältige Landschaften zu verwandeln. Denn auch wenn die Bundesregierung das Problem erkannt hat, unternimmt sie bisher nichts, um die Artenvielfalt zu retten. Unterstützen auch Sie unsere Aktion:

Mit herzlichen Grüßen,

Ihr Team des Umweltinstitut München

 

Süßes für die Besten – Stadtradler wurden im Rathaus geehrt – in Senden fast 7 t CO2 gespart

Petra Volmerg, MA, Klimaschutzbeauftragte in Senden, und Alfons Hues, BM, bedanken sich bei den Radlern für ihr Engagement im Klimaschutz.

Sendens Stadtradler wurden bei kalten Getränken und Gummitierchen im Rathaus von Klimaschutzmanagerin Petra Volmerg und Bürgermeister Alfons Hues empfangen.

Die effektivste Radelgruppe war die Feuerwehr mit 6490 km und 922 kg CO2-Ersparnis..

Die Radler vom roten Keil waren ebenfalls sehr erfolgreich mit 5026 km und 714 kg CO2-Ersparnis. Sie waren das Fahrradaktivste Team mit den meisten Kilometern pro TeilnehmerIn.

Wir von den Klima-Radlern: Agenda21Senden lagen im Mittelfeld mit 2944 km und 418 kg CO2-Ersparnis und lagen Personenbezogen immerhin auf Platz drei.

Alle Ergebisse für Senden im Überblick kannst Du hier sehen.

Ergebnisse mit den meisten Kilometern pro TeilnehmerIn.

Vier Sendener hatten in den drei Wochen mehr als 1000 km gestrampelt, mit dabei unsere Starradlerin Karina Mildner, die es auf 1030 km in drei Arbeitswochen brachte.

Die Starradlerin Karina bekam Sonnenblumen und freute sich riesig mit Sven, der sie betreute und abends für den Kaloriennachschub sorgte. Allerdings hatte sie Sorgen mit ihrem Fahrradcomputer, der zu wenig anzeigte und schließlich bei 970 km ganz abstürzte.

Alle Sieger auf einen Blick. Ein Feuerwehrmann hält den ersten Preis, Petra Volmerg bekam als Dank für die Organisation einen Strauß Erinnerungen von Karina.

WN, Do., 20.07.2017

260 Sendener Pedalritter sparen sieben Tonnen CO2 ein: Radler strampeln für prima Klima

Ja, wir san mit‘m Radl da: Selbstverständlich kamen die aktiven „Stadtradler“ auf dem Drahtesel zur Siegerehrung im Rathaus. Dort zeichneten Alfons Hues (r.) und Petra Volmerg (2.v.l.) die ambitioniertesten Teilnehmer aus.

Senden – Sendens Klimaschutzbeauftragte Petra Volmerg freut sich über den Erfolg: Im Rahmen der dreiwöchigen Aktion „Stadtradler“ haben 260 Teilnehmer aus Senden fast 50 000 Kilometer mit dem Drahtesel zurückgelegt und damit etwa sieben Tonnen CO2 eingespart.      Foto: Syffus

Bürgerbus startet mit Ersatzwagen (WN)

Alles startklar: Fahrer Dieter Nehls (v.l.), Koordinator Jörg Säckl sowie die Vorstandsmitglieder des Bürgerbusvereins Ludger Fühnen und Wolfgang Dropmann sind sicher, dass die Jungfernfahrt am 30. Aug. stattfinden kann. Foto: sff

Training der ehrenamtlichen Fahrer läuft – weitere Ehrenamtliche willkommen

Von Siegmar Syffus

Die schlechte Nachricht zuerst: Der nagelneue Sendener Bürgerbus kann voraussichtlich erst im Oktober geliefert werden. Doch die gute und entscheidende Nachricht lautet: Der Fahrbetrieb startet trotzdem wie geplant am 30. August, pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres. Und auch das Training der Fahrer ist soeben angelaufen.