Im Jahr 2000 war es am 1. Oktober so weit, 2015 sind die jährlichen Ressourcen der Erde für die Menschen schon am 13. August verbraucht. Nur durch Änderung unserer Lebensweise kann der Planet regenerieren.
„Ich bin die einzige, ich bin überlastet“, antwortet Christine Pohl auf die Frage, wie die Erde ihr Befinden beschreiben würde, könnte sie sprechen. Denn auch in diesem Jahr sind die nachhaltig nutzbaren Ressourcen des Planeten für 2015 längst verbraucht. „Ab diesem Donnerstag (13.08.2015) leben wir auf Pump“, beschreibt Rolf Buschmann, Experte für Ressourcenschutz beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den globalen ökologischen Zustand.
1,5 Erden bräuchte die Weltbevölkerung derzeit, um den weltweiten Bedarf an Rohstoffen, Ackerland, Wasser und Wäldern nachhaltig zu decken.
Mit Kerzen und Ansprachen gedachte man am Donnerstagabend der Opfer der Atombombenabwürfe in Japan. Friedensinitiative und Gemeinde Nottuln hatten dazu eingeladen. Foto: Dieter Klein
Nottuln – Zahlreiche Bürger haben am Donnerstagabend der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki gedacht.
Von Dieter Klein
„Wir wissen, dass sich die Menschen heute den 70. Jahrestag in Erinnerung rufen wollen, als eine amerikanische Atombombe mit dem zynischen Namen ‚Little Boy‘ über Hiroshima abgeworfen wurde und weit mehr als 100 000 Japaner tötete. Wir wussten nur nicht, dass hier an diesem Tag, dem 6. August, auf eine so beeindruckende Art und Weise erinnert wird“, flüsterte ein Touristenpaar aus dem Rheinland, das sich dem Menschenring um den Brunnen der Stiftsstraße angeschlossen hatte und mitsang: „Wohl jeder träumt den Traum vom Frieden. Und es kommt die Zeit, dann wird, wie jeder Menschheitstraum, der Frieden Wirklichkeit.“
Robert Hülsbusch (FI) hatte seinen Zweifel angesichts der aktuellen Wirklichkeit, die eine gefährliche Entwicklung genommen habe. Er erinnerte: „Nicht umsonst wurde die Doomsday-Clock einer Vereinigung von Atomwissenschaftlern um zwei Minuten vorgestellt. Diese Uhr weist auf die Gefahr eines Atomkriegs hin. Sie zeigt jetzt auf drei Minuten vor zwölf. Ein Stand, den es zuletzt auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges 1984 gab. Und das im Jahr 70 nach Hiroshima und Nagasaki. Fast ist man geneigt, die Situation heute damit zu vergleichen. Der alte Ost-West-Konflikt brandet auf. Waffen werden an die Grenzen verlegt, große Manöver abgehalten. Und es wird mit Atomwaffen gedroht. Neue Atomwaffen sollen installiert werden. Alte Atomwaffen – wie die bei uns in Büchel – sollen modernisiert werden.“
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Glyphosat vor Kurzem als „wahrscheinlich krebserregend“ und „erbgutschädigend“ eingestuft. Um so erschreckender, da Glyphosat das weltweit am häufigsten gespritzte Ackergift ist.
Unsere Chance: Das Pestizid ist nur noch bis Ende 2015 zugelassen. Bekommt Glyphosat keine neue Zulassung, darf es auch nicht mehr gespritzt werden. Die Entscheidung darüber liegt bei der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA). Schreibt jetzt an den EFSA-Chef Bernhard Url, damit Glyphosat endlich von den Äckern verschwindet!
Am Mittwoch, den 12. August, findet die erste Sitzung der Agenda21Senden ab 18.30 Uhr im Rathausnebengebäude (Treffpunkt Hintereingang) statt. Auf der Tagesordnung steht die Planung von Vortrags- und Filmveranstaltungen im Herbst. Es geht dabei um den möglichst nachhaltigen Einsatz regenerativer Energien. Stromspeicher und Fernleitungsbau, intelligentes Netzmanagement und lastabhängige Stromtarife könnten Themen sein, ebenso die Feinstaubbelastung und die Vermeidung von Luftverschmutzung. Die Beteiligung an Klimaschutzaktionen des BUND soll erörtert werden. Ebenso muss noch einmal über die Bedeutung der Freihandelsabkommen und entsprechende Aufklärungskampagnen gesprochen werden, die mögliche Beteiligung an der Großdemo zu TTIP in Berlin am 10. Oktober muss organisiert werden. Da wie immer alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme eingeladen sind, können spontan auch weitere Themen zum Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz diskutiert werden.
hier ist die Weiterleitung eines Hinweise auf einen absolut interessanten Film über das bisher geheim geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (genannt: TTIP).
Gesendet: Samstag, 01. August 2015 um 10:35 Uhr Von: Golisch-Havixbeck@t-online.de An: „Bernd Golisch“ <Golisch-Havixbeck@t-online.de> Betreff: Golisch / Wohlstand für alle. Was bringen Freihandelsabkommen?
Der Film wurde vor einigen Wochen schon mal im Fernsehen gezeigt (ARD), aber erst gegen Mitternacht, wenn sonst keiner guckt.
Doch die Auswirkungen von TTIP in der jetzt teilweise bekannten Form werden uns in allen Lebensbereichen noch sehr lange negativ treffen, wenn nichts dagegen unternommen wird.
Bitte den Link im eigenen Verteiler weiterleiten. Es sollte jeder informiert sein.
Am 10.10.2015 ist übrigens in Berlin eine große DEMO
gegen TTIP geplant. Vielleicht treffen wir uns dort???
29. Juli 2015, 21:00 USA vs Staatsbetriebe Kommerz statt Sozialstaat
Die USA wollen, dass öffentliche Unternehmen „nach kommerziellen Erwägungen“ agieren.
Das zeigen geheime Dokumente aus den Verhandlungen zum TPP-Abkommen, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen.
Von Alexander Hagelüken und John Goetz
Die amerikanische Regierung versucht, in globalen Handelsverträgen staatliche Betriebe zu bremsen. Diese Strategie könnte weltweit Regierungen hindern, ihren Bürgern bei öffentlichen Leistungen wie Nahverkehr den besten Service zu bieten oder soziale Aufgaben zu erfüllen. Das lässt sich aus geheimen Verhandlungspapieren ableiten, an die Wikileaks gelangte und die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Die Dokumente betreffen das US-Abkommen mit anderen Pazifikstaaten. Sie werfen die Frage auf, wie die Regierung in Washington beim umstrittenen TTIP-Vertrag mit Europa taktieren wird.
Die Vereinigten Staaten verhandeln seit Jahren mit Japan, Malaysia, Australien und acht anderen Pazifikstaaten über das TPP-Abkommen. Geplant ist ein Abschluss bereits diese Woche auf der hawaiianischen Insel Maui. Weil unter strikter Geheimhaltung gefeilscht wird, dringen nur Gerüchte nach außen. Etwa, dass Australien US-Pharmakonzernen nicht so viel Zugang gewähren will und Kanada die Öffnung seiner Landwirtschaft zu weit geht, weshalb das Land womöglich ganz abspringt. Wegen der Geheimhaltung ist es spannend, einen Einblick in die amerikanische Strategie zu erhalten, auch wenn die enthüllten Dokumente bereits eineinhalb Jahre alt sind.
Freihandelsabkommen TTIP Jetzt reicht’s aber auch mal
TTIP-Kritiker haben viel bewirkt. Aber zu sehr sollten sich Politiker von ihnen nicht beeindrucken lassen. Kommentar
Kommerz vs Kommunen
Ein Papier für eine Regierungskonferenz der Pazifikstaaten zeigt den Wunsch der USA, staatlichen Betrieben generell Fesseln anzulegen – und zwar stärker als bisher in den Regeln der Welthandelsorganisation WTO vorgesehen.
KAB kritisiert: TTIP gefährdet Sozial- und Umweltstandards
Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Fulda kritisiert die Ablehnung der us-amerikanischen Botschaft, Bundestagsabgeordneten Einblicke in die Verhandlungsprotokolle zum Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA zu gewähren. „TTIP gefährdet nicht nur Sozial- und Umweltstandards, sondern wird durch dieses Verhalten bereits im Vorfeld seines Zustandekommens zum Demokratie-Killer Nummer Eins in Europa“, erklärt KAB Diözesansekretär Michael Schmitt.
Bundestagspräsident Nobert Lammert hatte die US-Botschaft in einem öffentlichen Brief aufgefordert, den Bundestagsabgeordneten Einsicht in die Verhandlungsprotokolle zu gewähren. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, der CSU-Abgeordnete Peter Ramsauer, hatte den Parlamentspräsidenten gebeten, die Verhandlungen auch für die Arbeit des Wirtschaftsausschusses transparent zu machen. Die US-Botschaft hat dies verweigert. Derzeit dürfen nur ausgesuchte Regierungsvertreter unter großen Sicherheitsvorkehrungen Einblicke in die bisherigen Ergebnisse nehmen.
Es rumort weiter im Bauch des trojanischen Pferdes. Was kommt noch alles raus???
politik
24. Juli 2015, 18:50 Freihandelsabkommen TTIP und die Froschlurche
Gefährliche Metamorphose: Das Freihandelsabkommen soll nach seiner Ratifizierung von Experten stets geändert werden können – an den Abgeordneten vorbei.
Von Heribert Prantl
Bei Tieren gibt es den Gestaltwandel, bekannt vor allem bei den Froschlurchen: Aus der Kaulquappe wird da ein Frosch. Und aus einer Raupe wird bekanntlich erst die Puppe, dann ein Schmetterling. Das nennt man die zoologische Metamorphose. In der Juristerei gibt es so etwas neuerdings auch, eine rechtliche Metamorphose: bei TTIP, dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Der Vertrag ist als „living agreement“ geplant, als lebendes, lebendiges Abkommen – als völkerrechtliches Abkommen, das nach der Ratifikation noch wächst, das sich verändert, das sich fortentwickelt.
Der TTIP-Vertrag soll nämlich von Expertenkommissionen (vor allem dem Rat für regulatorische Kooperation/Regulatory Cooperation Body RCB) laufend fortgeschrieben, verändert und neuen Entwicklungen angepasst werden. Diese Expertenkommissionen sollen weitreichende Ergänzungen und Anhänge zum TTIP-Vertragswerk schreiben können – ohne dass die Parlamente diesen Änderungen zustimmen müssen. Der Vertrag könnte also nach seiner Ratifizierung ohne parlamentarische Mitwirkung grundlegend umgestaltet werden. Die Expertenkommissionen sollen allein mit Vertretern der Regierungen und Verwaltungen besetzt sein.
Das geplante Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen, TiSA, birgt noch mehr Gefahren für die Demokratie als TTIP und CETA, sagt Jürgen Buxbaum von der Internationalen der Öffentlichen Dienste (IÖD)
Jürgen Buxbaum, Foto: privat
ver.di publik – Über die Freihandelsabkommen TTIP und CETA, die die EU mit den USA bzw. Kanada abschließen möchte, wird viel diskutiert. Doch was ist TiSA?
Jürgen Buxbaum – Die Abkürzung TiSA steht übersetzt für Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen. Aus unserer Sicht geht es in seinen Gefahren für Bürgerrechte, öffentliche Dienste und Demokratie über die Erstgenannten noch hinaus.